Auf der Basis des IAB-Betriebspanels haben Wissenschaftler des IfM Bonn das unternehmerische Verhalten nicht nur vor, sondern auch nach einer Übergabe untersucht. Dabei zeigte sich: Auch der Inhaberwechsel beeinflusst die Mehrzahl der betrachteten Unternehmensbereiche nicht.
Kein Patentrezept für eine erfolgreiche Übergabe
Unternehmerisches Verhalten orientiert sich an den konkreten betrieblichen Bedingungen
IfM Bonn, Pressemitteilung vom 27.03.2017
Auf der Basis des IAB-Betriebspanels haben Wissenschaftler des IfM Bonn das unternehmerische Verhalten nicht nur vor, sondern auch nach einer Übergabe untersucht. Dabei zeigte sich: Auch der Inhaberwechsel beeinflusst die Mehrzahl der betrachteten Unternehmensbereiche nicht. „Anders als erwartet, besteht folglich kein enger Zusammenhang zwischen der Investitionstätigkeit und den einzelnen betrieblichen Bereichen. Ebenso lässt sich kein systematisches Verhalten identifizieren, das sich günstig auf die Unternehmensentwicklung und damit auf den Übergabeerfolg auswirkt. Mit anderen Worten: Es lässt sich kein Patentrezept ableiten, mit dessen Hilfe eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge garantiert werden kann“, erklärt Dr. Rosemarie Kay, stellvertretende Geschäftsführerin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn. Dies liegt vor allem daran, dass die Ausgangssituationen vor einer Übergabe sehr unterschiedlich sind und folglich ein individuelles unternehmerisches Handeln erfordern.
So kann die teilweise beobachtete Zurückhaltung der Alteigentümer im Vorfeld einer Übergabe durchaus ökonomisch rational sein: Sie schränken Maßnahmen ein, weil sie nicht sicher sein können, ob hierdurch ein Mehrwert erzielt werden kann, der auch vom Nachfolger honoriert wird. „Folglich wirkt sich ein zurückhaltendes Verhalten nicht automatisch negativ auf den Unternehmenserfolg bzw. auf die angestrebte Übergabe aus. Die Nachfolger scheinen sich meist beispielsweise des Investitionsrückstandes bewusst zu sein – und empfinden dies auch nicht zwingend als nachteilig. Allerdings muss der Investitionsstau überwindbar sein und die technischen Anlagen dem aktuellen Stand entsprechen“, so Dr. Rosemarie Kay.
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Die Publikation finden Sie auf der Homepage des IfM Bonn.
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Quelle: DATEV eG