Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2019 um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal gesunken

Das reale (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt in Deutschland war im 2. Quartal 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % niedriger als im 1. Quartal 2019. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich die deutsche Wirtschaftsleistung somit etwas abgeschwächt.

Wirtschaftliche Leistung

Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2019 um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal gesunken

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.08.2019

Bruttoinlandsprodukt (BIP), 2. Quartal 2019

  • -0,1 % zum Vorquartal (real, saison- und kalenderbereinigt)
  • 0,0 % zum Vorjahresquartal (real)
  • +0,4 % zum Vorjahresquartal (real und kalenderbereinigt)

Das reale (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt in Deutschland war im 2. Quartal 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % niedriger als im 1. Quartal 2019. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hat sich die deutsche Wirtschaftsleistung somit etwas abgeschwächt. Im 1. Quartal 2019 hatte es noch einen Anstieg von 0,4 % zum 4. Quartal 2018 gegeben.

Konsum und Investitionen stützen die Konjunktur, Außenbeitrag bremst das Wachstum

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (real, saison- und kalenderbereinigt) nach vorläufigen Berechnungen aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben waren höher als im 1. Quartal, und auch der Staat steigerte seine Konsumausgaben. Daneben wurde mehr investiert als im 1. Quartal, wobei die Bauinvestitionen rückläufig waren. Die außenwirtschaftliche Entwicklung bremste das Wirtschaftswachstum, da die Exporte im Vergleich zum Vorquartal stärker zurückgingen als die Importe.

Im Vorjahresvergleich stagnierte das reale BIP. Bereinigt um den Kalendereffekt ergibt sich ein Anstieg um 0,4 %, da im 2. Quartal 2019 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor. Im 1. Quartal 2019 hatte das reale BIP um 0,8 % (kalenderbereinigt: 0,9 %) höher gelegen als im Vorjahresquartal.

Die Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2019 wurde von 45,2 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 435.000 Personen oder 1,0 % mehr als ein Jahr zuvor.

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ZEW-Konjunkturerwartungen: Erhebliche Verschlechterung des Ausblicks

Die ZEW-Konjunkturerwartungen zeigen einen erheblich verschlechterten Ausblick für die deutsche Konjunktur. Die erneute Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, das damit verbundene Risiko eines globalen Abwertungswettlaufs sowie die gestiegene Wahrscheinlichkeit für einen No-Deal-Brexit treffen auf ein ohnehin abgeschwächtes Wirtschaftswachstum. Die Entwicklung der deutschen Exporte und der Industrieproduktion dürfte sich lt. ZEW weiter verschlechtern.

ZEW-Konjunkturerwartungen: Erhebliche Verschlechterung des Ausblicks

ZEW, Pressemitteilung vom 13.08.2019

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen im August 2019 erneut stark zurück. Sie liegen aktuell bei minus 44,1 Punkten. Dies entspricht einem Rückgang um 19,6 Punkte. Der langfristige Durchschnitt der ZEW-Konjunkturerwartungen beträgt 21,6 Punkte. Die ZEW-Konjunkturerwartungen weisen damit den niedrigsten Stand seit Dezember 2011 auf. Im gleichen Zeitraum hat sich auch die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland um 12,4 Punkte deutlich verschlechtert. Der neue Wert für den Lageindikator beträgt damit im August minus 13,5 Punkte.„Die ZEW-Konjunkturerwartungen zeigen einen erheblich verschlechterten Ausblick für die deutsche Konjunktur. Die erneute Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, das damit verbundene Risiko eines globalen Abwertungswettlaufs sowie die gestiegene Wahrscheinlichkeit für einen No-Deal-Brexit treffen auf ein ohnehin abgeschwächtes Wirtschaftswachstum. Die Entwicklung der deutschen Exporte und der Industrieproduktion dürfte sich weiter verschlechtern“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sinken ebenfalls sehr stark. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt im August bei minus 43,6 Punkten. Dies sind 23,3 Punkte weniger als im Vormonat. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt um 3,9 Punkte und liegt aktuell bei minus 14,5 Punkten.

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Verbraucherpreise Juli 2019: +1,7 % gegenüber Juli 2018

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juli 2019 um 1,7 % höher als im Juli 2018. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, zog damit die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – leicht an (Juni 2019: +1,6 %). Im Vergleich zum Vormonat Juni 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2019 um 0,5 %.

