Wer im EU-Ausland telefoniert oder ins Internet geht, zahlt seit 30.04.2016 weniger Gebühren. Gleichzeitig traten neue Regeln in Kraft, mit denen erstmals strenge Vorschriften für Netzneutralität im EU-Recht verankert werden und allen EU-Bürgern einen diskriminierungsfreien Zugang zu Internetinhalten garantieren. Das teilte die EU-Kommission mit.
Kosten für Telefonieren und Internet-Surfen im Ausland fallen weiter
EU-Kommission, Pressemitteilung vom 29.04.2016
Die Betreiber können seit 30.04.2016 auf die national geltenden Tarife nur noch geringe zusätzliche Gebühren erheben, diese betragen (ohne Mehrwertsteuer): 0,05 Euro pro Minute eines Anrufs, 0,02 Euro für jede gesendete SMS und 0,05 Euro pro Daten-MB. Ab 15. Juni 2017 fallen die Roaming-Gebühren dann komplett. Mobilfunknutzer zahlen dann bei Reisen innerhalb der EU denselben Preis wie zu Hause. Außerdem gelten ab morgen erstmals strenge Vorschriften für Netzneutralität, die allen EU-Bürgerinnen und -Bürgern einen diskriminierungsfreien Zugang zu Internetinhalten garantieren.
EU-Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip, zuständig für den digitalen Binnenmarkt, sagte: „Wir sind jetzt auf der Zielgeraden vor dem Ende der Roaming-Gebühren im Jahr 2017. Hier geht es nicht nur darum, dass die Europäer Geld sparen, sondern auch darum, Hindernisse im digitalen Binnenmarkt zu beseitigen. “
Günther Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, erklärte: „Diese Regeln schützen das Recht jeden Europäers auf Zugang zu Online-Inhalten ihrer Wahl, ohne Beeinträchtigung oder Diskriminierung. Sie werden verhindern, dass der Binnenmarkt zersplittert ist, indem sie legale Sicherheit für die Wirtschaft schaffen und es einfacher machen, grenzüberschreitend zu arbeiten. “
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.
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Quelle: DATEV eG