April 2019: 2,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im April 2018

Im April 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.689 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,3 % weniger als im April 2018.

April 2019: 2,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im April 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.07.2019

Im April 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.689 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,3 % weniger als im April 2018.Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im April 2019 mit 284 Fällen (April 2018: 307) im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Unternehmen des Baugewerbes stellten 280 Insolvenzanträge (April 2018: 313). Im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 194 (April 2018: 188) und im Gastgewerbe 189 (April 2018: 182) Insolvenzanträge gemeldet.Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für April 2019 auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Im April 2018 hatten sie bei 1,8 Milliarden Euro gelegen.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.381 übrige Schuldner im April 2019 Insolvenz an (-2,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.478 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.538 Insolvenzanträge von ehemals selbständig Tätigen, die ein Verbraucher- bzw. ein Regelinsolvenzverfahren durchlaufen.

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Von der Führungskraft zum Unternehmer

Nach Schätzungen des IfM Bonn stehen bis 2022 jährlich rund 30.000 Unternehmen vor der Frage, wie sie ihre Nachfolge regeln. In rund jedem zweiten mittelständischen Unternehmen wollen oder können Familienmitglieder nicht die Nachfolge antreten. Ist es daher sinnvoll, Unternehmensnachfolgen durch Mitarbeiter zu fördern. Das IfM Bonn hat ausführlich die Chancen und Risiken einer solchen Nachfolge beleuchtet.

Von der Führungskraft zum Unternehmer

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 11.07.2019

Nach Schätzungen des IfM Bonn stehen bis 2022 jährlich rund 30.000 Unternehmen vor der Frage, wie sie ihre Nachfolge regeln. In rund jedem zweiten mittelständischen Unternehmen wollen oder können Familienmitglieder nicht die Nachfolge antreten. Unternehmensinterne und -externe Alternativen sind daher gefragt, wenn es aufgrund fehlender familieninterner Nachfolge nicht zur Unternehmenaufgabe kommen soll.

Grundsätzlich gibt es für Unternehmer und Unternehmerinnen, die in der Familie keinen Nachfolger oder keine Nachfolgerin finden, drei Möglichkeiten: Entweder sie bauen hierfür jemanden aus der Unternehmensbelegschaft auf oder sie kontaktieren Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen anderer Unternehmen, die sie hierfür geeignet sehen. Alternativ können sie ihr Unternehmen aber auch an andere Unternehmer und Unternehmerinnen verkaufen. Letzteres geschieht in knapp einem Drittel der Unternehmen, während knapp jedes fünfte Unternehmen in die Hände von Belegschaftsangehörigen übergeht.

Wann sich eine unternehmensinterne Nachfolge eignet

Um den Anteil der Mitarbeiternachfolgen zu steigern, setzen sich Abgeordnete verschiedener Landesparlamente für deren stärkere Förderung ein. „Unsere Analysen zeigen allerdings, dass es sowohl auf Seiten der Übergebenden als auch auf der der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Reihe von Gründen gibt, diese Nachfolgelösung nicht zu wählen. Eine Förderung könnte daher zu unerwünschten Ergebnissen führen“, berichtet Dr. Nadine Schlömer-Laufen. „So können die Inhaber und Inhaberinnen nur dann den höchsten Verkaufspreis erzielen, wenn sie ihr Unternehmen an jemanden verkaufen, der hierdurch Wettbewerbsvorteile erzielt. Dies sind in der Regel andere Unternehmen, für die sich durch den Unternehmenskauf die Möglichkeit zum schnelleren Markteintritt oder Zugang zu spezifischem Wissen ergibt. Aus ökonomischer Sicht sollte diese Nachfolgeform daher die erste Wahl für alle Alteigentümer und Alteigentümerinnen sein.“

Auf Seiten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen fehlt häufig der Wunsch, überhaupt unternehmerisch tätig zu sein – schließlich ist dies mit Kapitalverlust- und Haftungsrisiken verbunden.

Arbeitnehmernachfolgen sind daher vor allem dann chancenreich, wenn kein anderes Unternehmen am Kauf interessiert ist oder der Alteigentümer oder die Alteigentümerin ihr Lebenswerk und die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter langfristig gewahrt sehen wollen. Ein Verkauf an ein anderes Unternehmen kommt für sie dann nicht in Frage. „Von allen Arbeitnehmernachfolge-Konstellationen, die wir analysiert haben, ist die Nachfolge durch eine Führungskraft aus dem eigenen Unternehmen für beide Parteien am chancenreichsten“, berichtet die Projektleiterin. Der Grund: Die interne Führungskraft kennt meist seit vielen Jahren das Unternehmen, dessen Entwicklung und Finanzsituation. Entsprechend kann sie das Arbeitsplatz- und Kapitalverlustrisiko, das mit dem Schritt in die Selbstständigkeit verbunden ist, am besten einschätzen. Auch ist sie aufgrund ihrer detaillierten Unternehmenskenntnis eher bereit, einen Kaufpreis zu zahlen, der dem Unternehmen angemessen ist.

Für die Altinhaber und Alteigentümerinnen bietet diese Nachfolgevariante die Chance, einen vergleichsweise guten Preis für das eigene Unternehmen zu erzielen. Hinzu kommt, dass die Übergabe abseits der Öffentlichkeit vorbereitet werden kann. Hierdurch mindert sich die Gefahr, dass Belegschaft, Kunden und Lieferanten in der Phase des ungeklärten Nachfolgeprozesses verunsichert werden. Auch sind die Alteigentümer und Alteigentümerinnen – im Gegensatz zu einem Verkauf an externe Führungskräfte, Mitbewerber oder Finanzinvestoren – nicht gezwungen, Fremden einen detaillierten Einblick in ihre Bücher zu gewähren. „Sind interne Führungskräfte nicht verfügbar, bietet sich aufgrund der Berufs- und Führungserfahrung sowie des finanziellen Backgrounds der Verkauf an externe Manager und Managerinnen als nächstbeste Lösung an“, resümiert die Projektleiterin.

