Deutsche Industrie erwartet Schrumpfen ihrer Produktion in den kommenden drei Monaten

Die deutsche Industrie erwartet ein Schrumpfen ihrer Produktion. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor.

Konjunkturumfrage Juli 2019

Deutsche Industrie erwartet Schrumpfen ihrer Produktion in den kommenden drei Monaten

ifo Institut, Pressemitteilung vom 07.08.2019

Die deutsche Industrie erwartet ein Schrumpfen ihrer Produktion. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach sind die Erwartungen von Juni auf Juli gesunken, und zwar von minus 2,1 auf minus 5,7 Saldenpunkte.

Das ist der niedrigste Wert seit November 2012. Bei unveränderten Produktionserwartungen der Branche wäre der Wert per Saldo bei null.

„Die Aussichten für die deutsche Industrie sind derzeit alles andere als rosig“, sagt Robert Lehmann, Konjunkturexperte am ifo Institut. „Immer mehr Firmen vermelden, dass sie ihre Produktion im kommenden Vierteljahr drosseln wollen. Damit übersteigt die Zahl der Pessimisten nunmehr sogar deutlich jene der optimistischen Stimmen. Derzeit ist ein Ende der Rezession in der deutschen Industrie nicht absehbar.“

Besonders stark ging der Wert im Maschinenbau zurück. Dort sackte der Saldo im Juli auf minus 7,3 Saldenpunkte, von plus 1,6 im Juni. Mit Ausnahme der chemischen Industrie zeigt sich der kräftige Rückgang in allen Branchen.

Powered by WPeMatico

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni gegenüber dem Vormonat um 2,5 % gestiegen. Das teilt das BMWi mit.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 06.08.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni gegenüber dem Vormonat um 2,5 % gestiegen. Hierzu trugen die Aufträge aus dem Nicht-Euroraum bei, die unterstützt durch umfangreiche Großaufträge um 8,6 % zunahmen. Die Bestellungen aus dem Inland gingen demgegenüber um 1,0 % und die aus dem Euroraum um 0,6 % zurück. Bereinigt um Großaufträge gingen 0,4 % weniger Aufträge ein als im Vormonat.

Im gesamten zweiten Quartal ergab sich gegenüber dem Vorquartal ein Rückgang der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 1,0 % nach einem Rückgang um 4,2 % im ersten Quartal. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Euroraum gingen um 4,1 % bzw. 3,4 % zurück, während aus dem Nicht–Euroraum ein Orderzuwachs von 4,5 % zu verzeichnen war. Bereinigt um Großaufträge ergab sich im zweiten Quartal ein Rückgang um 2,1 %.

Bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Abwärtstendenz im zweiten Quartal merklich verlangsamt. Die Geschäftsklimaindikatoren deuten jedoch darauf hin, dass der konjunkturelle Wendepunkt in der Industrie noch aussteht.

Powered by WPeMatico

ifo Wirtschaftsklima Euroraum nahezu unverändert

Das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich kaum verändert. Die Beurteilung der aktuellen Lage hat sich erneut verschlechtert. Die Konjunkturerwartungen fielen jedoch weniger pessimistisch aus. Der Konjunktur im Euroraum fehlt es aktuell an Dynamik.

ifo World Economic Survey (WES) 3. Quartal 2019

ifo Wirtschaftsklima Euroraum nahezu unverändert

ifo Institut, Pressemitteilung vom 05.08.2019

Das ifo Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich kaum verändert. Der Indikator ist von -6,3 auf -6,7 Punkte geringfügig gesunken. Die Beurteilung der aktuellen Lage hat sich erneut verschlechtert. Die Konjunkturerwartungen fielen jedoch weniger pessimistisch aus. Der Konjunktur im Euroraum fehlt es aktuell an Dynamik.

