DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung
Höhere Berufsbildung zahlt sich aus
DIHK, Mitteilung vom 04.10.2018
Aufstieg und Perspektiven im Blick
Mehr Verantwortung am Arbeitsplatz, ein besseres Gehalt sowie die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit – das sind die zentralen Erfolge für die Teilnehmer. Zwei Ziele stehen dabei als Motivation für die Weiterbildung ganz oben: mehr Geld verdienen (46 Prozent) und eine bessere Position im Job erreichen (66 Prozent). Etwas Neues zu lernen, um den eigenen Horizont zu erweitern, wird von gut einem Viertel als Antrieb für die Weiterbildung genannt.
Einkommen, beruflichen Status und Sozialkompetenzen erhöht
Für nahezu zwei Drittel der Absolventen hat die Weiterbildung positive Auswirkungen auf ihre berufliche Entwicklung: Sie steigen nach der Weiterbildung entweder auf, haben einen größeren Verantwortungsbereich oder können sich finanziell verbessern. Diese beruflichen Vorteile fallen einige Jahre nach der Prüfung noch deutlicher aus. Andere positive Effekte ergeben sich bereits kurzfristig: 85 Prozent der Absolventen geben an, dass sich durch die Weiterbildung ihr Blickwinkel erweitert hat, sie Zusammenhänge besser verstehen und nun souveräner auftreten.
Förderinstrumente optimieren
Die Weiterbildungsanstrengungen werden bei 83 Prozent der Absolventen unterstützt. Am häufigsten profitieren die geförderten Teilnehmer vom Aufstiegs-BAföG (47 Prozent). Umso sinnvoller ist es, dass die Politik dieses wichtige Förderinstrument weiter verbessern will. Aus DIHK-Sicht sollte generell mindestens ein weiteres Fortbildungsziel förderbar sein. Denn 58 Prozent der Absolventen wollen sich auch in Zukunft fortbilden und favorisieren einen weiteren Abschluss der Höheren Berufsbildung.
Bekanntheitsgrad und Image steigern
Der Weg der Bundesregierung, die Höhere Berufsbildung zu stärken, ist richtig. Dabei sollte auch die Gleichwertigkeit der akademischen und beruflichen Bildung deutlich herausgestellt werden. Prägnante Abschlussbezeichnungen für die Marke Höhere Berufsbildung wären dafür ein positiver Beitrag – zum Beispiel „Bachelor Professional“. Weiterhin ist es notwendig, die Vorzüge der Höheren Berufsbildung frühzeitig zu vermitteln – am besten schon in den Schulen. Deshalb sollte aus DIHK-Sicht eine Verbesserung der Berufsorientierung nicht nur mit Blick auf die duale Erstausbildung ganz oben auf der Agenda stehen, sondern auch frühzeitig die weiteren beruflichen Perspektiven herausstellen, etwa als Meister oder Fachwirt. Hier ist noch viel Luft nach oben. Insgesamt kommt die Berufliche Bildung nicht nur an Gymnasien, sondern auch an anderen Schulen häufig zu kurz. Das muss sich dringend ändern – damit die Unternehmen auch in Zukunft auf beruflich top qualifizierte Fachkräfte zurückgreifen können.
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