Überwachung der Globalisierung der EU-Wirtschaft

Die Globalisierung der Weltwirtschaft schafft neue Anforderungen an Statistiken. Daher veröffentlicht Eurostat eine Sammlung von Indikatoren zur wirtschaftlichen Globalisierung. Diese bestimmen fünf Aspekte der wirtschaftlichen Globalisierung: internationaler Handel, ausländische Direktinvestitionen, Beschäftigung und Wertschöpfung von multinationalen Unternehmen sowie Internationalisierung der Technologie.

 

Indikatoren zur wirtschaftlichen Globalisierung

 

 

Eurostat, Pressemitteilung vom 15.07.2014

 

 
Die Globalisierung der Weltwirtschaft schafft neue Anforderungen an Statistiken. Daher veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, am 15.07.2014 eine Sammlung von Indikatoren zur wirtschaftlichen Globalisierung. Diese bestimmen fünf Aspekte der wirtschaftlichen Globalisierung: internationaler Handel, ausländische Direktinvestitionen (DI), Beschäftigung und Wertschöpfung von multinationalen Unternehmen sowie Internationalisierung der Technologie. Insgesamt werden in diesem Zusammenhang zwölf Indikatoren hinzugezogen, wovon vier in dieser Pressemitteilung dargestellt werden.

 

Eine der sieben Leitinitiativen der Europa 2020 Strategie ist das Vorhandensein einer „integrierten Industriepolitik für das Zeitalter der Globalisierung“. Dies bedeutet die Entwicklung einer starken und nachhaltigen industriellen Basis zu unterstützen, um weltweit wettbewerbsfähig zu sein. Zuverlässige Indikatoren zur wirtschaftlichen Globalisierung und ihren Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU sind von entscheidender Bedeutung für die wirksame Umsetzung dieser Politik.

 

Anstieg des internationalen Handels der EU mit Waren und Dienstleistungen in Prozent des BIP

 
Einer der Indikatoren der wirtschaftlichen Globalisierung ist der Anteil des Handels mit Waren und Dienstleistungen in Prozent des BIP. In der EU erhöhte sich dieser Anteil zwischen den Jahren 2004 und 2013, mit Ausnahme einer Verringerung im Zusammenhang mit der Finanzkrise im Jahr 2009. Im Jahr 2013 betrugen die Einfuhren in die EU 42 % des BIP und die Ausfuhren 45 %.

 

Anstieg für die EU als Nettoinvestor in Drittländer

 
Ein weiterer Globalisierungsindikator ist der Bestand an ausländischen Direktinvestitionen (DI) in Prozent des BIP. Zwischen 2004 und 2012 erhöhten sich sowohl die Direktinvestitionen der EU in Drittländer als auch die Direktinvestitionen aus Drittländern in die EU stetig, jedoch stärker für Abflüsse als für Zuflüsse. Im Jahr 2012 betrugen die DI-Bestände der EU in Drittländer 40 % des BIP und die DI-Bestände von Drittländern in der EU 30 % des BIP.

 

Da die Investitionen der EU in Drittländer höher sind als die Investitionen von Drittländern in die EU ist die EU ein Nettoinvestor in Drittländer. Die Differenz zwischen den Abflüssen aus der EU und den Zuflüssen in die EU stieg von 4 % des BIP im Jahr 2004 auf 10 % im Jahr 2012.

 
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

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Quelle: DATEV eG