Das tradierte Bild „Einmal Unternehmer, immer Unternehmer“ befindet sich nach Untersuchungen des IfM Bonn im Wandel, auch wenn immer noch ein großer Teil der Selbständigen dauerhaft eigenständig bleibt.
Selbständigkeit als begrenzter Lebensabschnitt
IfM Bonn, Pressemitteilung vom 18.08.2016
„Betrachtet man sowohl die Reihenfolge der verschiedenen Erwerbszustände als auch deren Dauer, dann gleicht keine Erwerbsbiografie der anderen. Vor der ersten Selbständigkeit steht jedoch in der Regel eine betriebliche oder akademische Ausbildung und eine abhängige Beschäftigung“, erläutert Dr. Rosemarie Kay. Wer seine Selbständigkeit beendet, wechselt allerdings meist dauerhaft in eine abhängige Beschäftigung. Wer dagegen anschließend eine Ausbildung absolviert, in Elternzeit geht oder arbeitslos wird, weist auch später zumeist einen unsteten Erwerbsverlauf auf.
„Die zunehmende Diskontinuität im Erwerbsverlauf von Selbständigen erhöht zwar einerseits das Altersarmutsrisiko. Auf der anderen Seite ist aber auch zu befürchten, dass ein größerer Teil der geringverdienenden Selbständigen ihre Erwerbstätigkeit aufgeben müsste, würde die Bundesregierung ihre Pläne einer verpflichtenden Rentenversicherung für diese Personengruppe realisieren. Hinzu kommt, dass diejenigen, die auf absehbare Zeit lediglich ein geringes Einkommen in der Selbständigkeit erwirtschaften können, gar nicht erst diesen Weg beschreiten würden“, so die stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn.
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Die Studie finden Sie auf der Homepage des IfM Bonn.
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Quelle: DATEV eG