Erwerbstätigkeit steigt im Oktober 2023 leicht an

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 14.000 Personen. Nicht saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2023 gegenüber September 2023 um 90.000 Personen (+0,2 %) zu.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.11.2023

Erwerbstätigenzahl mit leichtem saisonbereinigtem Zuwachs

Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, Oktober 2023
0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt)
+0,2 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt)
+0,6 % zum Vorjahresmonat

Im Oktober 2023 waren rund 46,1 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat leicht um 14.000 Personen (0,0 %). Im September 2023 war die Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vormonat um 3.000 Personen gestiegen. Insgesamt hat sich das Niveau der Erwerbstätigkeit in saisonbereinigter Rechnung seit Juni 2023 nur leicht um 10.000 Personen (0,0 %) erhöht.

Nicht saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2023 gegenüber September 2023 um 90.000 Personen (+0,2 %) zu. Dieser Anstieg gegenüber dem Vormonat war schwächer als im Oktober 2022 (+116.000 Personen). Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte damit gleichwohl einen neuen historischen Höchststand, nachdem bereits im September 2023 der vormalige Höchstwert vom November 2022 (45,9 Millionen Personen) um 134.000 oder 0,3 % überschritten worden war und die Zahl der Erwerbstätigen erstmals die 46-Millionen-Schwelle erreicht hatte.

Im Vorjahresvergleich verlangsamter Aufwärtstrend

Gegenüber Oktober 2022 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2023 um 0,6 % (+265.000 Personen). Im September 2023 hatte die Vorjahresveränderungsrate ebenfalls bei +0,6 % (+291.000 Personen) gelegen, zu Jahresbeginn noch bei +1,0 % (+432.000 Personen). Der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt setzte sich insofern im Vorjahresvergleich mit nachlassender Dynamik fort.

Erwerbslosenquote im Oktober 2023 bei 3,1 %

Im Oktober 2023 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung 1,40 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 66.000 Personen oder 4,9 % mehr als im Oktober 2022. Die Erwerbslosenquote stieg auf 3,1 % (Oktober 2022: 3,0 %).

Bereinigt um saisonale und irreguläre Effekte lag die Erwerbslosenzahl im Oktober 2023 bei 1,36 Millionen Personen und damit um 7.000 Personen höher als im Vormonat September. Die bereinigte Erwerbslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,1 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Importpreise im Oktober 2023: -13,0 % gegenüber Oktober 2022

Die Importpreise waren im Oktober 2023 um 13,0 % niedriger als im Oktober 2022. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat im September 2023 bei -14,3 % und im August 2023 bei -16,4 % gelegen.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.11.2023

Importpreise, Oktober 2023
-13,0 % zum Vorjahresmonat
+0,3 % zum Vormonat

Exportpreise, Oktober 2023
-2,4 % zum Vorjahresmonat
-0,1 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im Oktober 2023 um 13,0 % niedriger als im Oktober 2022. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat im September 2023 bei -14,3 % und im August 2023 bei -16,4 % gelegen. Ausschlaggebend für die starken Rückgänge ist weiterhin vor allem ein Basiseffekt durch die hohen Preissteigerungen im Vorjahr aufgrund des Kriegs in der Ukraine. Gegenüber dem Vormonat September 2023 stiegen die Importpreise im Oktober 2023 um 0,3 %.

Die Exportpreise sind im Oktober 2023 im Vorjahresvergleich um 2,4 % gesunken. Im Vormonatsvergleich wurden Exporte geringfügig billiger (-0,1 %).

Rückgang der Importpreise im Vorjahresvergleich durch niedrigere Energiepreise, aber Preissteigerungen gegenüber dem Vormonat

Energieeinfuhren waren im Oktober 2023 um 43,5 % billiger als im Oktober 2022, aber 1,8 % teurer als im September 2023. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdgas. Die Preise lagen hier im Oktober 2023 um 65,3 % unter denen von Oktober 2022. Gegenüber September 2023 stiegen die Erdgaspreise um 4,3 %.

Erheblich günstiger als im Vorjahresmonat waren auch alle anderen importierten Energieträger: Die Preise für Steinkohle sanken um 45,2 %, für elektrischen Strom um 43,3 %, für Mineralölerzeugnisse um 21,1 % und für Erdöl um 9,4 %.