Verbraucherpreise Juli 2019: +1,7 % gegenüber Juli 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.08.2019

Verbraucherpreisindex, Juli 2019

  • +1,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,5 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juli 2019

  • +1,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,4 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juli 2019 um 1,7 % höher als im Juli 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, zog damit die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – leicht an (Juni 2019: +1,6 %). Im Vergleich zum Vormonat Juni 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2019 um 0,5 %.

Energieprodukte verteuerten sich von Juli 2018 bis Juli 2019 um 2,4 % (Juni 2019: +2,5 %) überdurchschnittlich und wirkten sich damit – wie im Vormonat – erhöhend auf die Inflationsrate aus. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren Fernwärme (+4,8 %), Erdgas (+4,4 %) und Strom (+3,8 %). Die Preise für Kraftstoffe insgesamt erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat kaum (+0,2 %), die Preise für leichtes Heizöl gingen im gleichen Zeitraum sogar leicht zurück (-0,5 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Juli 2019 bei +1,5 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Juli 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat mit +2,1 % überdurchschnittlich. Der Preisauftrieb hat sich damit gegenüber dem Vormonat deutlich verstärkt (Juni 2019: +1,2 %). Erheblich teurer als ein Jahr zuvor war im Juli 2019 Gemüse (+11,0 %). Weitere deutliche Preiserhöhungen gab es bei Fleisch und Fleischwaren sowie bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (jeweils: +3,6 %). Den Preisanstiegen standen wenige starke Preisrückgänge gegenüber (zum Beispiel Speiseölen und Speisefette: -10,1 %; Obst: -4,5 %).

Die Preise für Waren insgesamt lagen im Juli 2019 um 1,8 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Neben den Preiserhöhungen bei den Energieprodukten (+2,4 %) und Nahrungsmitteln (+2,1 %) verteuerten sich unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+5,0 %), Bekleidungsartikel (+3,8 %) sowie Tabakwaren (+3,2 %) deutlich. Andere Waren wurden hingegen günstiger, insbesondere Telefone (-8,1 %) und Geräte der Unterhaltungselektronik (-4,5 %).

Im Vergleich zu den Waren erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im Juli 2019 binnen Jahresfrist mit +1,5 % etwas schwächer. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Deutlich stärker verteuerten sich zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,5 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+4,7 %) sowie Gaststättendienstleistungen in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+2,8 %). Einige Dienstleistungen waren auch günstiger, unter anderem Bildungsdienstleistungen des Elementarbereichs (-12,5 %). Der starke Preisrückgang im Bildungswesen ergibt sich insbesondere durch die Reduzierung der Kinderbetreuungskosten in einigen Bundesländern.

Veränderung im Juli 2019 gegenüber dem Vormonat Juni 2019

Im Vergleich zum Juni 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2019 um 0,5 %. Im Ferienmonat Juli zogen vor allem die Preise für Pauschalreisen (+15,1 %) und die Flugtickets (+6,1 %) an. Nennenswert ist der Preisanstieg bei Briefdienstleistungen mit +10,6 % infolge des seit dem 1. Juli 2019 gültigen neuen Porto für Brief und Postkarte.

Etwas teurer als im Juni 2019 waren im Juli 2019 Nahrungsmittel insgesamt (+0,4 %)

Energie insgesamt verbilligte sich hingegen im Vergleich zum Vormonat leicht (-0,2 %), unter anderem standen den Preisrückgängen bei Kraftstoffen (-1,1 %) Preisanstiege bei leichtem Heizöl (+2,2 %) gegenüber. Deutlich günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher waren Bekleidung und Schuhe (-3,4 %). Diese Entwicklung erklärt sich vorrangig durch saisonale Preisnachlässe für Sommerartikel.

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Juli 2019 um 1,1 % über dem Stand von Juli 2018, nach 1,5 % im Juni 2019. Die starke Abweichung der Inflationsrate für Juli 2019 zwischen HVPI und VPI von 0,6 Prozentpunkten resultiert aus einem methodischen Sondereffekt bei den Pauschalreisen im HVPI. Im Vergleich zum Juni 2019 stieg der HVPI im Juli 2019 um 0,4 %.