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Verbraucherpreise Juni 2019: +1,6 % gegenüber Juni 2018

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juni 2019 um 1,6 % höher als im Juni 2018. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, zog damit die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – leicht an.

Verbraucherpreise Juni 2019: +1,6 % gegenüber Juni 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.07.2019

Verbraucherpreisindex, Juni 2019

+1,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

+0,3 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Juni 2019

+1,5 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis: +1,3 %)

+0,3 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis: +0,1 %)

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juni 2019 um 1,6 % höher als im Juni 2018. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, zog damit die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) – leicht an. Im Mai 2019 hatte sie bei +1,4 % gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2019 um 0,3 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt damit seine vorläufigen Gesamtergebnisse für den VPI. Die vorläufigen Ergebnisse für den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) vom 27. Juni 2019 werden durch die endgültigen Ergebnisse nach oben korrigiert.

Energieprodukte verteuerten sich von Juni 2018 bis Juni 2019 um 2,5 %. Der Preisauftrieb bei Energie ist damit schwächer im Mai 2019 (+4,2 %). Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren Fernwärme (+5,6 %), Erdgas (+4,1 %) und Strom (+3,4 %). Auch die Preise für Kraftstoffe erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (+1,2 %). Dem gegenüber gingen die Preise für leichtes Heizöl deutlich zurück (-3,5 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Juni 2019 ebenfalls bei +1,6 % gelegen.

Die höhere Inflationsrate für Juni 2019 wurde vor allem durch den erneuten Preisauftrieb bei Pauschalreisen (+6,1 %; Mai 2019: -9,0 %) beeinflusst. Dies ist in erster Linie auf den Kalendereffekt zurückzuführen. Verantwortlich hierfür ist die im Vergleich zum Vorjahr späte Lage von Pfingsten.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Juni 2018 bis Juni 2019 mit +1,2 % unterdurchschnittlich. Der Preisauftrieb hat sich jedoch gegenüber dem Vormonat etwas verstärkt (Mai 2019: +0,9 %). Erheblich teurer als ein Jahr zuvor war im Juni 2019 Gemüse (+9,6 %). Weitere Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (+3,0 %), Fleisch und Fleischwaren (+2,8 %) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (+2,2 %). Diesen Preisanstiegen standen starke Preisrückgänge bei Speiseölen und Speisefetten (-9,3 %) sowie bei Obst (-6,1 %) gegenüber.

Die Preise für Waren insgesamt lagen im Juni 2019 um 1,5 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Neben den Preiserhöhungen bei den Energieprodukten (+2,5 %) und Nahrungsmitteln (+1,2 %) verteuerten sich auch einige Waren deutlicher (zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften: +4,6 %; Tabakwaren: +3,4 %). Andere Waren wurden hingegen günstiger, insbesondere Telefone (-6,9 %) und Geräte der Unterhaltungselektronik (-6,1 %).

Im Vergleich zu den Waren erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen im Juni 2019 binnen Jahresfrist mit +1,9 % stärker. Neben der deutlichen Preiserhöhung bei den Pauschalreisen (+6,1 %) verteuerten sich unter anderem Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+4,7 %) sowie Bahntickets (+3,6 %) deutlich. Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war auch die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Auffällig stark war hingegen der Preisrückgang von Bildungsdienstleistungen des Elementarbereichs (-12,2 %), insbesondere durch die Reduzierung der Kinderbetreuungskosten in einigen Bundesländern.

Veränderung im Juni 2019 gegenüber dem Vormonat Mai 2019

Im Vergleich zum Mai 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2019 um 0,3 %. Im Vormonatsvergleich stiegen vor allem die Preise für Pauschalreisen (+18,6 %) an. Auch die Preise für Flugtickets (+2,6 %, darunter internationale Flüge: +2,9 %), Bahn (+1,6 %) und Übernachtungen (+0,9 %) zogen mit dem Beginn der Reisesommerzeit und infolge von Pfingsten an.

Die Preise für Nahrungsmittel blieben fast unverändert (+0,1 %). Energieprodukte insgesamt verbilligten sich hingegen im Vergleich zum Vormonat um 1,1 %. Insbesondere gingen die Preise für leichtes Heizöl (-7,3 %) und Kraftstoffe (-1,9 %) zurück. Günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher waren auch Bekleidung und Schuhe (-1,7 %) teilweise bedingt durch erste Rabatte auf die Frühjahrs- und Sommerware.

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im Juni 2019 um 1,5 % über dem Stand von Juni 2018. Im Vergleich zum Mai 2019 stieg der HVPI im Juni 2019 um 0,3 %.

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Sommerprognose 2019: Wachstumshemmnisse durch externe Faktoren

Die kurzfristigen Aussichten für die europäische Wirtschaft werden von externen Faktoren wie weltweiten Handelsspannungen und erheblicher politischer Unsicherheit überschattet. Diese Situation belastet nach wie vor das Unternehmervertrauen im verarbeitenden Gewerbe, das von der Entwicklung des Welthandels am stärksten abhängig ist, und dürfte die Wachstumsaussichten für das verbleibende Jahr schwächen. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in ihrer Wirtschaftsprognose für den Sommer 2019.

Sommerprognose 2019: Wachstumshemmnisse durch externe Faktoren

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 10.07.2019

Die kurzfristigen Aussichten für die europäische Wirtschaft werden von externen Faktoren wie weltweiten Handelsspannungen und erheblicher politischer Unsicherheit überschattet. Diese Situation belastet nach wie vor das Unternehmervertrauen im verarbeitenden Gewerbe, das von der Entwicklung des Welthandels am stärksten abhängig ist, und dürfte die Wachstumsaussichten für das verbleibende Jahr schwächen. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in ihrer am 10.07.2019 vorgestellten Wirtschaftsprognose für den Sommer 2019. Dennoch ist für die Wirtschaft in Europa im Jahr 2019 zum siebten Mal in Folge mit einem Zuwachs zu rechnen, was auf sämtliche Mitgliedstaaten zutreffen dürfte.

