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0,6 % mehr Unternehmensinsolvenzen im August 2019 als im Vorjahr
0,6 % mehr Unternehmensinsolvenzen im August 2019 als im Vorjahr
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.11.2019
Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im August 2019 mit 280 Fällen (August 2018: 273) im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Unternehmen des Baugewerbes stellten 266 Insolvenzanträge (August 2018: 267). Im Gastgewerbe wurden 193 (August 2018: 182) und im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 168 Insolvenzanträge gemeldet (August 2018: 175).
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für August 2019 auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Im August 2018 hatten sie bei 2,3 Milliarden Euro gelegen.
Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.178 übrige Schuldner im August 2019 Insolvenz an (-6,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.239 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.594 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.
Auf Basis der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2019 mit rund 19.300 Unternehmensinsolvenzen (2018: 19.302). Weiterhin werden rund 65.600 Verbraucherinsolvenzen für das Jahr 2019 erwartet (2018: 67.597). Die Gesamtzahl der Insolvenzen für das Jahr 2019 wird voraussichtlich bei rund 107.600 Fällen liegen (2018: 109.584).
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes.
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Rezessionswahrscheinlichkeit spürbar rückläufig
Rezessionswahrscheinlichkeit spürbar rückläufig
Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 14.11.2019
Der Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit basiert nach Analyse des IMK in erster Linie auf der Belebung bei den Auftragseingängen aus dem In- und Ausland. Auch das Exportwachstum fiel zuletzt kräftiger aus als erwartet, und die Aktienkurse waren nach Entspannungssignalen im Handelskonflikt der USA mit China aufwärtsgerichtet. Die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen für Unternehmen wirkten ebenfalls positiv auf den Indikator.
Die Forscher warnen davor, die Aufhellung schon als Trendwende zum Besseren zu interpretieren. Die weltwirtschaftliche Lage bleibe trotz einiger positiver Signale aus der US-Regierung fragil. Sollten die aktuell vorherrschenden positiveren Erwartungen enttäuscht werden, etwa durch eine Zuspitzung im Handelskonflikt der USA mit der EU, „droht ein „konjunktureller Rückprall“, sagt IMK-Experte Dr. Thomas Theobald. Vielmehr stünden die neuen Ergebnisse im Einklang mit der aktuellen Konjunkturprognose des IMK, nach der das durchschnittliche Wachstum der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr nur knapp oberhalb der Stagnationsschwelle liegen dürfte, wenn man um die höhere Zahl der Arbeitstage bereinigt.
Gleichwohl sei der aktuelle Trend positiv, betont Prof. Dr. Sebastian Dullien, der Wissenschaftliche Direktor des IMK: „Die aktuellen Daten zeigen die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft dank der kräftigen Inlandsnachfrage“, so Dullien. „Ohne den kräftigen Konsum, den boomenden Wohnungsbau und die steigenden Staatsausgaben wäre Deutschland angesichts der Industrieschwäche längst in einer tiefen Rezession mit spürbaren Jobverlusten.“
In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.
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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2019
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2019
BMWi, Pressemitteilung vom 14.11.2019
- Die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Wirtschaft hat im dritten Quartal leicht zugenommen. Das Wachstum bleibt aber weiterhin schwach. Die Indikatoren signalisieren noch keine konjunkturelle Erholung, aber die Geschäftsklimaindikatoren senden erste Hoffnungsschimmer.
- Die Produktion in der Industrie ist tendenziell weiter rückläufig, die Bauproduktion bewegt sich auf hohem Niveau und die Dienstleistungen expandieren. Die industriellen Auftragseingänge lassen auf eine Bodenbildung hoffen.
- Die deutschen Ausfuhren haben im dritten Quartal deutlich zugenommen, während die Einfuhren stagnierten.
- Am Arbeitsmarkt erfolgte der Beschäftigungsaufbau konjunkturbedingt langsamer und die Arbeitslosigkeit hat sich von niedrigem Niveau aus leicht erhöht.