Die Einschätzungen der WES-Experten für Deutschland haben sich wieder eingetrübt. Sowohl die Lage als auch die Erwartungen wurden schlechter beurteilt. In Frankreich sank der Klimaindikator ebenfalls. Dazu trugen ausschließlich pessimistischere Erwartungen bei, während die aktuelle Lage etwas weniger negativ bewertet wurde. In Italien und Spanien wurden sowohl die Lageeinschätzung als auch die Konjunkturerwartungen nach oben korrigiert. Insbesondere in Italien blicken die Experten deutlich weniger pessimistisch auf die kommenden Monate.

Für Konsum, Investitionen und Exporte erwarten die Befragten in den nächsten sechs Monaten kaum Zuwächse im Euroraum. Sie gehen weiterhin von einer Inflationsrate von 1,5 Prozent für das aktuelle Jahr aus. Ein zunehmender Anteil der Experten erwartet sinkende kurz- und langfristige Zinsen.

Powered by WPeMatico

Schwache Weltkonjunktur: Handelskonflikte bremsen internationale Geschäfte deutscher Unternehmen

Der Wind auf den Weltmärkten wird rauer, und die exportorientierten deutschen Unternehmen spüren dies deutlich. Sie sind besonders auf faire und verlässliche Regeln für den internationalen Warenaustausch angewiesen. Die Handelspolitik solle deshalb ganz oben auf der politischen Agenda der neuen Europäischen Kommission stehen, mahnt der DIHK. Er rät der EU, moderne und umfassende Handelsabkommen mit möglichst vielen Partnern zu schließen, die Welthandelsorganisation WTO zu stärken, bei Handelsstreitigkeiten geschlossen aufzutreten und selbst weltweite Standards für offene Märkte zu setzen.

Außenhandel

Schwache Weltkonjunktur: Handelskonflikte bremsen internationale Geschäfte deutscher Unternehmen

DIHK, Mitteilung vom 01.08.2019

Ob Strafzölle, der nahende Brexit oder Wirtschaftssanktionen – deutsche Unternehmen spüren im Ausland die aktuellen Herausforderungen auf den Weltmärkten deutlich. Die globalen Handelsstreitigkeiten belasten die Lieferketten und führen zu einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Das belegen die Antworten von über 4.500 Mitgliedsfirmen der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs) im „AHK World Business Outlook“. Demnach erwarten nur noch 24 Prozent der weltweit aktiven deutschen Betriebe eine Verbesserung der Konjunktur in ihrem Gastland. 27 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage vor Ort, sodass der Saldo aus Besser- und Schlechter-Bewertungen mit minus drei Punkten erstmals einen negativen Wert erreicht.

Risiken für deutsche Unternehmen im Ausland

Ursache für die schlechte Bewertung der Weltkonjunktur ist vor allem die Wirtschaftspolitik in vielen Ländern: Hierin sehen mehr als die Hälfte der Unternehmen ein steigendes Hindernis für die eigenen Geschäfte. Und: Zu den Top 5 der Risiken für die Entwicklung ihres Auslandsgeschäftes zählen erstmals Handelsbarrieren sowie die Bevorzugung einheimischer Betriebe. Dazu gehören zum Beispiel Zölle oder zusätzliche lokale Anforderungen für die Zertifizierung von Produkten.

Handelshemmnisse auf dem Vormarsch

Bereits seit Jahren gibt es im Welthandel eine Zunahme von protektionistischen Maßnahmen, die den Austausch von Gütern und Dienstleistungen beeinträchtigen. Zusätzlich erschwert wird die Lage durch die jüngsten Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie die Zollerhöhungen der USA gegenüber der EU. Auch in Ländern wie Russland, Saudi-Arabien oder der Türkei beobachten die deutschen Unternehmen eine Zunahme von Handelsbarrieren. Dadurch werden bestehende Lieferstrukturen und Händlerbeziehungen beschädigt und der weltweite Handel eingeschränkt.

Wirtschaftsstandort Deutschland unter Druck

Zwar schlagen sich die deutschen Betriebe im Ausland unter den aktuell schwierigen Umständen recht passabel, doch das Umfeld wird rauer. Die Abkühlung der Weltwirtschaft sorgt für Zurückhaltung bei Investitionen und Beschäftigung im Ausland. Aber auch die Exportunternehmen und Zulieferer hierzulande reduzieren ihre Planungen für neue Investitionen und Beschäftigung. Das schwierige außenwirtschaftliche Umfeld trifft damit direkt den deutschen Standort – schließlich hängt ein Viertel der deutschen Jobs vom Welthandel ab.

