Industrie erwartet Anstieg der Kurzarbeit

8,5 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit. Das geht aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts hervor.

Industrie erwartet Anstieg der Kurzarbeit

ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.07.2019

Die deutsche Industrie rechnet mit einem Anstieg der Kurzarbeit. Das geht aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts hervor. Demnach erwarten 8,5 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe Kurzarbeit in den kommenden drei Monaten. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2013. Vor einem Jahr waren es noch 2,6 Prozent.„Die konjunkturelle Abschwächung hinterlässt allmählich ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen. „Die deutsche Industrie befindet sich seit Mitte vergangenen Jahres in einer Rezession. Kurzarbeit ist ein Mittel der Wahl, wenn Unternehmen trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten ihre Fachkräfte halten wollen.“

Der ifo-Umfrage zufolge fahren derzeit bereits 3,8 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe Kurzarbeit. Das ist der höchste Wert seit Mitte 2013. Auf seinem letzten Tiefstand Ende 2017 hatte der Anteil nur 0,4 Prozent betragen. Seitdem steigt er fast kontinuierlich an.

Auch die ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit deuten darauf hin, dass die konjunkturbedingte Kurzarbeit gestiegen ist – auf knapp 44.000 Personen im April 2019. Ein Jahr zuvor waren gerade einmal 13.000 Arbeitnehmer betroffen. Für die Monate Mai bis Juli 2019 geht die Bundesagentur aktuell von einem Rückgang der Kurzarbeiterzahlen aus. Allerdings beruhen diese Schätzungen lediglich auf bereits bewilligten Anzeigen über Kurzarbeit. „Die tatsächlich realisierten Kurzarbeiterzahlen werden erst deutlich später vorliegen,“ erläutert Wollmershäuser. „Da jedoch zwischen ihnen und den ifo-Erwartungen ein enger statistischer Zusammenhang besteht, dürften die Vorausschätzungen der Bundesagentur in den kommenden Monaten nach oben revidiert werden.“

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Geschäftsklima KMU: Immer mehr Risse in den tragenden Säulen der Konjunktur

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen sinkt lt. KfW im Juni auf den tiefsten Stand seit dem Sommer 2016. Der bereits seit Dezember pessimistische Blick in die Zukunft zeugt von anhaltender Besorgnis in den Unternehmen angesichts der langen Liste von Abwärtsrisiken, die im Juni mit den zunehmenden Spannungen am Persischen Golf sogar noch länger geworden ist.

Geschäftsklima KMU: Immer mehr Risse in den tragenden Säulen der Konjunktur

KfW, Pressemitteilung vom 03.07.2019

  • Mittelständisches Geschäftsklima sinkt auf Dreijahrestief
  • Stimmung in den Großunternehmen bleibt im Keller
  • Eintrübungen erfassen inzwischen auch größere Teile der Binnenwirtschaft
  • Erwartete Konjunkturerholung zunehmend unsicher

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen trübt sich weiter ein und fällt im Juni auf 4,7 Saldenpunkte (-1,1 Zähler). Zu diesem Rückgang tragen beide Komponenten des Indikators bei: So verringert sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage um 0,8 Zähler auf 16,7 Saldenpunkte. Gleichzeitig sinken die Geschäftserwartungen um 1,4 Zähler auf -6,4 Saldenpunkte. Der bereits seit Dezember pessimistische Blick in die Zukunft zeugt von anhaltender Besorgnis in den Unternehmen angesichts der langen Liste von Abwärtsrisiken, die im Juni mit den zunehmenden Spannungen am Persischen Golf sogar noch länger geworden ist.

In den Großunternehmen bleibt die Stimmung im Juni unverändert schlecht. Das praktisch stagnierende Geschäftsklima (-0,1 Zähler auf -5,1 Saldenpunkte) resultiert aus gegenläufigen Bewegungen der beiden Komponenten: Während die Geschäftserwartungen der großen Unternehmen um 0,8 Zähler auf -10,4 Saldenpunkte sinken, steigen die Lageurteile um 0,6 Zähler auf bescheidene 0,5 Saldenpunkte.

