IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft zum Jahresende auf stabilem Aufschwungpfad
Wert fest „im grünen Bereich“
Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 15.11.2017
Die verringerte Krisenwahrscheinlichkeit erklärt das IMK vor allem mit positiven Signalen von den Finanzmärkten: Besonders stark wirke sich aus, dass die Zinsdifferenz zwischen Unternehmens- und Staatsanleihen, der sog. Spread, weiter gesunken ist. Dieser Trend setzt sich seit mehr als anderthalb Jahren fort. Bei einem geringen Spread finden Unternehmen ein günstiges Finanzierungsumfeld vor.
Der neue Indikatorwert stütze die Erwartung, dass sich der Aufschwung weiter fortsetzt, ohne dass die Gefahr konjunktureller Überhitzung besteht, erklärt IMK-Expertin Dr. Sabine Stephan. Das Institut hat kürzlich seine Wachstumsprognose für 2017 und 2018 auf 2,0 bzw. 2,1 Prozent angehoben. Dabei sehen die Konjunkturforscher bei den relevanten Größen – Inflation und Arbeitsmarktentwicklung – keinerlei relevante Indizien für ein Heißlaufen der Wirtschaft.
In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das Frühwarnsystem signalisiert eine Rezession, wenn die Industrieproduktion in einem Zeitraum von fünf Monaten um mindestens ein Prozent schrumpft.
Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.
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