Jährliches Wachstum der Arbeitskosten im Euroraum im ersten Quartal 2014 auf 0,9% und in der EU28 auf 1,2% abgeschwächt

Laut Eurostat hat sich der Anstieg der Arbeitskosten pro Stunde im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal im Euroraum (ER18) abgeschwächt.

 

Eurostat, Pressemitteilung vom 17.06.2014

 

 
Die Arbeitskosten pro Stunde sind im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal im Euroraum (ER18) um 0,9 % und in der EU282 um 1,2 % gestiegen. Im vierten Quartal 2013 hatten die Arbeitskosten pro Stunde im Euroraum um 1,6 % und in der EU28 um 1,4 % zugenommen. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

 

Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten sind Löhne und Gehälter sowie Lohnnebenkosten. Im Euroraum stiegen die Löhne und Gehälter pro Stunde im ersten Quartal 2014 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 1,5 %, während die Lohnnebenkosten um 0,8 % zurückgingen. Im vierten Quartal 2013 hatten die jährlichen Steigerungen 2,0 % bzw. 0,4 % betragen. In der EU28 stiegen die Löhne und Gehälter pro Stunde im ersten Quartal 2014 um 1,7 %, während die Lohnnebenkosten um 0,3 % fielen, gegenüber +1,7 % bzw. +0,4 % im vierten Quartal 2013.

 

Aufschlüsselung nach Wirtschaftszweig
Im Euroraum stiegen die Arbeitskosten pro Stunde im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 0,7 % in der Industrie, um 1,9 % im Baugewerbe, um 1,3 % im Dienstleistungssektor und um 0,5 % in der hauptsächlich nicht-gewerblichen Wirtschaft. In der EU28 erhöhten sich die Arbeitskosten pro Stunde um 1,1 % in der Industrie, um 1,9 % im Baugewerbe, um 1,6 % im Dienstleistungssektor und um 0,6 % in der hauptsächlich nicht-gewerblichen Wirtschaft.

 

Mitgliedstaaten
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten für das erste Quartal 2014 vorliegen, verzeichneten Lettland (+7,0 %), Estland (+6,8 %), Rumänien (+5,3 %) und Polen (+4,2 %) die höchsten jährlichen Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft. Rückgänge wurden in Zypern (-6,9 %), Kroatien (-1,7 %), Irland (-0,2 %) und Italien (-0,1 %) verzeichnet.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

———————-

Quelle: DATEV eG