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ifo Weltwirtschaftsklima verschlechtert

Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich eingetrübt. Der Indikator fiel im dritten Quartal von -2,4 auf -10,1 Punkte. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen verschlechterten sich deutlich. Die Verschärfung des Handelskonflikts belastet die Weltkonjunktur beträchtlich.

3. Quartal 2019

ifo Weltwirtschaftsklima verschlechtert

ifo Institut, Pressemitteilung vom 12.08.2019

Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich eingetrübt. Der Indikator fiel im dritten Quartal von -2,4 auf -10,1 Punkte. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen verschlechterten sich deutlich. Die Verschärfung des Handelskonflikts belastet die Weltkonjunktur beträchtlich.Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich in allen Regionen. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern revidierten die Experten sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen nach unten. In Lateinamerika, in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten und im Nahen Osten und Nordafrika fiel dagegen nur die Lagebeurteilung ungünstiger aus, während die Einschätzungen für die kommenden Monate in etwa unverändert blieben.

Die Experten erwarten ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels. Die Handelserwartungen liegen auf dem niedrigsten Niveau seit Ausbruch des Handelskonflikts im vergangenen Jahr. Die Befragten erwarten zudem einen schwächeren privaten Konsum, eine niedrigere Investitionstätigkeit und rückläufige kurz- und langfristige Zinsen.

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Öffentliche Verwaltung wirtschaftsfreundlich und umfassend digitalisieren

Bis Ende 2020 müssen Bund, Länder und Kommunen ihre Verwaltungsdienste auch online zur Verfügung stellen, das sieht das Onlinezugangsgesetz vor. Wirtschaftsfreundlich umgesetzt, kann das Gesetz dazu beitragen, Bürokratielasten zu minimieren und Verfahren zu beschleunigen. Der DIHK fordert einen nutzerorientierten Zugang für die Unternehmen und eine flächendeckend einheitliche, durchgängige und medienbruchfreie Digitalisierung der Verwaltungsleistungen. Es gelte, ein gemeinsames Zielbild zu entwickeln und die Wirtschaft an Entscheidungen zu beteiligen.

Onlinezugangsgesetz

Öffentliche Verwaltung wirtschaftsfreundlich und umfassend digitalisieren

DIHK, Mitteilung vom 08.08.2019

Viele überregional tätige Unternehmen machen täglich die Erfahrung, dass sie dieselben Vorgänge bei einer Verwaltung vollständig digital abwickeln können – und bei einer anderen die Formulare ausdrucken und unterschreiben oder gar persönlich erscheinen müssen. Genehmigungsprozesse dauern häufig lange, sind komplex und bremsen so unternehmerisches Engagement. Die Digitalisierung ist sehr unterschiedlich vorangeschritten. Hier soll nun Abhilfe geschaffen werden. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsdienste auch online zur Verfügung zu stellen.

Digitalisierung konsequent als Hebel für Bürokratieabbau nutzen

Für die Unternehmen ist eine wirtschaftsfreundliche Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes wichtig. Denn die öffentliche Hand spielt eine wesentliche Rolle in vielen Wertschöpfungsketten – das Spektrum reicht von Baugenehmigungen bis hin zu Meldepflichten, etwa bei Anlagen im Umweltbereich. Die nun anstehende Digitalisierung vieler Verwaltungsprozesse ist ein Hebel, um zugleich bürokratische Belastungen für die Unternehmen zu minimieren und Verfahren zu beschleunigen. Das betrifft zum Beispiel den Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunknetze.

Nutzerorientierten Zugang für Unternehmen schaffen

Unternehmen benötigen insbesondere für komplexe Genehmigungen auch digital einen einheitlichen Ansprechpartner beziehungsweise Zugang zur Verwaltung. Sie sollten über eine Plattform alle Verwaltungsvorgänge mit einem Servicekonto abwickeln können, über das sie sich oder ihre jeweiligen Vertreter identifizieren können. Vorteil: Alle wichtigen Standarddaten wären hinterlegt. Dafür sollten Bund und Länder ihre Kräfte bündeln und von vornherein ein qualitativ hochwertiges einheitliches Servicekonto für Unternehmen einführen. Zudem gilt es, die Angebote so zu gestalten, dass den Anforderungen unterschiedlicher Nutzer – also beispielsweise von großen und kleinen Unternehmen – entsprochen wird: Webangebote sind für weniger häufige Vorgänge geeignet, technische Schnittstellen sind passend für eine automatisierte Verarbeitung bei Massenanwendungen.

