Laut Statistischem Bundesamt waren die Einfuhrpreise im Jahresdurchschnitt 2015 um 2,6 % niedriger als im Vorjahr. Insbesondere die Preisentwicklung bei Energie beeinflusste den Index der Einfuhrpreise.
Importpreise im Jahr 2015: -2,6 % gegenüber 2014
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.01.2016
Für Erzimporte wurde im Jahr 2015 durchschnittlich 15,4 % weniger bezahlt als ein Jahr zuvor. Eisenerze waren um 24,5 % billiger als im Vorjahr. Die Preise für importierte Nicht-Eisen-Metallerze sanken um 3,1 %.
Der Einfuhrpreisindex für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lag 2015 um 5,5 % unter dem Niveau von 2014. Dagegen waren Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus im Jahresdurchschnitt 2015 um 3,2 % teurer als im Jahr 2014. Insbesondere die Preise für Gold (+10,0 %) und Rohaluminium (+8,1 %) waren höher als vor einem Jahr. Billiger waren dagegen importiertes Nickel (-11,9 %) und Rohkupfer (-3,4 %).
Im Nahrungsmittelbereich war im Jahr 2015 gegenüber 2014 insbesondere bei Milch und Milcherzeugnissen ein Preisrückgang zu beobachten (-10,7 %).
Deutliche Preissteigerungen im Vorjahresvergleich gab es dagegen unter anderem bei elektronischen Bauelementen (+5,9 %), Holz- und Zellstoff (+12,4 %), ebenso bei Rohkakao (+20,8 %) und verarbeitetem Kakao (+5,8 %). Die Ausfuhrpreise waren im Jahresdurchschnitt 2015 um 0,9 % höher als im Vorjahr (2014: -0,3 %).
Veränderungen im Dezember 2015
Im Dezember 2015 lagen die Einfuhrpreise um 3,1 % unter dem Stand von Dezember 2014. Im November 2015 hatte die Veränderung zum Vorjahr -3,5 % und im Oktober -4,1 % betragen. Gegenüber dem Vormonat November 2015 fielen die Einfuhrpreise um 1,2 %.
Importierte Energie war im Dezember 2015 um 25,9 % billiger als im Dezember 2014. Gegenüber dem Vormonat November 2015 fielen die Preise für Energie um 8,8 %. Insbesondere Rohöl war im Vergleich zu Dezember 2014 billiger (-31,3 %) und kostete 12,6 % weniger als im November 2015. Die Preise für Mineralölerzeugnisse sanken um 25,2 % (-12,5 % gegenüber November 2015). Die Erdgaspreise lagen um 22,7 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-1,1 % gegenüber November 2015). Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Dezember 2015 um 0,1 % höher als im Dezember 2014, gegenüber November 2015 fiel er um 0,4 %. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex im Dezember 2015 um 0,9 % unter dem Stand des Vorjahres und um 0,4 % unter dem Niveau des Vormonats.
Importiertes Eisenerz war um 21,2 % billiger als im Dezember 2014, Nicht-Eisen-Metallerze um 14,6 %. Auch die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sanken gegenüber Dezember 2014 (-11,3 %), ebenso die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug (-10,7 %).
Darüber hinaus war Rohkaffee billiger als ein Jahr zuvor (-13,7 %), ebenso wie Milch und Milcherzeugnisse (-9,4 %) sowie Schweinefleisch (-7,9 %). Teurer als im Dezember 2014 waren dagegen Rohkakao (+19,3 %), verarbeiteter Kakao (+13,7 %) und Rindfleisch (+6,8 %).
Außerdem stiegen gegenüber Dezember 2014 unter anderem die Preise für Holz- und Zellstoff (+6,8 %), Bekleidung (+5,5 %), elektronische Bauelemente (+2,7 %), pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse (+2,5 %) sowie für Maschinen (+2,4 %).
Der Index der Ausfuhrpreise lag im Dezember 2015 um 0,2 % über dem Stand von Dezember 2014. Im November 2015 hatte die Veränderung zum Vorjahr +0,3 % betragen, im Oktober 2015 waren es +0,2 %. Gegenüber dem Vormonat November 2015 sank der Ausfuhrpreisindex im Dezember 2015 um 0,4 %.
-
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes.
———————-
Quelle: DATEV eG