Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2019

Die deutsche Wirtschaft tritt lt. BMWi weiter mehr oder weniger auf der Stelle. Es gibt aber erste Signale, die ein Ende des Abschwungs in der Industrie und damit eine allmähliche konjunkturelle Belebung der Gesamtwirtschaft wahrscheinlicher machen.

BMWi, Pressemitteilung vom 16.12.2019

  • Die deutsche Wirtschaft tritt weiter mehr oder weniger auf der Stelle. Es gibt aber erste Signale, die ein Ende des Abschwungs in der Industrie und damit eine allmähliche konjunkturelle Belebung der Gesamtwirtschaft wahrscheinlicher machen.
  • Die Produktion in der Industrie ist tendenziell weiter abwärtsgerichtet, während sich bei den Auftragseingängen eine Stabilisierung andeutet. Die Bauproduktion unterliegt monatlichen Schwankungen, bewegt sich aber auf hohem Niveau.
  • Die Indikatoren für den privaten Konsum senden zu Beginn des vierten Quartals zurückhaltende Signale. Die verfügbaren Einkommen nehmen aber weiter zu.
  • Die deutschen Ausfuhren haben sowohl im Oktober als auch im gesamten dritten Quartal deutlich zugenommen.
  • Der Arbeitsmarkt hat sich trotz der schwachen Konjunktur zuletzt wieder günstiger entwickelt.

Die deutsche Wirtschaft tritt den Indikatoren zufolge auch im Jahresschlussquartal mehr oder weniger weiter auf der Stelle. Es zeichnen sich aber erste Hoffnungsschimmer ab. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung nur wenig um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal angestiegen. Bei den Dienstleistungen und dem Baugewerbe setzt sich das vornehmlich binnenwirtschaftlich getriebene Wachstum verlässlich fort. Die Industrie leidet aber weiterhin unter der globalen Investitionsschwäche, die nicht zuletzt durch die Handelskonflikte ausgelöst wurde. Sie dürfte produktionsseitig ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht haben. Ihre Auftragseingänge und Umsätze haben sich aber in den vergangenen Monaten auf niederem Niveau stabilisiert. Gleiches gilt für das Geschäftsklima, bei dem sich die Erwartungen im Oktober und November etwas aufgehellt haben. Nicht zuletzt haben sich die Ausfuhren seit Jahresmitte belebt. Dies alles deutet darauf hin, dass sich die Industriekonjunktur allmählich stabilisiert und ab dem Jahreswechsel sogar wieder leicht anziehen könnte. Natürlich bleiben die Unwägbarkeiten angesichts des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds hoch und es ist insofern abzuwarten, inwieweit sich die noch zarten positiven Signale festigen.

Die Weltkonjunktur ist weiterhin durch die Handelskonflikte und eine schwache globale Industriekonjunktur geprägt. Der Welthandel hat sich Stand September noch nicht belebt, sein Volumen liegt nach wie vor unter dem des Vorjahres. Auch die globale Industrieproduktion zeigt bei regionalen Unterschieden und monatlichen Schwankungen insgesamt noch keine Zeichen der Belebung. Der zusammengesetzte globale Markit-Einkaufsmanagerindex verbesserte sich im November etwas. Hierbei verzeichneten sowohl der Teilindex für die Industrie als auch für die Dienstleistungen Anstiege. Vor dem Hintergrund der aktuellen Indikatorenlage gehen die internationalen Organisationen für das laufende und kommende Jahr von einer zwar wenig dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

Trotz der wiederholt schwachen Impulse aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld haben sich die deutschen Ausfuhren zuletzt positiv entwickelt. Die Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen sind im Oktober saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen im Vergleich zum Vormonat um 1,1 % gestiegen. Im Zweimonatsvergleich ergab sich sogar ein Zuwachs von 1,8 %. Dennoch rechnen die meisten Unternehmen den ifo Exporterwartungen zufolge nicht mit einer deutlichen Belebung der deutschen Ausfuhren in den kommenden Monaten. Von Oktober auf November hatten sich die Erwartungen sogar geringfügig verschlechtert. Die Importe von Waren und Dienstleistungen haben sich im Oktober saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen im Vergleich zum September minimal mit -0,1 % verringert, sind aber im Zweimonatsvergleich ebenfalls deutlich gestiegen (+1,7 %). Bei leicht fallenden Einfuhrpreisen dürften die Importe real sogar noch deutlicher zugenommen haben.

