Erneut leichter Rückgang beim Konsumklima

Im August dieses Jahres zeigt die Verbraucherstimmung in Deutschland kein einheitliches Bild. Die Konjunkturaussichten legen zu, während die Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen müssen. Folglich prognostiziert GfK für September einen leichten Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte.

Erneut leichter Rückgang beim Konsumklima

Gfk, Pressemitteilung vom 29.08.2018

Im August dieses Jahres zeigt die Verbraucherstimmung in Deutschland kein einheitliches Bild. Die Konjunkturaussichten legen zu, während die Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen müssen. Folglich prognostiziert GfK für September einen leichten Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte.

Trotz weltpolitisch turbulenter Zeiten stoppen die Konjunkturerwartungen – zumindest vorerst – ihre mehrmonatige Talfahrt und legen spürbar zu. Die Einkommensaussichten sinken hingegen und auch die Anschaffungsneigung verzeichnet kleine Einbußen. Beide Indikatoren weisen aber nach wie vor ein überaus gutes Niveau auf. Da die Sparneigung in diesem Monat nahezu unverändert ist, geht das Konsumklima somit leicht zurück.

Konjunkturoptimismus steigt wieder

Die Konjunkturaussichten setzen ihre Talfahrt, die mit kleinen Unterbrechungen seit Anfang 2018 zu beobachten ist, im August nicht fort. Der Indikator klettert spürbar um 6,5 Zählern auf 22,2 Punkte. Im Vorjahresvergleich steht dennoch ein Minus von gut acht Punkten zu Buche.

Ob es sich hierbei um eine Trendwende handelt, bleibt abzuwarten. Rückendeckung erhält der Indikator gegenwärtig durch die reale wirtschaftliche Entwicklung. Nach kürzlich veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal 2018 hat die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland zuletzt wieder etwas zugenommen. So stieg das BIP im zweiten Vierteljahr gegenüber der Vorperiode um 0,5 Prozent. Im ersten Quartal hatte es einen etwas schwächeren Anstieg von 0,4 Prozent gegeben. Im Vorjahresvergleich beträgt das Plus preisbereinigt 2,3 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent preis- und kalenderbereinigt (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 299 vom 14.08.2018, www.destatis.de.

Trotz Handelskonflikt mit den USA sowie anziehender Energiepreise zeigen die deutschen Verbraucher wieder einen größeren Konjunkturoptimismus. Sie sehen die Wirtschaft auf einem soliden Wachstumskurs.

Einkommenserwartung mit Einbußen

Im Gegensatz zu den Konjunkturaussichten müssen die Einkommenserwartungen in diesem Monat Einbußen hinnehmen. Der Indikator verliert 4,9 Zähler und sinkt damit auf 52,6 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im November 2017 mit 47,9 Punkten gemessen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt das Minus 8,8 Punkte. Trotz des aktuellen Rückgangs ist das Niveau des Einkommensindikators nach wie vor ausgesprochen hoch.

Exakte Gründe für diesen Rückgang sind schwer herauszufiltern. Möglicherweise überlagern die zuletzt höheren Energiepreise, die die Inflation aktuell auf zwei Prozent steigen lassen, die exzellenten Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt und die soliden Einkommenssteigerungen. Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus wird dem einen oder anderem offenbar bewusst, dass Ersparnisse durch die Inflation mehr und mehr an Wert verlieren.

Anschaffungsneigung weiterhin ohne große Schwankungen

Auch im August ist die Anschaffungsneigung auf einem überaus hohen Niveau und nahezu unverändert. Der Indikator verliert im August einen Punkt und weist nun 55,2 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich wird nur ein Minus von knapp drei Punkten gemessen, was die Stabilität der Konsumneigung unterstreicht.

Der Indikator verdankt seinen exzellenten Verlauf in erster Linie der sehr guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Anzahl der Erwerbstätigen nimmt stetig zu. Folglich ist die Furcht vor Arbeitsplatzverlust unter den Beschäftigten nach wie vor gering. Dies sorgt für Planungssicherheit bei den Konsumenten, insbesondere wenn es sich um größere Ausgaben handelt.