Die erneuten Klimarückgänge im Verarbeitenden Gewerbe sind angesichts flauer Weltkonjunktur, schwelender Handelskonflikte, der nach wie vor ungelösten Brexit-Frage und wachsender geopolitischer Risiken kaum überraschend. Die allgemeine Stimmung wie auch die Exporterwartungen des Verarbeitenden Gewerbes notieren nach weiteren Rückgängen im Juni in beiden Unternehmensklassen inzwischen deutlich im roten Bereich. „Vor diesem Hintergrund sehen wir mit zunehmender Sorge, dass auch die bislang tragenden binnenwirtschaftlichen Säulen der Konjunktur immer mehr Risse bekommen“, sagt Dr. Klaus Borger, Konjunktur- und Deutschlandexperte bei KfW Research.

In der Baubranche bekommt die lange Zeit euphorische Stimmung erste Kratzer ab (Mittelständler: -1,5 Zähler auf 29,6 Saldenpunkte; Großunternehmen: -2,5 Zähler auf 29,1 Saldenpunkte). Bei den Dienstleistungen trübt sich das Geschäftsklima schon seit einiger Zeit schleichend ein, genauso wie im Großhandel, wo es inzwischen sogar leicht ins Negative gekippt ist. Die positive Ausnahme in der allgemein gedrückten Stimmung zu Sommerbeginn ist der Einzelhandel. Das mittelständische Einzelhandelsklima verbessert sich um deutliche 3,1 Zähler auf 14,5 Saldenpunkte und bei den großen Einzelhändlern macht die Stimmung sogar einen regelrechten Sprung nach oben (+7,3 Zähler auf 12,2 Saldenpunkte). Zumindest kurzfristig ist die Rolle des Konsums als Stütze der Konjunktur nicht in Gefahr. Dennoch ist fraglich, ob sich das Einzelhandelsklima perspektivisch auf diesem guten Niveau halten kann, denn der lange verlässlich kräftige Rückenwind vom Arbeitsmarkt für die Konsumnachfrage flaut zusehends ab.

„Die Botschaft des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers im Juni ist alles in allem ernüchternd. Hinter die auch von uns erwartete moderate Konjunkturerholung ist ein immer größeres Fragezeichen zu setzen“, sagt Borger. „Angesichts der zahlreichen außenwirtschaftlichen Belastungsfaktoren sind die negativen Erwartungen in den Unternehmen verständlich und dürften nicht zuletzt die Investitionsbereitschaft schmälern. Bisher schafft die Binnennachfrage ein Gegengewicht, weswegen wir unsere Hoffnung auf eine moderate Konjunkturerholung ab dem zweiten Halbjahr noch nicht aufgeben wollen. Entscheidend wird dabei allerdings sein, dass sich die globale Risikosituation zumindest teilweise entspannt, die Weltwirtschaft wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt und die Industrierezession endet, bevor sie den Arbeitsmarkt und die Binnenbranchen noch stärker infiziert.“

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Finanzierungsklima trotz konjunktureller Abkühlung weiter auf Allzeithoch

Die Finanzierungssituation der Unternehmen in Deutschland ist weiterhin außerordentlich positiv. In der diesjährigen KfW-Unternehmensbefragung ist der Anteil der Unternehmen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, gegenüber 2012 um ein Drittel gesunken.

Finanzierungsklima trotz konjunktureller Abkühlung weiter auf Allzeithoch

KfW, Pressemitteilung vom 02.07.2019

  • Anteil der Unternehmen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, ist gegenüber 2012 um ein Drittel gesunken.
  • Kleine Unternehmen nach wie vor mit deutlich größeren Schwierigkeiten beim Kreditzugang.
  • Persönliche Ansprechpartner und deren Kontinuität stehen bei Unternehmen trotz des Trends zur Digitalisierung hoch im Kurs; der Anteil der Unternehmen, der Online-Angebote wertschätzt, nimmt jedoch stark zu.

Die Finanzierungssituation der Unternehmen in Deutschland ist weiterhin außerordentlich positiv. Die Unternehmen verfügen über eine hohe Innenfinanzierungskraft, treffen auf ein niedriges Zinsniveau bei Krediten sowie gelockerte Kreditrichtlinien der deutschen Banken. In der diesjährigen Unternehmensbefragung , die die KfW jährlich gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchführt, beträgt der Anteil derjenigen Unternehmen, die von Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, jetzt 8,9 %. Seit 2012 ist dieser Wert um rund ein Drittel gesunken. Demgegenüber geben 60,6 % der Unternehmen an, dass der Kreditzugang „leicht“ sei.

