Keine Hosen aus dem Internet – Pflichten eines Verkäufers bei Unmöglichkeit der Lieferung

Wer über eine Internetplattform Ware verkauft und diese nicht liefern kann, ist dem Käufer grundsätzlich zum Schadenersatz verpflichtet. Der Einwand des Verkäufers, die Ware sei ohne sein Wissen anderweitig verkauft worden, befreit ihn nicht von der Pflicht, Schadenersatz zu zahlen. So das LG Coburg (Az. 14 O 298/12).

 

Continue reading →

Gerichtsstandsvereinbarung zwischen Hersteller und Ersterwerber gilt ohne Zustimmung nicht für weitere Erwerber

Im Rahmen einer Kette von Verträgen, die zwischen in verschiedenen Mitgliedstaaten ansässigen Parteien geschlossenen wurden, kann laut EuGH eine Gerichtsstandsvereinbarung, die in dem zwischen dem Hersteller und dem Erwerber eines Gegenstands geschlossenen Vertrag enthalten ist, dem späteren Erwerber nicht entgegengehalten werden, es sei denn, dieser hat der Klausel zugestimmt (Az. C-543/10).

 

Continue reading →

Luxemburg kann die Zahlung der Studienbeihilfe an Kinder von Grenzgängern an ein Wohnorterfordernis knüpfen

Nach Ansicht von Generalanwalt Mengozzi kann Luxemburg die Zahlung der Studienbeihilfe an Kinder von Grenzgängern an ein Wohnorterfordernis knüpfen. Er schlägt dem EuGH vor, dem nationalen Gericht die Kriterien mitzuteilen, die es benötigt, um zu prüfen, ob dieses Erfordernis im Hinblick auf das Ziel, den Übergang der luxemburgischen Wirtschaft zu einer wissensbasierten Wirtschaft sicherzustellen, geeignet und verhältnismäßig ist (Rs. C-20/12).

 

Continue reading →

Kartellabsprache, um einen illegal auf dem Markt tätigen Konkurrenten auszuschließen, verstößt gegen die Wettbewerbsregeln

Eine Kartellabsprache mit dem Ziel, einen Konkurrenten auszuschließen, verstößt gegen die Wettbewerbsregeln, auch wenn dieser auf dem Markt illegal tätig ist. Die Wettbewerbsregeln sollen nämlich nicht nur diesen Konkurrenten, sondern auch die Struktur des Marktes und damit den Wettbewerb als solchen schützen. So der EuGH (Rs. C-68/12).

 

Continue reading →