Unsicherheiten im Staatenverbund gefährden wirtschaftlichen Erfolg aller Unternehmen
EU-Raum ist Exportregion Nr. 1 für den Mittelstand
IfM Bonn, Pressemitteilung vom 16.05.2019
Ähnlich wichtig ist der benachbarte Euro-Raum für die größten Familienunternehmen in Deutschland: Gut jeden fünften Euro des Gesamtumsatzes setzten sie in 2015 nach eigenen Angaben im europäischen Binnenmarkt um. „Der Mittelstand in Deutschland profitiert insgesamt im großen Ausmaß von den Rahmenbedingungen des europäischen Binnenmarktes, wie beispielsweise vom freien Handel. Für die mittelständischen Unternehmen ist die Stabilität des Staatenbundes daher von großer Bedeutung“, mahnt Prof. Dr. Friederike Welter (IfM Bonn/Universität Siegen). Das IfM Bonn definiert den Mittelstand durch die Einheit von Eigentum und Leitung. Entsprechend zählen kleine und mittlere Unternehmen zum Mittelstand, wenn sie in keiner Abhängigkeit zu einem anderen Unternehmen stehen. Zugleich zählen aber auch große Familienunternehmen zum Mittelstand, wenn mindestens 50 % der Unternehmensanteile in den Händen der Eigentümer liegen und sie der Geschäftsführung angehören.
KMU sind in Deutschland größer als im EU-Durchschnitt
Verglichen mit den kleinen und mittleren Unternehmen in den EU-Nachbarstaaten, sind die KMU in Deutschland größer: Im Durchschnitt beschäftigen sie 7,5 Mitarbeiter. Europaweit liegt die durchschnittliche Beschäftigtenzahl bei 3,9 Mitarbeitern.
Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten je KMU
Allerdings ist die KMU-Unternehmensdichte hierzulande deutlich niedriger als in den anderen EU-Mitgliedsstaaten: Während sich in Deutschland knapp 3.000 KMU auf 100.000 Einwohner finden, sind es im EU-Durchschnitt fast 4.800. Besonders hoch ist die KMU-Dichte in der Tschechischen Republik (9.700 KMU), in Portugal (8.400 KMU) und in der Slowakei (8.000 KMU).
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Ifm Bonn.
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