Die Ratingnoten der Unternehmen haben sich erneut auf breiter Front verbessert. 34,5 % der Unternehmen melden Verbesserungen der Ratingnote gegenüber 8,1 %, bei denen sich die Ratingnote verschlechtert hat.

Allerdings sind kleine Unternehmen weiterhin deutlich häufiger von Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme betroffen als große Unternehmen. Immerhin 19,4 % der kleinen Unternehmen (bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz) bezeichnen ihren Kreditzugang als schwierig. Da kleine Firmen strukturell bedingt meist über niedrigere Bonitäten verfügen und Probleme haben, ausreichend Sicherheiten zu stellen, werden ihre Kreditanträge häufiger abgelehnt oder sie erhalten weniger vorteilhafte Konditionen als große Unternehmen.

Bankkredite bleiben eine wichtige Finanzierungsquelle: 53,9 % der Unternehmen haben im letzten Jahr Kreditverhandlungen geführt. Allerdings hat sich dieser Anteil in den zurückliegenden Jahren verringert. Der Grund hierfür liegt in erster Linie in der derzeit hohen Innenfinanzierungskraft der Unternehmen.

Der Anteil der Unternehmen, die von gescheiterten Kreditverhandlungen berichten, bewegt sich je nach Laufzeit des Kredits zwischen 9,7 % und 6,9 %. Unternehmen bis 10 Mio. Euro Umsatz berichten je nach Laufzeit zwischen zwei- und viermal häufiger vom Scheitern aller Kreditverhandlungen als Unternehmen mit einem Umsatz von über 10 Mio. Euro.

Entgegen des Trends zur Digitalisierung und zur Schließung von Filialen erwarten Unternehmen von ihren Banken vor allem persönliche Ansprechpartner vor Ort und deren Kontinuität (86,2 % bzw.76,3 %). Allerdings ist der Anteil der Unternehmen, der darüber hinaus Online-Informationen zu Produkten und Dienstleistungen sowie eine einfach zu handhabende Online-Abwicklung von Bankgeschäften erwartet, seit dem Jahr 2013 deutlich gestiegen.

Dr. Volker Zimmermann, Experte für Unternehmensfinanzierung bei KfW Research: „Die gedämpfte konjunkturelle Entwicklung hat sich bislang nicht negativ auf das Finanzierungsklima ausgewirkt. Sollte sich die Konjunktur aufgrund der geopolitischen Risiken jedoch weiter eintrüben, dürfte sich dies negativ auf die Entwicklung der Ratingnoten und in der Folge auch auf den Kreditzugang auswirken.“

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Bitkom zur jüngsten Anpassung im Datenschutzrecht

Der Bundestag hat das zweite Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz beschlossen, wonach u. a. Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern künftig nicht mehr verpflichtet sind, einen Datenschutzbeauftragten stellen zu müssen. Bitkom nimmt dazu Stellung.

Bitkom zur jüngsten Anpassung im Datenschutzrecht

Bitkom, Pressemitteilung vom 28.06.2019

Der Bundestag hat am 28.06.2019 das zweite Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz beschlossen, wonach u. a. Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern künftig nicht mehr verpflichtet sind, einen Datenschutzbeauftragten stellen zu müssen.Dazu erklärt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung für Sicherheit und Recht:

„Für kleine Unternehmen ist die angepasste Pflicht eines Datenschutzbeauftragten zunächst eine Erleichterung. Aber auch Kleinstbetriebe werden weiterhin mit den immer noch bestehenden Rechtsunsicherheiten der Datenschutz-Grundverordnung kämpfen müssen. Das grundsätzliche Problem bleibt: Auch ohne einen bestellten Datenschutzbeauftragten müssen doch alle Vorgaben bewältigt und eingehalten werden. In der anstehenden Evaluierung der DS-GVO muss die Politik deshalb nachbessern. Was wir brauchen, ist eine Abkehr vom One-Size-fits-All Ansatz der DS-GVO. Startups oder Vereine müssen anders reguliert werden als große Konzerne. Die Art und der Umfang der Datenverarbeitungen sollten dabei dann ausschlaggebend sein.“

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Schwache Industrie schlägt leichte Delle in Konjunktur des Euroraums

Die Konjunktur im Euroraum wird im zweiten Quartal des Jahres eine leichte Delle erleben. Das Wachstum dürfte auf 0,3 Prozent zurückgehen, von 0,4 Prozent im ersten Quartal. Das erwarten die Forschungsinstitute ifo Institut, KOF und Istat. Für das dritte und vierten Quartal rechnen sie dann jeweils wieder mit 0,4 Prozent Wachstum.