Im ersten Quartal des Jahres fiel das Wachstum im Euro-Währungsgebiet stärker als erwartet aus. Dies war auf eine Reihe temporärer Faktoren zurückzuführen, beispielsweise den milden Winter und eine Erholung bei den Automobilverkäufen. Wachstumsfördernd waren auch haushaltspolitische Maßnahmen, durch die das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in mehreren Mitgliedstaaten anstieg.

Die Prognose für das BIP-Wachstum im Euro-Währungsgebiet im Jahr 2019 liegt unverändert bei 1,2 Prozent, während die Prognose für 2020 angesichts des für die restlichen Monate dieses Jahres erwarteten moderateren Tempos leicht auf 1,4 Prozent gesenkt wurde (Frühjahrsprognose: 1,5 Prozent). Die BIP-Prognose für die EU insgesamt bleibt mit 1,4 Prozent im Jahr 2019 und 1,6 Prozent im Jahr 2020 unverändert.

Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der Kommission, zuständig für den Euro und den sozialen Dialog sowie für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und die Kapitalmarktunion erklärte dazu: „Alle Volkswirtschaften in der EU dürften in diesem und dem nächsten Jahr weiter wachsen, auch wenn der kräftigen Expansion in Mittel- und Osteuropa eine Konjunkturverlangsamung in Deutschland und Italien gegenübersteht. Eine anhaltende Schwäche im verarbeitenden Gewerbe, die auf handelspolitische Spannungen und politische Ungewissheit zurückzuführen ist, stellt die Widerstandsfähigkeit unserer Volkswirtschaften auf die Probe. In der Binnenperspektive birgt ein Brexit ohne Abkommen nach wie vor erhebliche Risiken.“

„Die europäische Wirtschaft setzt ihre Expansion in einem schwierigen globalen Kontext fort. Alle EU-Länder dürften sowohl 2019 als auch 2020 wieder ein Wachstum verzeichnen; der robuste Arbeitsmarkt stützt dabei die Nachfrage. Angesichts der zahlreichen Risiken, mit denen die Prognose behaftet ist, müssen wir unsere Anstrengungen zur Stärkung der Widerstandskraft unserer Volkswirtschaften und des Euroraums insgesamt intensivieren“, ergänzte Pierre Moscovici , EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll, der die Sommerprognose heute in Brüssel im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt hat.

Binnennachfrage als Wachstumsmotor in der EU

Während das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zunächst von verschiedenen vorübergehenden Faktoren profitierte, fallen die Aussichten für das restliche Jahr schwächer aus. Eine rasche Erholung in der Fertigung weltweit und beim globalen Handel ist nämlich unwahrscheinlicher geworden. Für 2020 wird ein kräftigeres BIP-Wachstum prognostiziert, was zum Teil auf eine höhere Zahl von Arbeitstagen zurückzuführen ist. Die Binnennachfrage, insbesondere der Konsum der privaten Haushalte, ist weiterhin ein Motor für das Wachstum in Europa, der durch die anhaltende Robustheit des Arbeitsmarkts zusätzlich angetrieben wird. Das BIP wird den Prognosen zufolge in diesem und im nächsten Jahr in allen EU-Mitgliedstaaten zunehmen. In einigen Gebieten (wie in Mittel- und Osteuropa, Malta und Irland) dürfte das Wachstum allerdings bedeutend stärker ausfallen als beispielsweise in Italien und Deutschland.

Bei sinkenden Ölpreisen geringere Inflation erwartet

Die Inflationsprognosen für das Euro-Währungsgebiet und die EU wurden für dieses und das nächste Jahr um 0,1 Prozentpunkte gesenkt. Dies ist in erster Linie den niedrigeren Ölpreisen und den etwas schwächeren Wirtschaftsaussichten geschuldet. Gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex wird nun sowohl für 2019 als auch für 2020 mit einer Teuerung im Eurogebiet von durchschnittlich 1,3 Prozent gerechnet (Frühjahrsprognose: 1,4 Prozent für 2019 und 2020). Für die EU wird für 2019 eine Inflation von durchschnittlich 1,5 Prozent und für 2020 von 1,6 Prozent vorhergesagt (Frühjahrsprognose: 1,6 Prozent für 2019 und 1,7 Prozent für 2020).

Abwärtsrisiken nehmen zu

Die Risiken, mit denen die weltweiten Wirtschaftsaussichten behaftet sind, bleiben stark miteinander verknüpft und weisen hauptsächlich nach unten. Wenn sich die wirtschaftspolitische Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und China ausweitet, könnte sich bei der mit großen Unsicherheiten verbundenen US-Handelspolitik der derzeitige Abwärtstrend im Welthandel und im verarbeitenden Gewerbe weltweit fortsetzen und auf andere Regionen und Sektoren durchschlagen. Dies könnte sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken und auch zu Störungen am Finanzmarkt führen. Zusätzlich erhöhen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten das Potenzial für erhebliche Ölpreissteigerungen. Innerhalb der EU ist ein Brexit ohne Abkommen nach wie vor ein erheblicher Unsicherheitsfaktor. Schließlich unterliegen auch die Triebkräfte des kurzfristigen Wachstums und die wirtschaftliche Dynamik im Euro-Währungsgebiet großen Risiken. Sollte die Schwäche im verarbeitenden Gewerbe anhalten, könnte sie zusammen mit dem geringen Unternehmervertrauen auf andere Sektoren übergreifen und die Arbeitsmarktbedingungen sowie den privaten Konsum und letztlich das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen.

Rein technische Annahme für das Vereinigte Königreich

Mit Blick auf den Prozess des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU stützen sich die Prognosen für 2019 und 2020 erneut auf eine rein technische Annahme des Status quo bezüglich der Handelsströme zwischen der EU-27 und dem Vereinigten Königreich. Diese Annahme dient ausschließlich Prognosezwecken und hat keinen Einfluss auf künftige Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich.

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OECD-SME and Entrepreneurship Outlook: KMU müssen Vorteile bei Digitalisierung und Globalisierung besser nutzen

Die OECD hat ihren SME and Entrepreneurship Outlook für 2019 veröffentlicht, der einen Überblick über die Geschäftsbedingungen und den politischen Rahmen für KMU bietet. Der Bericht stellt fest, dass KMU, die im ITK-Bereich aktiv sind, besonders von der Digitalisierung profitieren.