Die Konjunktur in Deutschland verläuft weiterhin gedämpft. Im dritten Quartal stieg die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,1 % gegenüber dem Vormonat an. Zuvor war sie im ersten Quartal 2019 unterstützt durch Sondereffekte aufwärts revidiert um 0,5 % gestiegen und im zweiten Quartal abwärts revidiert um 0,2 % zurückgegangen. Die deutsche Wirtschaft ist auch im dritten Quartal weiterhin gekennzeichnet durch einen Abschwung in der Industrie, dem eine florierende Baukonjunktur und solide wachsende Dienstleistungen gegenüberstehen. Auf der Verwendungsseite waren zunehmende private und staatliche Konsumausgaben, steigende Bauinvestitionen sowie ein positiver Wachstumsbeitrag des Außenhandels zu verbuchen. Die einschlägigen Konjunkturindikatoren deuten noch nicht auf eine grundlegende Veränderung der konjunkturellen Situation hin, es gibt aber erste leichte Hoffnungsschimmer. Von den Geschäftsklimaindikatoren, insbesondere den Erwartungskomponenten, kommen erste Anzeichen einer möglichen konjunkturellen Aufhellung. Hierzu würde eine Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfelds beitragen.
Die weltwirtschaftliche Dynamik wird weiterhin durch die Handelskonflikte und den Abschwung der globalen Industriekonjunktur gedämpft. Der Welthandel hat sich im Juli und August etwas belebt, sein Volumen ist aber weiterhin geringer als vor einem Jahr. Die globale Industrieproduktion tritt weiter mehr oder weniger auf der Stelle, wobei sich ein schwacher Anstieg in den aufstrebenden Volkswirtschaften und eine leichte Drosselung in den entwickelten Ländern in etwa ausgleichen. Derweil gab der zusammengesetzte globale Markit-Einkaufsmanagerindex im Oktober erneut nach, liegt dabei aber noch deutlich oberhalb seiner Wachstumsschwelle. Der Teilindex für die Industrie verbesserte sich allerdings den dritten Monat in Folge, weist aber noch ein niedriges Niveau auf. Angesichts der Indikatorenlage gehen die internationalen Organisationen für das laufende und kommende Jahr von einer zwar wenig dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte dem Welthandel etwas neuen Schwung verleihen.
Die schwachen Impulse aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld dämpfen grundsätzlich auch den deutschen Außenhandel. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sind von August auf September saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen dennoch um 1,7 % gestiegen. Im dritten Quartal ergab sich immerhin ein Plus von 1,1 %, das preisbereinigt noch etwas stärker ausgefallen sein dürfte. Mit einer merklichen Belebung der Ausfuhren in den kommenden Monaten rechnen die Unternehmen den ifo Exporterwartungen zufolge aber nicht. Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im September saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,8 % zu. Ungeachtet der robusten Binnenkonjunktur war im dritten Quartal lediglich Stagnation zu verzeichnen (+0,1 %). In realer Rechnung dürften die Importe in etwa auf dem Niveau des zweiten Quartals gelegen haben. Unter dem Strich ging im dritten Quartal damit vom Außenhandel ein spürbarer Impuls für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus.
Während die Baukonjunktur weiterhin floriert gibt es für die Industrie erste Anzeichen, die auf eine gewisse Stabilisierung hindeuten. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt verringerte sich im September um 0,6 %. Während die Herstellung in der Industrie um 1,3 % abnahm, verzeichnete das Baugewerbe eine Zunahme um 1,8 %. Im Quartalsvergleich ging die Herstellung im Verarbeitenden Gewerbe nochmals um 1,1 % zurück. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes verzeichneten alle drei Hauptgruppen Rückgänge. Die Entwicklungen bei den vorlaufenden Indikatoren zeigen Anzeichen für eine Bodenbildung. Die industriellen Auftragseingänge erhöhten sich im September um 1,3 % und lagen damit um 0,7 % über ihrem durchschnittlichen Wert im dritten Quartal. Außerdem blicken die Industrieunternehmen laut ifo spürbar weniger pessimistisch in die nähere Zukunft. Die konjunkturelle Grunddynamik im Verarbeitenden Gewerbe bleibt aber vorerst schwach.
Die privaten Konsumausgaben sind eine verlässliche Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Im September stagnierten die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz, die etwa ein Drittel der privaten Konsumausgaben ausmachen, im Vormonatsvergleich nahezu (+0,1 %). Im gesamten dritten Quartal nahmen sie aber um 0,6 % zu. Die Neuzulassungen von Pkw erhöhten sich im dritten Quartal um 3,5 %. Auch die Umsätze des Kfz-Handels lagen in den vorliegenden Monaten Juli und August merklich über dem Umsatzdurchschnitt des Vorquartals. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist per Saldo weiterhin positiv, auch wenn es im Oktober leicht nachgab.
