Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten stieg im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 1,7 Prozent, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
IAB, Pressemitteilung vom
07.09.2011
Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten
stieg im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um
1,7 Prozent, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Unter dem Einfluss der bislang positiven Wirtschaftsentwicklung setzte sich die
Dynamik des ersten Quartals 2011 noch unvermindert fort. Auch die
Teilzeitbeschäftigung expandierte, aber mit 0,7 Prozent deutlich
schwächer.
„Die Vollzeitbeschäftigung hängt stärker als die
Teilzeitbeschäftigung von der Konjunktur ab. Die gute Konjunktur im ersten
Halbjahr hat sich daher vor allem auf die Zahl der Vollzeitbeschäftigten
ausgewirkt“, erklärten die IAB-Arbeitsmarktforscher Eugen Spitznagel und Susanne
Wanger am 07.09.2011. Auch die Guthaben auf den Arbeitszeitkonten nahmen kräftig
zu. Arbeitsausfälle durch Kurzarbeit spielten nur noch eine geringe Rolle. „Die
in der Wirtschaftskrise 2009 ausgeschöpften Arbeitszeitreserven sind inzwischen
wieder aufgefüllt, und wegen der bisher günstigen Konjunktur stieg die
Beschäftigtenzahl kräftig“, so Spitznagel und Wanger.
Die tarifliche bzw.
betriebsübliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten wurde erneut etwas länger
und lag im zweiten Quartal 2011 bei 38,11 Wochenstunden. Die Zahl der
Kurzarbeiter belief sich im Monatsdurchschnitt des zweiten Quartals 2011 auf
rund 120.000 Personen. Im zweiten Quartal des Vorjahres waren es noch 517.000.
Die Krankenstandsquote lag im zweiten Quartal 2011 mit 3,69 Prozent auf dem
Niveau des Vorjahres.
Insgesamt leisteten die Erwerbstätigen im zweiten
Quartal 2011 durchschnittlich 333,8 Arbeitsstunden, 0,8 Stunden oder 0,2 Prozent
mehr als vor einem Jahr. Da zudem die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal
2011 um 1,4 Prozent stieg, nahm das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen um 1,6
Prozent zu und belief sich auf 13,7 Milliarden bezahlte Arbeitsstunden. Die
gesamtwirtschaftliche Produktion war im zweiten Quartal 2011 um 2,8 Prozent
größer als im Vorjahr. Damit überstieg die Produktivität ihren Vorjahreswert um
1,2 Prozent. Seit sechs Quartalen steigt die Produktivität je Arbeitsstunde
wieder, nachdem sie zuvor in der Krise gesunken war.
Eine Tabelle
zur Entwicklung aller Komponenten der Arbeitszeit finden Sie auf der Homepage
des IAB.
Quelle: IAB
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