OECD-SME and Entrepreneurship Outlook: KMU müssen Vorteile bei Digitalisierung und Globalisierung besser nutzen

Die OECD hat ihren SME and Entrepreneurship Outlook für 2019 veröffentlicht, der einen Überblick über die Geschäftsbedingungen und den politischen Rahmen für KMU bietet.

Im OECD-Raum entfallen rund 60 % der Beschäftigung und 50-60 % der Wertschöpfung auf KMU. Die Zahl der Unternehmensgründungen ist gestiegen, insb. im Dienstleistungsbereich. Jedoch wurden die meisten neuen Stellen im Niedriglohnsektor geschaffen, so z. B. in Frankreich (zwischen 2010 und 2016 knapp 90 % der neuen Stellen) in Deutschland betrifft es 2/3 der neu geschaffenen Stellen.

Die Marktbedingungen für KMU haben sich verbessert, jedoch gibt es Anzeichen, dass das Wachstum seinen Höhepunkt erreicht hat. Insbesondere Handelsspannungen können ihr globales agieren einschränken. In der Vergangenheit haben KMU von der Fragmentierung der weltweiten Produktion profitiert, um sich in spezialisierten Segmenten der globalen Wertschöpfungsketten dem Wettbewerb zu stellen und ihre Aktivitäten auf ausländische Märkten auszuweiten. Laut OECD haben die globale Wertschöpfungsketten an Dynamik verloren, ausländische Direktinvestitionen haben das niedrigste Niveau seit 2013 erreicht. Automatisierung und neue Technologien können dazu führen, dass multinationale Unternehmen ihre Produktionsprozesse weniger stark fragmentieren.

Digitalisierung

Es wird festgestellt, dass KMU bei der Digitalisierung Aufholbedarf haben, v. a. kleinen Unternehmen. Sie investieren z. B. weniger in Schlüsseltechnologien wie Cloud-Computing-Dienste, was u. a. auch mit dem Breitbandausbau begründet wird. Zudem wird KMU ein weniger proaktiver Ansatz beim Schutz ihrer Daten attestiert und sie sind anfälliger für Cyberbedrohungen. Als weiteres Problem wird der Fachkräftemangel identifiziert. Häufig fehlen die für die Bewältigung der digitalen Transformation benötigte Kompetenzen, nur wenige bieten IKT-Fortbildungen für ihre Beschäftigte an.

Im Gegensatz dazu stellt der Bericht fest, dass KMU, die im ITK-Bereich aktiv sind, besonders von der Digitalisierung profitieren. Laut OECD ist ihr Anteil an der Wertschöpfung in dem Zeitraum von 2010 -2016 in fast allen OECD-Ländern gestiegen (z. B. 10 % in Finnland bei der Computerprogrammierung). Spezialisierte, hochqualifizierte KMU sind sogar produktiver als große Unternehmen, z. B. in Frankreich, Schweden oder dem Vereinigten Königreich im Bereich der Unternehmens- oder technischen Dienstleistungen.

Die Politikansätze der OECD-Länder sind sehr unterschiedlich. Einige Länder sind bemüht, KMU-bezogene Gesichtspunkte systematisch in andere Politikbereiche zu integrieren, wohingegen andere Länder maßgeschneiderte Politikinstrumente für KMU entwickeln, die oft mit verschiedenen standort- oder sektorspezifischen Maßnahmen kombiniert werden. Innovationsfördernde Maßnahmen wurden überarbeitet, so z. B. bei der FuE-Förderung, die in den meisten OECD-Ländern im Verhältnis höher ist als ihre tatsächliche FuE-Aufwendungen. In einigen Ländern wurde die KMU-Förderung in der nationalen Exportstrategie (z. B. in Norwegen) oder Industriepolitik (z. B. in Italien) verankert, um global agierende KMU zu unterstützen.

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Weniger Mittelständler setzen auf Innovationen

Der Anteil der innovativen mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist aktuell um 4 Prozentpunkte auf 23 % gesunken. Die Anzahl der innovativen Mittelständler nahm um 150.000 auf rund 850.000 Unternehmen ab. Dies zeigt der aktuelle KfW-Innovationsbericht.

Weniger Mittelständler setzen auf Innovationen

KfW, Pressemitteilung vom 09.07.2019

  • Innovatorenquote sinkt um 4 Prozentpunkte auf 23 %
  • Innovationsausgaben im Mittelstand gehen weiter zurück auf 30,7 Mrd. Euro
  • Prozessinnovationen entwickeln sich gegen den Trend positiv – Digitalisierung dürfte hier ein Schwerpunkt sein

Der Anteil der innovativen mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist wieder gesunken: Die Innovatorenquote für die Jahre 2015/2017 liegt bei 23 % und damit um 4 % niedriger als in der zuvor untersuchten Periode 2014/2016. Dies zeigt der aktuelle KfW-Innovationsbericht . Das heißt: Nur noch 850.000 kleine und mittlere Firmen hierzulande investierten zuletzt in innovative Produkte oder Prozesse – 150.000 weniger als 2014/2016. Nach einem kurzen Zwischenhoch schwenkt die Innovationstätigkeit im Mittelstand damit wieder auf ihren langjährigen Abwärtskurs ein. Seit ihrem Höchststand von 43 % aus den Jahren 2004/2006 hat sich die mittelständische Innovatorenquote nahezu halbiert. Die Summe, die der Mittelstand für Innovationen ausgibt, entwickelt sich seit 2014 ebenfalls rückläufig – und ging 2017 nochmals zurück auf nun 30,7 Mrd. Euro (2016: 32,2 Mrd Euro).

