Dauerkrisen kosten Deutschland fast eine Billion Euro

Corona, Krieg und Trump haben die deutsche Wirtschaft seit 2020 stark belastet. Wie eine Studie des IW Köln zeigt, liegt die Wirtschaftsleistung bis heute in etwa auf dem Niveau von 2019. In unsicheren Zeiten kann Deutschland mit seiner Zuverlässigkeit punkten.

IW Köln, Pressemitteilung vom 07.02.2026

Corona, Krieg und Trump haben die deutsche Wirtschaft seit 2020 stark belastet. Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, liegt die Wirtschaftsleistung bis heute in etwa auf dem Niveau von 2019. In unsicheren Zeiten kann Deutschland mit seiner Zuverlässigkeit punkten.

Die deutsche Wirtschaft hat infolge der vielfältigen Krisen ab dem Jahr 2020 einen Wertschöpfungsverlust von rund 940 Milliarden Euro erlitten. Demzufolge haben die Corona-Pandemie, die Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs und Trumps Handelspolitik über die Jahre zu einem wirtschaftlichen Ausfall von über 20.000 Euro pro Erwerbstätigem geführt. Dies entspricht etwa einem Fünftel der durchschnittlichen wirtschaftlichen Leistung, die eine erwerbstätige Person pro Jahr erwirtschaftet. Allein ein Viertel des Gesamtverlustes entfällt auf das Jahr 2025.

Auf den Corona-Einbruch folgt der Kriegsschock

Seit 2020 geht Deutschland von einer Krise in die nächste:

  • Allein im ersten Jahr der Corona-Pandemie 2020 belief sich der Wertschöpfungsverlust auf rund 185 Milliarden Euro. Bis zum russischen Angriff auf die Ukraine summierten sich die größtenteils pandemiebedingten Einbußen auf fast 300 Milliarden Euro.
  • Ab 2022 überlagerten die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges die Nachwirkungen der Pandemie. Der Energiepreisschock und anhaltend hohe geopolitische Unsicherheit bremsten die Konjunktur spürbar. Die Verluste beliefen sich 2022 auf rund 85 Milliarden Euro. In den beiden Folgejahren hat Deutschland circa 140 bzw. 200 Milliarden Euro weniger erwirtschaftet.
  • Die deutsche Wirtschaft hatte sich noch nicht von den beiden ersten Krisen erholt, als Donald Trump Ende 2024 zum US-Präsidenten gewählt wurde. Nach seinem Amtsantritt setzte er rasch Zölle in Kraft und machte handelspolitische Drohungen wahr. Im Jahr 2025 belief sich der Wertschöpfungsverlust deshalb auf weitere 235 Milliarden Euro – der höchste Wert im gesamten Krisenzeitraum.

Chance durch Trumps Handelspolitik

Aktuell deutet wenig darauf hin, dass die handelspolitischen Spannungen in den kommenden Jahren nachlassen. Zugleich ergeben sich daraus neue Chancen. „Mit seinem funktionierenden Rechtsstaat, stabilen Institutionen und einer gut ausgebildeten Bevölkerung bleibt Deutschland in unsicheren Zeiten im ökonomischen Wettbewerb“, sagt IW-Experte Michael Grömling. Der geopolitische Umbruch und die Energiewende stellen Wirtschaft und Gesellschaft jedoch vor große Herausforderungen. „Um wirtschaftlich wieder führend zu werden, muss Deutschland strukturelle Defizite beheben: hohe Energiepreise, steigende Sozialabgaben und wachsende Bürokratie.“

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln)

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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel legt zu

Zum Jahresende nahm der Welthandel – gemessen am Containerumschlag – trotz der Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik wieder zu. Laut aktueller Schnellschätzung ist der Containerumschlag-Index des RWI Essen im Dezember auf 143,2 Punkte gestiegen.