Konsumklima mit geringen Verlusten

GfK prognostiziert für September 2018 einen geringen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte. Trotz des zweiten Rückgangs in Folge gehen die Verbraucher aber nach wie vor davon aus, dass die gute Konsumkonjunktur erhalten bleibt, wenn auch die Dynamik möglicherweise etwas nachlassen könnte. Deshalb erwartet GfK, dass der private Konsum in diesem Jahr real um etwa 1,5 Prozent steigen wird und bestätigt damit die zu Jahresanfang getroffene Prognose.

Die guten Aussichten für die Konsumkonjunktur werden allerdings nur dann erhalten bleiben, solange der Arbeitsmarkt stabil ist, wovon derzeit auszugehen ist und keine weiteren Gefahren von der Preisfront drohen. Ein weiterer Anstieg der Inflation würde dem Konsumklima sicherlich einen Dämpfer versetzen.

Zur Studie

Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 27. Juli 2018 bis 10. August 2018. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt.

Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht jedoch – je nach Abgrenzung – lediglich etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben aus. Der Rest sind Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheitsdienstleistungen sowie der gesamte Wellness-Bereich.

GfK prognostizierte für das vergangene Jahr 2017 einen Anstieg des privaten Konsums von mindestens 1,5 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Konsumausgaben im Jahr 2017 real um etwa 1,9 Prozent. Auch hierbei geht es nicht um die Einzelhandelsumsätze, sondern um die gesamten Konsumausgaben der Verbraucher.

Die Anschaffungsneigung ist – wie alle anderen Indikatoren auch – ein Stimmungsindikator. Sie fragt, ob die Verbraucher es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Selbst wenn sie dies mit „Ja“ beantworten, müssen noch zwei weitere Voraussetzungen für einen Kauf vorhanden sein: Der Verbraucher muss das nötige Geld für eine solche größere Anschaffung besitzen und auch eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen. Zudem handelt es sich hier tatsächlich ausschließlich um langlebige Gebrauchsgüter, die auch ein größeres Budget erfordern.

Die Ergebnisse der Stimmungsbefragung stammen aus monatlich durchgeführten persönlichen Interviews bei etwa 2.000 Personen, die repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland sind. Dieses Befragungsinstrument unterliegt ständigen Qualitätskontrollen, vor allem auch im Hinblick auf seine Repräsentativität. Die ausgesprochen hohe Qualität dieser Erhebung zeigt sich auch daran, dass sie für Umfragen im Bereich der empirischen Rechtsforschung (z.B. Verwechslungsgefahr von Produkten) verwendet und anerkannt ist. Das heißt, die Ergebnisse haben Gutachterqualität und müssen jeweils vor Gericht standhalten.

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Geschäftsklimaindex steigt deutlich – Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im August 2018

Laut Pressemitteilung des ifo Instituts, hat sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen deutlich verbessert. Der Index ist im August auf 103,8 Punkte gestiegen.

Geschäftsklimaindex steigt deutlich – Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im August 2018

ifo Institut, Pressemitteilungen vom 27.08.2018

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich deutlich verbessert. Der Index ist im August auf 103,8 Punkte gestiegen, nach 101,7 Punkten im Juli. Die Unternehmer waren erneut etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Ihre Erwartungen korrigierten sie merklich nach oben. Neben einer starken Binnenkonjunktur trägt der Waffenstillstand beim Handelskonflikt mit den USA zur besseren Stimmung bei. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Sommerhoch. Die aktuellen Zahlen deuten auf ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent im dritten Quartal hin.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index nach zuletzt sechs Rückgängen in Folge gestiegen. Dies ist auf merklich optimistischere Erwartungen der Industriefirmen zurückzuführen, vor allem in der Automobilbranche. Mehr Unternehmen planen die Produktion anzuheben. Die aktuelle Lage schätzten die Unternehmen hingegen etwas weniger gut ein.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima deutlich verbessert. Die Dienstleister waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Ihre Erwartungen fielen merklich optimistischer aus. Sie stiegen so stark wie zuletzt im Juni 2009.

