Arbeitnehmer fordern einheitlichen Bildungskatalog

Die Arbeitnehmer in Deutschland fordern mehrheitlich, dass die Politik zur Sicherung der Ausbildungsreife einen einheitlichen Anforderungskatalog festlegt. 82,1 Prozent sind der Ansicht, dass einheitliche und verbindlich formulierte Kriterien die Ausbildungsreife von Schulabsolventen am Ende der 9. bzw. 10. Klasse sichern sollten.

INSM, Pressemitteilung vom
24.09.2011

Die Arbeitnehmer in Deutschland fordern
mehrheitlich, dass die Politik zur Sicherung der Ausbildungsreife einen
einheitlichen Anforderungskatalog festlegt. 82,1 Prozent sind der Ansicht, dass
einheitliche und verbindlich formulierte Kriterien die Ausbildungsreife von
Schulabsolventen am Ende der 9. bzw. 10. Klasse sichern sollten. Das ergibt eine
repräsentative Arbeitnehmerbefragung der IW Consult, einer Tochtergesellschaft
des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue
Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche.

Gespalten sind
die Arbeitnehmer in der Frage, ob eine möglichst frühe Trennung der Schüler auf
eine weiterführende Schule die Bildungsqualität in Deutschland verbessern würde.
49,3 Prozent bevorzugen ein Schulsystem, bei dem eine möglichst frühe Trennung
vorgenommen wird. 45,3 Prozent sind hingegen der Ansicht, dass Schüler möglichst
lange gemeinsam lernen sollten.

„Die Uneinigkeit der Politik spiegelt
sich im Antwortverhalten der Arbeitnehmer wider. Schüler dürfen nicht länger die
Versuchskaninchen der Republik sein.“ erklärt Hubertus Pellengahr,
Geschäftsführer der INSM. Reformen müssten effizient und gut durchdacht sein,
damit sie langfristig wirken können. „Auf die individuelle Förderung von starken
und schwachen Schülern kommt es an. Die Diskussion um zwei- oder dreigliedrige
Schulsysteme darf dabei nicht länger vom Wesentlichen ablenken!“ Bildung sei der
zentrale Baustein für Vollbeschäftigung in Deutschland.

Nach Ansicht der
Befragten würde die Zusammenlegung der Haupt- und Realschule den Anteil der
Risikoschüler eher senken als steigern. 40,8 Prozent sind dieser Meinung. 31,1
Prozent glauben dagegen, dass sich der Anteil der Risikoschüler durch die
Zusammenlegung erhöhen würde.

Die Arbeitnehmer sehen die Zusammenlegung
von Haupt- und Realschule demnach nicht als bedeutendsten Schritt an um das
Schulsystem zu reformieren. Wichtiger scheint die Sicherstellung der
Schulbildungsqualität durch eine inhaltliche Koordination, die an Ergebnissen
orientiert ist. „Die Schulen brauchen mehr Entscheidungsfreiheit, wie sie die
gesteckten Bildungsziele erreichen wollen. Auch zwischen Schulen kann man
Wettbewerb zulassen“, so Pellengahr.

Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums
wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 19. und 23. August online befragt. Die
Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für
Deutschland und nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet.
Arbeitnehmer ohne Schulbildung sind nicht berücksichtigt. Die Umfrage ist Teil
des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der
WirtschaftsWoche.

Quelle: INSM

http://www.datev.de/portal/ShowPage.do?pid=dpi&nid=127046

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Quelle: DATEV eG