RWI Essen, Pressemitteilung vom 06.02.2026

Zum Jahresende nahm der Welthandel – gemessen am Containerumschlag – trotz der Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik wieder zu. Laut aktueller Schnellschätzung ist der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) im Dezember auf 143,2 Punkte gestiegen. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Gesamtindex leicht um 1,2 Indexpunkte. Der Index für die nordeuropäischen Häfen ist hingegen um 1,4 Indexpunkte gesunken. Die Streiks in den Häfen Antwerpen und Rotterdam zum Ende des vergangenen Jahres belasten deren Containerumschläge nach wie vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im Dezember auf 143,2 Punkte gestiegen – gegenüber 142,0 Punkten (revidiert) im Vormonat.
  • Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist von 124,6 Punkten (revidiert) auf 123,2 Punkte im Dezember leicht zurückgegangen.
  • In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag deutlich gestiegen – von 159,7 Punkten im Vormonat (revidiert) auf 163,8 Punkte.
  • Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für Januar 2026 wird am 27. Februar 2026 veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt: „Im vergangenen Jahr hat der Welthandel trotz der erratischen US-Zollpolitik zugenommen. Sowohl Europa als auch China verzeichnen Zuwächse im Warenumschlag. Die USA hingegen fallen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die geplante Freihandelszone zwischen der EU und Indien wird ein Viertel der Weltwirtschaft abdecken. Diese Marktöffnung kann erheblich zu Wohlstand, Resilienz und Verlässlichkeit für alle Beteiligten beitragen.“

Quelle: RWI Essen – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

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Exporte im Dezember 2025: +4,0 % zum November 2025

Im Dezember 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 4,0 % und die Importe um 1,4 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 nahmen die Exporte um 2,7 % und die Importe um 5,6 % zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 06.02.2026

Exporte (kalender- und saisonbereinigte Warenausfuhren):
Dezember 2025
133,3 Milliarden Euro
+4,0 % zum Vormonat
+2,7 % zum Vorjahresmonat

Jahr 2025
1.569,6 Milliarden Euro
+1,0 % zum Vorjahr

Importe (kalender- und saisonbereinigte Wareneinfuhren):
Dezember 2025
116,2 Milliarden Euro
+1,4 % zum Vormonat
+5,6 % zum Vorjahresmonat

Jahr 2025
1.366,9 Milliarden Euro
+4,4 % zum Vorjahr

Außenhandelsbilanz (kalender- und saisonbereinigt):
Dezember 2025
17,1 Milliarden Euro

Jahr 2025
202,8 Milliarden Euro

Im Dezember 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 4,0 % und die Importe um 1,4 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 nahmen die Exporte um 2,7 % und die Importe um 5,6 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt. Im Gesamtjahr 2025 stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr kalender- und saisonbereinigt um 1,0 % und die Importe um 4,4 %.

Im Dezember 2025 wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 133,3 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 116,2 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Dezember 2025 mit einem Überschuss von 17,1 Milliarden Euro ab. Im November 2025 hatte der kalender- und saisonbereinigte Außenhandelssaldo +13,6 Milliarden Euro betragen. Im Dezember 2024 hatte er bei +19,8 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Dezember 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 75,3 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 59,4 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber November 2025 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 3,1 % und die Importe aus diesen Staaten um 1,7 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 52,7 Milliarden Euro (+3,6 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 39,5 Milliarden Euro (+1,6 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,6 Milliarden Euro (+2,1 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,9 Milliarden Euro (+1,8 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Dezember 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 58,0 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 56,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber November 2025 stiegen die Exporte in Drittstaaten um 5,0 % und die Importe von dort um 1,2 %.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Dezember 2025 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 11,8 Milliarden Euro exportiert, das waren 8,9 % mehr als im November 2025. Gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2024 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonbereinigt um 12,9 % geringer. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen im Dezember 2025 im Vergleich zum November 2025 um 10,7 % auf 7,2 Milliarden Euro. Die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen im Vergleich zum Vormonat um 14,6 % auf 6,9 Milliarden Euro zu.

Die meisten Importe kamen im Dezember 2025 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro eingeführt. Das waren 4,1 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat um 3,0 % auf 7,9 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 14,8 % auf 2,9 Milliarden Euro ab.

Die Exporte in die Russische Föderation stiegen im Dezember 2025 gegenüber November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 1,8 % auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber Dezember 2024 nahmen sie um 0,2 % zu. Die Importe aus Russland stiegen im Dezember 2025 gegenüber November 2025 um 6,0 % auf 0,1 Milliarden Euro, gegenüber Dezember 2024 nahmen sie um 7,6 % ab.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Dezember 2025 Waren im Wert von 118,6 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 105,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 stiegen die Exporte damit um 6,0 % und die Importe um 8,4 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Dezember 2025 mit einem Überschuss von 13,6 Milliarden Euro ab. Im Dezember 2024 hatte der Saldo +15,0 Milliarden Euro betragen.