Der aktuelle Rückgang der Innovatorenquote ist ausschließlich auf die Entwicklung bei den Produktinnovatoren zurückzuführen. Der Anteil der Unternehmen, die neue bzw. verbesserte Produkte auf den Markt brachten, nahm gegenüber der Vorperiode um 4 Prozentpunkte ab. Er liegt mit aktuell 15 % auf dem niedrigsten Wert seit der Aufnahme des KfW-Mittelstandspanels im Jahr 2002. Dagegen nahm die Prozessinnovatorenquote zum zweiten Mal in Folge auf nun 17 % zu, die somit erstmalig höher ausfällt als die der Produktinnovatoren. Ein Grund hierfür dürfte in der zunehmenden Digitalisierung im Mittelstand liegen, die eine Modernisierung von Herstellungsprozessen und Abläufen in der Verwaltung befördert.

Blickt man auf die Innovationstätigkeit nach Unternehmensgröße, so sind aktuell in allen Größenklassen Rückgänge in der Größe von minus 3 bis minus 6 Prozentpunkte zu konstatieren. Im langfristigen Vergleich wird jedoch offensichtlich, dass vor allem die kleinen Mittelständler mit weniger als 5 Beschäftigten sich immer mehr aus der Innovationstätigkeit verabschieden. Rund 80 % aller mittelständischen Firmen fallen in diese Größenklasse, binnen 11 Jahren sank der Anteil von Innovatoren hier um deutlich über die Hälfte. Bei den großen Mittelständlern mit mehr als 50 Beschäftigten ging der Anteil innovativer Firmen im gleichen Zeitraum zwar ebenfalls deutlich zurück, allerdings nur um gut ein Viertel. Für den Rückgang der Innovationstätigkeit seit Mitte der 2000er-Jahre dürfte ein Bündel von Faktoren ausschlaggebend gewesen sein. Dazu zählen der gestiegene Fachkräftemangel, die demografisch bedingte Alterung der Beschäftigten, die Zunahme von Finanzierungshemmnissen bei Innovationen oder das Ausbleiben eines Technologieschubs.

Eine besondere Bedeutung kommt darüber hinaus Unternehmen zu, bei denen Forschung und Entwicklung (FuE) fest im Geschäftsmodell verankert sind: Diese mit aktuell 8 % der Mittelständler vergleichsweise kleine Gruppe bringt kontinuierlich Innovationen mit einem hohen Neuigkeitsgrad hervor. 9 von 10 FuE-aktiven Unternehmen schließen innerhalb eines Dreijahreszeitraums mindestens ein Innovationsvorhaben ab.

„Der Rückgang der Innovationstätigkeit im Mittelstand setzt sich fort“, sagt Dr. Volker Zimmermann, Innovationsexperte bei KfW Research. „Für die deutsche Wirtschaft und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sind dies keine guten Nachrichten – schließlich spielen Innovationen eine große Rolle für Beschäftigung, Rendite, Umsatz und Produktivität“. Um dem Rückgang der Innovatorenquote entgegenzuwirken, gilt es, die Innovationsaktivitäten in der Breite der vorwiegend nachahmenden Mittelständler zu stärken, etwa über Unterstützung im organisatorisch-personellen Bereich. „Diese Innovatoren sind von Bedeutung, da sie für die Diffusion neuer Technologien in der Wirtschaft sorgen. Gesamtwirtschaftliche Effekte von Innovationen, wie zusätzliches Wirtschaftswachstum und der erhoffte Wiederanstieg der Produktivitätsentwicklung werden sich nur dann einstellen, wenn ein technologischer Fortschritt in der Breite der Wirtschaft realisiert wird“, so Zimmermann. Auf der anderen Seite ist es notwendig, die Entwicklung neuer Technologien und die Unterstützung von Vorreiterunternehmen weiterhin zu stärken. „Die deutsche Wirtschaft muss ihren technologischen Vorsprung sichern und neue Technologiefelder besetzen. Angesichts der ambitionierten Innovationsstrategien im Ausland sind dazu erhöhte Innovationsanstrengungen hierzulande notwendig. Dies gilt gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung, von der eine bremsende Wirkung auf die Innovationstätigkeit droht.“ Dass sich die Politik zum Erreichen des 3,5 %-Ziels für die Höhe der FuE-Ausgaben bezogen auf das BIP bis zum Jahr 2025 bekannt habe, sei ein wichtiges Signal. „Die Ausstattung der Initiativen und Fördermaßnahmen mit ausreichend finanziellen Mitteln wird mitentscheidend dafür sein, ob dieses Ziel auch erreicht wird.“

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai 2019

Wie das BMWi mitteilt, ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai im Vergleich zum Vormonat um 0,3 % gestiegen.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 08.07.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai im Vergleich zum Vormonat um 0,3 % gestiegen. Während die Erzeugung in der Industrie um 0,9 % zunahm, ging die Produktion im Baugewerbe um 2,4 % zurück. Innerhalb der Industrie fiel der Anstieg bei der Erzeugung von Investitions- und Gebrauchsgütern mit 2,0 % und 2,7 % am stärksten aus.

Im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März ergab sich eine Einschränkung der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,6 %. Sowohl das Baugewerbe (-3,0 %) als auch die Industrie (-1,2 %) verzeichneten hier deutliche Abnahmen. Die Kfz-Industrie meldete einen Produktionsrückgang um 2,9 %.

Nach einem schwachen April stabilisierte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai auf niedrigem Niveau. Ein deutlicher Rückgang im Baugewerbe wurde hierbei von moderaten Zuwächsen in der Industrie ausgeglichen. Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich zeigt sich jedoch eine deutlich gedämpfte Industriekonjunktur, die angesichts schwacher Auftragseingänge und des eingetrübten Geschäftsklimas in den kommenden Monaten anhalten dürfte.

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Deutsche Exporte im Mai 2019: +4,5 % zum Mai 2018

Im Mai 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 113,9 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 93,4 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Mai 2019 um 4,5 % und die Importe um 4,9 % höher als im Mai 2018.