In der Industrie hält die konjunkturelle Schwäche an, während die Baukonjunktur bei monatlichen Schwankungen weiterhin auf hohen Touren läuft. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt verringerte sich im Oktober um 1,7 %. Die Erzeugung in der Industrie und im Baugewerbe nahm um 1,7 % bzw. 2,8 % ab. Die Energieerzeugung verzeichnete eine Zunahme um 2,3 %. Im Zweimonatsvergleich September/Oktober gegenüber Juli/August wurde die Herstellung im Produzierenden Gewerbe um 1,1 % eingeschränkt. Innerhalb der Industrie schlugen insbesondere Produktionsrückgänge in der Kfz-Industrie und im Maschinenbau zu Buche (-2,9 % bzw. -2,2 %). Die Entwicklungen bei den vorlaufenden Indikatoren zeigen Anzeichen einer Bodenbildung. Bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe und dem ifo Geschäftsklima waren in den zurückliegenden Monaten Seitwärtsbewegungen zu beobachten.

Die privaten Konsumausgaben sind im dritten Quartal um 0,4 % gestiegen und waren damit eine verlässliche Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Hierzu trug vermutlich die merkliche Erhöhung der verfügbaren Einkommen im dritten Quartal bei. Diese waren um 3,1 % höher als vor einem Jahr. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz, die etwa ein Drittel der privaten Konsumausgaben ausmachen, sind im Oktober gegenüber September auf hohem Niveau um 1,9 % zurückgegangen. Auch im Zweimonatsvergleich ergab sich ein Minus von 0,9 %. Die Neuzulassungen von Pkw erhöhten sich nach einem Aufwuchs im Vormonat im November um weitere 8,6 % und waren damit leicht überdurchschnittlich. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist per saldo positiv und hat sich im November spürbar verbessert. Die Verbraucherpreise sanken im November um 0,8 % gegenüber dem Vormonat, wozu der saisonbedingte Preisrückgang bei Pauschalreisen wesentlich beitrug. Die Inflationsrate blieb mit 1,1 % stabil. Insbesondere deutliche Preisrückgänge bei Kraftstoffen wirkten dämpfend auf die jährliche Preissteigerungsrate. Die Kerninflationsrate erhöhte sich leicht auf 1,6 %.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Oktober etwas robuster als in den Vormonaten. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vormonat lag saisonbereinigt bei 30.000 Personen, der Zuwachs war zuletzt im Februar etwas größer. Im Vergleich zum Stand vor einem Jahr (+320.000 Personen, Ursprungzahlen) wird aber deutlich, dass das Arbeitskräfteangebot mehr und mehr ausgeschöpft ist. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm im September mit einem Anstieg um saisonbereinigt 70.000 Personen gegenüber dem Vormonat mit dem höchsten Anstieg im laufenden Jahr zu. Die Arbeitslosigkeit sank im November um 16.000 Personen und fiel nach den Ursprungszahlen auf unter 2,2 Mio. Personen. Auch die Unterbeschäftigung verringerte sich leicht um 7.000 Personen. Die Frühindikatoren senden unterschiedliche Signale; sie signalisieren einen Beschäftigungsaufbau in Dienstleistungsbereichen, aber Einschränkungen in der Industrie. Die Arbeitslosigkeit könnte geringfügig steigen.

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ifo Institut bekräftigt 1,1 Prozent Wachstum für 2020

Das ifo Institut hat seine Prognose zum Wirtschaftswachstum bekräftigt. Derzeit ist eine gesamtwirtschaftliche Rezession unwahrscheinlich. Für das Jahr 2020 wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent gerechnet, nach 0,5 Prozent in diesem Jahr.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 13.12.2019

 

Das ifo Institut hat seine Prognose zum Wirtschaftswachstum bekräftigt. “Derzeit ist eine gesamtwirtschaftliche Rezession unwahrscheinlich. Für das Jahr 2020 rechnen wir mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent, nach 0,5 Prozent in diesem Jahr. Für 2021 sehen wir jetzt sogar 1,5 Prozent, ein Zehntelpünktchen mehr, als wir bislang dachten”, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der Konjunkturprognosen am ifo Institut.

