Nach einem starken Wachstum im Oktober gab der HWWI-Rohstoffpreisindex im November wieder nach (-4,5 %; in Euro: -2,5 %). Besonders der schwankende Ölpreis lag mit einem Minus von 8,5 % unterhalb des Niveaus des Vormonats, steht aber nach der Einigung der OPEC-Länder über eine Produktionskürzung Ende des Monats vor einem deutlichen Anstieg.
HWWI, Pressemitteilung vom 05.12.2016
- HWWI-Gesamtindex fällt im November um 4,5 % (Dollarbasis)
- Ölpreis schwankt im Vorfeld des OPEC-Treffens
- Aufwärtstrend der Industrierohstoffe setzt sich fort
Nach einem starken Wachstum im Oktober gab der HWWI-Rohstoffpreisindex im November wieder nach (-4,5 %; in Euro: -2,5 %). Besonders der schwankende Ölpreis lag mit einem Minus von 8,5 % unterhalb des Niveaus des Vormonats, steht aber nach der Einigung der OPEC-Länder über eine Produktionskürzung Ende des Monats vor einem deutlichen Anstieg. Der Preis für Kohle (+14,6 %; in Euro: +16,7 %) hingegen legte kräftig zu. Mit einem Zuwachs von 11,3 % (in Euro: +13,6 %) drückten die Industrierohstoffe den Index ohne Energie ins Plus (+6,5 %; in Euro: +8,6 %). Der Index für Nahrungs- und Genussmittel blieb nahezu konstant.
Index für Energierohstoffe: -6,3 % (in Euro: -4,3 %)
Der Preis für Kohle entwickelte sich ähnlich wie im Vormonat um 14,6 % (in Euro: 16,7 %) nach oben, nachdem China seine Abbaukapazitäten reduziert hatte. In gegensätzliche Richtungen bewegten sich die Preise im Index für Erdgas (-1,2 %; in Euro: +0,9 %). Ein kalter Wintereinbruch in Großbritannien hatte Befürchtungen einer Gasknappheit angeheizt und ließ den Preis für britisches Erdgas um 16,8 % (in Euro: +19,1 %) nach oben schnellen. Seit Mitte des Monats befindet er sich aufgrund hoher Importe aus Norwegen und den Niederlanden aber wieder im Abwärtstrend. Im Gegensatz dazu bewirkten in den USA die milden Witterungsbedingungen und die steigende Gasförderung ein Absinken des Preises für US-amerikanisches Erdgas um 14,4 % (in Euro: -12,5 %).
Index für Industrierohstoffe: +11,3 % (in Euro: +13,6 %)
Nach dem erneuten Anstieg im November befindet sich der Index für Industrierohstoffe auf seinem höchsten Stand seit Januar 2015. Vor allem NE-Metalle und Eisenerz haben seit Jahresbeginn mit der allmählichen Belebung der Weltwirtschaft kräftig an Wert gewonnen. Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat diesen Trend weiter angeheizt. Zum einen wecken die versprochenen Investitionen in die Infrastruktur Hoffnungen in der Baubranche und damit die Nachfrage nach Metallen; zum anderen bieten Rohstoffe einen gewissen Schutz gegenüber der zurzeit in den USA ansteigenden Inflation. Dies spiegelt sich unter anderem in den Preisen für Aluminium (+4,2 %, in Euro: +6,4 %), Kupfer (+15,1 %, in Euro: +17,6 %) und Eisenerz (+24,3 %; in Euro: +26,8 %) wider.
Index für Nahrungs- und Genussmittel: -0,1 % (in Euro: +1,9 %)
Wesentlich geringer fielen die Veränderungen an den Märkten für Nahrungs- und Genussmittel aus. Während der Index für Öle und Ölsaaten um 2,7 % (in Euro: +4,8 %) anstieg, ging der Index für Genussmittel leicht zurück (-1,7 %, in Euro: +0,3 %). In Malaysia und Indonesien sorgt die Trockenheit im Zuge des El Niño für eine geringe Ernte und ließ den Preis um 2,8 % (in Euro: +4,9 %) anziehen. Der Preis für Sojabohnen (+2,9 %, in Euro: +5,0 %) profitierte von der starken Nachfrage aus China. Beim Kakao hingegen erfüllt die Nachfrage nicht die Erwartungen bei gleichzeitig hohem Angebot aus den Hauptproduktionsgebieten in Westafrika, sodass der Preis um 7,6 % (in Euro: -5,7 %) sank.
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Quelle: DATEV eG