Gegenüber dem Vormonat stiegen neben den Erdgaspreisen auch die Preise für Steinkohle (+8,3 %) und Erdöl (+3,0 %). Dagegen verbilligte sich elektrischer Strom deutlich um 14,4 %, Mineralölerzeugnisse kosteten 4,7 % weniger als im Vormonat.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im Oktober 2023 um 3,3 % niedriger als im Oktober 2022. Gegenüber September 2023 stiegen sie um 0,1 %. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 12,9 % unter dem Stand des Vorjahres (+0,4 % gegenüber September 2023).

Preisrückgänge bei Vorleistungsgütern, Konsumgütern und landwirtschaftlichen Gütern, gestiegene Preise für Investitionsgüter

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Oktober 2023 um 8,6 % unter denen des Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat September 2023 fielen sie um 0,2 %. Im Vergleich zum Oktober 2022 verbilligten sich unter anderem Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-53,8 %), Aluminium in Rohform und Aluminiumlegierungen (-22,3 %), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-17,2 %) sowie Kunststoffe in Primärformen (-15,7 %). Dagegen verteuerten sich insbesondere Stärke und Stärkeerzeugnisse (+24,4 %) sowie Hohlglas (+12,8 %).

Importierte landwirtschaftliche Güter waren 1,8 % preiswerter als im Oktober 2022 (+1,5 % gegenüber September 2023). Billiger als im Vorjahresmonat waren insbesondere Getreide (-22,4 %) und Rohkaffee (-11,0 %). Zu deutlich höheren Preisen importiert wurden dagegen Kakaobohnen (+53,9 %) und lebende Schweine (+28,2 %).

Die Preise für importierte Gebrauchsgüter lagen im Durchschnitt 0,6 % unter denen des Vorjahres. Gegenüber September 2023 stiegen sie um 0,5 %.

Importierte Verbrauchsgüter waren 0,7 % billiger als im Vorjahr (+0,2 % gegenüber September 2023). Während Schweinefleisch mit +14,0 %, Getränke mit +6,1 % sowie Obst- und Gemüseerzeugnisse mit +4,9 % binnen Jahresfrist teurer waren, lagen die Preise für Milch und Milcherzeugnisse (-14,6 %) und für pflanzliche und tierische Öle und Fette (-12,5 %) deutlich unter denen des Vorjahres.

Höher als im Vorjahr waren mit einem Plus von 1,8 % die Preise für Investitionsgüter. Gegenüber September 2023 veränderten sie sich nicht. Teurer als im Vorjahresmonat waren insbesondere Kraftwagen und Kraftwagenteile (+3,3 %) sowie Maschinen (+2,1 %).

Preisrückgang bei Exporten von Energie, landwirtschaftlichen Gütern und Vorleistungsgütern

Der Index der Exportpreise lag im Oktober 2023 um 2,4 % unter dem Stand von Oktober 2022. Im September 2023 hatte die Jahresveränderungsrate bei -4,1 % gelegen, im August 2023 bei -5,1 %. Gegenüber dem Vormonat September 2023 fielen die Exportpreise geringfügig um 0,1 %.

Die Preise für Energieexporte waren im Oktober 2023 um 34,9 % niedriger als ein Jahr zuvor (-1,5 % gegenüber September 2023). Wie bei den Importpreisen lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr insbesondere in den stark um 49,1 % gesunkenen Erdgaspreisen begründet. Gegenüber dem Vormonat wurde Erdgas zu deutlich höheren Preisen exportiert (+9,9 %). Preiswerter als vor einem Jahr waren nach wie vor auch Mineralölerzeugnisse (-19,2 %). Auch gegenüber dem Vormonat fielen deren Preise wieder (-4,4 % gegenüber September 2023), nachdem sie von Mai bis September 2023 im Vormonatsvergleich durchgängig gestiegen waren.

Die Preise für den Export landwirtschaftlicher Güter waren 13,8 % niedriger als im Vorjahr (-1,9 % gegenüber September 2023). Exportierte Vorleistungsgüter verbilligten sich gegenüber Oktober 2022 um 5,1 % (-0,2 % gegenüber September 2023).

