Wie kann die europäische Politik kleinen und mittleren Unternehmen in Zukunft helfen? Diese Frage steht im Zentrum eines Konsultationsprozesses, den die Kommission am 08.09.2014 ins Leben gerufen hat.
EU-Kommission, Pressemitteilung vom 08.09.2014
Wie kann die europäische Politik kleinen und mittleren Unternehmen in Zukunft helfen?
Diese Frage steht im Zentrum eines Konsultationsprozesses, den die Kommission am 08.09.2014 ins Leben gerufen hat. Er soll dazu beitragen, die Regelung der EU für kleine Unternehmen in Europa (Small Business Act/SBA) zu verbessern. Der SBA besteht aus einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Unterstützung kleiner Unternehmen und hat sich bereits als solide Grundlage für die KMU-Politik erwiesen. Er setzt auf den Austausch bewährter Verfahren, die Unterstützung von Internationalisierung und Unternehmertätigkeit sowie den Zugang zu Kapital über die Finanzierungsinstrumente des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und des Programms für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen (COSME). Somit hält der SBA die EU-Länder dazu an, bewährte Lösungen aufzugreifen und selbst gute Ideen zu entwickeln. In Verbindung mit schlagkräftigen Initiativen für intelligente Regulierung hat der SBA dazu beigetragen, die Widerstandsfähigkeit der KMU in der Wirtschaftskrise zu stärken.
Ferdinando Nelli Feroci, Kommissar für Industrie und Unternehmertum, erklärte dazu:
„Europa kommt auf dem Weg zu neuem Wirtschaftswachstum weiter voran. Nun müssen wir sicherstellen, dass der Small Business Act der EU den Herausforderungen noch immer gewachsen ist. Ich lade daher alle Parteien, denen die KMU ein Anliegen sind, ein, sich zu beteiligen. Die Kommission ist an Ihren Ideen und Anregungen interessiert.“
Fünf Säulen zur Unterstützung kleiner Unternehmen in der EU
Bereits in diesem Frühjahr sind europäische Wirtschaftsverbände und die KMU-Vertreter nationaler Regierungen, die so genannten KMU-Beauftragten, übereingekommen, dass die vier bestehenden Säulen des SBA erhalten bleiben sollen. Diese sind:
- Zugang zu Finanzmitteln: Auch wenn die Aussichten etwas besser geworden sind, brauchen die KMU noch immer dringend erschwingliche Finanzierungslösungen.
- Marktzugang/Internationalisierung: Damit die KMU wachsen können, müssen neue Märkte erschlossen werden.
- Unternehmensgründung: Wegen der fortdauernd hohen Arbeitslosigkeit, insbesondere unter jungen Erwachsenen, müssen potenzielle Unternehmer unbedingt weiter unterstützt werden.
- Bessere Regulierung: Trotz der Fortschritte auf diesem Gebiet bleibt die Senkung des Verwaltungsaufwands ein wichtiges Ziel.
Um den in vielen europäischen Volkswirtschaften bemerkbaren Fachkräftemangel anzugehen, wurde darüber hinaus beschlossen, eine fünfte Säule zu schaffen. Sie soll die KMU-Politik der EU noch stärker machen.
- Ausbildung und Qualifizierung von Unternehmern und Mitarbeitern: Damit die Wirtschaft wachsen kann, müssen sowohl die Unternehmer selbst als auch ihre Mitarbeiter über die nötigen Qualifikationen verfügen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.
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Quelle: DATEV eG