Im Handel ist der Index leicht gestiegen. Zwar waren die Händler mit ihrer aktuellen Lage etwas weniger zufrieden als im Vormonat, jedoch nahm die Skepsis mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten etwas ab.

Im Bauhauptgewerbe setzte der Geschäftsklimaindex seine Rekordjagd fort. Die Bauunternehmer waren etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Zudem sind sie deutlich optimistischer für das kommende halbe Jahr.

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Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2018

Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2018 um 0,5 % höher als im Vorquartal. Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs.

Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24.08.2018

Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs: Wie das Statistische Bundesamt bereits in seiner Schnellmeldung am 14. August 2018 mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2018 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,5 % höher als im Vorquartal. Im ersten Quartal 2018 hatte es einen etwas schwächeren Anstieg des BIP von 0,4 % gegeben.

Wachstumsimpulse zum Vorquartal kamen aus dem Inland

Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts kamen die positiven Impulse im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) vor allem aus dem Inland. Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben um 0,3 %, die staatlichen Konsumausgaben waren um 0,6 % höher als im Vorquartal. Auch die Investitionen legten zu: In Ausrüstungen wurde 0,3 % und in Bauten 0,6 % mehr investiert als im ersten Quartal 2018. Insgesamt stieg die inländische Verwendung im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres deutlich um 0,9 Prozent.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 wurden vorläufigen Berechnungen zufolge 0,7 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert. Die Importe stiegen im selben Zeitraum mit + 1,7 % deutlich stärker.

Vorjahresvergleich zeigt kräftiges Wirtschaftswachstum

Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP im zweiten Quartal 2018 um 2,3 % (erstes Quartal 2018: +1,4 %).

Bei kalenderbereinigter Betrachtung ergab sich im zweiten Quartal 2018 ein BIP-Wachstum von 2,0 % (nach 2,1 % im ersten Quartal 2018). Es stand ein Arbeitstag mehr zur Verfügung als im zweiten Quartal 2017.

Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen setzt sich auch im 2. Quartal 2018 fort

Die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2018 wurde von 44,8 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 599.000 Personen oder 1,4 % mehr als ein Jahr zuvor (siehe Pressemitteilung 301/18 vom 14. August 2018).

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen stieg nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit ebenfalls um 1,4 %. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – erhöhte sich um 2,7 %.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde – ging nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % zurück. Je Erwerbstätigen gerechnet stieg die Arbeitsproduktivität um 1,0 %.

Wachstumsimpulse kamen auch im Vorjahresvergleich überwiegend aus dem Inland

Im Vorjahresvergleich kamen im zweiten Quartal 2018 positive Impulse aus dem Inland: Sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die staatlichen Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,0 %. In Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde preisbereinigt 5,4 % mehr investiert als im zweiten Quartal 2017. Die Bauinvestitionen stiegen um 3,2 %, wobei insbesondere in den Bau von Wohnungen mehr investiert wurde als ein Jahr zuvor. Insgesamt stieg die inländische Verwendung um 2,2 %.

Vorläufigen Berechnungen zufolge legten im zweiten Quartal 2018 neben den Exporten von Waren und Dienstleistungen (+4,2 %) auch die Importe (+4,1 %) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu.

Bruttowertschöpfung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gestiegen

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in allen Wirtschaftsbereichen mit Ausnahme der Land- und Forstwirtschaft höher als im zweiten Quartal 2017. Die größten Zuwachsraten gab es im Bereich Information und Kommunikation (+4,8 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (+3,8 %). Insgesamt legte die Bruttowertschöpfung in allen Wirtschaftsbereichen um 2,4 % zu.

Arbeitnehmerentgelt kräftig gestiegen

In jeweiligen Preisen gerechnet waren sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch das Bruttonationaleinkommen im zweiten Quartal 2018 um 4,2 % höher als im zweiten Quartal 2017. Das Volkseinkommen nahm den ersten vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt um 4,1 % zu, wobei das Arbeitnehmerentgelt mit +4,7 % stärker stieg als die Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit +3,0 %. Die Bruttolöhne und -gehälter und die Nettolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer lagen jeweils um 4,9 % über dem Niveau des zweiten Quartals 2017. Im Durchschnitt je Arbeitnehmer stiegen die Löhne und Gehälter weniger stark (brutto und netto jeweils um 3,2 %), da auch die Anzahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahresquartal zunahm (+1,7 %). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 3,2 % und damit stärker als die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen (+2,6 %).