Dem Protektionismus entgegentreten

Die Unternehmen hierzulande sind auf faire und verlässliche Regeln für den internationalen Handel angewiesen. Aus Sicht der deutschen Wirtschaft sollte deshalb die Handelspolitik ganz oben auf der politischen Agenda der neuen EU-Kommission stehen. Der Abschluss moderner und umfassender EU-Handelsabkommen mit möglichst vielen Partnern in der Welt sowie eine Stärkung der Welthandelsorganisation WTO sind die besten Mittel, um aus der Negativspirale von schwächerer Weltwirtschaft und zunehmendem Protektionismus herauszukommen. Die EU muss sich in den kommenden Jahren bei Handelsstreitigkeiten mehr denn je als geschlossener Block gegenüber anderen Wirtschaftsmächten wie den USA und China behaupten und selbst weltweite Standards für offene Märkte setzen. Dass dies gelingen kann, zeigen die jüngsten Einigungen auf EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Vietnam.

Powered by WPeMatico

Startups in Deutschland: Die Skepsis nimmt zu

Die Startups in Deutschland werden skeptischer. Aktuell sagen nur noch 39 Prozent der Gründer, dass sich in den vergangenen zwei Jahren die Lage für ihr eigenes Startup verbessert hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom.

Startups in Deutschland: Die Skepsis nimmt zu

Bitkom, Pressemitteilung vom 02.08.2019

  • Ihre eigene Lage hat sich zuletzt nur noch für 39 Prozent der Startups verbessert
  • Jedes zehnte Startup beklagt eine Verschlechterung
  • Mehrheit bemängelt, dass Politik bei großen digitalen Zukunftsthemen den Anschluss verpasst

Die Startups in Deutschland werden skeptischer. Aktuell sagen nur noch 39 Prozent der Gründer, dass sich in den vergangenen zwei Jahren die Lage für ihr eigenes Startup verbessert hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 44 Prozent, vor zwei Jahren sogar bei 54 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Startups, die eine Verschlechterung der eigenen Situation wahrnehmen, verdoppelt, von jeweils 5 Prozent in den vergangenen beiden Jahren auf jetzt 11 Prozent. „Deutschland kann eine ganze Reihe erfolgreicher Startups vorweisen, die inzwischen auch international expandieren. Das erklärte Ziel der Politik, Deutschland zu einer Startup-Nation zu machen, ist aber kein Selbstläufer“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die negative Entwicklung in der Einschätzung der eigenen Lage durch die deutschen Startups ist ein Warnzeichen.“

Auch unabhängig von der eigenen Situation wird Deutschland als Standort für Startups allgemein kritischer gesehen. So sagt zwar noch jedes zweite Startup (50 Prozent), dass sich die Lage für Startups hierzulande im Allgemeinen verbessert habe, aber auch hier ist verglichen mit den Vorjahren ein Rückgang festzustellen (2018: 59 Prozent, 2017: 58 Prozent). Zugleich geben mit 11 Prozent auch deutlich mehr Startups als noch in den beiden Vorjahren (2018: 5 Prozent, 2017: 6 Prozent) an, dass sich die allgemeine Situation verschlechtert habe.