Dagegen wurden Investitionsgüter zu 3,1 % höheren Preisen als im Vorjahr exportiert. Auch die Preise für exportierte Konsumgüter stiegen im Vorjahresvergleich (+1,4 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Inflationsrate im November 2023 voraussichtlich +3,2 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird lt. Statistischem Bundesamt im November 2023 voraussichtlich +3,2 % betragen. Das ist der niedrigste Stand seit Juni 2021 (+2,4 %).

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.11.2023

Verbraucherpreisindex, November 2023:
+3,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
-0,4 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, November 2023:
+2,3 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
-0,7 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland wird im November 2023 voraussichtlich +3,2 % betragen. Das ist der niedrigste Stand seit Juni 2021 (+2,4 %). Gemessen wird die Inflationsrate als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, sinken die Verbraucherpreise gegenüber Oktober 2023 voraussichtlich um 0,4 %. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt voraussichtlich +3,8 %.

Dämpfend auf die Inflationsrate wirkte im November 2023 insbesondere der Rückgang der Energiepreise um 4,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Hier kam ein Basiseffekt infolge des sehr hohen Energiepreisniveaus im Vorjahr zum Tragen. Zudem stiegen die Preise für Nahrungsmittel im November 2023 mit +5,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat nicht mehr so stark wie noch in den Vormonaten.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Reallöhne im 3. Quartal 2023 um 0,6 % höher als im Vorjahresquartal

Die Nominallöhne in Deutschland waren im 3. Quartal 2023 um 6,3 % höher als im Vorjahresquartal. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 5,7 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen damit die Reallöhne um 0,6 % höher als im Vorjahresquartal. Somit setzten sich die Trends der Lohnentwicklung aus dem 2. Quartal 2023 fort.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.11.2023

  • Nominallöhne steigen im selben Zeitraum um 6,3 %
  • Inflationsausgleichsprämie und Mindestlohnerhöhung tragen zu Reallohnwachstum bei
  • Nominallöhne von Geringverdienenden steigen prozentual am stärksten

Die Nominallöhne in Deutschland waren im 3. Quartal 2023 um 6,3 % höher als im Vorjahresquartal. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 5,7 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lagen damit die Reallöhne um 0,6 % höher als im Vorjahresquartal. Somit setzten sich die Trends der Lohnentwicklung aus dem 2. Quartal 2023 fort, in dem mit +0,1 % erstmals seit dem 2. Quartal 2021 wieder ein Reallohnanstieg im Vorjahresvergleich verzeichnet worden war.

Reallohnwachstum auch aufgrund von Inflationsausgleichsprämie und Mindestlohnerhöhung

Die starke Steigerung der Nominallöhne und die abgeschwächte Inflationsentwicklung führten im 3. Quartal 2023 zu einem Reallohnwachstum. Dazu trug auch die Inflationsausgleichsprämie bei. Diese steuer- und abgabefreie Zahlung von bis zu 3 000 Euro je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer, die auch in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt werden kann, ist eine freiwillige Leistung der Arbeitgeber. Auch die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde im Oktober 2022 hatte einen positiven Effekt auf das gesamtwirtschaftliche Lohnwachstum im 3. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal.

Geringverdienende mit stärkstem Nominallohngewinn

Unter den Vollzeitbeschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten (1. Quintil) mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 10,3 % zum Vorjahreszeitraum die stärksten Verdienststeigerungen im 3. Quartal 2023. Die Verdienste der Vollzeitkräfte insgesamt stiegen um 6,3 % und damit genauso stark wie die Nominallöhne in der Gesamtwirtschaft. Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten (5. Quintil) blieb der Nominallohnanstieg im 3. Quartal 2023 mit +5,6 % etwas hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück. Auch die geringfügig Beschäftigten wiesen im 3. Quartal 2023 mit +7,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf. Dies ist vor allem auf die seit dem 1. Oktober 2022 gültige Erhöhung der Minijob-Verdienstgrenze von monatlich 450 Euro auf 520 Euro sowie auf die Mindestlohnerhöhung von 10,45 Euro auf 12 Euro im Oktober 2022 zurückzuführen. Die Nominallöhne von Teilzeitbeschäftigten stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,4 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Etwas mehr Unternehmen wollen ihre Preise erhöhen