BIP im Euroraum in 1. Quartal 2019

Schwache Industrie schlägt leichte Delle in Konjunktur des Euroraums

ifo Institut, Pressemitteilung vom 26.06.2019

Die Konjunktur im Euroraum wird im zweiten Quartal des Jahres eine leichte Delle erleben. Das Wachstum dürfte auf 0,3 Prozent zurückgehen, von 0,4 Prozent im ersten Quartal. Das erwarten die Forschungsinstitute ifo Institut aus München, KOF aus Zürich und Istat aus Rom. Für das dritte und vierten Quartal rechnen sie dann jeweils wieder mit 0,4 Prozent Wachstum.

Ursache für die vorübergehende Abschwächung im zweiten Quartal ist die Industrieproduktion. Dort erwarten die Institute einen Rückgang um 0,3 Prozent, nach einem überraschend starken Plus von 0,9 Prozent im ersten Quartal. Für das dritte und vierte Quartal sehen sie wieder einen Produktionszuwachs von jeweils 0,3 Prozent in der Industrie.

Die Investitionen dürften im zweiten Quartal um 0,3 Prozent steigen, im dritten und vierten um je 0,5 Prozent. Getragen wird die Konjunktur aber auch vom privaten Konsum, der in den Quartalen um jeweils 0,3 Prozent, 0,4 Prozent und 0,4 Prozent wachsen wird.

Für das Gesamtjahr 2019 bedeutet dies ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 Prozent, der Investitionen um 3,5 Prozent und des privaten Konsums um 1,4 Prozent. Die Inflation dürfte in den betrachteten Quartalen bei 1,4 Prozent, 1,1 Prozent und 1,3 Prozent und im Gesamtjahr bei 1,3 Prozent liegen und damit jeweils deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent. Die Prognose basiert auf den Annahmen, dass Öl der Sorte Brent 63 US-Dollar pro Fass kostet und der Euro 1,12 US-Dollar.

Die Prognose unterliegt erheblichen Risiken im Herbst. Einerseits nähert sich dann der neuerliche Termin für den Brexit. Auch werden die USA über die Einführung von zusätzlichen Zöllen auf Pkw-Importe aus der EU und Japan entscheiden. Derartige Zölle könnten erheblich negative Auswirkungen auf die Produktion im Euroraum haben.

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Importpreise im Mai 2019: -0,2 % gegenüber Mai 2018

Die Importpreise waren im Mai 2019 um 0,2 % niedriger als im Mai 2018. Im April 2019 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +1,4 % gelegen, im März 2019 bei +1,7 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Importpreise im Mai 2019 gegenüber April 2019 im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

Außenhandel

Importpreise im Mai 2019: -0,2 % gegenüber Mai 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.06.2019

Importpreise, Mai 2019

  • -0,1 % zum Vormonat
  • -0,2 % zum Vorjahresmonat

Exportpreise, Mai 2019

  • -0,1 zum Vormonat
  • +0,7 % zum Vorjahresmonat

Die Importpreise waren im Mai 2019 um 0,2 % niedriger als im Mai 2018. Im April 2019 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +1,4 % gelegen, im März 2019 bei +1,7 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sanken die Importpreise im Mai 2019 gegenüber April 2019 im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

Der Rückgang der Importpreise gegenüber Mai 2018 war vor allem durch die Entwicklung der Importpreise für Energie beeinflusst. Sie lagen im Durchschnitt um 4,1 % unter dem Stand des Vorjahresmonats (+0,1 % gegenüber dem Vormonat). Den größten Einfluss auf die Veränderungsrate für Energie hatte Erdgas mit einem Minus von 16,4 %. Auch Steinkohle (-10,3 %) war im Mai 2019 preiswerter als im Mai 2018. Dagegen war Erdöl um 2,7 % teurer als vor einem Jahr. Der Importpreisindex ohne Energie war im Mai 2019 um 0,3 % höher als im Mai 2018 (-0,1 % gegenüber April 2019). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex aber um 0,3 % unter dem Stand des Vorjahres (-0,2 % gegenüber April 2019).

