Das BMWi hat das 50-jährige Bestehen der Garantien für Ungebundene Finanzkredite der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. UFK-Garantien seien ein wichtiges Element des Finanzierungs- und Risikomanagements für Rohstoffprojekte im Ausland.
BMWi, Pressemitteilung vom
13.09.2011
Der Bundesminister für Wirtschaft und
Technologie, Dr. Philipp Rösler, hat am 13.09.2011 in einem Festakt das
50-jährige Bestehen der Garantien für Ungebundene Finanzkredite der
Bundesrepublik Deutschland (UFK-Garantien) gewürdigt. Ebenfalls stellt er auf
der Veranstaltung die Initiative „Neue Zielmärkte“ vor.
Bundesminister
Rösler: „Es ist erfreulich, dass das Instrument der UFK-Garantien für die
deutsche rohstoffverarbeitende Industrie heute noch genauso attraktiv ist wie
vor 50 Jahren. Mit der grundlegenden Reform von 2009 haben wir auf die
zunehmende Konzentration bei ausländischen Rohstoffanbietern und auf
Angebotsengpässe reagiert. Damit bleiben die UFK-Garantien ein wichtiges Element
des Finanzierungs- und Risikomanagements für Rohstoffprojekte im
Ausland.
Mit der Initiative „Neue Zielmärkte“ sollen gezielt Wirtschafts-
und Handelsbeziehungen mit jenen aufstrebenden Ländern außerhalb der EU
gefördert werden, die bislang noch nicht im Fokus stehen. Hierfür bieten wir
insbesondere deutschen mittelständischen Unternehmen eine gezielte Flankierung
durch die außenwirtschaftspolitischen Instrumente an.“
Mit der ersten
Sitzung des Interministeriellen Ausschusses begann 1961 die erfolgreiche
Geschichte der UFK-Garantie, deren Schwerpunkt auf der Förderung von
Rohstoffprojekten im Ausland liegt, die der Versorgungssicherheit Deutschlands
dienen. 2009 wurden die UFK-Garantien im engen Dialog mit der deutschen
Wirtschaft umfassend reformiert. Seither können sowohl politische als auch
wirtschaftliche Risiken abgesichert werden. Die Nachfrage ist anschließend
nochmals sprunghaft angestiegen. In den letzten 50 Jahren wurden überwiegend
Projekte aus den Bereichen der Gewinnung metallischer Rohstoffe wie
Kupferkonzentrat und Eisenerz gefördert. Das Obligo der Bundesrepublik
Deutschland per 31. Dezember 2010 betrug 2,1 Mrd. Euro und bezog sich im
Wesentlichen auf Erdgas- und Eisenerzprojekte. Die UFK-Garantien sind integraler
Bestandteil der Rohstoffstrategie der Bundesregierung und als
wirtschaftspolitisches Instrument von besonderer Bedeutung.
Mit der
Initiative „Neue Zielmärkte“ wird das Bundeswirtschaftsministerium der
Verschiebung der weltwirtschaftlichen Gewichte Rechnung tragen und akzentuiert
den regionalen Schwerpunkt hin zu aufstrebenden Ländern und Regionen außerhalb
der EU, die ein ungenutztes Potential aufweisen. Ziel der Initiative ist es, das
Interesse deutscher Unternehmen, gerade des Mittelstands, für diese Länder zu
wecken oder zu verstärken. Durch eine systematische und effektive Flankierung
mittels geeigneter außenwirtschaftspolitischer Instrumente soll ungenutztes
Potential für deutsche Unternehmen in diesen Ländern aktiviert
werden.
Als „Auftaktländer“ der Initiative werden Kolumbien, Mexiko,
Nigeria, Indonesien, Vietnam und Malaysia vorgeschlagen. Diese Länder besitzen
für deutsche Unternehmen wichtige Erfolgskriterien: Sie haben relativ große
Binnenmärkte. Sie entwickeln sich sehr dynamisch. Die deutschen Exporte dorthin
haben bereits in den vergangenen Jahren gute Zuwächse erreicht. Diese Länder
weisen ein hohes Investitionspotential im Bereich der Infrastruktur auf. Ihr
Nachfragespektrum passt gut zur deutschen Angebotspalette.
Quelle: BMWi
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