Etwas mehr Unternehmen in Deutschland wollen lt. Statistischem Bundesamt ihre Preise erhöhen. Der Index der Preispläne stieg im November auf 18,0 Punkte, von 15,4 im Oktober.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.11.2023

Etwas mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihre Preise erhöhen. Der Index der Preispläne stieg im November auf 18,0 Punkte, von 15,4* im Oktober. Dies ist vor allem auf die unternehmensnahen Dienstleister und den Großhandel zurückzuführen. Dort stieg der Saldo von 21,5* auf 28,3 Punkte. In den konsumnahen Branchen dagegen gingen die Preiserwartungen weiter zurück. Im Lebensmittel-Einzelhandel sank der Saldo von 40,7* auf 34,2 Punkte, im übrigen Einzelhandel von 28,2* auf 27,7 Punkte, und bei den konsumnahen Dienstleistern von 29,3* auf 25,5 Punkte. „Damit ist die Inflation weiter auf dem Rückzug“, sagt ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

„Zwar dürfte die Inflationsrate im Dezember vorübergehend noch einmal auf etwa 4 % steigen. Hier kommt aber vor allem ein Basiseffekt zum Vorschein. Im Vorjahr sanken die Gaspreise im Verbraucherpreisindex kräftig, da der Staat die Kosten für den Dezember-Abschlag übernahm. Aber bereits zu Beginn des kommenden Jahres wird die Inflationsrate auf unter 3 % sinken“, ergänzt Wollmershäuser.

Auch in der Industrie wollen weniger Unternehmen ihrer Preise anheben. Dort sank der Saldo von 5,8* auf 2,5 Punkte. Vor allem bei den Automobilherstellern gaben die Preiserwartungen kräftig nach, von 30,6* auf 10,2 Punkte. Im Baugewerbe hat sich der Abwärtstrend bei den Preisen etwas verlangsamt. Dort stiegen die Preiserwartungen von -9,2* auf -4,8 Punkte.

Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per Saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei -100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

* Saisonbereinigt korrigiert

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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Industrie-Investitionen in Klimaschutz binnen zehn Jahren um 74 % gestiegen

Die Industrie in Deutschland investiert zunehmend in Klimaschutz. Insgesamt gut 4,15 Milliarden Euro wandten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) im Jahr 2021 für Anlagen zur Vermeidung von Emissionen oder zu einer schonenderen Nutzung von Ressourcen auf. Damit sind die Investitionen in diesem Bereich binnen zehn Jahren um 74,3 % gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.11.2023

Die Industrie in Deutschland investiert zunehmend in Klimaschutz. Insgesamt gut 4,15 Milliarden Euro wandten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) im Jahr 2021 für Anlagen zur Vermeidung von Emissionen oder zu einer schonenderen Nutzung von Ressourcen auf. Damit sind die Investitionen in diesem Bereich binnen zehn Jahren um 74,3 % gestiegen, wie das Statistische Bundesamt vor dem Start der Weltklimakonferenz am 30. November mitteilt. Im Jahr 2011 hatten die Klimaschutz-Investitionen noch bei gut 2,38 Milliarden Euro gelegen. Gründe für den Anstieg dürften sowohl gesetzliche Regelungen als auch die staatliche Förderung sein. Der Staat fördert seit Jahren die Umstellung auf Produktionsprozesse, die weniger Energie verbrauchen und das Klima schonen.

Knapp die Hälfte der Investitionen fließt in Nutzung erneuerbarer Energien

Im Rahmen der Energiewende ist die Dekarbonisierung der Industrie – also die Abkehr von kohlenstoffhaltigen Energieträgern – seit Längerem ein Ziel der Klimaschutzpolitik. Das spiegelt sich auch in den Klimaschutz-Investitionen der Unternehmen wider: Knapp die Hälfte (49,2 %) dieser Investitionen floss 2021 in Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (2,04 Milliarden Euro). Hierzu zählen beispielsweise Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Weitere knapp 1,63 Milliarden Euro (39,2 %) wurden in die Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung investiert – dazu gehören die Wärmedämmung von Gebäuden oder Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. Investitionen in Maßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasen gemäß des Kyoto-Protokolls waren mit gut 480 Millionen Euro (11,6 %) zwar vergleichsweise gering, aber klimabezogen genauso wichtig. Dazu gehört zum Beispiel der Austausch herkömmlicher Klima- und Kälteanlagen gegen Anlagen mit halogenfreien und damit klimafreundlicheren Kältemitteln.