Zweifel an den Versprechen der Politik

Startups sind in ihrer großen Mehrheit skeptisch, ob die Politik die Weichen in der Startup-Politik richtig stellt. So meinen drei Viertel (78 Prozent), die Politik wolle sich nur mit der Startup-Szene schmücken, habe aber gar kein Interesse an den Problemen der Gründer. Rund zwei Drittel (62 Prozent) gehen davon aus, dass die meisten im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen für Startups am Ende doch nicht umgesetzt werden. Und sogar 8 von 10 (80 Prozent) der Startups stimmen der Aussage zu, dass die deutsche Politik sich in Detailfragen verzettelt und deshalb bei großen Zukunftsthemen wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz den Anschluss an die Weltspitze verpasst. „Kurz vor der Sommerpause haben sich die Bundestagsfraktionen von Union, SPD, FDP und Grüne mit der Startup-Förderung beschäftigt und entsprechende Positionspapiere verabschiedet oder Anträge eingebracht. Allein: Es fehlt in Deutschland nicht an guten Ideen und Worten, wie Startups zu unterstützen wären, es fehlt an Taten. Diese müssen jetzt rasch folgen“, so Berg. So müsse jetzt dringend das Thema Finanzierung in der Wachstumsphase und für eine internationale Expansion angegangen werden, etwa mit dem auch im Koalitionsvertrag angekündigten staatlichen Dachfonds. Parallel dazu sollten die Bedingungen für Investoren EU-weit vereinheitlicht werden. Ein weiterer Punkt, bei dem die Politik kurzfristig handeln müsse, sei die öffentliche Auftragsvergabe. Von dieser sind Startups häufig de facto ausgeschlossen, weil sie Formerfordernisse wie etwa mehrjährige Bilanzen oder Referenzprojekte nicht erfüllen können. „Wenn wir es mit einer Stärkung der Gründungskultur ernst meinen, dann müssen wir das Thema bereits in der Schule vermitteln. Und an den Hochschulen sollte ein Modul Entrepreneurship Teil jedes Studiengangs sein“, so Berg.

Powered by WPeMatico

Industrieschwäche strahlt auf gesamte deutsche Wirtschaft aus

Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin sinkt im Juli weiter spürbar, auf nunmehr nur noch 90 Punkte – den tiefsten Stand seit gut sechseinhalb Jahren. Für das laufende dritte Quartal ist demnach ein Rückgang der hiesigen Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent zu erwarten. Das Konjunkturbarometer spiegelt damit wider, dass sich die Flaute in der Industrie zusehends festsetzt und mittlerweile gar auf die gesamte deutsche Wirtschaft ausstrahlt.

Industrieschwäche strahlt auf gesamte deutsche Wirtschaft aus

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 31.07.2019

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im Juli weiter spürbar, auf nunmehr nur noch 90 Punkte – den tiefsten Stand seit gut sechseinhalb Jahren. Für das laufende dritte Quartal ist demnach ein Rückgang der hiesigen Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent zu erwarten. Das Konjunkturbarometer spiegelt damit wider, dass sich die Flaute in der Industrie zusehends festsetzt und mittlerweile gar auf die gesamte deutsche Wirtschaft ausstrahlt. „Die Auftragslage verschlechtert sich, die Verbraucherinnen und Verbraucher werden skeptischer und selbst der bislang so robuste Arbeitsmarkt verliert an Fahrt – keine guten Aussichten für das laufende Quartal“, konstatiert DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen.Das endlose Gezerre um den Brexit und insbesondere die von den USA ausgehenden Handelskonflikte, deren Fortgang kaum berechenbar ist, belasten die Investitionen weltweit – und damit insbesondere die auf diese Gütergruppe ausgerichtete deutsche Wirtschaft. Die Risiken für die deutsche Industrie und zunehmend auch für die Beschäftigungsentwicklung sind hoch. „Die insgesamt gute Einkommensentwicklung dürfte jedoch die Dienstleister hierzulande stützen, vor allem die konsumorientierten wie etwa den Einzelhandel“, sagt Simon Junker, Experte für die deutsche Wirtschaft. Indes zeichnet sich auch für das zweite Quartal derzeit kaum mehr als eine Stagnation ab.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am 28. August 2019.

Powered by WPeMatico

Data Economy: Unternehmen stehen noch am Anfang

Daten werden für Unternehmen immer wichtiger, um ihre Prozesse zu optimieren oder ihre Prognosen zu verfeinern. Doch die meisten Unternehmen nutzen die Potenziale noch nicht, zeigt eine neue Studie des IW Köln, der IW Consult und dem Fraunhofer ISST.