Deutsche Exporte im Mai 2019: +4,5 % zum Mai 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.07.2019

Exporte, Mai 2019

  • 113,9 Milliarden Euro
  • +1,1 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +4,5 % zum Vorjahresmonat

Importe, Mai 2019

  • 93,4 Milliarden Euro
  • -0,5 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +4,9 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, Mai 2019

  • 20,6 Milliarden Euro
  • 18,7 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Mai 2019

  • 16,5 Milliarden Euro

Im Mai 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 113,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 93,4 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Mai 2019 um 4,5 % und die Importe um 4,9 % höher als im Mai 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat April 2019 um 1,1 % zu, die Importe sanken um 0,5 %.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2019 mit einem Überschuss von 20,6 Milliarden Euro ab. Im Mai 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +20,0 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Mai 2019 bei 18,7 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+21,3 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-1,1 Milliarden Euro), Primäreinkommen (-4,2 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (+0,5 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Mai 2019 mit einem Überschuss von 16,5 Milliarden Euro ab. Im Mai 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 13,0 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2019 Waren im Wert von 66,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 54,2 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Mai 2018 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 0,6 % und die Importe aus diesen Ländern um 4,7 %. In die Länder der Eurozone wurden im Mai 2019 Waren im Wert von 42,3 Milliarden Euro (+3,8 %) exportiert und Waren im Wert von 35,8 Milliarden Euro (+8,7 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai 2019 Waren im Wert von 23,8 Milliarden Euro (-4,8 %) exportiert und Waren im Wert von 18,4 Milliarden Euro (-2,3 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Mai 2019 Waren im Wert von 47,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 39,2 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Mai 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 10,4 % zu, die Importe von dort stiegen um 5,1 %.

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2019

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,2 % zurückgegangen.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 05.07.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,2 % zurückgegangen. Die Inlandsaufträge nahmen im Mai um 0,7 % zu. Die Bestellungen aus dem Euroraum verringerten sich um 1,7 % und aus dem Nicht-Euroraum um 5,7 %.

Im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März ergab sich ein Rückgang der Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe um 0,4 %. Dem Plus von 2,7 % bei Konsumgütern standen Abnahmen um 1,8 % bzw. 0,1 % bei Vorleistungs- und Investitionsgütern gegenüber. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Euroraum gingen um 2,8 % bzw. 3,8 % zurück. Aus dem Nicht-Euroraum war ein Orderzuwachs um 4,5 % zu verzeichnen.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich im Mai wieder spürbar verringert, nachdem sie sich in den beiden letzten Monaten auf niedrigem Niveau stabilisiert hatten. Zuletzt lagen sie etwa 7 % unter ihrem durchschnittlichen Monatswert im Jahr 2018. Die gewichtige Kfz-Industrie verbuchte im Mai sowohl im In- als auch im Ausland Auftragsrückgänge (-1,6 % bzw. -5,0 %). Es ist somit von einer weiterhin schwachen Industriekonjunktur in den kommenden Monaten auszugehen.

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Arbeitskosten: Deutschland weiter im westeuropäischen Mittelfeld, Anstieg zuletzt unter dem EU-Durchschnitt

Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung rangiert Deutschland bei den Arbeitskosten für die private Wirtschaft trotz des langjährigen wirtschaftlichen Booms weiterhin lediglich im oberen Mittelfeld Westeuropas. 2018 sind die deutschen Arbeitskosten nominal um 2,3 Prozent gestiegen. Das entspricht dem Durchschnitt des Euroraums und liegt einen halben Prozentpunkt niedriger als im Mittel der EU.

Arbeitskosten: Deutschland weiter im westeuropäischen Mittelfeld, Anstieg zuletzt unter dem EU-Durchschnitt

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 03.07.2019

Trotz des langjährigen wirtschaftlichen Booms rangiert Deutschland bei den Arbeitskosten für die private Wirtschaft weiterhin lediglich im oberen Mittelfeld Westeuropas. 2018 sind die deutschen Arbeitskosten nominal um 2,3 Prozent gestiegen. Das entspricht dem Durchschnitt des Euroraums und liegt einen halben Prozentpunkt niedriger als im Mittel der EU. Zudem sind die Effekte einer langen Schwächephase in den 2000er-Jahren längst noch nicht ausgeglichen: Schaut man auf den gesamten Zeitraum von 2001 bis Ende 2018, verzeichnete die Bundesrepublik den drittgeringsten Anstieg bei den Arbeitskosten in der EU. Mit Arbeitskosten von 35 Euro pro Stunde lag die Bundesrepublik 2018 wie im Jahr zuvor an sechster Stelle unter den EU-Ländern hinter Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden und Frankreich. Die Niederlande, Finnland und Österreich haben mit 34,70 bis 34,30 Euro pro Stunde fast die gleichen Arbeitskosten wie Deutschland. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Arbeits- und Lohnstückkostenreport, den das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung am 03.07.2019 auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellt. Die Studie zeigt auch, dass Staat und Unternehmen künftig deutlich mehr investieren müssen, um längerfristig ein befriedigendes Wachstum der Produktivität sicherzustellen.

Da die Löhne in den vergangenen Jahren wieder etwas stärker gestiegen sind, habe sich die Entwicklung der Arbeitskosten „normalisiert“, konstatiert das IMK. Trotzdem weist Deutschland im Gesamtzeitraum seit 2001 mit 2,1 Prozent im Jahresmittel zusammen mit Italien den drittniedrigsten Anstieg nach den Euro-Krisenländern Griechenland und Portugal auf. Es bestehe deshalb „weiterhin noch Spielraum nach oben“, schreiben die Studienautoren Prof. Dr. Alexander Herzog-Stein, Dr. Ulrike Stein und Dr. Rudolf Zwiener. Ähnlich sehe es bei der für die internationale Wettbewerbsfähigkeit wichtigeren Entwicklung der Lohnstückkosten aus. Auch die seit der Jahrtausendwende aufgelaufenen Ungleichgewichte bei der Entwicklung von Binnennachfrage und Exporten sind laut der IMK-Analyse längst noch nicht ausgeglichen: Während die Inlandsnachfrage in Deutschland seit der Jahrtausendwende real um 18 Prozent zugelegt hat, expandierten die Ausfuhren um mehr als 120 Prozent. Deutschland wird in diesem Jahr zum neunten Mal in Folge die von der EU gezogene Stabilitäts-Obergrenze für Überschüsse in der Leistungsbilanz deutlich überschreiten, so die Ökonomen.