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter lagen im Durchschnitt um 0,3 % unter dem Stand von Mai 2018 (-0,4 % gegenüber dem Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verbilligten sich unter anderem elektronische Bauelemente (-7,8 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-3,9 %). Dagegen lagen die Preise für Eisenerze (+28,1 %) sowie für Edelmetalle und Halbzeug daraus (+9,6 %) über dem Niveau von Mai 2018.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Durchschnitt um 1,8 % teurer als im Vorjahr (+0,2 % gegenüber dem Vormonat). Während sich lebende Schweine (+31,7 %) und Kartoffeln (+27,9 %) gegenüber Mai 2018 deutlich verteuerten, wurden Äpfel (-17,2 %) und Rohkaffee (-6,9 %) zu niedrigeren Preisen importiert.

Die Preise für importierte Investitionsgüter waren im Mai 2019 um 0,3 % höher als im Mai 2018. Gegenüber dem Vormonat veränderten sie sich nicht. Während Maschinen (+1,5 %) sowie Kraftwagen und deren Teile (+0,6 %) im Vorjahresvergleich teurer waren, wurden Smartphones (-9,6 %) und Tablets (-7,5 %) günstiger importiert als im Mai 2018.

Die Importpreise für Konsumgüter (Gebrauchs- und Verbrauchsgüter) erhöhten sich im Mai 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 % (+0,1 % gegenüber dem Vormonat). Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen im Durchschnitt um 0,7 %.

Der Index der Exportpreise lag im Mai 2019 um 0,7 % über dem Stand von Mai 2018. Im April 2019 und im März 2019 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils bei +1,3 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat April 2019 fielen die Exportpreise im Durchschnitt leicht um 0,1 %.

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Industrieflaute bremst deutsche Wirtschaft

Die Signale aus der Industrie sprechen für ein schwaches Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal: Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin gibt im Juni weiter nach und liegt mit 96 Punkten nunmehr klar unter der 100-Punkte-Marke, die für einen durchschnittlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung steht.

DIW Konjunkturbarometer Juni 2019

Industrieflaute bremst deutsche Wirtschaft

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 26.06.2019

Die Signale aus der Industrie sprechen für ein schwaches Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal: Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) gibt im Juni weiter nach und liegt mit 96 Punkten nunmehr klar unter der 100-Punkte-Marke, die für einen durchschnittlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung steht. Demnach dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres um lediglich 0,1 Prozent und damit kaum zunehmen. „Die deutsche Wirtschaft legt im Frühsommer eine Verschnaufpause ein“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Dafür gibt es aber Gründe: Die Beschäftigten haben Ende April mehr Urlaub genommen als üblich und entsprechend weniger produziert.“ Aktuell schätzen die Industrieunternehmen die laufende Produktion schon wieder deutlich besser ein. Auch die Auftragsbücher sind weiterhin sehr gut gefüllt.

Der Abwärtstrend bei den Auftragseingängen hat sich jüngst zwar etwas abgeflacht, die Geschäftserwartungen der Industrieunternehmen kühlen sich aber weiter ab und auch die Stimmung bei den Dienstleistern trübt sich mittlerweile etwas ein. „Vor allem aufgrund der schwachen Industrie wird die deutsche Wirtschaft im weiteren Verlauf zwar unterdurchschnittlich zulegen, damit normalisiert sich jedoch nur der bis zuletzt hohe Auslastungsgrad der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten“, sagt der DIW-Ökonom Simon Junker, Experte für die deutsche Wirtschaft. Die Abschwächung dürfte nicht zuletzt auf die anhaltend hohen Risiken zurückgehen – etwa mit Blick auf die von den USA ausgehenden Handelsstreitigkeiten, die insbesondere die deutsche Exportwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.

