Je älter Arbeitslose sind, desto geringer sind ihre Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Das belegt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
IAB, Pressemitteilung vom
06.10.2011
Je älter Arbeitslose sind, desto
geringer sind ihre Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Das belegt eine
aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Insgesamt habe sich die Beschäftigungssituation der Älteren in den vergangenen
Jahren aber verbessert, erklären die IAB-Forscher Ulrich Walwei und Martin
Dietz.
Ein Großteil der Verbesserung beruht auf der wachsenden
Erwerbsbeteiligung älterer Frauen. Zwischen 1998 und 2010 ist der Anteil der
Frauen an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 55 bis 64 Jahren
um gut acht Prozentpunkte auf 45 Prozent gestiegen. Das wirkt sich sowohl auf
die Beschäftigtenquote der Älteren als auch auf die absolute Zahl der älteren
Beschäftigten positiv aus. Die absolute Zahl der älteren Beschäftigten ist
außerdem gewachsen, weil die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr zu den
Älteren zählen. Hinzu kommt, dass die sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigungsverhältnisse bei den Älteren mittlerweile stabiler sind als noch
vor einigen Jahren.
„Trotzdem bleiben Arbeitsmarktprobleme von Älteren
weiterhin unübersehbar. Deutliche Probleme zeigen sich, wenn man die Übergänge
aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt betrachtet“, so
Walwei und Dietz. Im Jahr 2010 lag die monatliche Übergangsrate für die 50- bis
64-Jährigen mit 3,9 Prozent klar unter dem Wert der 25- bis 49-Jährigen mit 7,2
Prozent. Die Schwierigkeiten von älteren Arbeitslosen, in eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurückzukehren, schlagen sich auch
in einem hohen Anteil an Langzeitarbeitslosen nieder: 41 Prozent der
Arbeitslosen über 50 waren im Jahr 2010 bereits länger als ein Jahr arbeitslos.
Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen lag dagegen nur bei 18
Prozent.
Einen starken Einfluss auf die Arbeitsmarktintegration Älterer
habe die Qualifikation. Die Erwerbstätigenquote der 50- bis 59-jährigen
Akademiker unterscheidet sich kaum von anderen Altersgruppen, während die
Kombination von höherem Alter und geringer Qualifikation die
Beschäftigungschancen wesentlich senkt.
Die IAB-Studie finden Sie hier.
Quelle: IAB
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