Studie zu KMU-Bonitätsprüfungen

Die EU-Kommission hat eine Studie über die Bonitätsprüfung von KMU veröffentlicht. Die Studie steht im Zusammenhang mit der Kommissions-Mitteilung über die langfristige Finanzierung. Sie basiert zum Großteil auf einer umfassenden Befragung der EZB und der Kommission zum Kapitalzugang von KMU.

 

Die EU-Kommission (GD Unternehmen und Industrie) hat eine Studie über die Bonitätsprüfung von KMU veröffentlicht. Die Studie steht im Zusammenhang mit der Kommissions-Mitteilung über die langfristige Finanzierung. Sie basiert zum Großteil auf einer umfassenden Befragung der EZB und der Kommission zum Kapitalzugang von KMU.

 

Ziel der Studie war es, die Effektivität der Kreditvergabe an KMU zu bewerten. Der Fokus wurde auf die Kredit-Scoring-Bewertung und das Rückmeldeverhalten von Banken im Zusammenhang mit abgelehnten Krediten gelegt.

 

Laut Studie gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, keinen Kredit bewilligt zu bekommen. Deutschland steht im EU-Vergleich mit 86,8 % bewilligter Kredite sehr gut da.

 

Schlussfolgerung der Studie ist, dass vor allem kleinere KMU großen Bedarf an Unterstützung bei Kreditanträgen haben. Die Autoren der Studie empfehlen der Politik, sich vor allem auf die Verbesserung des Rückmeldeverhaltens zu fokussieren und ein Standardrückmeldeverfahren zu entwickeln. Außerdem sollten die Tätigkeit von unabhängigen Kreditberatern und die externe Vorabprüfung der Daten für die Kreditbeantragung von den Mitgliedstaaten gefördert werden. Ein von den Banken akzeptiertes und von den Aufsichtsbehörden genehmigtes Standardbewertungssystem wird hingegen für unrealistisch gehalten.

 

Die EU-Kommission will den Dialog zwischen Banken und KMU im Laufe des Jahres 2014 wieder aufnehmen, die Studie vorstellen und deren Empfehlungen erörtern. Konkrete Veranstaltungen sind noch nicht geplant, aber für das 4. Quartal vorgesehen.

 

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Quelle: DATEV eG