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Einkommensaussichten erleiden Rückschlag

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im Juni 2019 ein sehr uneinheitliches Bild. Die Anschaffungsneigung legt wieder zu, während die Einkommenserwartung deutliche Rückgänge verzeichnet. Die Konjunkturerwartung hat ihre Talfahrt, zumindest für diesen Moment, beendet. Für Juli prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 9,8 Punkten nach 10,1 Punkten im Juni.

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2019

Einkommensaussichten erleiden Rückschlag

GfK, Pressemitteilung vom 26.06.2019

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im Juni 2019 ein sehr uneinheitliches Bild. Die Anschaffungsneigung legt wieder zu, während die Einkommenserwartung deutliche Rückgänge verzeichnet. Die Konjunkturerwartung hat ihre Talfahrt, zumindest für diesen Moment, beendet. Für Juli prognostiziert GfK für das Konsumklima einen Wert von 9,8 Punkten nach 10,1 Punkten im Juni.

Bereits zum zweiten Mal in Folge verzeichnet das Konsumklima Verluste. Wesentlicher Grund ist der spürbare Rückgang des Einkommensindikators in diesem Monat. Dagegen kann die Anschaffungsneigung ihre im Vormonat erlittenen Einbußen mehr als wettmachen und zeigt eine im Großen und Ganzen stabile Entwicklung. Die Konjunkturerwartung geht aktuell nicht weiter zurück.

Konjunkturerwartung stabilisiert sich

Die Talfahrt der Konjunkturerwartung, die bereits Anfang 2018 begann, ist zumindest für den Moment Juni gestoppt. Der Indikator gewinnt 0,7 Zähler und weist nun 2,4 Punkte auf. Damit stabilisiert sich die Konjunkturstimmung auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Minus nun 17 Zähler.

Nach wie vor belasten die globale Konjunkturabkühlung, die anhaltenden Diskussionen um den Brexit sowie der Handelskonflikt mit den USA den Konjunkturindikator. Diese Faktoren belasten gerade die Exportnation Deutschland. Das gilt insbesondere für den Handelskonflikt mit den USA. Folglich wurden auch die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft spürbar zurückgenommen. Momentan erwarten die Experten einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von etwa einem halben Prozent.

Einkommenserwartung bricht ein

Nachdem sich die Einkommensstimmung zuletzt überaus stabil gezeigt hat, muss sie im Juni einen herben Rückschlag hinnehmen. Der Indikator verliert 12,2 Punkte und fällt damit auf 45,5 Zähler. Das ist der niedrigste Wert seit März 2017. Damals wurde 41,6 Punkte gemessen. Auch im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht nun ein Minus von knapp 12 Punkten zu Buche.

Bislang hat der Einkommensindikator von der exzellenten Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland profitieren können. Doch nun mehren sich die Stimmen, die von einem Ende des Beschäftigungsbooms sprechen. Folglich ist die Furcht vor Jobverlust bei einer Reihe von Arbeitnehmern gestiegen, was auch die GfK-Studie zeigt. Der Anteil der Verbraucher, die davon ausgehen, dass die Erwerbslosigkeit wieder etwas steigen könnte, nimmt im Juni zu.

Vor allem die Beschäftigten in der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern dürfte diese Furcht in erster Linie befallen. Neben dem Handelskonflikt mit den USA sowie der weltweiten Konjunkturabschwächung ist diese Branche auch durch die Transformation vom Verbrennungsmotor hin zur E-Mobilität geprägt. Offenbar befürchten nicht wenige, dass für die Herstellung der Elektrofahrzeuge künftig deutlich weniger Arbeitskräfte benötigt werden.

Ob es sich bei diesem Einbruch um einen einmaligen Ausreißer nach unten handelt oder dass der Beginn einer Trendwende für den Indikator ist, werden die kommenden Monate zeigen.

Anschaffungsneigung trotzt den sinkenden Einkommensaussichten

Im Gegensatz zu den Einkommensaussichten kann die Anschaffungsneigung im Juni Zugewinne verzeichnen. Der Indikator gewinnt 3,2 Zähler und steigt auf 53,7 Punkte. Damit macht er die Verluste aus dem Vormonat in Höhe von 2,6 Punkte mehr als wett. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 1,4 Punkten.

