Schärfere Handelsschutzinstrumente: Ministerrat einigt sich auf Verhandlungsposition

Der EU-Ministerrat hat sich am 13.12.2016 auf eine Verhandlungsposition zur Modernisierung von Handelsschutzinstrumenten geeinigt. Die modernen Instrumente befähigen die EU, höhere Zölle zu erheben, wenn Marktverzerrungen vorliegen.

 

Schärfere Handelsschutzinstrumente: Ministerrat einigt sich auf Verhandlungsposition

 

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 13.12.2016

 

Der EU-Ministerrat hat sich am 13.12.2016 auf eine Verhandlungsposition zur Modernisierung von Handelsschutzinstrumenten geeinigt. Die EU-Kommission hatte bereits im April 2013 Vorschläge vorgelegt, die einen schnelleren und transparenteren Schutz bei unfairen und marktverzerrenden Handelspraktiken vorsehen. Zuletzt hatte Jean-Claude Juncker im Oktober die Mitgliedstaaten aufgefordert, einer Modernisierung der Handelsschutzinstrumente nicht länger im Wege zu stehen.

 

„Dies ist ein entscheidender Schritt, unsere Gesetzgebung an die heutigen wirtschaftlichen Realitäten anzupassen“, begrüßte Handelskommissarin Cecilia Malmström die Einigung im Ministerrat. „Europa muss sicherstellen, dass wir moderne, zeitgemäße Instrumente zur Verfügung haben, um mit unfairen Handelspraktiken umgehen zu können, wenn es erforderlich ist. Die EU steht für freien, regelbasierten Handel und wir müssen in der Lage sein, entschlossen gegen unfaire Subventionen und Dumping vorzugehen. Die unermüdlichen Bemühungen der slowakischen Präsidentschaft und der Mitgliedstaaten haben zur Kompromisslösung beigetragen. Ich hoffe nun, dass nun umgehend ein konstruktiver Trilog zwischen Rat, Parlament und Kommission beginnen kann“, so Malmström weiter.

 

Die modernen Instrumente befähigen die EU, höhere Zölle zu erheben, wenn Marktverzerrungen vorliegen.

 

Die Kommission hatte in diesem Oktober eine Mitteilung „Für eine robuste EU-Handelspolitik, die Beschäftigung und Wachstum fördert“ vorgelegt. Die wird nun den Trilog mit den beiden anderen EU-Organen unterstützen.

 

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Quelle: DATEV eG