Außenhandelsergebnisse (nicht kalender- und saisonbereinigt) für das Jahr 2025

Im Jahr 2025 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 562,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1 362,5 Milliarden Euro importiert. Damit stiegen die Exporte um 0,9 % und die Importe um 4,3 % gegenüber dem Jahr 2024. Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2025 mit einem Exportüberschuss von 200,4 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2024 hatte der Saldo +242,9 Milliarden Euro betragen. Im Jahr 2025 war die Volksrepublik China mit einem Außenhandelsumsatz (Exporte + Importe) von 251,8 Milliarden Euro Deutschlands wichtigster Handelspartner vor den Vereinigten Staaten mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 hatten in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner die Vereinigten Staaten vor China gelegen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Produktion im Dezember 2025: -1,9 % zum Vormonat

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 % gesunken.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 06.02.2026

Produktion im Jahr 2025 um 1,1 % gesunken

Produktion im Produzierenden Gewerbe
Dezember 2025 (real, vorläufig):
-1,9 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-0,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

November 2025 (real, revidiert):
+0,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+0,5 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 % gesunken. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Oktober 2025 bis Dezember 2025 um 0,9 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im November 2025 stieg die Produktion gegenüber Oktober 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,2 % (vorläufiger Wert: +0,8 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war die Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt 0,6 % niedriger.

Rückgänge in der Automobilindustrie und im Maschinenbau

Der Rückgang im Dezember 2025 ist vor allem auf die niedrigere Produktion in der Automobilindustrie (-8,9 %), im Maschinenbau (-6,8 %) sowie bei der Wartung und Montage von Maschinen (-17,6 %) zurückzuführen. Dahingegen wirkten sich Produktionsanstiege in einer Reihe von Wirtschaftszweigen positiv auf das Gesamtergebnis aus, vor allem bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+3,2 %) und im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge +10,5 %). Ebenso ist die Produktion im Baugewerbe leicht angestiegen (spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe +2,5 %, Hochbau +8,4 %). Insgesamt stieg die Bauproduktion um 3,0 %.

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) sank im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 3,0 %. Dabei stieg die Produktion von Konsumgütern um 0,5 %, die Produktion von Investitionsgütern sank um 5,3 % und die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,2 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 1,8 %.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,2 %.

Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken

In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von Oktober 2025 bis Dezember 2025 um 0,5 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Dezember 2024 war die energieintensive Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Produktion im Jahr 2025 um 1,1 % gesunken

In Gesamtjahr 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,1 % niedriger als im Vorjahr.

Dabei war die Produktion im Jahr 2025 in der Industrie (-1,3 %) und im Baugewerbe (-1,7 %) niedriger als im Vorjahr. Die Energieerzeugung stieg hingegen um 1,6 %.

In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Automobilindustrie (-1,7 % gegenüber dem Vorjahr), im Maschinenbau (-2,6 %) und in den energieintensiven Industriezweigen zurückzuführen.

In den energieintensiven Industriezweigen lag die Produktion kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger als im Jahr 2024. In den Jahren 2022 und 2023 war sie jeweils stark zurückgegangen. Gegenüber 2021 lag sie im Jahr 2025 kalenderbereinigt um 17,8 % niedriger.

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Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2025: +7,8 % zum Vormonat

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 7,8 % gestiegen.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 05.02.2026

Auftragseingang ohne Großaufträge: +0,9 %

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
Dezember 2025 (real, vorläufig):
+7,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+13,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

November 2025 (real, revidiert):
+5,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+10,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 7,8 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,9 % höher als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 4. Quartal 2025 um 9,5 % höher als im 3. Quartal, ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um 2,5 %. Im November 2025 stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Oktober 2025 um 5,7 % (vorläufiger Wert +5,6 %).

Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2025 ist zu einem großen Teil auf die deutlichen Anstiege bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (saison- und kalenderbereinigt +30,2 % zum Vormonat) und im gewichtigen Maschinenbau (+11,5 %) zurückzuführen. In diesen beiden Wirtschaftszweigen meldete eine Reihe von Betrieben aus unterschiedlichen Bereichen Großaufträge. Auch die Zuwächse in der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (+9,8 %) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+5,7 %) wirkten sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. In der Automobilindustrie ging der Auftragseingang hingegen um 6,3 % zurück. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) sanken die Auftragseingänge um 18,7 % gegenüber dem hohen Niveau des Vormonats. Dennoch gab es auch hier wieder umfangreiche Großaufträge.

Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang im Dezember 2025 um 10,5 % gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern lag er um 5,7 % höher und bei den Konsumgütern um 5,3 % niedriger.

Die Auslandsaufträge stiegen im Dezember 2025 um 5,6 %. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 0,6 % und die Aufträge von außerhalb der Eurozone nahmen um 9,7 % zu. Die Inlandsaufträge stiegen um 10,7 %.

Umsatz im Dezember 2025 um 1,4 % niedriger als im Vormonat

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt 1,4 % niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war der Umsatz kalenderbereinigt 1,9 % niedriger. Für November 2025 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 2,9 % gegenüber Oktober 2025 (vorläufiges Ergebnis: +2,7 %).

Im Gesamtjahr 2025 war der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe kalenderbereinigt um 1,3 % niedriger als im Vorjahr.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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EU-Kommission legt Single Market Report 2026 vor

Der am 30.01.2026 veröffentlichte Single Market Report 2026 zeigt, dass der europäische Binnenmarkt in einer Phase struktureller Stagnation angekommen ist. Während einzelne Kennzahlen Verbesserungen anzeigen, bleibt der Gesamttrend verhalten. Zugleich verweist die EU-Kommission auf eine Vielzahl laufender oder geplanter Vereinfachungsinitiativen, insbesondere die Omnibus-Vorschläge und die European Business Wallet.

DATEV Informationsbüro Brüssel, Mitteilung vom 03.02.2026

Der am 30.01.2026 veröffentlichte Single Market Report 2026 zeigt, dass der europäische Binnenmarkt in einer Phase struktureller Stagnation angekommen ist. Während einzelne Kennzahlen Verbesserungen anzeigen, bleibt der Gesamttrend verhalten: Die Integration im Binnenmarkt hat ein Plateau erreicht, Produktivitäts- und Investitionslücken bestehen fort, und insbesondere im Dienstleistungssektor wirken nationale Regulierungsunterschiede weiterhin als strukturelle Barriere.

Dienstleistungen: Integration kommt nur langsam voran

Die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen innerhalb des Binnenmarkts wachse zwar weiter, allerdings deutlich langsamer als noch vor einigen Jahren. Die regulatorische Restriktivität in vielen Dienstleistungssektoren bleibe hoch und habe sich in den letzten Jahren kaum verringert. Der Bericht stellt fest, dass Dienstleistungen in den Mitgliedstaaten nach wie vor sehr unterschiedlich, teilweise mit nationalen Sonderregelungen, reguliert sind. Die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen bleibe kompliziert.

Auch die Entsendung von Arbeitnehmern sei weiterhin mit erheblichem administrativem Aufwand verbunden. Zwar seien Meldepflichten und Kontrollen unionsrechtlich zulässig, sie würden in der Praxis jedoch häufig sehr komplex ausgestaltet. Auch dort, wo die tatsächlichen Risiken gering sind, etwa bei hochqualifizierten Fachkräften. Die EU-Kommission verweist hierbei auf bestehende Best Practices, sieht deren Umsetzung aber primär in der Verantwortung der Mitgliedstaaten.

Anerkennung von Berufsqualifikationen bleibt Engpass

Ein zentrales Hindernis für einen funktionierenden (Dienstleistungs-)Binnenmarkt bleibe die Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Trotz einzelner Verbesserungen stagniert die Quote positiver Anerkennungsentscheidungen seit Jahren. Verfahren seien oft langwierig, papierbasiert und wenig transparent. Das hemme die Mobilität von Fachkräften, verschärfe Fachkräftemangel und wirke sich negativ auf wissensintensive Dienstleistungen aus. Der Bericht unterstreicht, dass eine konsequente Digitalisierung der Anerkennungsverfahren erhebliche Effizienzgewinne bringen könnte, Fortschritte sind hier bislang jedoch begrenzt.