Steigende Reallöhne stützen deutsche Wirtschaft in konjunkturell schwieriger Situation

„Die Rückkehr zu normalen Lohnerhöhungen in den vergangenen Jahren erweist sich derzeit als wichtiger Stabilitätsanker für die deutsche Wirtschaft“, sagt Prof. Dr. Sebastian Dullien, der wissenschaftliche Direktor des IMK. „Derzeit stützt vor allem die Konsumnachfrage der privaten Haushalte die deutsche Konjunktur. Aufgrund des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds hat die deutsche Industrie zuletzt massiv an Dynamik verloren. Hätten wir nun ein Konsumwachstum so schwach wie Mitte der 2000er-Jahre, wäre die deutsche Wirtschaft schon längst wieder in der Rezession. Und diese starke Konsumnachfrage wäre ohne die robusten Lohnerhöhungen der vergangenen Jahre nicht denkbar.“ Grund ist laut Dullien eine Trendwende in den Lohnerhöhungen etwa seit kurz nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. „Von 2001 bis 2010 stiegen die deutschen Arbeitskosten im Schnitt um 1,7 Prozent pro Jahr. Weil die Inflation damals fast ebenso hoch war, stagnierten die realen Einkommen. Der Konsum konnte die Konjunktur nicht stützen. Seit 2010 sind die Arbeitskosten im Schnitt um 2,5 Prozent gestiegen, während die Inflation unter 1,5 Prozent lag. Dieser reale Lohnanstieg finanziert nun den Konsum.“

Sorgen um die preisliche internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen müsse man sich trotzdem derzeit nicht machen, so Dullien. „Die deutschen Unternehmen sind von ihren Arbeitskosten her weiter sehr wettbewerbsfähig. Allerdings kämpfen die Betriebe mit anderen Problemen – wie der zunehmend maroden öffentlichen Infrastruktur. Inzwischen geben in Umfragen rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen an, durch Infrastrukturmängel regelmäßig in ihrer Geschäftstätigkeit behindert zu werden.“ Dies erkläre auch, warum sich die deutschen Unternehmen trotz anhaltend hoher Gewinne, niedriger Schuldenstände und günstigen Finanzierungsbedingungen in den vergangenen Jahren mit Investitionen zurückgehalten hätten. „Wenn der Service-Mitarbeiter wegen gesperrter Brücken auf der Autobahn im Stau steht, ist er nicht produktiv, verursacht aber trotzdem Kosten. Um die Unternehmen wieder zu mehr Investitionen zu bringen, muss die öffentliche Hand sich auch endlich wieder um die öffentliche Infrastruktur kümmern – und das heißt: Wir brauchen mehr staatliche Investitionen“, so Dullien.

Lohnstückkostenentwicklung: Fast 7 Prozentpunkte unter dem Mittel des Euroraums

Auch bei den Lohnstückkosten, die die Arbeitskosten ins Verhältnis zum Produktivitätsfortschritt setzen, weist Deutschland für den Zeitraum von 2000 bis Ende 2018 weiterhin eine moderate Tendenz auf. Trotz einer ebenfalls stärkeren Steigerung in den vergangenen Jahren sind sie seit Beginn der Währungsunion deutlich schwächer gestiegen als in fast allen anderen Mitgliedstaaten des Euroraums – und schwächer, als mit dem Inflationsziel der EZB vereinbar ist. Die deutsche Lohnstückkostenentwicklung lag zuletzt laut IMK immer noch um kumuliert knapp 7 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Euroraums und gut 10 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Euroraums ohne Deutschland. Das langjährige extrem schwache Wachstum der deutschen Lohnstückkosten trug zu den ausgeprägten wirtschaftlichen Ungleichgewichten im Euroraum bei.

Eine langfristig „stabilitätskonforme“ Wachstumsrate der Lohnstückkosten liegt nach Analyse des IMK bei knapp zwei Prozent pro Jahr – der EZB-Zielinflationsrate. Dieser Wert ist im Jahr 2018 im Euroraum mit 1,9 Prozent erreicht worden. In Deutschland lag die Rate 2018 bei 2,8 Prozent, da der Produktivitätsfortschritt aufgrund der konjunkturellen Abschwächung des Wirtschaftswachstums im Jahresverlauf faktisch zum Stillstand kam. Im längerfristigen Durchschnitt seit 2000 nahmen die deutschen Lohnstückkosten aber nur um 1,1 Prozent im Jahr zu.

Mangelnde Investitionen drücken auf die Produktivität

Um Deutschland und den EU-Staaten ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, empfehlen die Ökonomen eine makroökonomisch ausgerichtete Lohnpolitik, die sich an der Summe aus EZB-Zielinflation und dem längerfristigen Trend des Produktivitätszuwachses orientiert. Diese Marke sei in den 2000er-Jahren deutlich unterschritten worden, wobei insbesondere die mittleren und niedrigeren Löhne deutlich hinter der durchschnittlichen Produktivität zurückgeblieben sind, zeigen die Forscher. Die stärkeren Zuwächse seit Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise hätten den Rückstand lediglich „zum Teil etwas korrigiert“.

Ein wichtiger Faktor für eine wachstumsorientierte Lohnentwicklung in der Zukunft sind deutlich stärkere Investitionen als in den vergangenen Jahren, zeigen die Experten. Denn wie in anderen Industrieländern auch hat sich der Produktivitätsfortschritt in Deutschland im Vergleich zu den 1990er-Jahren spürbar verlangsamt. Eine gängige Erklärung für dieses Phänomen ist, dass der technische Fortschritt trotz zunehmender Digitalisierung die messbare Produktivität zuletzt weniger stark angetrieben hat. In der Folge lahme die so genannte „Totale Faktorproduktivität“ (TFP).