Unternehmen erwirtschaften 53 Milliarden Euro Umsatz mit Klimaschutzprodukten

Dass Klimaschutz zunehmend zum Wirtschaftsfaktor geworden ist, zeigt sich auch in den Umsätzen, die mit entsprechenden Gütern und Leistungen erzielt werden. Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2021 einen Umsatz von gut 52,8 Milliarden Euro mit Klimaschutzprodukten. Das entspricht einem Anstieg von 11,9 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei gab es das größte Plus mit 24 % beziehungsweise 920 Millionen Euro auf insgesamt 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2021 beim Umsatz im Bereich Solarenergie. Im Vergleich zu 2011 sind die Umsätze mit Klimaschutzprodukten insgesamt um 16,0 % gestiegen.

Mit gut 28,6 Milliarden Euro entfiel mehr als die Hälfte (54,2 %) des Umsatzes im Jahr 2021 auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Energie. Einen großen Anteil daran hat die Wärmedämmung von Gebäuden, durch die knapp 10,2 Milliarden Euro Umsatz generiert wurden. Weitere 42,3 % (22,4 Milliarden Euro) des Umsatzes entfielen auf Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Besonders bedeutend ist hier die Herstellung und Installation von Windkraftanlagen (11,8 Milliarden Euro).

Zahl der „GreenJobs“ nimmt zu

Die wachsende Bedeutung von Umweltschutz im Allgemeinen und Klimaschutz im Besonderen wirkt sich auch auf die Arbeitsplätze aus. In Deutschland arbeiteten im Jahr 2021 gut 341 200 Beschäftigte (gemessen in Vollzeitäquivalenten) in sog. Green Jobs, also in der Produktion von Gütern und Leistungen für den Umweltschutz, zu dem der Klimaschutz gehört. Das war eine Steigerung von 9,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist die Zahl der Beschäftigten im Umweltschutz um 44,3 % gestiegen.

Knapp zwei Drittel (65,6 %) der „Green Jobs“ entfielen im Jahr 2021 auf das Verarbeitende Gewerbe, beispielsweise auf die Herstellung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Knapp ein Fünftel (19,1 %) der Beschäftigten im Bereich Umweltschutz war im Baugewerbe tätig, zum Beispiel im Bereich der Wärmedämmung von Gebäuden. Auf den Dienstleistungssektor, in den etwa die Planung und Projektentwicklung zur Nutzung erneuerbarer Energien in Architektur- und Ingenieurbüros fällt, entfielen 13,6 % der „Green Jobs“.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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ifo Beschäftigungsbarometer gesunken (November 2023)

Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat leicht abgenommen. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im November auf 95,9 Punkte, nach 96,2 Punkten im Oktober.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 28.11.2023

Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat leicht abgenommen. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im November auf 95,9 Punkte, nach 96,2 Punkten im Oktober. „Das noch fehlende feste Fundament für den Aufschwung lässt die Unternehmen bei Neueinstellungen zögern“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Viele Unternehmen klagen weiterhin über mangelnde Neuaufträge.“

In der Industrie aber ist das Barometer wieder gestiegen, nach zuletzt sieben Rückgängen in Folge. Dennoch befindet es sich noch im negativen Bereich, das heißt, es ist immer noch mit weniger Beschäftigten zu rechnen. Das gilt insbesondere für die energieintensiven Branchen. Auch im Handel hat sich das Barometer geringfügig verbessert. Die Händler halten sich aber noch mit Neueinstellungen zurück. Bei den Dienstleistern gibt es weiterhin eine leicht positive Einstellungstendenz, wenn auch etwas weniger stark als im Vormonat. Im Baugewerbe ist das Barometer auf den niedrigsten Stand seit August 2010 gefallen. Die Wohnungsbaukrise macht sich jetzt auch in den Personalplanungen bemerkbar.