Nationale Fragmentierung belastet Unternehmen weiterhin

Darüber hinaus zeigt der Report, dass die regulatorische Fragmentierung im Binnenmarkt ein strukturelles Problem bleibt. Die fehlerhafte oder uneinheitliche Umsetzung von EU-Recht durch die Mitgliedstaaten nehme sogar wieder zu. Für Unternehmen bedeute dies konkret Rechtsunsicherheit und zusätzliche Kosten, insbesondere bei grenzüberschreitender Tätigkeit. Auch die wahrgenommene Einfachheit der regulatorischen Compliance habe sich in den vergangenen Jahren kaum verbessert – die Gründung und der Betrieb von Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten bleibe komplex.

Digitalisierung, Produktivität und Fachkräfte

Der Bericht bestätigt zudem bekannte Schwächen: Die Produktivitätslücke zu den USA bleibt erheblich und ist eng mit der vergleichsweise langsamen Verbreitung digitaler Technologien verbunden. Gerade KMU würden Cloud-Dienste, Datenanalyse oder KI deutlich seltener als in anderen Wirtschaftsräumen nutzen. Gleichzeitig verschärfen Fachkräfte- und Kompetenzengpässe die Situation, insbesondere bei digitalen und spezialisierten Qualifikationen.

Entlastung durch Vereinfachung

Zugleich verweist die EU-Kommission auf eine Vielzahl laufender oder geplanter Vereinfachungsinitiativen, insbesondere die Omnibus-Vorschläge und die European Business Wallet. Deren Wirkung wird bislang jedoch ausschließlich auf Grundlage von Projektionen eingeschätzt; belastbare Zahlen liegen noch nicht vor. So sollen dank der Omnibus-Pakete Einsparungen von jährlich bis zu 11,9 Milliarden Euro erzielt werden, und durch den European Business Wallet könnten sogar bis zu 13,5 Milliarden Euro zusätzlich an Entlastungen möglich sein.

Quelle: DATEV eG Informationsbüro Brüssel

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Wenn der Tarifvertrag die Wahl lässt: Rund 60 Prozent entscheiden sich für mehr Zeit

Tarifliche Wahloptionen geben Beschäftigten die Möglichkeit, sich zwischen höherem Verdienst und zeitlicher Entlastung zu entscheiden. Die Mehrheit wählt mehr Zeit, zeigt eine neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 03.02.2026

Tarifliche Wahloptionen geben Beschäftigten die Möglichkeit, sich zwischen höherem Verdienst und zeitlicher Entlastung zu entscheiden. Die Mehrheit wählt mehr Zeit, zeigt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Besonders häufig entscheiden sich dafür Frauen und Beschäftigte in Betrieben, die ein belastendes Arbeitsklima haben oder wenig für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie tun.

Mehr Zeit kann besser sein als mehr Geld. So sieht es die Mehrheit der Beschäftigten, denen ein Tarifvertrag eine Wahloption zwischen mehr Freizeit und mehr Lohn ermöglicht. Den Studienautor*innen der Universität Bielefeld, des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des WSI zufolge hat sich 2022 deutlich mehr als die Hälfte für mehr Zeit statt zusätzlichem Geld entschieden. Die analysierte Stichprobe enthält Angaben von rund 1.900 Arbeitnehmer*innen, die nach Abschluss der Tarifrunde eine entsprechende Wahlmöglichkeit hatten – je nach Tarifvertrag als Wahlmodell, individuelles Zukunftskonto, Entlastungszeit, Umwandlungsoption oder tarifliches Zusatzgeld bezeichnet. Solche Optionen existieren unter anderem in Tarifverträgen in der Metall- und Elektroindustrie, der Chemischen Industrie, bei der Deutschen Bahn, der Stahlindustrie, im Versicherungsgewerbe, bei der Post und im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen. Je nach Tarifvertrag beinhaltet die Option etwa zusätzliche Urlaubstage oder eine verkürzte Wochenarbeitszeit.