Die seit Februar zu beobachtende Abschwächung des Beschäftigungsaufbaus setzte sich im September fort. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vormonat betrug saisonbereinigt nur 10.000 Personen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr hat sich binnen 1 ½ Jahren auf 338.000 Personen (Ursprungzahlen) in etwa halbiert. Auch der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung war im August mit einem Anstieg um saisonbereinigt 27.000 Personen gegenüber dem Vormonat eher gering. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Oktober um 6.000 Personen. In Ursprungszahlen ging sie im Zuge der Herbstbelebung aber auf rund 2,2 Mio. Personen zurück. Sie lag, wenn auch nur geringfügig, erstmals seit Ende 2013 über ihrem Vorjahresniveau. Die Unterbeschäftigung hingegen verringerte sich im Oktober um 4.000 Personen. Die Frühindikatoren signalisieren, dass sich der verlangsamte Beschäftigungsaufbau bei leicht steigender Arbeitslosigkeit fortsetzen dürfte.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BMWi.
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Digitalisierung sorgt für neue Geschäftsmodelle im Handel
Digitalisierung sorgt für neue Geschäftsmodelle im Handel
Bitkom, Pressemitteilung vom 13.11.2019
- Jedes zweite Unternehmen bietet neue Produkte oder Dienstleistungen an
- 4 von 10 Händlern verfolgen eine zentrale Strategie für die Digitalisierung
Beratung via Chat, Lieferung bis an die Haustür oder Click-and-Collect im Geschäft: Die Digitalisierung hat dem Handel online wie offline zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei geht es nicht nur um einzelne Services, die den Kunden angeboten werden, sondern auch um die Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle. So bietet mehr als jedes zweite Handelsunternehmen in Deutschland (53 Prozent) infolge der Digitalisierung komplett neue Produkte bzw. Dienstleistungen an. 6 von 10 Unternehmen (63 Prozent) haben ihren Service deutlich verändert, um den Kunden eine nahtlose und kanalübergreifende Kommunikation zu ermöglichen. 41 Prozent prognostizieren, ihr Umsatz werde infolge der Digitalisierung langfristig stark wachsen. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom von 504 stationär und online tätigen Groß- und Einzelhändlern in Deutschland ergeben. Demnach geben außerdem 56 Prozent an, infolge der Digitalisierung neue Kunden hinzugewonnen zu haben. Ein Drittel (36 Prozent) konnte das eigene Geschäft ins Ausland erweitern.
„Die Ansprüche der Kunden haben sich mit der Digitalisierung massiv verändert – nicht nur beim Online-Shopping, sondern auch in stationären Ladengeschäften, wo zunehmend smarte und digitale Services erwartet werden. Wichtig ist, dass der Handel mit diesen Erwartungen Schritt hält“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Viele Unternehmen haben diese Notwendigkeit bereits erkannt. Händler, die bislang noch nicht aktiv wurden, sollten ihr Geschäftsmodell jetzt dringend auf den digitalen Prüfstand stellen. Dadurch werden die Unternehmen nicht nur serviceorientierter, sie bleiben vor allem wettbewerbsfähig – auch international.“ Immerhin 4 von 10 Unternehmen (40 Prozent) verfolgen eine zentrale Strategie für die Bewältigung des digitalen Wandels. Weitere 30 Prozent verfügen in einzelnen Unternehmensbereichen über eine entsprechende Strategie. 27 Prozent geben jedoch an, keinerlei Strategie für die Digitalisierung ihres Unternehmens zu haben. „Digitalisierung erfordert finanzielle und personelle Anstrengungen, aber es lohnt sich“, so Rohleder.
Jedes zweite Unternehmen (51 Prozent), das ganz oder teilweise eine Digitalisierungsstrategie verfolgt, hat diese in Kooperation mit mittelständischen oder großen IT-Unternehmen entwickelt. 41 Prozent geben in der Bitkom-Studie an, externe Berater, etwa von Unternehmensberatungen oder der Industrie- und Handelskammer, in Anspruch genommen zu haben. Jeder dritte Händler (32 Prozent) mit Digitalstrategie hat diese mit seinem eigenen Personal, etwa einem Chief Digital Officer, erarbeitet.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Bitkom.
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Verbraucherpreise im Oktober 2019 um 1,1 % höher als im Vorjahr
Verbraucherpreise im Oktober 2019 um 1,1 % höher als im Vorjahr
Preise für Mineralölprodukte dämpfen erneut die Inflationsrate
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.11.2019
Verbraucherpreisindex, Oktober 2019
- +1,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
- +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Oktober 2019
- +0,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
- +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Oktober 2019 um 1,1 % höher als im Oktober 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, schwächte sich die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – damit erneut ab (September 2019: +1,2 %). Im Vergleich zum Vormonat September 2019 stiegen die Verbraucherpreise im Oktober 2019 um 0,1 %.