“Zu dieser allmählichen Erholung trägt auch die Finanzpolitik bei. Sie schiebt die Konjunktur an: über Entlastungen bei Steuern und Sozialbeiträgen, über eine Ausweitung staatlicher Transfers und über eine Zunahme der öffentlichen Konsum- und Investitionsausgaben. Das sind im Jahr jeweils knapp 25 Milliarden Euro, die das BIP-Wachstum um etwa einen Viertel Prozentpunkt anheben”, ergänzt Wollmershäuser.

“Allerdings ist die deutsche Konjunktur weiterhin gespalten. Während die Wirtschaftsleistung der binnenorientierten Dienstleistungs- und Bauunternehmen weiter zunimmt, befindet sich die Industrie nach wie vor in einer Rezession”, sagt Wollmershäuser weiter. “Der von den USA ausgehende Handelskonflikt belastet den Warenaustausch und die Investitionen. Dies trifft die deutsche Industrie besonders hart, da sie auf Vorleistungs- und Investitionsgüter spezialisiert ist. Auch steht die Autobranche, eine der deutschen Schlüsselindustrien, vor besonderen Herausforderungen.” Die jüngsten Auftragseingänge und die Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie ein neuerlicher Anstieg der Warenexporte im Oktober deuteten allerdings darauf hin, dass der freie Fall gestoppt sei und allmählich Licht am Ende des industriellen Konjunkturtunnels zu sehen sei.

Die Zahl der Arbeitslosen soll weiter zurückgehen von 2,27 Millionen in diesem Jahr über 2,25 im kommenden auf 2,20 Millionen im Jahr 2021. Die Quote sinkt dabei von 5,0 über 4,9 auf 4,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten dürfte weitere Rekorde brechen, von 45,25 Millionen über 45,42 auf 45,60 Millionen im Jahr 2021. Der Überschuss des Staates wird kräftig fallen: von 55,0 Milliarden Euro in diesem Jahr über 30,5 im kommenden auf 8,9 Milliarden im Jahr 2021.

Die international viel kritisierte Leistungsbilanz (Exporte, Importe, Transfers) wird weiter einen großen Überschuss zeigen, von 252 Milliarden Euro über 271 auf 276 Milliarden. Das sind 7,3 und 7,7 und 7,5 Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung im Jahr.

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Konjunkturaufschwung frühestens 2021 in Sicht

Der Abschwung der deutschen Wirtschaft verlangsamt sich, mit einer spürbaren Belebung ist aber frühestens 2021 zu rechnen. Die Konjunkturforscher des IfW Kiel rechnen in ihrer jüngsten Prognose mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent (2019), 1,1 Prozent (2020) und 1,5 Prozent (2021). Damit revidieren sie ihre Erwartungen leicht um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach oben.

IfW Kiel, Pressemitteilung vom 12.12.2019

Der Abschwung der deutschen Wirtschaft verlangsamt sich, mit einer spürbaren Belebung ist aber frühestens 2021 zu rechnen. Die Konjunkturforscher des IfW Kiel rechnen in ihrer jüngsten Prognose mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent (2019), 1,1 Prozent (2020) und 1,5 Prozent (2021). Damit revidieren sie ihre Erwartungen leicht um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach oben. Durch eine hohe Anzahl an Werktagen ist die Zuwachsrate 2020 um 0,4 Prozentpunkte überzeichnet. 2021 dürfte der staatliche Haushaltssaldo erstmals wieder negativ sein.

Getrieben wird der Konjunkturabschwung in Deutschland durch die Rezession in der Industrie, die Normalauslastung wird dort mittlerweile unterschritten, dies belastet inzwischen auch die unternehmensnahen Dienstleistungen. “Der Abwärtssog wird schwächer, im Auslandsgeschäft ist sogar schon eine leichte Aufwärtstendenz erkennbar. Erfahrungsgemäß dauert es aber im Schnitt etwa fünf Quartale, bis die Industrie eine Rezession überwindet und die Kapazitätsauslastung wieder spürbar zulegt. Damit ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu rechnen, erst dann kann es auch gesamtwirtschaftlich wieder deutlich nach oben gehen. Zunächst kriecht die deutsche Wirtschaft aber in das neue Jahr”, sagte Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel).