Verwaltungsleistungen flächendeckend einheitlich digitalisieren

Dies alles sollte nicht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich umgesetzt werden, denn unternehmerisches Handeln macht nicht an den Landesgrenzen halt. Die öffentliche Hand hat sich auf ein arbeitsteiliges Vorgehen verständigt: Einige Bundesländer erarbeiten Lösungen für digitale Verwaltungsleistungen, die von den anderen übernommen werden können. Die Nachnutzung muss verbindlich sein. Ansonsten droht (wieder) ein Flickenteppich.

Gemeinsames Zielbild entwickeln und Wirtschaft an Entscheidungen beteiligen

Eine wirtschaftsfreundliche Umsetzung des OZG sollte auch durch die stärkere Einbindung der Wirtschaft sichergestellt werden. Diese sollte nicht nur – wie bereits praktiziert – an der Erarbeitung der Prozesse und Prototypen, sondern auch angemessen an politischen Entscheidungen zur Umsetzung beteiligt werden. Zuvor sollte ein gemeinsames Zielbild entwickelt werden. Dazu gehört auch die Verständigung auf die durchgängige medienbruchfreie Digitalisierung besonders wichtiger Verwaltungsleistungen. Ein solches Vorgehen würde auch die Akzeptanz und Verbreitung der Angebote erhöhen. Im Schnelldurchlauf ausnahmslos alle Verwaltungsleistungen auf Web-Portalen zu präsentieren, wäre zu kurz gesprungen, wenn die Unternehmen am Ende doch noch ein Formular ausdrucken und handschriftlich unterzeichnet an die Verwaltung schicken müssten.

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Deutsche Exporte im Juni 2019: -8,0 % zum Juni 2018

Im Juni 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 106,1 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 89,3 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Juni 2019 um 8,0 % und die Importe um 4,4 % niedriger als im Juni 2018.

Deutsche Exporte im Juni 2019: -8,0 % zum Juni 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.08.2019

Exporte, Juni 2019

  • 106,1 Milliarden Euro
  • -0,1 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -8,0 % zum Vorjahresmonat

Importe, Juni 2019

  • 89,3 Milliarden Euro
  • +0,5 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -4,4 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, Juni 2019

  • 16,8 Milliarden Euro
  • 18,1 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Juni 2019

  • 20,6 Milliarden Euro

Im Juni 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 106,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 89,3 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Juni 2019 um 8,0 % und die Importe um 4,4 % niedriger als im Juni 2018. Kalender- und saisonbereinigt sanken die Exporte gegenüber dem Vormonat Mai 2019 um 0,1 %, die Importe nahmen hingegen um 0,5 % zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Juni 2019 mit einem Überschuss von 16,8 Milliarden Euro ab. Im Juni 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +22,0 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Juni 2019 bei 18,1 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+18,1 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-2,9 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+8,8 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,3 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Juni 2019 mit einem Überschuss von 20,6 Milliarden Euro ab. Im Juni 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 24,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juni 2019 Waren im Wert von 63,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,3 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juni 2018 sanken die Exporte in die EU-Länder um 6,2 % und die Importe aus diesen Ländern um 1,1 %. In die Länder der Eurozone wurden im Juni 2019 Waren im Wert von 40,6 Milliarden Euro (-5,6 %) exportiert und Waren im Wert von 35,0 Milliarden Euro (-0,3 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juni 2019 Waren im Wert von 23,0 Milliarden Euro (-7,2 %) exportiert und Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro (-2,7 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juni 2019 Waren im Wert von 42,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 36,0 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juni 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 10,7 % ab, die Importe von dort sanken um 8,9 %.

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Mai 2019: 3,3 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Mai 2018

Im Mai 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.670 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,3 % mehr als im Mai 2018.