Quelle: ifo Institut

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Konsumklima: Abwärtstrend vorerst gestoppt

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein insgesamt stabiles Bild ohne große Veränderungen. Die Anschaffungsneigung gewinnt leicht hinzu, während die Einkommenserwartung geringe Einbußen hinnehmen muss. Dies sind Ergebnisse des GfK Konsumklimas.

GfK, Pressemitteilung vom 28.11.2023

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein insgesamt stabiles Bild ohne große Veränderungen. Die Anschaffungsneigung gewinnt leicht hinzu, während die Einkommenserwartung geringe Einbußen hinnehmen muss. Die Konjunkturerwartungen bleiben gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Die Prognose für das Konsumklima liegt für Dezember bei einem Wert von -27,8 Punkten und damit 0,5 Punkte mehr als im November (revidiert -28,3 Punkte). Dies sind Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM für November 2023. Seit Oktober 2023 wird es gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, herausgegeben.

Der leichte Anstieg des Konsumklimas ist auch darauf zurückzuführen, dass die Sparneigung in diesem Monat von 8,5 auf 5,3 Punkte zurückgegangen ist. „Nach drei Rückgängen in Folge stabilisiert sich das Konsumklima zum Jahresende. Sein Niveau bleibt sehr niedrig und es sind keinerlei Signale für eine nachhaltige Erholung in den kommenden Monaten erkennbar“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM. „Die Stimmung ist nach wie vor von Verunsicherung und Sorgen geprägt“.

Diese Verunsicherung zeigt sich besonders in der Sparneigung. Dies belegt eine kürzlich vom NIM vorgenommene tiefergehende Analyse: Die Verbraucher wurden konkret nach ihren Beweggründen gefragt, aus welchen Gründe sie es derzeit für ratsam halten, zu sparen. In der offenen Abfrage antwortete ein knappes Drittel, dass sie durch die gegenwärtige (geo-) politische und wirtschaftliche Situation stark verunsichert sind, sich entsprechend sorgen und es daher für sinnvoll halten, das Geld zusammenzuhalten. Neben den derzeitigen Konflikten, wie dem Ukrainekrieg oder dem Nahostkonflikt, spielt vor allem die hohe Inflation in Deutschland für die Neigung zum Sparen eine wichtige Rolle. Diese Sorge wurde von mehr als einem Drittel der Befragten genannt.

„Damit bestätigt sich empirisch, dass die Sparneigung weniger als Indikator für bewusste Geldanlage dient, sondern in erster Linie als Hinweis auf das Ausmaß der Verunsicherung der Verbraucher interpretiert werden kann“, so Rolf Bürkl weiter. „Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass es für eine nachhaltige Erholung des Konsumklimas notwendig ist, dass zum einen die Inflation wieder auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt wird und es zudem bei den internationalen Krisenherden zu Lösungen kommen muss“.

Einkommenserwartungen bleiben durch Inflation unter Druck

Weniger stark steigende Preise würden auch die Kaufkraft der Verbraucher positiv beeinflussen. Denn die hohe Inflation ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass Einkommensaussichten eher pessimistisch beurteilt werden. Deshalb zeigt auch der Einkommensindikator ein ausgesprochen niedriges Niveau, das im November noch einmal um 1,4 auf -16,7 Punkte gesunken ist. Ein geringerer Wert wurde zuletzt mit -24,3 Punkten im März dieses Jahres gemessen. Es ist davon auszugehen, dass nach wie vor insbesondere die steigenden Preise für Lebensmittel an der Kaufkraft der Einkommen der privaten Haushalte knabbern.

Anschaffungsneigung verharrt im Keller

Vor dem Hintergrund leicht abwärts gerichteter Einkommensaussichten überrascht es nicht, dass die Anschaffungsneigung weiter im Keller verharrt. Der Indikator gewinnt zwar magere 1,3 Punkte hinzu, weist aber mit aktuell -15 Punkten ein sehr niedriges Niveau auf. Auch die Tatsache, dass gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres nur ein bescheidenes Plus von 3,6 Punkten zu verzeichnen ist, zeigt, dass die Konsumneigung auf der Stelle tritt und bislang keine Signale für eine Trendwende zu erkennen sind. Die Verunsicherung durch anhaltende Krisen sowie eine hohe Inflation sorgen für die ausgeprägte Konsumzurückhaltung.