Data Economy: Unternehmen stehen noch am Anfang

IW Köln, Pressemitteilung vom 29.07.2019

Daten werden für Unternehmen immer wichtiger, um ihre Prozesse zu optimieren oder ihre Prognosen zu verfeinern. Doch die meisten Unternehmen nutzen die Potenziale noch nicht, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), der IW Consult und dem Fraunhofer ISST.

Mit Daten lässt sich die Wertschöpfung eines Unternehmens steigern. Entsprechende Geschäftsmodelle, auch Data Economy genannt, stehen in Deutschland allerdings noch ganz am Anfang. Eine Befragung von 1.104 Unternehmen zeigt, dass 84 Prozent von ihnen noch analog arbeiten oder nur in Grundzügen IT-Systeme nutzen. Mit Data Economy haben sie kaum Berührungspunkte – und gehören zur Kategorie der Einsteiger.

Immerhin 14 Prozent zählen zu den Fortgeschrittenen. Sie erfassen Daten, etwa über das Wettbewerbsumfeld, tauschen sie intern miteinander aus und haben bereits klare Regeln, wie mit den Daten umzugehen ist. Auch die ersten digitalen Geschäftsmodelle gehören zum Portfolio dieser Unternehmen. Lediglich zwei Prozent gelten als Pioniere, also als Unternehmen, die die Bedeutung von Daten erkannt haben und damit bereits Geld verdienen – ihr Geschäft fußt zu einem großen Teil auf der Data Economy.

Relevanz erkannt, doch die Expertise fehlt

Neun von zehn Unternehmen sagen, dass ihre internen Prozesse in fünf Jahren datengetriebener sein werden als heute. Viele von ihnen möchten auch Daten von Drittanbietern nutzen, um im eigenen Haus die Prozesse zu digitalisieren. Die meisten erkennen die Relevanz der digitalen Geschäfte, doch es scheint an Erfahrung und Expertise zu fehlen. Vor allem der Datenschutz und die Eigentumsrechte verunsichern die Unternehmen. Auch fehlende Standards hemmen den Fortschritt. Weitere Probleme sind die kaum vorhandenen Datenmarktplätze sowie die schlechte Infrastruktur.

Schritt für Schritt verbessern

Um die Herausforderungen zu meistern, sollten sich Unternehmen realistische Ziele setzen. „Einsteiger sollten den Fokus vor allem auf das interne Datenmanagement richten. Dazu gehört auch, Fachwissen und IT-Kompetenz aufzubauen, um die Bedeutung der Daten im eigenen Unternehmen zu verstehen“, sagt Studienautorin Alevtina Krotova.

Powered by WPeMatico

Zum Inkrafttreten der Platform-to-Business-Verordnung

Am 31. Juli 2019 tritt die europäische Platform-to-Business-Verordnung in Kraft. Mit ihr werden u. a. Transparenzregeln für Plattformen und Suchmaschinen eingeführt. Ab 12. Juli 2020 wird die sog. P2B-Verordnung dann in der gesamten EU verpflichtend. Bitkom nimmt dazu Stellung.

Zum Inkrafttreten der Platform-to-Business-Verordnung

Bitkom, Pressemitteilung vom 31.07.2019

Am 31. Juli 2019 tritt die europäische Platform-to-Business-Verordnung in Kraft. Mit ihr werden u. a. Transparenzregeln für Plattformen und Suchmaschinen eingeführt. Ab 12. Juli 2020 wird die sog. P2B-Verordnung dann in der gesamten EU verpflichtend.

Dazu erklärt Bitkom-Geschäftsleiterin Susanne Dehmel:

„Digitale Plattformen verändern nahezu jede Branche grundlegend und können unser Leben in vielen Bereichen einfacher machen. Erfolgreiche Plattformen sind fast immer international aufgestellt. Deshalb müssen wir die drängenden regulatorischen Fragen auf EU-Ebene beantworten. Die P2B-Verordnung schafft mehr Sicherheit, weil sie für eine bessere Balance zwischen Plattformen und deren Geschäftskunden sorgt. So können sich Geschäftskunden künftig darauf verlassen, dass Plattformen interne Beschwerdemechanismen einrichten. Damit können Streitigkeiten, etwa über die Platzierung von Produkten oder bei einer Sperre von Angeboten schneller und einfacher beigeleget werden. Die neuen Transparenzregeln sorgen daneben für zusätzliches Vertrauen und vereinheitlichen den Geschäftsverkehr zwischen Plattformen und ihren Geschäftskunden in der EU.