Energieprodukte verbilligten sich von Oktober 2018 bis Oktober 2019 um 2,1 %. Der Preisrückgang bei Energie hat sich damit verstärkt (September2019: -1,1 %). Vor allem die Preisentwicklung bei Mineralölprodukten wirkte sich im Oktober 2019 dämpfend auf die Inflationsrate aus: Sowohl die Preise für leichtes Heizöl (-15,8 %) als auch für Kraftstoffe (-7,5 %) gingen erheblich zurück. Einige Energieprodukte verteuerten sich binnen Jahresfrist hingegen deutlich (zum Beispiel Erdgas: +5,1 %; Strom: +3,9 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Oktober 2019 bei +1,4 % gelegen, ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte sogar bei +1,6 %.
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Oktober 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um +1,1 %. Teurer als ein Jahr zuvor waren unter anderem Fleisch und Fleischwaren (+4,9 %), Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+3,3 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+2,6 %). Die Preise für Speiseöle und Speisefette (-11,6 %) gingen hingegen auffällig stark zurück. Auch für Gemüse (-2,8 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Jahresfrist weniger bezahlen.
Die Preise für Waren insgesamt lagen im Oktober 2019 um 0,4 % höher als im Vorjahresmonat. Neben der eher moderaten Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln (+1,1 %) verteuerten sich unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+5,1 %) sowie Tabakwaren (+4,1 %). Günstiger wurden neben den Mineralölprodukten (-9,1%) insbesondere Geräte der Informationsverarbeitung (-7,1 %), der Unterhaltungselektronik (-5,4 %) und Telefone (-5,1 %).
Im Vergleich zu den Waren (+0,4 %) erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im Oktober 2019 binnen Jahresfrist mit +1,7 % deutlich stärker. Die Preisentwicklung für Dienstleistungen wirkte somit erhöhend auf die Inflationsrate. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Stärker verteuerten sich zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,0 %), Friseurleistungen und andere Leistungen für Körperpflege (+3,0 %) sowie Gaststättendienstleistungen (+2,8 %). Einige Dienstleistungen wurden auch günstiger, unter anderem Telekommunikationsdienstleistungen (-0,5 %).
Veränderung im Oktober 2019 gegenüber dem Vormonat September 2019
Im Vergleich zum September 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Oktober 2019 nur gering um 0,1 %. Preiserhöhungen im Vormonatsvergleich gab es zum Beispiel bei Schuhen und Schuhzubehör (+2,3 %) sowie Bekleidungsartikeln (+0,9 %). Die Preise für Energie insgesamt sanken gering um 0,1 %, insbesondere wurde leichtes Heizöl günstiger (-0,8 %).
Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt gingen im Oktober 2019 gegenüber dem Vormonat um 0,4 % zurück. Binnen Monatsfrist wurde vor allem Gemüse (-3,8 %) preiswerter.
Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland
Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Oktober 2019 um 0,9 % über dem Stand von Oktober 2018. Im Vergleich zum September 2019 stieg der HVPI im Oktober 2019 um 0,1 %.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes.
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Starker Anstieg der Konjunkturerwartungen
ZEW-Indikator liegt bei minus 2,1 Punkten
Starker Anstieg der Konjunkturerwartungen
ZEW, Pressemitteilung vom 12.11.2019
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im November 2019 sehr stark an. Der neue Wert der Konjunkturerwartungen liegt bei minus 2,1 Punkten und ist damit 20,7 Punkte höher als im Vormonat. In der aktuellen Umfrage hat sich die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland um 0,6 Punkte erneut leicht verbessert. Der neue Wert des Lageindikators beträgt minus 24,7 Punkte.
„Die Hoffnung steigt, dass sich das internationale wirtschaftspolitische Umfeld in der näheren Zukunft verbessern wird. Dies ist der Grund für den starken Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen im November. Die Chancen auf ein Abkommen zwischen Großbritannien und der EU und damit auf einen geregelten Austritt Großbritanniens sind inzwischen erkennbar größer geworden. Hinzu kommt, dass Strafzölle auf Autoimporte aus der EU in die Vereinigten Staaten weniger wahrscheinlich sind als vor einigen Wochen. Auch eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint etwas näher zu rücken“, ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.
Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen ebenfalls ganz erheblich. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im November bei minus 1,0 Punkten. Dies sind 22,5 Punkte mehr als im Oktober. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet steigt um 6,8 Punkte deutlich an. Der neue Wert des Indikators beträgt minus 19,6 Punkte.
Die Erwartungen zur Inflationsentwicklung und zu den kurzfristigen Zinsen im Eurogebiet sind ebenfalls stark gestiegen. Der Inflationsindikator liegt aktuell bei 12,2 Punkten, 11,2 Punkte mehr als im Vormonat. Der Indikator für die Erwartungen zu den kurzfristigen Zinsen steigt um 13,4 Punkte auf einen Stand von minus 11,7 Punkten. Allerdings rechnet die Mehrheit von 84,1 Prozent der Teilnehmer/-innen mit unveränderten Zinsen auf Sicht von sechs Monaten.
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Erneut Eintrübung des ifo Weltwirtschaftsklimas
Erneut Eintrübung des ifo Weltwirtschaftsklimas
ifo Institut, Pressemitteilung vom 11.11.2019
Die Experten erwarten ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, einen schwächeren privaten Konsum und eine niedrigere Investitionstätigkeit. Gegenüber dem Frühjahr stiegen jeweils die Anteile der Experten merklich, die die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sowie die Innovationstätigkeit als unzureichend bewerten.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des ifo Instituts.
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Deutsche Exporte im September 2019 um 4,6 % gestiegen
Deutsche Exporte im September 2019 um 4,6 % gestiegen
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.11.2019
Exporte, September 2019
- 114,2 Milliarden Euro
- +1,5 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
- +4,6 % zum Vorjahresmonat
Importe, September 2019
- 93,0 Milliarden Euro
- +1,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
- +2,3 % zum Vorjahresmonat
Außenhandelsbilanz, September 2019:
- 21,1 Milliarden Euro
- 19,2 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)
Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, September 2019
- 25,5 Milliarden Euro
Im September 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 114,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 93,0 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im September 2019 um 4,6 % und die Importe um 2,3 % höher als im September 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat August 2019 um 1,5 % und die Importe um 1,3 % zu.
Die Außenhandelsbilanz schloss im September 2019 mit einem Überschuss von 21,1 Milliarden Euro ab. Im September 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +18,2 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im September 2019 bei 19,2 Milliarden Euro.
Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+22,9 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-3,2 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+9,2 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,4 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im September 2019 mit einem Überschuss von 25,5 Milliarden Euro ab. Im September 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 18,9 Milliarden Euro ausgewiesen.
In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im September 2019 Waren im Wert von 68,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,6 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber September 2018 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 5,6 % und die Importe aus diesen Ländern um 2,1 %. In die Länder der Eurozone wurden im September 2019 Waren im Wert von 43,0 Milliarden Euro (+4,8 %) exportiert und Waren im Wert von 34,4 Milliarden Euro (+1,4 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September 2019 Waren im Wert von 25,4 Milliarden Euro (+7,0 %) exportiert und Waren im Wert von 19,2 Milliarden Euro (+3,3 %) von dort importiert.
In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im September 2019 Waren im Wert von 45,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 39,4 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber September 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 3,2 % zu, die Importe von dort stiegen um 2,5 %.
Die Ergebnisse des Berichtsjahres 2018 sind nun endgültig.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes.
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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im September 2019
Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im September 2019
BMWi, Pressemitteilung vom 07.11.2019
Für das dritte Quartal ergibt sich ein ähnliches Bild. Der Rückgang der Industrieproduktion (-1,1 %) im Vergleich zum Vorquartal hat sich leicht abgeschwächt. Die Bauproduktion bleibt auf dem Niveau des Vorquartals (0,0 %). Die industrielle Schwächephase ist über die Wirtschaftszweige breit verteilt. Zurückgefahren wurde die Erzeugung in gewichtigen Bereichen wie Chemie (-2,3 %), Metallerzeugnisse (-1,6 %), elektrische Ausrüstungen (-2,2 %), Maschinenbau (-0,8 %) oder Kfz und Kfz-Teile (-2,8 %).
Die Schwäche der Industriekonjunktur ist noch nicht überwunden. Die aktuelle leichte Besserung bei den Auftragseingängen und den Geschäftserwartungen haben den Ausblick auf das vierte Quartal aber ein wenig aufgehellt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BMWi.
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