Konjunkturerwartungen nahezu unverändert

Nahezu unverändert präsentieren sich die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher im November. Nach einem minimalen Plus von 0,1 Punkten weist der Indikator nun -2,3 Punkte auf. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum beträgt das Plus zwar 15,6 Punkte. Damals waren die Konjunkturaussichten jedoch durch starke Rezessionsängste aufgrund einer drohenden Energieverknappung überaus stark beeinträchtigt.

Mit dem derzeitigen Niveau des Indikators signalisieren die deutschen Verbraucher, dass sie in absehbarer Zeit nicht mit einem spürbaren Aufschwung der Wirtschaft rechnen. Dies entspricht auch der Meinung nahezu aller Experten aus Wissenschaft und Politik: So soll nach dem kürzlich veröffentlichten Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („5 Weise“) das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 Prozent sinken. Für das kommende Jahr wird ein bescheidener Zuwachs von 0,7 Prozent vorhergesagt.

Quelle: GfK

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Erster Silberstreif am Horizont für die deutsche Konjunktur

Auch wenn die deutsche Wirtschaft über den kompletten Verlauf von 2023 in etwa stagnieren dürfte, wird die BIP-Realwachstumsrate für das Gesamtjahr 2023 leicht negativ sein. In der aktuellen Herbstprognose erwartet KfW Research, dass das BIP in diesem Jahr um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr schrumpft. 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft dann zu einem moderaten Realwachstum zurückkehren, mit leicht anziehenden Quartalsraten ab dem Frühjahr.

KfW, Pressemitteilung vom 24.11.2023

  • Nach Schrumpfung um 0,4 % im Jahr 2023 für 2024 Wachstum des BIP von 0,6 % erwartet
  • Deutsche Inflation 2023 bei 6,1 %; 2024 bei 2,5 %
  • Ökologisches Preisschild: Treibhausgasausstoß 2023 und 2024 jeweils rund 5% über Zielpfad

Auch wenn die deutsche Wirtschaft über den kompletten Verlauf von 2023 in etwa stagnieren dürfte, wird die BIP-Realwachstumsrate für das Gesamtjahr 2023 leicht negativ sein. In der aktuellen Herbstprognose erwartet KfW Research, dass das BIP in diesem Jahr um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr schrumpft (Vorprognose bestätigt). Hierfür sind zwei statistische Effekte ausschlaggebend: Zum einen der aus dem deutlichen Rückgang des BIP im Schlussquartal 2022 resultierende statistische Unterhang, der das diesjährige Wirtschaftswachstum von einem Niveau aus starten ließ, das um 0,2 % niedriger ist als der Durchschnitt über alle vier Quartale von 2022. Dieser Rückstand hätte zunächst aufgeholt werden müssen, bevor 2023 im Gesamtjahresvergleich überhaupt ein Wachstum erzielt wird. Zudem stehen 2023 zur Erwirtschaftung des BIP zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung als 2022, was als negativer Kalendereffekt das Jahreswachstum allein bereits um rund 0,2 Prozentpunkte schmälert.

2024 dürfte die deutsche Wirtschaft dann zu einem moderaten Realwachstum zurückkehren, mit leicht anziehenden Quartalsraten ab dem Frühjahr. Vor allem eine Wiederbelebung der privaten Kaufkraft, die den Konsum im Jahresverlauf anschieben wird, stützt die Konjunktur. Die Konsumerholung wird allerdings etwas später einsetzen als noch im Sommer angenommen – KfW Research revidiert daher die BIP-Prognose für 2024 etwas nach unten auf 0,6 % (Vorprognose: +0,8 %). Hinter der zurückkehrenden Kaufkraft stehen anziehende Nominallöhne und eine deutlich rückläufige Teuerung: KfW Research erwartet, dass sich die deutsche Inflationsrate (HVPI) von 6,1 % in Jahr 2023 auf 2,5 % im Jahr 2024 verlangsamen wird.

