Mittelstand: Digitale Kernkompetenzen im eigenen Unternehmen aufbauen
Durch interne Weiterbildung aus der digitalen Abhängigkeit
IfM Bonn, Pressemitteilung vom 27.05.2020
Dass die Beauftragung externer, unternehmensnahen Dienstleistern eine Ausweichstrategie für die Organisation von Engpasstätigkeiten sein kann, belegt die hohe Dynamik in diesem Wirtschaftsbereich. Die Wissenschaftler des IfM Bonn sensibilisieren jedoch dafür, digitale Dienstleistungen nicht ausschließlich einzukaufen: „Insbesondere, wenn es sich um Kernkompetenzen handelt, besteht die Gefahr, dass sich die Unternehmen in wettbewerbsentscheidenden Bereichen von Dritten abhängig machen“, erläutert Dr. Christian Schröder, Projektkoordinator im IfM Bonn. „Die Geschäftsmodelle von morgen werden zunehmend digitale Elemente enthalten. Daher ist es entscheidend für den Mittelstand entsprechende Kompetenzen intern aufzubauen.“ Der Studienleiter empfiehlt daher, bei der Zusammenarbeit mit externen Wissensträgern – seien es andere Unternehmen, Start-ups, Dienstleister oder Hochschulen – darauf zu achten, dass die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unmittelbar in den Digitalisierungsprozess einbezogen werden und so das neue Wissen langfristig für das Unternehmen nutzbar wird.
„Im Zuge der digitalen Transformation besitzt lebenslanges Lernen eine hohe Bedeutung. Durch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen sollten daher Teile der Belegschaft in die Lage versetzt werden, selbst die wissensintensiven Tätigkeiten ausführen zu können“, hebt Dr. Christian Schröder hervor. Er begrüßt daher die zunehmende Anzahl an digitalen Weitbildungsplattformen, da sie den mittelständischen Unternehmen die Möglichkeiten geben, kostengünstig und gezielt Weiterbildungen anzubieten und auf diese Weise das informationstechnische Wissen auf eine breitere Basis zu stellen.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des IfM Bonn.
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