Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin steigt im Oktober auf 103 Punkte und deutet damit auf eine leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im Schlussquartal 2016 hin. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann um 0,4 Prozent zunehmen, im Vergleich zu 0,3 Prozent im dritten Quartal.
Leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums
DIW Berlin, Pressemitteilung vom 27.10.2016
Die im Juli deutlich rückläufige Produktion im verarbeitenden Gewerbe – wie auch der Rückgang der Exporte – ging maßgeblich auf die frühe Lage der Ferien zurück. Im August wurden die Ausfälle wie erwartet nachgeholt und sorgten für zusätzlichen Schwung. Im Durchschnitt liegt die Produktion im dritten Quartal in etwa so hoch wie im zweiten und dürfte mit einem leichten Plus in das Schlussquartal starten. Damit zeichnet sich für die Industrie eine Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends ab und auch die Exporte dürften im Umfeld einer verhalten expandierenden Weltwirtschaft etwas Fahrt aufnehmen. Dafür spricht, dass sich die Erwartungen der Industrieunternehmen zuletzt etwas aufgehellt haben und die Auftragseingänge etwas gestiegen sind.
Vor allem die Umsätze der konsumnahen Dienstleistungsbereiche werden angesichts des anhaltenden Beschäftigungsaufbaus und spürbarer Lohnsteigerungen wohl weiter merklich zulegen. Allerdings: „Der private Verbrauch dürfte an Schwung verlieren, da die Beschäftigung nicht mehr so schnell steigt und die höhere Teuerung die Kaufkraft etwas drückt“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland.
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Quelle: DATEV eG