Damit stemmt sich die Konsumneigung in diesem Monat erfolgreich gegen die eingebrochenen Einkommensaussichten. Obwohl eine Reihe von Beschäftigten zunehmend Zweifel an ihrer Jobsicherheit haben, bleibt die Konsumlaune bislang ungebrochen. Ob das so bleibt, hängt sehr stark davon ab, wie sich die Einkommensaussichten in den kommenden Monaten entwickeln werden. Sollte sich der deutliche Rückgang des Indikators im Monat Juni zu einem anhaltenden Abwärtstrend entwickeln, wird es auch die Anschaffungsneigung schwer, ihr gegenwärtig exzellentes Niveau zu halten.

Konsumklima mit zweitem Rückgang in Folge

Für Juli zeigt das Konsumklima einen Wert von 9,8 Punkten und damit 0,3 Punkte weniger als im Juni. Damit sinkt das Konsumklima zum zweiten Mal in Folge. Die Binnennachfrage bleibt dennoch eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur. Damit das so bleibt, muss der Verunsicherung um die Jobsicherheit, die auch durch den Handelskonflikt mit den USA gewachsen ist, möglichst schnell begegnet werden. Sollte das in den Augen der Beschäftigten nicht gelingen, würde es das Konsumklima noch stärker belasten. Auch die GfK-Konsumprognose von 1,5 Prozent für dieses Jahr wäre dann sicherlich nicht zu halten.

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Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz – Licht und Schatten

Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz reagiert die Bundesregierung auf die zunehmenden Personalengpässe in den Unternehmen. Dass bei der Zuwanderung beruflich Qualifizierter aus Drittstaaten die Beschränkung auf einige Engpassberufe aufgehoben wird, bewertet der DIHK als grundsätzlich gut für die Betriebe. Gleiches gilt für die Möglichkeit, zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland kommen zu können, allerdings bestünden hier hohe Hürden.

Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz – Licht und Schatten

DIHK, Mitteilung vom 20.06.2019

Der Bundestag hat das Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen. Mit der Neuregelung reagiert die Bundesregierung nach langer und intensiver Diskussion auf zunehmende Personalengpässe in den Unternehmen. Ziel ist es, die Fachkräftesicherung durch eine gezielte Zuwanderung aus Drittstatten zu flankieren.Fast 60 Prozent der Unternehmen sehen laut aktueller DIHK-Konjunkturumfrage im Fachkräftemangel ein Risiko für ihre Geschäftsentwicklung. Besonders gesucht sind Mitarbeiter mit beruflicher Ausbildung. Zur Fachkräftesicherung in den Unternehmen müssen die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen und Ältere noch weiter verbessert werden. Allein dies dürfte jedoch perspektivisch nicht ausreichen – gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. Daher gehört die Zuwanderung, auch aus Nicht-EU-Staaten, in ein schlüssiges Gesamtkonzept.Hier setzt das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz an, das die Zuwanderung von beruflich Qualifizierten zu Recht in den Fokus rückt. Die bislang geltende Beschränkung auf einige Engpassberufe wird aufgehoben. Für die Unternehmen ist dieser Schritt grundsätzlich gut, denn bei der bisherigen Betrachtung anhand einer Positivliste konnten nicht alle Berufe erfasst und berücksichtigt werden, bei denen in den Betrieben tatsächlich Engpässe bestehen.

Ein konkretes Arbeitsplatzangebot bleibt eine wesentliche Voraussetzung für die Zuwanderung und stellt ein Kriterium dar, das sich am Bedarf der Unternehmen orientiert. Ergänzend wird nun die Möglichkeit eröffnet, befristet für sechs Monate zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen, was bisher nur Hochschulabsolventen vorbehalten war. Die Ausweitung dieser Regelung auf beruflich Qualifizierte ist im Kern sinnvoll, denn gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist es oftmals schwierig und aufwendig, im Ausland passende Kandidaten zu suchen. Allerdings legt der Gesetzgeber hier hohe Hürden fest. So ist zum Beispiel eine vollständig gleichwertige Berufsqualifikation nötig – über die nicht alle Interessierte verfügen dürften, schließlich ist die deutsche duale Ausbildung international nahezu einzigartig. Um das neue Instrument für Betriebe und Fachkräfte breiter nutzbar zu machen, sollte aus DIHK-Sicht eine teilweise Gleichwertigkeit der Qualifikation ausreichen. Denn nach einer Beschäftigungsaufnahme lassen sich berufsbegleitend fehlende Kenntnisse nachholen.