Wir begrüßen den von der EU gewählten Ansatz, über zusätzliche Transparenz und Vereinheitlichungen für harmonisierte Bedingungen auf den Plattformmärkten zu sorgen. Gerade mit Blick auf die Bedeutung von digitalen Plattformen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft und die enorme Dynamik in diesem Bereich müssen wir uns vor einer Überregulierung hüten. Regulierung sollte immer nur dort eingreifen, wo ein tatsächliches Marktversagen festgestellt wurde. Im Vordergrund muss stets stehen, die europäische Plattformwirtschaft zu stärken und den Aufbau neuer Geschäftsmodelle im Sinne der Kunden zu fördern.“

Digitale Plattformen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Digital-Gipfels der Bundesregierung am 28. und 29. Oktober in Dortmund. Alle Informationen rund um digitale Plattformen hat Bitkom online zusammengestellt.

Powered by WPeMatico

Konjunkturoptimismus sinkt weiter

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im Juli ein im Großen und Ganzen weniger optimistisches Bild. Die Einkommenserwartung kompensiert einen Teil ihrer starken Vormonatsverluste, Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung müssen jedoch Einbußen hinnehmen. Für August prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 9,7 Punkten nach 9,8 Punkten im Juli.

Konjunkturoptimismus sinkt weiter

GfK, Pressemitteilung vom 30.07.2019

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im Juli ein im Großen und Ganzen weniger optimistisches Bild. Die Einkommenserwartung kompensiert einen Teil ihrer starken Vormonatsverluste, Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung müssen jedoch Einbußen hinnehmen. Für August prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 9,7 Punkten nach 9,8 Punkten im Juli.

Die globale Konjunkturabkühlung, der Handelskonflikt und Brexit-Diskussionen verunsichern offenbar mehr und mehr die Verbraucher. So setzt die Konjunkturerwartung ihre Talfahrt fort und auch die Anschaffungsneigung rutscht etwas ab. Dagegen kann die Einkommenserwartung nach dem starken Einbruch im Vormonat wieder etwas zulegen.

Konjunkturerwartung setzt Abschwung fort

Die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Konjunkturerwartungen, die im vergangenen Monat durch den kleinen Anstieg aufgekommen waren, haben sich im Juli wieder zerschlagen. Der Indikator verliert 6,1 Punkte und rutscht mit -3,7 Zählern erstmals seit März 2016 unter seinen langjährigen Durchschnittswert von null Punkten. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt mit -6,5 Zählern im November 2015 gemessen.

Der Handelskonflikt mit den USA, anhaltende Brexit-Diskussionen sowie die globale Abkühlung der Konjunktur lassen die Rezessionsängste weiter ansteigen. Vor allem Beschäftigte in den stark exportorientierten Branchen, wie zum Beispiel der Automobilindustrie und deren Zulieferbetrieben sind in erster Linie betroffen. Hinzu kommt, dass Meldungen über Personalabbau die Angst vor Jobverlust steigen lassen.

Auf diese Entwicklungen haben eine Reihe von Experten reagiert und ihre aktuelle Wachstumsprognose für dieses Jahr zum Teil spürbar nach unten revidiert. Momentan wird noch ein Wirtschaftswachstum von etwa einem halben Prozent oder leicht darüber erwartet.

Einkommenserwartung erholt sich von Rückschlag

Nach dem herben Rückschlag im Vormonat erholt sich die Einkommenserwartung im Juli wieder etwas. Der Indikator gewinnt 5,3 Punkte hinzu und weist nun 50,8 Zähler auf. Damit kann er nur einen Teil der großen Vormonatsverluste gutmachen. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres wird ein kleines Minus von gut vier Punkten gemessen.

