Mittelstand als Schatz pflegen

Die freie Entfaltung der Familienunternehmen ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den „Familienunternehmer-Tagen 2013“ in Berlin.

 

Bundesregierung, Pressemitteilung vom 26.04.2013

 

Die freie Entfaltung der Familienunternehmen ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den „Familienunternehmer-Tagen 2013“ in Berlin.

 
„Wir müssen den Schatz, den wir am Mittelstand und an den Familienunternehmen haben, sorgsam pflegen“, betonte Merkel. Deshalb müsse fortentwickelt werden, was in den vergangenen Jahren erreicht worden sei.

 
Die Bundeskanzlerin verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf die gesunkene Arbeitslosenzahl und die zusätzlichen Bundesmittel für Forschung. Allein in dieser Legislaturperiode beliefen sich diese auf 13 Milliarden Euro.

 
Kalte Progression bekämpfen

 

Steuern sollten weder erhöht noch neu eingeführt werden, sagte Merkel. Es gebe aber auch „keinen großen Spielraum“ für Steuersenkungen. Es sei jedoch wichtig, die kalte Progression zu bekämpfen, damit Lohnerhöhungen auch netto bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen.

 
Nichts sei schlimmer als ein Klima der Verunsicherung, so die Bundeskanzlerin. Denn dieses hemme Investitionen und damit Wachstum. Deshalb erteilt sie der Einführung einer Vermögenssteuer eine klare Absage. Diese wäre eine „falsche Maßnahme“.

 

Staat muss Umfeld für Investitionen schaffen

 

Zur Staatsschuldenkrise in der EU sagte Merkel, sie werde ihre Arbeit für Konsolidierung der Haushalte und Wachstum fortsetzen. Da in normalen Zeiten private Investitionen die wesentliche Wachstumsquelle seien, müsse der Staat das Umfeld dafür schaffen.
Europa habe „herausragende Voraussetzungen“, um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen. Zwar würde über viel gestritten, nicht aber über Demokratie, Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit. Das sei ein großer Vorteil.

 
Wirtschaftliches Rückgrat für den demografischen Wandel

 

Auch die Herausforderungen des demografischen Wandels sprach die Bundeskanzlerin an. In Zukunft würden jedes Jahr 500.000 Menschen mehr aus der Erwerbstätigkeit ausscheiden als neu hinzukommen. Bis Ende des nächsten Jahrzehnts wären das sechs Millionen Arbeitskräfte weniger.

 
Um diesen Wandel zu bewältigen, brauche es ein „starkes wirtschaftliches Rückgrat“, so Merkel. Deshalb müssten sich Mittelstand und Familienunternehmen frei entwickeln können.

 
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bundesregierung.

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Quelle: DATEV eG