Niedersachsen und Bayern unterstützen Brandenburg bei der Bearbeitung der Steuerfälle polnischer Bauunternehmen

Da Brandenburg seit Jahren durch die Bearbeitung der Steuerfälle polnischer Bauunternehmen überproportional belastet ist, haben sich Niedersachsen und Bayern bereit erklärt, von Brandenburg je ein Viertel der Fälle zu übernehmen. Das berichtet das Niedersächsische Finanzministerium.

 

FinMin Niedersachsen, Pressemitteilung vom 26.08.2016

 

 

Kurzfassung

 

 

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider informierte bei seinem Besuch des Finanzamts Hameln am 26.08.2016, dass dort, voraussichtlich ab September 2017, zusätzlich polnische Bauunternehmen besteuert werden. Die Zuständigkeit für die Besteuerung ausländischer Bauunternehmen und deren Arbeitnehmer in Deutschland wurde unter den Ländern aufgeteilt. Niedersachsen ist seither für britische Unternehmen zuständig, die vom Finanzamt Hannover-Nord besteuert werden. Zurzeit werden sämtliche Steuerfälle polnischer Bauunternehmen zentral in Brandenburg bearbeitet. Da Brandenburg seit Jahren dadurch überproportional belastet ist, haben sich Niedersachsen und Bayern bereit erklärt, von Brandenburg je ein Viertel der Fälle zu übernehmen.

 

 

Die Oberfinanzdirektion Niedersachsen und das Finanzamt Hameln bereiten die Übernahme durch organisatorische, personelle und die Datenverarbeitung betreffende Maßnahmen sukzessive vor. Auch das Land Brandenburg bringt dabei seine Erfahrung mit ein. Die neue Aufgabe umfasst für Niedersachsen bei leicht steigender Tendenz etwa 17.000 zusätzliche Fälle. Zur Bearbeitung benötigt das Finanzamt Hameln 41 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wurde auch deshalb ausgewählt, weil dort ausreichend Platz für die neue Aufgabe vorhanden ist und zusätzliche Baumaßnahmen nicht erforderlich werden.

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Quelle: DATEV eG