Die Weltwirtschaft dürfte allmählich wieder Tritt fassen, in den Schwellenländern scheinen sich die Erwartungen bereits etwas aufzuhellen. Der Anstieg der Weltproduktion auf Basis von Kaufkraftparitäten dürfte 3,0 Prozent (2019), 3,1 Prozent (2020) und 3,4 Prozent (2021) betragen. “Dies wäre im laufenden Jahr die geringste Zuwachsrate seit der Großen Rezession im Jahr 2009. Eine noch ungünstigere Konjunkturentwicklung könnte eintreten, wenn sich die Rahmenbedingungen für den internationalen Handel weiter verschlechtern und das Investitionsklima zusätzlich belastet wird, etwa durch eine Verschärfung der Krise bei der WTO”, sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr.

Binnenwirtschaft wirkt Industrierezession entgegen

Der Abschwung in Deutschland dämpft auch die Unternehmensinvestitionen merklich, sie dürften nach einem Zuwachs von 1,2 Prozent in diesem Jahr 2020 um 1,1 Prozent sinken. Erst 2021 ist im Zuge der wirtschaftlichen Belebung wieder mit einem moderaten Plus von 2,3 Prozent zu rechnen.

Der Industrierezession entgegen wirkt die Binnenwirtschaft, das Normalmaß der gesamtwirtschaftlichen Kapazitätsauslastung wird im kommenden Jahr daher allenfalls geringfügig unterschritten. Die Bauwirtschaft wird durch extrem günstige Finanzierungsbedingungen unvermindert befeuert. Nach 3,9 Prozent in diesem Jahr dürften die Bauinvestitionen in den nächsten beiden Jahren um jeweils 2,5 Prozent zulegen. Die privaten Haushalte profitieren von zahlreichen Einkommenshilfen seitens der Finanzpolitik und einer insgesamt nach wie vor robusten Arbeitsmarktentwicklung, so dass der private Konsum dieses und nächstes Jahr um 1,5 Prozent und 2021 um 1,7 Prozent steigen dürfte. Die Inflationsrate dürfte bei 1,4 Prozent (2019), 1,5 Prozent (2020) und 1,6 Prozent (2021) liegen.

Dem Arbeitsmarkt kommt zugute, dass in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen immer noch mehr Beschäftigung aufgebaut wird, als in der Industrie wegfällt. Die Arbeitslosenquote dürfte nach 5 Prozent in diesem Jahr bei 4,9 Prozent in den nächsten beiden Jahren verharren. “Insgesamt verlangsamt sich der Beschäftigungsaufbau und die Beschäftigungsrisiken sind gestiegen, auch weil von den realen Lohnstückkosten keine Impulse für Neueinstellungen mehr ausgehen”, so Kooths.

Staatlicher Haushaltssaldo 2021 negativ

Nach einem Rekordüberschuss der öffentlichen Haushalte von knapp 62 Mrd. Euro im Jahr 2018 dürfte der Überschuss im Jahr 2019 mit gut 53 Mrd. Euro immer noch deutlich, aber geringer ausfallen. 2020 dürfte der Budgetüberschuss auf 24,3 Mrd. Euro zurückgehen und 2021 schließlich mit -1,7 Mrd. Euro negativ werden. Kooths: “Die Teilabschaffung des Soli mindert die Einnahmen, was durch die Einführung der CO2-Steuer nicht kompensiert werden kann, und die Einführung der Grundrente sowie die Umsetzung des Klimapakets führen zu zusätzlichen Ausgaben.”

Die konjunkturelle Entwicklung in den deutschen Exportmärkten bleibt verhalten, nicht zuletzt, weil die bis zuletzt recht robuste US-Konjunktur zunächst noch an Fahrt verliert und auch die Expansion der chinesischen Wirtschaft sich in der Grundtendenz weiter leicht verlangsamt. Die deutschen Exporte ziehen nach einem Plus von 1,2 Prozent (2019) zwar mit 2,4 Prozent (2020) und 2,6 Prozent (2021) nur moderat an, finden aber wieder Anschluss an den Welthandel.

