Laut einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) bemerken Deutsche Unternehmen ein steigendes Interesse bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, Beschäftigten und Investoren an nachhaltigem Wirtschaften.
IÖW, Pressemitteilung vom
22.09.2011
Deutsche Unternehmen bemerken ein
steigendes Interesse bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, Beschäftigten und
Investoren an nachhaltigem Wirtschaften, so aktuelle Studienergebnisse des
Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der
Unternehmensinitiative „future – verantwortung unternehmen“. Eine Befragung
deutscher Großunternehmen ergab, dass die Firmen häufiger und gezielter
angesprochen werden, wie sie ökologische und soziale Anforderungen erfüllen und
welche strategischen Ziele sie damit verbinden. Viele Großunternehmen geben an,
aufgrund dieses Trends personelle Kapazitäten in Nachhaltigkeits- und
Kommunikationsabteilungen auszubauen und verstärkt über nachhaltiges
Wirtschaften zu berichten. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellen
sich auf Nachhaltigkeit ein: Immer mehr Unternehmen veröffentlichen eigene
Nachhaltigkeitsberichte, um den interessierten Kreisen systematisch Rechenschaft
über ihre Nachhaltigkeitsleistungen abzulegen.
Die Befragung ist Teil des
IÖW/future-Rankings deutscher Nachhaltigkeitsberichte, das alle zwei Jahre
ermittelt, welche Unternehmen am besten über ihre soziale und ökologische
Verantwortung berichten. Das Ranking 2011 wird unterstützt vom Bundesministerium
für Arbeit und Soziales und vom Rat für Nachhaltige Entwicklung.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ist Schirmherrin des
Rankings.
Projektleiterin Jana Gebauer vom IÖW: „Nachhaltigkeit ist in
den vergangenen Jahren in vielen Unternehmen weiter ins Zentrum ihrer
wirtschaftlichen Aktivitäten gerückt. Die Firmen erkennen gleichzeitig die hohe
Relevanz, die es für ihre gesellschaftliche Legitimität hat, die
Informationsbedürfnisse von Stakeholdern zu befriedigen.“ So erwarteten diese
von den Unternehmen gezielte Aussagen zu strategischen Perspektiven und
Leistungskennzahlen etwa zum Umgang mit den Mitarbeiterinteressen oder den
ökologischen Aspekten der Produktion.
Während viele Großunternehmen schon
länger Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen, steigen bei den KMU mehrere
Firmen erst in jüngerer Zeit ein. Udo Westermann von Future: „Zwar gibt es einen
harten Kern von kleinen und mittleren Unternehmen, die Nachhaltigkeit schon
lange ernst nehmen, darüber reden und Vorreiter der Berichterstattung waren.
Doch erst seit kurzem werden weitere Unternehmen von der Bewegung erfasst. Seit
dem letzten Ranking im Jahr 2009 sind mehr als 50 KMU neu in die
Nachhaltigkeitsberichterstattung eingestiegen.“
IÖW und Future bewerten
die Berichte im Ranking je nach Unternehmensgröße in zwei getrennten
Wettbewerben. Zum einen werden die Berichte der 150 größten deutschen
Unternehmen geprüft, zum anderen konnten Mittelständler ihren Bericht zur
Teilnahme am KMU-Ranking einreichen. Seit 1994 prägt das IÖW/Future-Ranking die
Berichterstattung deutscher Unternehmen über ihre sozialen und ökologischen
Herausforderungen und Aktivitäten. Die Preisverleihung für das aktuelle Ranking
ist für Januar 2012 geplant. Weitere Informationen:
www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de.
Die Studien für Großunternehmen und KMU finden Sie auf der Homepage des IÖW.
Quelle: IÖW
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