Mai 2019: 3,3 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Mai 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.08.2019

Im Mai 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.670 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,3 % mehr als im Mai 2018.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Mai 2019 mit 291 Fällen im Baugewerbe (Mai 2018: 259). Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) stellten 284 Insolvenzanträge (Mai 2018: 281). Im Gastgewerbe wurden 185 (Mai 2018: 182) und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 175 (Mai 2018: 168) Insolvenzanträge gemeldet.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Mai 2019 auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im Mai 2018 hatten sie bei knapp 1,9 Milliarden Euro gelegen.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.563 übrige Schuldner im Mai 2019 Insolvenz an (+1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.659 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.560 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Verbraucher- beziehungsweise ein Regelinsolvenzverfahren durchlaufen.

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Mittelstand im Abwärtstrend, Alarmstimmung in der Industrie

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland fällt lt. KfW im Juli um 2,1 Zähler auf 2,6 Saldenpunkte und setzt damit den im Vorjahr begonnenen steilen Abwärtstrend fort.

Mittelstand im Abwärtstrend, Alarmstimmung in der Industrie

KfW, Pressemitteilung vom 08.08.2019

  • Mittelständisches Geschäftsklima sinkt im Juli weiter
  • Industrie im Sturzflug
  • Konjunkturerholung rückt in die Ferne

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland fällt im Juli um 2,1 Zähler auf 2,6 Saldenpunkte und setzt damit den im Vorjahr begonnenen steilen Abwärtstrend fort. Beide Komponenten des Indikators gehen laut aktuellem KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zurück: Die mittelständische Geschäftslage erreicht nach einem Minus von 2,2 Zählern das noch recht solide Niveau von 14,8 Saldenpunkten. Die Geschäftserwartungen für die nächsten 6 Monate gehen um 2,1 Zähler zurück und sind mit -8,7 Saldenpunkten klar unterdurchschnittlich.

Bei den Großunternehmen ist die Stimmung mittlerweile alarmierend schlecht. Erwartungen und Lage stürzen im Juli um 4,4 beziehungsweise 7,2 Zähler nach unten, womit das Geschäftsklima insgesamt 5,8 Zähler verliert. Der aktuelle Wert von -10,8 Saldenpunkten ist deutlich unterdurchschnittlich und nur noch wenig entfernt vom Niveau zu Zeiten des Höhepunkts der Eurokrise (damaliger Tiefststand -12,1 im Dezember 2012).

Primär geht die Schwäche sowohl im Mittelstand als auch bei den Großunternehmen vom Verarbeitenden Gewerbe aus, dessen Geschäftsklima im Juli um 5,6 Zähler bzw. 7,1 Zähler sinkt. Beide Größenklassen bewerten die Geschäftserwartungen erneut deutlich pessimistischer als im Vormonat. Eklatant schlechter schätzen die großen Industrieunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage ein, die um 11,9 Zähler einbricht und nun mit -28,8 Saldenpunkten den schlechtesten Wert seit April 2010 erreicht hat. Die Lagebeurteilung der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe fällt zwar deutlich besser aus als die der Großindustrie, ist allerdings auch unterdurchschnittlich (-4,0 Saldenpunkte). Die Exporterwartungen haben sich sowohl bei den mittelständischen als auch bei den großen Industrieunternehmen weiter verschlechtert und liegen in beiden Größenklassen im tiefroten Bereich.

„Die Großunternehmen und das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland befinden sich nach stetigen Stimmungsverschlechterungen in den Vormonaten und dem Sturzflug im Juli in Alarmstimmung“, sagt Dr. Philipp Scheuermeyer, Konjunktur- und Deutschlandexperte bei KfW Research. „Abwärtsrisiken wie die globalen Handelskonflikte oder der immer wahrscheinlicher werdende Brexit ohne Austrittsabkommen bremsen die globale Investitionstätigkeit und damit die exportabhängige deutsche Investitionsgüterindustrie.“ Die mit der Automobilindustrie verbundenen Branchen hätten zudem mit einer großen technologischen und regulatorischen Unsicherheit zu kämpfen. „Die Binnenwirtschaft sollte zwar vorerst vergleichsweise robust bleiben. Um zu einem stabilen gesamtwirtschaftlichen Wachstum zurückzukehren, wäre aber eine deutliche Entspannung der globalen Risikosituation notwendig“, so Scheuermeyer. Da die gegenwärtige Rezession in der Industrie primär globalen Risiken geschuldet sei, sollten jetzt die automatischen Stabilisatoren gestärkt werden, bevor es über den Arbeitsmarkt zu einer weiteren Schwächung der Binnenwirtschaft komme. Nachzudenken wäre beispielsweise über eine großzügige Förderung der Kurzarbeit, die zur Weiterbildung genutzt werden sollte.

