Der Private Konsum in Deutschland hat sich im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal deutlich abgeschwächt und dürfte auch vorerst gedämpft bleiben. Dies zeigt der auf Internetdaten basierende RWI-Konsumindikator an.
RWI Essen, Pressemitteilung vom 24.09.2014
Der Private Konsum in Deutschland hat sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal deutlich abgeschwächt und dürfte auch vorerst gedämpft bleiben. Dies zeigt der auf Internetdaten basierende RWI-Konsumindikator an. Da dieser einen Vorlauf von einem Quartal hat, zeigt der erneute Rückgang von 45,9 auf 37 einen schwachen Privaten Konsum im dritten Quartal an. Für das vierte Quartal deutet der Rückgang von 37 auf 32 auf eine weiter verhaltene Dynamik des Privaten Konsums hin.
Die Verbraucher zeigen sich anscheinend zunehmend durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse – insbesondere den anhaltenden russisch-ukrainischen Konflikt – verunsichert.
Da der Indikator die Suchanfragen nach konsumnahen Suchbegriffen relativ zu allen Suchanfragen auswertet, bedeutet ein Rückgang, dass stärker nach anderen Begriffen gesucht wurde. Tatsächlich lässt sich für die vergangenen Monate eine verstärkte Suche nach Begriffen, die mit der Ukraine-Krise oder den Konflikten in Syrien oder dem Irak in Verbindung stehen, beobachten.
Dagegen sind die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen intakt. Insbesondere geht die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt mit kräftigen Lohnanstiegen einher. Auch die vorgesehene Ausweitung der monetären Sozialleistungen dürfte den Privaten Konsum in den kommenden Monaten stützen. Dies spricht dafür, dass sich die private Konsumnachfrage wieder belebt, sobald sich die geopolitischen Risiken reduziert haben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des RWI-Essen.
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Quelle: DATEV eG