Konkret haben sich 59 Prozent der Befragten ausschließlich für mehr Zeit entschieden, 6 Prozent für eine Kombination aus mehr Zeit und Geld und 35 Prozent ausschließlich für mehr Geld. Dabei wählten Frauen, insbesondere solche mit Kindern unter 14 Jahren, häufiger die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu verkürzen – das taten 79 Prozent in dieser Gruppe. Die genannten Motive unterscheiden sich jedoch kaum nach Geschlecht: Bei Frauen wie Männern steht die Begründung, „mehr Zeit für die Familie“ an Position zwei, der häufigste Grund ist „mehr Zeit für Hobbies, Freunde und mich selbst“ haben zu wollen.

Ob sich Beschäftigte für mehr freie Zeit entscheiden, hängt stark mit der Betriebskultur zusammen: Dort, wo Vollzeitarbeit die Norm ist und höchstens zehn Prozent in Teilzeit arbeiten, nutzen nur 54 Prozent der Beschäftigten die Möglichkeit, weniger zu arbeiten und dafür ganz oder teilweise auf die Entgelterhöhung zu verzichten. In den übrigen Betrieben waren es dagegen 66 Prozent. Die Furcht „vor Lohn- und Karrierenachteilen“ durch geringere Arbeitszeit ist offenbar dort besonders groß, wo eine traditionelle „Vorstellung der idealen Arbeitskraft“ herrscht, so die Forschenden.

Zeit statt Geld wählen Arbeitnehmer*innen öfter, wenn sie ihr Arbeitsklima als sehr belastend empfinden. In entsprechenden Betrieben entscheiden sich 71 Prozent für eine zeitliche Entlastung. Auch in Betrieben, die wenige Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etwa flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice, Gleitzeit sowie betriebliche Kinderbetreuungsangebote, eingeführt haben, entscheiden sich Beschäftigte häufiger für zeitliche Entlastung. Die tarifliche Wahloption scheint hier eine Lücke bei den Bedarfen nach familienfreundlichen Maßnahmen im Betrieb zu schließen.

Die insgesamt starke Nutzung tariflicher Zeitoptionen macht deutlich, so die Forschenden, „dass tarifliche Regelungen die Nutzung von Arbeitszeitarrangements zu legitimieren scheinen und bestehende Hürden, die typischerweise bei der Nutzung der klassischen Teilzeit im Betrieb bestehen, reduzieren“. Die tariflichen Wahloptionen seien damit ein entscheidendes Instrument, um mehr Zeitgerechtigkeit im Arbeitsleben zu erreichen. Und auch wertvoll für den Gesundheitsschutz, indem Beschäftigten ermöglicht werde, Belastungen frühzeitig zu reduzieren und damit Risiken wie Erschöpfung oder Burnout vorzubeugen.

„Umso wichtiger ist es daher, dass die Bundesregierung die Tarifbindung stärkt, um so zu einer Verbreitung der tariflichen Wahloptionen beizutragen“, betonen die Forschenden. Dagegen führe es in die Irre, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, auf eine Verlängerung der Erwerbsarbeitszeiten und einer Ausweitung des Direktionsrecht des Arbeitgebers durch die Abschaffung der täglichen Arbeitszeitgrenze zu setzen oder gar das Recht auf Teilzeit einzuschränken, wie es der Wirtschaftsflügel der CDU gefordert hat, und damit Risiken für Vereinbarkeit, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt zu verschärfen.

WSI-Studie zu Deregulierung: Drei Viertel fürchten negative Folgen sehr langer Arbeitstage