Allerdings erklärt dieses Phänomen nach Analyse des IMK die geringere Produktivität nur zum Teil, zumal die TFP seit 2010 auch wieder stärker steige. Entscheidend sei daher etwas anderes, betonen die Forscher: „Vielmehr hat sich, beginnend seit Mitte der 1990er-Jahre, der Prozess der Kapitalvertiefung – der Zuwachsrate der Kapitalintensität je geleisteter Arbeitsstunde, die getrieben wird von den Investitionen – im Trend merklich verlangsamt. Die Investitionszurückhaltung, die deutsche Unternehmen trotz guter Gewinnsituation in den vergangenen Jahren praktizierten, erkläre rund die Hälfte der Verlangsamung bei der Produktivität.

„Die Zahlen aus dem IMK-Report belegen, dass die Investitionsschwäche zunehmend den deutschen Wohlstand gefährdet. In den 1990er-Jahren hat noch die Anschaffung neuer Kapitalgüter in den Betrieben spürbar zur Produktivitätssteigerung beigetragen. Inzwischen ist davon in den Zahlen nichts mehr zu sehen. Zuletzt ist sogar der Kapitalstock pro geleisteter Arbeitsstunde leicht zurückgegangen und hat so die Produktivität gebremst“, sagt Sebastian Dullien. „Das ist auch problematisch, weil langfristig das Produktivitätswachstum den Verteilungsspielraum bestimmt. Weniger Produktivität bedeutet dann am Ende: Niedrigeres Lohnwachstum, weniger Gewinne und für alle weniger Einkommen.“

Arbeitskosten 2018: 35,00 Euro pro Stunde

Zu den Arbeitskosten zählen neben dem Brutto-Lohn die Arbeitgeberanteile an den Sozialbeiträgen, Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung sowie als Arbeitskosten geltende Steuern. Das IMK nutzt für seine Studie die neuesten verfügbaren Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

2018 mussten deutsche Arbeitgeber in der Privatwirtschaft (Industrie und privater Dienstleistungsbereich) 35,00 Euro pro geleistete Arbeitsstunde aufwenden. Höher liegen die Arbeitskosten in fünf Ländern: In Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden und Frankreich müssen zwischen 44,70 und 36,50 Euro pro Stunde ausgegeben werden. Fast gleichauf mit den Deutschen sind die Arbeitskosten in den Niederlanden, Finnland und Österreich. Der Durchschnitt des Euroraums liegt bei 30,60 Euro. Nur geringfügig niedriger sind die Arbeitskosten in Irland (30,50 Euro). Die Arbeitskosten in Großbritannien (26,30 Euro) sind in Euro gerechnet um 2,3 Prozent gestiegen, auf Pfundbasis um 3,3 Prozent.

Italien weist mit 27,20 Euro die höchsten Arbeitskosten in Südeuropa auf und liegt knapp über dem EU-Mittel von 27,00 Euro. In den übrigen südlichen EU-Staaten betragen die Arbeitskosten zwischen 21,10 Euro (Spanien) und 13,30 Euro (Portugal). Die „alten“ EU-Länder Griechenland und Portugal liegen mittlerweile deutlich hinter dem EU-Beitrittsland Slowenien mit 18,30 Euro. In der Tschechischen Republik, Estland, der Slowakei, Kroatien, Ungarn, Polen, Lettland und Litauen betragen die Stundenwerte zwischen 12,70 und 9,20 Euro. In diesen Ländern waren die Steigerungsraten mit knapp sechs bis gut 12 Prozent im vergangenen Jahr erneut überdurchschnittlich. Schlusslichter sind Rumänien und Bulgarien mit Arbeitskosten von 6,50 bzw. 5,30 Euro pro Stunde, allerdings bei Zuwächsen von 8,5 und 6,5 Prozent.

Arbeitskosten in der Industrie und im Dienstleistungsbereich

Im Verarbeitenden Gewerbe betrugen 2018 die Arbeitskosten in Deutschland 40,00 Euro pro Arbeitsstunde. Im EU-Vergleich steht die Bundesrepublik damit wie in den Vorjahren an vierter Stelle als Teil einer größeren Gruppe von Industrieländern, die deutlich über dem Euroraum-Durchschnitt von 32,90 Euro liegen. Dazu zählen auch Dänemark mit industriellen Arbeitskosten von 45,30 Euro, Belgien (42,60 Euro), Schweden (40,70 Euro) sowie Frankreich (37,60 Euro), Österreich (37,20 Euro) und Finnland (36,80 Euro). Dabei ist nicht berücksichtigt, dass das Verarbeitende Gewerbe in der Bundesrepublik stärker als in jedem anderen EU-Land von günstigeren Vorleistungen aus dem Dienstleistungsbereich profitiert (siehe folgenden Abschnitt). 2018 stiegen die industriellen Arbeitskosten in Deutschland um 1,9 Prozent und damit schwächer als im Durchschnitt von EU (2,6 Prozent) und Euroraum (2,1 Prozent).

Im privaten Dienstleistungssektor lagen die deutschen Arbeitskosten 2018 mit 32,50 Euro weiterhin an neunter Stelle nach den nordischen EU-Staaten, den Benelux-Ländern, Frankreich und Österreich. Den höchsten Wert wies Dänemark mit 44,90 Euro aus, der Durchschnitt im Euroraum beträgt 29,60 Euro, in der gesamten EU 27,00 Euro. 2018 stiegen die Arbeitskosten im deutschen Dienstleistungssektor um 2,6 Prozent. Damit lag der Zuwachs geringfügig unter dem Durchschnitt in der EU (2,7 Prozent) und geringfügig über dem im Euroraum (2,5 Prozent).

Industrie kann Vorleistungen günstiger einkaufen

In Deutschland ist der Abstand der Arbeitskosten zwischen Verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistungssektor weiterhin größer als in jedem anderen EU-Land, so das IMK. Er betrug Ende 2018 knapp 19 Prozent. Vom vergleichsweise niedrigen Arbeitskostenniveau in den deutschen Dienstleistungsbranchen profitiert auch die Industrie, die dort Vorleistungen nachfragt. Dadurch entsteht nach Berechnungen des IMK eine Kosteneinsparung für die Industrie von rund 4 Euro pro Stunde. Während der Dienstleistungssektor die Industrie hierzulande deutlich entlaste, sei es insbesondere in den mittel- und osteuropäischen EU-Ländern umgekehrt, so die Forscher.

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