Für Zuwanderer, die ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegen haben, bringt das Gesetz an dieser Stelle einen Fortschritt: Sie können bereits mit teilweiser Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation hierzulande einer Beschäftigung nachgehen und die Unterschiede zeitnah ausgleichen. Zu diesem Ausgleich muss sich das Unternehmen verpflichten. Um diese Regelung in der Praxis mit Leben zu füllen, ist eine unbürokratische und bundeseinheitliche Umsetzung erforderlich. Dies gilt vor allem mit Blick auf die Beurteilung der Ausgleichsmaßnahmen im Unternehmen.

Damit die neuen Möglichkeiten insgesamt genutzt werden und einen Beitrag zur betrieblichen Fachkräftesicherung leisten können, sind Begleitmaßnahmen im In- und Ausland sinnvoll. Hierzu zählen unter anderem die Förderung des Spracherwerbs, Informations- und Marketingaktivitäten zugunsten des Arbeitsortes Deutschland sowie die Beratung bei der Berufsanerkennung im Ausland.

Gerade für KMU im Inland kann die Unterstützung im gesamten Prozess der Einstellung hilfreich sein – von der Bewerbersuche im Ausland über das administrative Zuwanderungsverfahren bis hin zur Integration im Betrieb.

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Selbständig – und zugleich abhängig beschäftigt

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen gleichzeitig einer abhängigen und einer selbständigen Erwerbstätigkeit („Hybride Selbständigkeit“) nach: Ihre Anzahl hat sich seit 1996 mehr als verdoppelt, ihr Anteil an den Selbständigen ist von 10 % auf fast 17 % gestiegen.

Hybride Selbständigkeit

Selbständig – und zugleich abhängig beschäftigt

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 24.06.2019

Immer mehr Menschen in Deutschland gehen gleichzeitig einer abhängigen und einer selbständigen Erwerbstätigkeit („Hybride Selbständigkeit“) nach: Ihre Anzahl hat sich seit 1996 mehr als verdoppelt, ihr Anteil an den Selbständigen ist von 10 % auf fast 17 % gestiegen. So waren laut Mikrozensus im Jahr 2017 fast 700.000 Personen neben einer abhängigen Beschäftigung selbständig. Im Haupterwerb selbständig – und daneben abhängig beschäftigt, waren hingegen nur rund 105.000 von ihnen.“Im Durchschnitt besitzen die hybriden Selbständigen einen etwas höheren Bildungsabschluss als die ‚Nur‘-Selbständigen. Auffallend ist auch, dass rund jeder dritte hybride Selbständige in den Bereichen Erziehung und Unterricht, Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen zu finden ist“, berichtet Dr. Rosemarie Kay.Rund die Hälfte der Selbständigen, die zugleich abhängig beschäftigt sind, ist auf Dauer in dieser hybriden Form erwerbstätig. Dagegen gibt etwa ein Viertel von ihnen die Selbständigkeit nach einer Weile wieder auf – nur etwa ein Achtel beendet stattdessen die abhängige Beschäftigung und wechselt komplett in die Selbständigkeit. Ein weiteres Achtel unter den hybriden Selbständigen behält zwar die Selbständigkeit bei, wechselt jedoch von der abhängigen Beschäftigung in einen anderen Erwerbsstatus wie Elternzeit oder Ausbildung.“Werden nur geringe Einkünfte aus einer abhängigen Beschäftigung erzielt und sorgen die hybriden Selbständigen nicht ausreichend privat oder gesetzlich vor, kann es zu einer Unterversorgung im Alter oder bei Erwerbsminderung kommen“, befürchtet Dr. Rosemarie Kay. Statt der bestehenden strikten Trennung zwischen Selbständigen und abhängig Beschäftigten in den sozialen Sicherungssystemen empfehlen die Wissenschaftler des IfM Bonn daher eine Erwerbstätigenversicherung, in der sowohl abhängig Beschäftigte als auch Selbständige gesetzlich versichert sind.

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