“Deutschland braucht kein Konjunkturprogramm”

“Trotz der aktuellen Schwäche braucht die deutsche Wirtschaft kein Konjunkturprogramm. Die Industrierezession hat ihre Ursachen maßgeblich im außenwirtschaftlichen Umfeld und betrifft Produktionsbereiche, die auf staatliche Nachfrageprogramme kaum reagieren würden”, sagte Kooths.

“Mittelfristig spricht indes viel dafür, investive Ausgaben im Staatshaushalt stärker zu priorisieren. Die Schuldenbremse steht dem nicht entgegen, sondern sie zwingt, sich über Prioritäten klarzuwerden. Wenn Infrastruktur, Schulen etc. hohe Priorität haben, müssen andere Bereiche zwingend weniger wichtig sein. Neue Schulden finanzieren dann nicht die Positionen oben auf der Prioritätenliste, sondern das, was unten wegfiele. Im schlimmsten Fall würden dann notwendige, aber unpopuläre Reformen nur durch neue Haushaltsdefizite hinausgezögert.”

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Verbraucherpreise im November 2019 um 1,1 % gestiegen

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im November 2019 um 1,1 % höher als im November 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – im Oktober 2019 ebenfalls bei +1,1 % gelegen.

Preise für Mineralölprodukte dämpfen die Inflationsrate weiterhin
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.12.2019

Verbraucherpreisindex, November 2019

  • +1,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • -0,8 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, November 2019

  • +1,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • -0,8 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im November 2019 um 1,1 % höher als im November 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – im Oktober 2019 ebenfalls bei +1,1 % gelegen. Im Vormonatsvergleich zum Oktober 2019 sanken die Verbraucherpreise im November 2019 deutlich um 0,8 %.

Energieprodukte verbilligten sich von November 2018 bis November 2019 um 3,7 %. Der Preisrückgang bei Energie hat sich damit erneut verstärkt (Oktober 2019: -2,1 %; September 2019: -1,1 %). Vor allem die Preisentwicklung bei Mineralölprodukten wirkte sich im November 2019 dämpfend auf die Inflationsrate aus: Sowohl die Preise für leichtes Heizöl (-21,9 %) als auch für Kraftstoffe (-10,3 %) gingen erheblich zurück. Dennoch verteuerten sich einige Energieprodukte binnen Jahresfrist deutlich (zum Beispiel Erdgas: +5,1 %; Strom: +3,9 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im November 2019 bei +1,6 % gelegen, ohne Berücksichtigung der Preise für Mineralölprodukte sogar bei +1,7 %.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im November 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat mit +1,8 % überdurchschnittlich. Teurer als ein Jahr zuvor waren unter anderem Fleisch und Fleischwaren (+4,6 %), Obst (+4,0 %) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,5 %). Die Preise für Speiseöle und Speisefette (-8,3 %) gingen hingegen deutlich zurück.

Die Preise für Waren insgesamt lagen im November 2019 nur um 0,1 % höher als im Vorjahresmonat. Neben der Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln (+1,8 %) verteuerten sich unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+5,0 %) sowie Tabakwaren (+4,3 %). Günstiger wurden neben den Mineralölprodukten (-12,6 %) insbesondere Geräte der Informationsverarbeitung (-6,7 %), Telefone (-5,5 %) und Geräte der Unterhaltungselektronik (-4,8 %).

Im Vergleich zu den Waren (+0,1 %) erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im November 2019 binnen Jahresfrist mit +1,8 % deutlich stärker. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Einige Dienstleistungen verteuerten sich noch stärker, zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+4,9 %) sowie Gaststättendienstleistungen (+3,0 %). Günstiger wurden unter anderem Telekommunikationsdienstleistungen (-0,5 %).

Veränderung im November 2019 gegenüber dem Vormonat Oktober 2019

Im Vergleich zum Oktober 2019 sank der Verbraucherpreisindex im November 2019 um 0,8 %. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang war der saisonbedingte Preisrückgang bei Pauschalreisen (-28,1 %). Die Preise für Energie insgesamt sanken leicht um 0,1 %.

Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt stiegen hingegen im November 2019 gegenüber dem Vormonat um 0,5 %. Teurer als im Vormonat waren zum Beispiel Gemüse (+1,9 %) sowie Speisefette und Speiseöle (+1,5 %).

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im November 2019 um 1,2 % über dem Stand von November 2018. Im Vergleich zum Oktober 2019 sank der HVPI im November 2019 um 0,8 %.

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Januar bis September 2019: 2,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr

Von Januar bis September 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 14.381 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,3 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Zeitraum Januar bis September 2019 mit 48.764 Fällen um 4,8 % niedriger als in den ersten neun Monaten 2018.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.12.2019

 

Von Januar bis September 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 14.381 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,3 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Zeitraum Januar bis September 2019 mit 48.764 Fällen um 4,8 % niedriger als in den ersten neun Monaten 2018. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen betrug die Gesamtzahl der Insolvenzen 80.249 Fälle, das waren 3,5 % weniger als von Januar bis September 2018.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es von Januar bis September 2019 mit 2.475 Fällen im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen; Januar bis September 2018: 2.525). Unternehmen des Baugewerbes stellten 2.386 Insolvenzanträge (Januar bis September 2018: 2.555). Im Gastgewerbe wurden 1.688 (Januar bis September 2018: 1.714) gemeldet und im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 1.520 (Januar bis September 2018: 1.503) Insolvenzanträge.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für den Zeitraum Januar bis September 2019 auf rund 15,5 Milliarden Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatten sie bei rund 17,6 Milliarden Euro gelegen.

Im September 2019 wurden 1.507 Insolvenzen von Unternehmen (+1,1 % gegenüber September 2018) und 5.008 Insolvenzen von Verbrauchern (-3,9 %) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 8.468 Insolvenzen, das waren 1,9 % mehr als im September 2018.

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Erneuter Anstieg der Konjunkturerwartungen

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im Dezember 2019 erneut stark an. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich in der aktuellen Umfrage ebenfalls verbessert.

ZEW, Pressemitteilung vom 10.12.2019

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im Dezember 2019 erneut stark an. Der neue Wert der Konjunkturerwartungen liegt bei 10,7 Punkten, 12,8 Punkte höher als im Vormonat und 33,5 Punkte höher als im Oktober. Der Indikatorwert erreicht damit den höchsten Wert seit Februar 2018. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich in der aktuellen Umfrage ebenfalls verbessert. Der neue Wert liegt bei minus 19,9 Punkten und damit 4,8 Punkte oberhalb des Wertes vom November.

“Die erneute erhebliche Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen ist auf den ersten Blick überraschend. Sie basiert auf der Hoffnung, dass sich die deutschen Exporte und der private Konsum besser entwickeln werden als bisher gedacht. Diese Hoffnung wird gestützt von einem höher als erwarteten Außenhandelsüberschuss für Deutschland im Oktober, einem relativ robusten Konjunkturwachstum in der EU im dritten Quartal sowie einem stabilen deutschen Arbeitsmarkt. Die eher ungünstigen Zahlen für Industrieproduktion und Auftragseingänge für Oktober zeigen jedoch, dass die Konjunktur noch immer recht fragil ist”, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls erneut spürbar an. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im Dezember bei 11,2 Punkten. Dies sind 12,2 Punkte mehr als im Vormonat. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet steigt um 4,9 Punkte ebenfalls erneut deutlich an. Der neue Wert des Indikators beträgt damit minus 14,7 Punkte.

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Deutsche Exporte im Oktober 2019 um 1,9 % gestiegen

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Exporte deutlich gesteigert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren die deutschen Exporte im Oktober 2019 um 1,9 % höher und die Importe um 0,6 % niedriger als im Oktober 2018.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.12.2019

Exporte, Oktober 2019

  • 119,5 Milliarden Euro
  • +1,2 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +1,9 % zum Vorjahresmonat

Importe, Oktober 2019

  • 98,0 Milliarden Euro
  • 0,0 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -0,6 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, Oktober 2019

  • 21,5 Milliarden Euro
  • 20,6 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Oktober 2019