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Immobilienpreisblase: Warnstufe Gelb für Deutschland

Die Sorge vor einer Immobilienpreisblase angesichts steigender Miet- und Kaufpreise wächst nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Zu einer Gefahr werden diese Preissteigerungen dann, wenn die Preisentwicklung auf reine Spekulation, statt auf wertbestimmende Faktoren zurückzuführen ist. Dieses Risiko ist vor allem in einigen skandinavischen Ländern sehr hoch. Hier droht lt. DIW Berlin mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent im vierten Quartal 2019 eine spekulative Übertreibung.

Immobilienpreisblase: Warnstufe Gelb für Deutschland

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 07.08.2019

  • Risiko von spekulativen Übertreibungen am Immobilienmarkt ist in vielen OECD-Ländern hoch
  • In Deutschland wird es bis Ende 2019 leicht abnehmen, Wahrscheinlichkeit bleibt aber über 80 Prozent
  • Prognosemodelle auf Basis maschinellen Lernens erkennen Preisübertreibungen präziser als herkömmliche Methoden
  • Regulierende Eingriffe am Markt könnten gezielter eingesetzt werden

Die Sorge vor einer Immobilienpreisblase angesichts steigender Miet- und Kaufpreise wächst nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Zu einer Gefahr werden diese Preissteigerungen dann, wenn die Preisentwicklung auf reine Spekulation, statt auf wertbestimmende Faktoren zurückzuführen ist. Dieses Risiko ist vor allem in einigen skandinavischen Ländern wie Schweden, Norwegen und Dänemark, aber auch in den USA, der Schweiz, Belgien und Japan derzeit sehr hoch. Hier droht mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent im vierten Quartal 2019 eine spekulative Übertreibung. In Deutschland liegt das Risiko derzeit zwar auch bei 92 Prozent, nimmt aber bis Ende des Jahres auf 84 Prozent ab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

„Spekulative Anlagemotive sind dann wahrscheinlich, wenn sich die Preise von den Erträgen entkoppeln, das heißt, wenn das Verhältnis aus Immobilienpreis und Mietertrag stark steigt“, erklärt Studienautor Claus Michelsen. Auf Grundlage statistischer Modelle und Frühindikatoren – wie beispielsweise das Wachstum der Kreditvergabe oder der verfügbaren Einkommen – können die Wahrscheinlichkeiten für solche Preisblasen prognostiziert werden. Diese Modelle geben Auskunft über das Risiko, können aber nicht mit absoluter Sicherheit bestimmen, ob tatsächlich eine Preisblase vorliegt oder nicht. Übersteigt die Wahrscheinlichkeit den Wert von 50 Prozent, dann überwiegt das Risiko einer Immobilienpreisblase.

„Für Deutschland stehen die Signale zumindest auf Gelb: Es gibt eine explosive Preisentwicklung, die sich von den Immobilienerträgen entkoppelt hat“, stellt Studienautor Konstantin Kholodilin fest. Das sinkende Risiko spiegelt die verlangsamte Immobilienpreisentwicklung vor allem in den großen Städten des Landes in jüngster Zeit wider und deckt sich mit Beobachtungen von Immobilienmarktanalysten. Zudem erscheint die Finanzierung von Immobilieninvestitionen in Deutschland relativ solide: Die Kreditvolumina zeigen keine auffälligen Trends und auch die Zinsbindung ist relativ lang, was gegen eine Preisblase spricht.