Die Tatsache, dass vielen Beschäftigten mehr Zeit wichtiger sei als mehr Geld zeige, wie groß das Bedürfnis vieler Beschäftigter nach zeitlicher Entlastung ist. Die aktuell diskutierten Deregulierungsvorschläge widersprächen explizit den Bedürfnissen der Beschäftigten und dürften zudem eher kontraproduktiv wirken, betont auch Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, wissenschaftliche Direktorin des WSI. „In einer Befragung, die wir 2025 durchgeführt haben, befürchteten knapp drei Viertel der Beschäftigten negative Folgen für Erholung und Gesundheit, für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familienleben sowie die Organisation ihres Alltags, wenn generell Arbeitstage von mehr als zehn Stunden möglich werden, wozu die geplante Deregulierung führen würde. Und: Frauen rechnen noch deutlich häufiger mit negativen Wirkungen als Männer. Das könnte daran liegen, dass noch mehr unbezahlte Sorgearbeit zusätzlich zum Erwerbsjob an ihnen hängen bliebe, wenn ihre Partner zumindest zeitweilig längere Arbeitstage hätten“, so Kohlrausch. „Der dringend nötige soziale Fortschritt, den beispielsweise Wahloptionen in Tarifverträgen bringen, würde dadurch konterkariert. Faktisch würde man auch die Erwerbstätigkeit von Frauen erschweren. Und damit ausgerechnet jene Entwicklung bremsen, die in den vergangenen Jahren wesentlich zu Rekordwerten bei Erwerbstätigkeit und Arbeitsvolumen beigetragen hat.“

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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Einzelhandelsumsatz im Jahr 2025 real um 2,7 % höher als im Vorjahr

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2025 real (preisbereinigt) 2,7 % und nominal (nicht preisbereinigt) 3,8 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2024.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 02.02.2026

Einzelhandelsumsatz, Jahresergebnis 2025 (vorläufig)
+2,7 % im Jahr 2025 gegenüber 2024 (real, Originalwerte)
+3,8 % im Jahr 2025 gegenüber 2024 (nominal, Originalwerte)

Einzelhandelsumsatz, Dezember 2025 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)
+0,1 % zum Vormonat (real)
-0,1 % zum Vormonat (nominal)
+1,5 % zum Vorjahresmonat (real)
+1,7 % zum Vorjahresmonat (nominal)
+1,3 % zum Vorjahresmonat (real)
+2,1 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2025 real (preisbereinigt) 2,7 % und nominal (nicht preisbereinigt) 3,8 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2024. Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit 0,3 Prozentpunkte über der am 7. Januar 2026 veröffentlichten Schätzung. Nachdem die reale Umsatzentwicklung im Einzelhandel im 1. Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen war (+3,8 %), schwächte sich der Zuwachs im 2. Halbjahr 2025 ab (+1,7 %). Der Anstieg im 1. Halbjahr 2025 ist unter anderem auf einen Sondereffekt durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens im Internet- und Versandhandel zum Berichtsmonat August 2024 zurückzuführen, wodurch bisher in Deutschland nicht erfasste Umsätze hinzugekommen waren.

Gegenüber dem Jahr 2021, als der Einzelhandel den bisher höchsten Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt hatte, lag der Jahresumsatz 2025 nach den vorläufigen Ergebnissen real um 0,1 % niedriger und nominal um 17,3 % höher.

Umsatzzuwachs im Jahr 2025 in Teilen getrieben vom Online-Handel

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln stieg der Umsatz im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr real um 1,1 % und nominal um 3,4 %. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Jahr 2025 real 3,7 % und nominal 4,1 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Im Versand- und Internethandel stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich real um 10,1 % und nominal um 10,0 %, was unter anderem auf den genannten Sondereffekt durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens zurückzuführen ist.

Weihnachtsgeschäft im Dezember 2025: Umsatz real 3,2 % höher als im Vorjahresmonat

Im Weihnachtsgeschäft des Dezembers 2025 setzten die Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen real 3,2 % und nominal 3,5 % mehr um als im Dezember 2024. Kalender- und saisonbereinigt betrug der Zuwachs real 1,5 % und nominal 1,7 %. Im Vergleich zum Dezember 2021, indem der bisher höchste Umsatz in einem Dezember seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, war der reale (nicht-kalender- und saisonbereinigte) Umsatz im Dezember 2025 um 4,0 % niedriger. Im Dezember 2024 war real 7,0 % weniger Umsatz generiert worden als im Dezember 2021.

Im Vormonatsvergleich setzten die Einzelhandelsunternehmen im Dezember 2025 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt real 0,1 % mehr und nominal 0,1 % weniger um als im November 2025. Im November 2025 verzeichnete der Einzelhandelsumsatz gegenüber Oktober 2025 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse einen Rückgang von real 0,5 % (vorläufiger Wert: -0,6 %) und nominal 0,9 % (vorläufiger Wert: -1,1 %).