  • 22,7 Milliarden Euro

Im Oktober 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 119,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 98,0 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Oktober 2019 um 1,9 % höher und die Importe um 0,6 % niedriger als im Oktober 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat September 2019 um 1,2 % zu, die Importe blieben nahezu unverändert.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2019 mit einem Überschuss von 21,5 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +18,7 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Oktober 2019 bei 20,6 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+22,5 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-4,3 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+9,0 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,5 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Oktober 2019 mit einem Überschuss von 22,7 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 20,3 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 70,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 55,2 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Oktober 2018 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 0,1 %, die Importe aus diesen Ländern nahmen um 0,2 % ab. In die Länder der Eurozone wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 43,8 Milliarden Euro (-0,9 %) exportiert und Waren im Wert von 35,5 Milliarden Euro (+0,1 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 26,2 Milliarden Euro (+1,7 %) exportiert und Waren im Wert von 19,6 Milliarden Euro (-0,7 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 49,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 42,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Oktober 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 4,6 % zu, die Importe von dort sanken um 1,0 %.

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Arbeitskosten im 3. Quartal 2019 um 3,1 % gestiegen

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom 3. Quartal 2018 zum 3. Quartal 2019 um 3,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 %.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.12.2019

Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde, 3. Quartal 2019

  • +0,9 % zum Vorquartal (saison- und kalenderbereinigt)
  • +3,1 % zum Vorjahresquartal (kalenderbereinigt)

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom 3. Quartal 2018 zum 3. Quartal 2019 kalenderbereinigt um 3,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,9 %.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im 3. Quartal 2019 im Vergleich zum 3. Quartal 2018 kalenderbereinigt um 3,1 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,9 %.

Dem internationalen Vergleich mit den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) liegt der Bereich des Produzierenden Gewerbes und der wirtschaftlichen Dienstleistungen zugrunde. Hierbei sind unter anderem der öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen nicht enthalten. Für das 2. Quartal 2019 liegen für alle Mitgliedstaaten der EU Veränderungsraten der Arbeitskosten vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich eine Stunde Arbeit in Deutschland im Vergleich zum 2. Quartal 2018 kalenderbereinigt um 2,7 %. Damit lag Deutschland in diesem Zeitraum etwas unter dem EU-weiten durchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten von 3,1 %. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Rumänien (+12,4 %) und Bulgarien (+11,0 %) auf. Dies sind allerdings auch die beiden Länder mit den niedrigsten Arbeitskostenniveaus. In Portugal gab es mit 0,9 % die EU-weit niedrigste Steigerung. Im Nachbarland Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit 2,0 % niedriger aus als in Deutschland.

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Oktober 2019

Wie das BMWi mitteilte, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1,7 % gesunken. Dabei ging der Output in der Industrie und im Baugewerbe um 1,7 % bzw. 2,8 % zurück, während sich die Erzeugung im Energiegewerbe um 2,3 % erhöhte.

BMWi, Pressemitteilung vom 06.12.2019

 

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1,7 % gesunken. Dabei ging der Output in der Industrie und im Baugewerbe um 1,7 % bzw. 2,8 % zurück, während sich die Erzeugung im Energiegewerbe um 2,3 % erhöhte. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Produzenten von Vorleistungs- und Konsumgütern Zuwächse von 1,0 bzw. 0,3 %. Der Investitionsgüterbereich verbuchte dagegen ein Minus von 4,4 %.

Im Zweimonatsvergleich September/Oktober gegenüber Juli/August ergab sich im Produzierenden Gewerbe insgesamt ein Rückgang um 1,1 %. Das Bau- und das Energiegewerbe verzeichneten ein Wachstum von 0,7 % bzw. 1,2 %. Die Industrie hingegen fuhr ihren Ausstoß um 1,7 % zurück, wobei vor allem die Erzeugung in der Kfz-Industrie und im Maschinenbau zu Buche schlugen (-2,9 % bzw. -2,2 %).

Die Konjunkturschwäche in der Industrie hält an. Die aktuellen Entwicklungen bei den Auftragseingängen und den Geschäftserwartungen deuten aber darauf hin, dass sich in den kommenden Monaten eine Stabilisierungstendenz ergeben könnte. Die Baukonjunktur läuft bei monatlichen Schwankungen weiterhin auf hohen Touren.

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