Rezessionswahrscheinlichkeit steigt leicht auf 25 Prozent
Konjunkturampel signalisiert aber weiterhin moderaten Aufschwung
Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 15.01.2019
Trotz der Eintrübung zeigt der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator noch „grün-gelb“. Das steht für eine Phase mit durchschnittlichem Wachstum. „Das konjunkturelle Klima hat sich markant verschlechtert. Wie stark, sieht man, wenn man den aktuellen Indikatorwert mit dem vom Januar 2018 vergleicht. Vor einem Jahr betrug das Rezessionsrisiko gerade einmal 1,4 Prozent“, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. Trotzdem sind die Düsseldorfer Forscher auf Basis der aktuellen Daten optimistisch, dass es in diesem Jahr bei einem Aufschwung bleibt – „wir sehen zwar ein spürbar verlangsamtes konjunkturelles Tempo, aber keine Rezession“, so Horn. „Die Konjunktur ist hart im Nehmen, solange die solide Binnennachfrage sie stützt.“ Die weiterhin gute Beschäftigungsentwicklung und spürbar steigende Löhne seien wichtige Faktoren für diese Stabilität.
Die Verschlechterung des Indikatorwerts beruht nach Analyse des IMK vor allem auf den schwächeren Daten von den Finanzmärkten. Die volatile Entwicklung der Börsenkurse schlägt sich in einem etwas höheren Wert beim „Finanzmarktstress“ nieder, den der IMK-Indikator ebenfalls misst. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex, der zuletzt erneut gesunken ist, trägt zur Eintrübung bei. Dagegen kommen von den zuletzt leicht ansteigenden Auftragseingängen aus dem Ausland positive Impulse. „Der Trend bei den Aufträgen hat einen stärkeren Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit verhindert“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.
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