„Steigende Reallöhne bei gut stabiler Beschäftigung lassen die Lohnsumme auch in realer Rechnung 2024 spürbar steigen und bescheren den Privathaushalten einen Zuwachs an Kaufkraft, den sie für den Konsum verwenden können. Die Rückkehr zu einem konsumgestützten, wenigstens moderaten Wachstum ist immerhin ein erster Silberstreif am Horizont angesichts der zahlreichen Krisen und großen Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

Die mittel- und langfristig wohl größte dieser Herausforderungen ist der Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu CO2-Neutralität, denn der klimapolitische Handlungsdruck bleibt unverändert hoch. Nach unserem Ende 2022 neu eingeführten Indikator, dem Ökologischen Preisschild für das BIP, impliziert die aktuelle Konjunkturprognose, dass der Ausstoß von Treibhausgasen im laufenden und kommenden Jahr um jeweils rund 5 % höher sein wird, als es dem interpolierten Zielpfad einer Einsparung von 65 % bis 2030 gegenüber dem Niveau von 1990 entspricht.

Der geldpolitisch induzierte Zinsanstieg und die eingetrübten Geschäftserwartungen lasten zwar auf den Unternehmensinvestitionen. Gleichwohl werden sie in diesem wie auch im kommenden Jahr wachsen. Gerade bei Energiewende, Klimaneutralität und Digitalisierung existieren drängende Investitionsbedarfe, die nun verstärkt angegangen werden können, nachdem die vormals von Störungen in den Wertschöpfungsketten blockierten Investitionsgüterhersteller nun wieder ausreichend lieferfähig sind. Bei den Bauinvestitionen ist hingegen mit weiteren Rückgängen zu rechnen, vor allem im Wohnbau, denn hier schlagen die durch die Zinswende der Europäischen Zentralbank stark erhöhten Finanzierungskosten besonders ein.

Für die Eurozone erwartet KfW Research ein BIP-Realwachstum von 0,5 % im laufenden Jahr (Vorprognose: +0,7 %) und 0,8 % im kommenden Jahr (Vorprognose +1,0 %). Die Inflationsraten (HVPI) werden dort voraussichtlich bei 5,5 % im Jahr 2023 und bei 2,3 % im Jahr 2024 liegen. Wie in Deutschland sind auch in der Eurozone insgesamt Reallohnsteigerungen in Verbindung mit einer stabilen Beschäftigungslage der Schlüssel für einen Konsumimpuls, der sich mit der weiter sinkenden Inflation entfalten wird.

Neben geopolitischen und geoökonomischen Risiken im Zusammenhang mit Russlands Invasion in der Ukraine, dem Nahostkonflikt sowie den Spannungen zwischen China und Taiwan gehören Engpässe und abrupte Preissteigerungen an den Energiemärkten weiterhin zu den größten Risiken der Konjunkturprognose. Unwägbarkeiten bestehen außerdem über die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung.

„Es gibt allerdings auch Chancen auf eine besser als erwartete Konjunkturentwicklung. Wenn die Inflation weltweit schneller als erwartet zurückgeht, und damit auch die Zinsen früher sinken können, wird gerade die Konjunktur in Deutschland davon profitieren. Denn Deutschland ist im Handel auf die Produktion hochwertiger Investitionsgüter spezialisiert“, fügt Köhler-Geib hinzu.

Quelle: KfW

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ifo Exporterwartungen leicht aufgehellt (November 2023)

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich verbessert. Die ifo Exporterwartungen stiegen im November auf minus 3,8 Punkte, von minus 6,3 Punkten im Oktober.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.11.2023

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich verbessert. Die ifo Exporterwartungen stiegen im November auf minus 3,8 Punkte, von minus 6,3 Punkten im Oktober. „Die Exportwirtschaft kann aber immer noch keine Dynamik entwickeln“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Eine größere Teilhabe an dem wirtschaftlichen Aufschwung in vielen Ländern steht noch aus.“

Weiterhin ist nur in wenigen Branchen mit einem Zuwachs bei den Exporten zu rechnen. Optimistisch blicken zumindest die Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie auf die kommenden Monate. Auch bei den Bekleidungsherstellern wird mit mehr Exporten gerechnet. In der Automobilindustrie gleichen sich weiterhin positive und negative Antworten in etwa aus. Wenig Freude beim Blick ins Ausland zeigt sich gegenwärtig im Maschinenbau und der Elektrotechnik. Dort erwarten die Unternehmen rückläufige Aufträge. Am pessimistischsten sind weiterhin die Drucker.

Quelle: ifo Institut

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