Das derzeitige Niveau signalisiert, dass die Verbraucher auch in den kommenden Monaten von einem spürbaren Einkommenszuwachs ausgehen, auch wenn der Job-Boom der letzten Jahre langsam zu Ende geht, die Erwerbstätigkeit nur noch leicht steigt und die Arbeitslosigkeit kaum noch sinkt. Dies gilt auch für die Bezüge der Rentner, denn diese wurden zum 1. Juli um gut drei Prozent angehoben.

Anschaffungsneigung rutscht auf tiefsten Wert seit Oktober 2015

Im Gegensatz zu den Einkommenserwartungen muss die Anschaffungsneigung in diesem Monat Einbußen hinnehmen. Nach einem Verlust von 7,4 Zählern rutscht der Indikator auf 46,3 Punkte. Ein geringerer Wert wurde zuletzt im Oktober 2015 mit 44,7 Punkten gemessen. Nach wie vor weist die Anschaffungsneigung ein überaus gutes Niveau auf. Die Konsumlaune bleibt trotz des Dämpfers noch intakt.

Damit trotzt die Konsumneigung dem zuletzt deutlich gestiegenen Konjunkturpessimismus. Bedroht wird die Konsumlaune in erster Linie von einer anhaltend steigenden Angst vor Jobverlust. Denn sollte sich dieser Trend fortsetzen, wäre auch die derzeit gute Konsumkonjunktur in Gefahr. Dann müsste auch die Konsumprognose von 1,5 Prozent nach unten revidiert werden.

Konsumklima mit leichtem Rückgang

Für August zeigt das Konsumklima einen Wert von 9,7 Punkten und damit 0,1 Punkte weniger als im Juli. Das ist bereits der dritte Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit April 2017, als 9,6 Punkte gemessen wurden. Dennoch bleibt die Binnennachfrage in diesem Jahr eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur. Damit das weiterhin so bleibt, sollte dieser Trend in den kommenden Monaten gestoppt werden. Ist das nicht der Fall, wäre die aktuelle Konsumprognose von 1,5 Prozent sicherlich nicht zu halten und müsste nach unten korrigiert werden.

Powered by WPeMatico

ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland sinkt noch weiter

Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmer hat sich im Juli noch weiter abgekühlt. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft sank leicht von 101,5 auf 100,9 Punkte. Die befragten Unternehmer nahmen sowohl ihre Lageeinschätzungen als auch ihre Geschäftserwartungen leicht zurück.

ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland sinkt noch weiter

ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.07.2019

Die Stimmung der ostdeutschen Unternehmer hat sich im Juli noch weiter abgekühlt. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft sank leicht von 101,5 auf 100,9 Punkte. Die befragten Unternehmer nahmen sowohl ihre Lageeinschätzungen als auch ihre Geschäftserwartungen leicht zurück. Getrieben wurde diese Entwicklung von der spürbaren Stimmungsabkühlung im Großhandel.

Im ostdeutschen Verarbeitenden Gewerbe kühlte sich die Stimmung leicht ab. Die befragten Unternehmer korrigierten ihre Lageeinschätzungen weiterhin deutlich nach unten. Der Ausblick auf die kommenden sechs Monate trübte sich auch im Juli leicht ein.

Im ostdeutschen Dienstleistungssektor stieg der Geschäftsklimaindex leicht. Die befragten Dienstleister bewerteten ihre laufenden Geschäfte im Vergleich zum Vormonat etwas besser. Auch ihre Geschäftserwartungen hoben sie leicht an.

Im ostdeutschen Handel trübte sich die Stimmung im Juli spürbar ein. Maßgeblich hierfür war der überaus kräftige Rückgang der Geschäftserwartungen bei den Großhändlern. Die Einzelhändler senkten ihren Ausblick hingegen nur leicht und hoben ihre Lageeinschätzungen leicht an.

Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe stieg der Geschäftsklimaindex leicht. Die befragten Bauunternehmer waren mit ihren laufenden Geschäften etwas weniger zufrieden. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate stiegen hingegen deutlich.

Powered by WPeMatico