Bundesregierung, Mitteilung vom 06.05.2026
Der Berufsbildungsbericht zeigt: Auf dem Ausbildungsmarkt 2025 ist ein Rückgang des Angebots an Ausbildungsstellen zu verzeichnen. Gleichzeitig blieben deutlich weniger Ausbildungsstellen unbesetzt. Wie sieht der Ausbildungsmarkt im Detail aus?
Der im Bundeskabinett vorgestellte und beschlossene Berufsbildungsbericht 2026 gibt einen Überblick über die Ausbildungssituation im Berichtsjahr 2025. Beleuchtet werden dabei sowohl langfristige Trends als auch aktuelle Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt. Es wird deutlich: Die wirtschaftliche Lage hatte Einfluss auf die Ausbildungsbilanz, zugleich gibt es aber auch ermutigende Entwicklungen.
So zeigt der Bericht einen Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im letzten Jahr; auch blieben 2025 mehr junge Menschen als im Vorjahr bei der Ausbildungsplatzsuche erfolglos. Zudem verringerte sich das Angebot an Ausbildungsstellen. Gleichzeitig ist die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen deutlich gesunken.
Der Ausbildungsmarkt im Detail
Rund 476.000 duale Ausbildungsverträge wurden im Jahr 2025 abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang von 10.300 Verträgen (-2,1 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. In der schulischen Berufsausbildung im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen ist die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger im Jahr 2025 dagegen erneut deutlich gestiegen (+3,8 Prozent). Das ist mit Blick auf den hohen Fachkräftebedarf in diesen Bereichen ein gutes Zeichen. Deutlich zurückgegangen ist das Angebot an Ausbildungsplätzen: Bundesweit wurden 530.300 Ausbildungsstellen angeboten und damit 25.300 Stellen (-4,6 Prozent) weniger als 2024.
Dem rückläufigen Angebot an Ausbildungsplätzen steht – wie im Vorjahr – eine leicht steigende Nachfrage der Bewerberinnen und Bewerber gegenüber (+0,7 Prozent). 2025 blieben deutlich weniger Ausbildungsstellen unbesetzt: Mit 54.400 Stellen blieben 15.000 weniger Stellen unbesetzt als im Vorjahr – ein Rückgang von 21,6 Prozent. Gleichzeitig hatten etwa 84.400 junge Menschen zum Stichtag 30. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden und hielten deshalb ihren Vermittlungswunsch weiter aufrecht. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Zahl um 14.000 (+19,9 Prozent) gestiegen.
Berufliche und regionale Unterschiede
Ob die Suche nach einem Ausbildungsplatz erfolgreich verläuft oder eine offene Stelle besetzt werden kann, hängt laut Berufsbildungsbericht auch mit der Branche und der Region zusammen, in der der Ausbildungsplatz angeboten wird. So ist zum Beispiel die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen in Berufen der Lebensmittelherstellung und des Verkaufs, der Gastronomie und im Hoch- und Tiefbau 2025 erneut sehr viel höher als die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber. Deutlich weniger gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber gab es hingegen im Friseurhandwerk, in der Softwareentwicklung, in Kfz-Berufen sowie in Büro- und Verwaltungsberufen.
Auch regionale Unterschiede lassen sich feststellen: So haben es etwa Bewerberinnen und Bewerber in Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen schwerer als in Thüringen oder Bayern. Umso mehr gilt für Jugendliche mit Interesse an einer Ausbildungsstelle, möglichst mobil und flexibel zu sein – sowohl mit Blick auf die Region als auch auf den Wunschberuf.
So stärkt die Bundesregierung die berufliche Bildung
Der demografische Wandel, der Fachkräftemangel sowie die digitale und ökologische Wende stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen: Um diese zu bewältigen, sind Betriebe auf gut qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Die Bundesregierung trägt daher mit einer Reihe von Initiativen dazu bei, die berufliche Bildung zu fördern sowie mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern.
Mit der neuen Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung wird – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – das System der beruflichen Bildung gestärkt. Die Offensive soll die Voraussetzungen verbessern, um Fachkräfte zu gewinnen und zu qualifizieren. Auch der von der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ organisierte „Sommer der Berufsausbildung“ soll dabei helfen, junge Menschen stärker für die Perspektive berufliche Bildung zu begeistern. Der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ gehören neben der Bundesregierung auch Sozialpartner und Verbände an.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bundesregierung.
Quelle: Bundesregierung
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