Der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln stieg im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat kalender- und saisonbereinigt real um 2,5 % und nominal um 3,5 %. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 verzeichnete der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel einen Zuwachs von real 1,5 % und nominal 1,2 %.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stieg der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat real um 0,7 % und nominal um 0,5 %. Im Vergleich zum November 2025 sanken die Umsätze real um 1,2 % und nominal um 1,6 %.

Im Internet- und Versandhandel verzeichnete der Umsatz im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang von real 2,3 % und nominal 3,3 %. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz im Internet- und Versandhandel real um 4,2 % und nominal um 4,8 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Stimmung im deutschen Mittelstand – das Gute steckt im Detail

Der Geschäftsklimaindex der mittelständischen Unternehmen tritt auf der Stelle, doch der Blick in einzelne Wirtschaftsbereiche zeigt eine insgesamt positive Entwicklung. So die Ergebnisse des aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometers.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 30.01.2026

  • Geschäftsklimaindex der mittelständischen Unternehmen tritt auf der Stelle
  • Blick in einzelne Wirtschaftsbereiche zeigt insgesamt positive Entwicklung
  • Hoher Auftragseingang ermutigt

Auf den ersten Blick wirkt die Entwicklung der Stimmungsindikatoren im deutschen Mittelstand im Januar enttäuschend, wird doch auf positive Signale für die deutsche Wirtschaft gewartet. Zu Jahresanfang machte der Geschäftsklimaindex der kleinen und mittleren Unternehmen einen Seitwärtsschritt; er fiel minimal um 0,1 Zähler auf nun minus 15,0 Punkte. Damit verharrt die Stimmung in den Unternehmen weiterhin deutlich unter der Nulllinie, die für den langfristigen Durchschnitt steht.

Tatsächlich aber ist die Entwicklung im Januar eher eine positive Nachricht, die auf die Krisenfestigkeit des deutschen Mittelstands hinweist. Schließlich war der Jahresanfang durch neue geopolitische Konflikte, insbesondere die Diskussionen um Grönland, belastet.

Außerdem zeigt der Blick in einzelne mittelständische Wirtschaftsbereiche eine positive Entwicklung. Denn dort hat sich fast überall das Klima verbessert, am stärksten im Einzelhandel, gefolgt vom Großhandel. Alleine im Verarbeitenden Gewerbe gab es keine Stimmungsaufhellung, allerdings auch keine Verschlechterung. Dass das übergeordnete Geschäftsklima für den gesamten Mittelstand nicht ansteigt, ist lediglich einem technischen Effekt geschuldet, der mit der Saisonbereinigung dieser Zeitreihe zusammenhängt. Die grundsätzliche Stimmungsaufhellung im Mittelstand wird dadurch im Januar kaschiert.

„Im Mittelstand sieht es derzeit besser aus als der bloße Indexwert glauben lässt. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten anspringen wird und sich die Stimmung in den Unternehmen aufhellt“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Mut machen auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe, die im Herbst deutlich angezogen sind. Der seit langem erwartete Fiskalimpuls zeigt sich in Form von Großaufträgen. Diese erreichen zunächst zwar nur einzelne Unternehmen, werden aber nach und nach durch Folgeaufträge in die Breite der Wirtschaft durchsickern.

Bei den Großunternehmen zeigte sich im Januar eine ähnliche Stimmungsentwicklung wie im Mittelstand – das Geschäftsklima stagnierte, in dem Fall bei minus 19,4 Punkten. Während im Mittelstand die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten nachgaben, die Beurteilung der aktuellen Lage sich jedoch leicht verbesserte, war es bei den Großunternehmen genau andersherum.

Quelle: KfW, KfW Research

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Inflationsrate im Januar 2026 voraussichtlich +2,1 %

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Januar 2026 voraussichtlich +2,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2025 um 0,1 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 30.01.2026

Verbraucherpreisindex, Januar 2026:
+2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,1 % zum Vormonat (vorläufig)
-0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Januar 2026:
+2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
-0,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Januar 2026 voraussichtlich +2,1 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2025 um 0,1 %. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oftmals auch als Kerninflation bezeichnet, beträgt im Januar 2026 voraussichtlich +2,5 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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