Moderne Methoden des maschinellen Lernens versprechen die besten Prognosen

Um solche Entwicklungen besser abschätzen zu können, wäre es für alle Akteure am Markt wichtig, zuverlässige Prognosen zur Hand zu haben, um dann notfalls mit regulierenden Maßnahmen eingreifen zu können. Daher haben die beiden Studienautoren Claus Michelsen und Konstantin Kholodilin die Ergebnisse verschiedener Prognosemodelle miteinander verglichen. „Es gibt zahlreiche Versuche, Frühwarnsysteme für Immobilienpreisblasen zu etablieren. Allerdings hat sich bislang kein Konsens über ein Prognosemodell herausgebildet“, berichtet Studienautor Kholodilin. Nur über die verwendeten erklärenden Variablen herrsche Einigkeit: Finanzmarktindikatoren wie das Volumen der Kreditvergabe, die Geldmenge oder Zinsen haben ebenso einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Immobilienpreisblase wie die Verschuldung der öffentlichen Hand oder das Wirtschaftswachstum.

„Dass das Risiko für Deutschland nun langsam sinkt, sollte für die Politik keinesfalls bedeuten, dass sie die Hände in den Schoß legen kann. Im Gegenteil.“ (Claus Michelsen)

Die Forscher haben ein einfaches Wahrscheinlichkeitsmodell modernen Verfahren des maschinellen Lernens gegenübergestellt. „Tatsächlich zeigt sich, dass Ansätze, die das maschinelle Lernen nutzen, einen deutlichen Zugewinn an Präzision bei der Voraussage von Immobilienpreisblasen ermöglichen“, sagt Claus Michelsen. Am genausten hat sich die Zufallswald-Methode erwiesen, die eng mit Entscheidungsbäumen verknüpft ist, doch die Gefahr von Überspezifikationen reduziert. Ihre Vorhersagegenauigkeit lag bei der Schätzung des Risikos für eine spekulative Preisübertreibung für das nächste Quartal bei 61 Prozent. Aber auch bei einem Zeithorizont von einem Jahr lag die Genauigkeit noch bei mehr als der Hälfte.

Deutschland braucht mehr prophylaktische Maßnahmen

Mithilfe dieser Methode haben die DIW-Ökonomen schließlich die Wahrscheinlichkeit von Immobilienpreisblasen für 19 OECD-Länder bestimmt. „Dass das Risiko für Deutschland nun langsam sinkt, sollte für die Politik keinesfalls bedeuten, dass sie die Hände in den Schoß legen kann. Im Gegenteil: Nach wie vor ist das Instrumentarium prophylaktischer Maßnahmen in Deutschland nicht ausreichend“, gibt Claus Michelsen zu bedenken. So fehlt es beispielsweise an Eingriffsmöglichkeiten, die auf die Verschuldungsobergrenzen von Haushalten abstellen. Auch ist unklar, nach welchen Kriterien die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in den Markt mit Restriktionen, die die Kreditvergabe beschränken, eingreifen kann – es fehlt an Schwellenwerten, die definieren, ab wann ein Eingriff notwendig und geboten ist. „Es reicht nicht, zuverlässige Prognosemodelle zu haben. Die Politik muss nun auch die Grundlage schaffen, in den Markt einzugreifen.“

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni 2019

Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni im Vergleich zum Vormonat um 1,5 % zurückgegangen. Die Industrie bleibe konjunkturell im Abschwung.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 07.08.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni im Vergleich zum Vormonat um 1,5 % zurückgegangen. Während die Erzeugung in der Industrie um 1,8 % abnahm, stieg die Produktion im Baugewerbe um 0,3 %. Innerhalb der Industrie kam es in allen drei Hauptgruppen, den Vorleistungs-, den Investitions- und den Konsumgütern, zu Rückgängen der Erzeugung.Im zweiten Quartal ergab sich im Vergleich zum Vorquartal ein Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,8 %. Sowohl die Industrie (-1,7 %) und das Baugewerbe (-1,1 %) als auch die Energieerzeugung (-5,9 %) verzeichneten Abnahmen ihres Ausstoßes. Zum Rückgang in der Industrie trugen im zweiten Quartal insbesondere die Bereiche Metallinerzeugung, Maschinenbau und Kfz bei.

Die Industrie bleibt konjunkturell im Abschwung. Der Rückgang der saisonbereinigten Bauproduktion im zweiten Quartal dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass die Bauproduktion im ersten Quartal aufgrund der Witterung weniger als saisonüblich eingeschränkt wurde und die Belebung im Frühjahr demzufolge geringer ausfiel. Im Bereich Energie wurde heimische Erzeugung durch verstärkten Import substituiert.

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