Überarbeitung der bisherigen Ergebnisse

Neben der Erstberechnung des zweiten Quartals 2018 wurden – wie jedes Jahr im August – auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der letzten vier Jahre (ab 2014) sowie des ersten Quartals 2018 überprüft und, soweit erforderlich, revidiert. Die ersten vorläufigen Ergebnisse werden mehrmals überarbeitet, um neu verfügbare statistische Informationen einzuarbeiten. Die Datennutzer können somit stets auf bestmögliche Ergebnisse für Analysen und Prognosen zurückgreifen. Wie bereits in der Schnellmeldung vom 14. August 2018 berichtet, ergaben sich dabei preisbereinigte Veränderungsraten des jährlichen und vierteljährlichen BIP, die um bis zu 0,5 Prozentpunkte von den bisher veröffentlichten Ergebnissen abweichen. In einzelnen Komponenten des BIP fallen die Korrekturen deutlich größer aus. Darüber hinaus kann es, wie üblich bei saison- und kalenderbereinigten Reihen, zu geänderten Ergebnissen in der gesamten Zeitreihe ab 1991 kommen.

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Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2018: -4,3 % saisonbereinigt zum Vormonat

Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni 2018 um 4,3 % niedriger als im Vormonat.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2018: -4,3 % saisonbereinigt zum Vormonat

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24.08.2018

Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2018 um 4,3 % niedriger als im Vormonat. Diese rückläufige Entwicklung ist in dem besonders hohen Auftragseingang des Vormonates Mai begründet. Im Dreimonatsvergleich fiel das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von April 2018 bis Juni 2018 gegenüber dem Zeitraum von Januar 2018 bis März 2018 um 3,9 %. Dieser Rückgang ist auf die außergewöhnlich hohen Auftragseingänge im Januar und Februar zurückzuführen.

Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2018 um 0,9 % höher. Im ersten Halbjahr 2018 stieg der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 2,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im Juni 2018 nominal mit 7,4 Milliarden Euro um 7,4 % höher als im Juni des Vorjahres. Einen höheren Auftragseingang in einem Juni hatte es zuletzt vor 23 Jahren gegeben (1995: 7,6 Milliarden Euro). Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2017 stiegen die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2018 nominal um 7,5 %.

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IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigungsaufschwung geht weiter

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer liegt im August bei 103,5 Punkten und damit geringfügig um 0,1 Punkte unter dem Niveau des Vormonats. Somit zeigt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weiterhin gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt in den nächsten drei Monaten an.

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigungsaufschwung geht weiter

IAB-Pressemitteilung vom 28.08.2018

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer liegt im August bei 103,5 Punkten und damit geringfügig um 0,1 Punkte unter dem Niveau des Vormonats. Somit zeigt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weiterhin gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt in den nächsten drei Monaten an.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers hat sich nach vier Rückgängen in Folge stabilisiert und bleibt konstant bei 106,5 Punkten. „Der Beschäftigungsaufschwung in Deutschland geht weiter“, kommentiert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“, den hohen Stand. Die Rekordentwicklung sei zwar durch die Abkühlung der Konjunktur etwas gedämpft worden, der Aufwärtstrend der Beschäftigung sei aber robust.

Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers gibt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte nach. Der neue Stand von 100,5 Punkten zeigt eine nach wie vor günstige, aber nicht mehr besonders starke Entwicklung der Arbeitslosigkeit an. „Die Arbeitsagenturen halten weitere leichte Rückgänge der Arbeitslosigkeit für möglich, aber ein größerer Schub ist für das zweite Halbjahr nicht zu erwarten“, so Weber.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

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Staat erzielt im 1. Halbjahr 2018 Überschuss von 48,1 Milliarden Euro

Der Staat erzielte im ersten Halbjahr 2018 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes einen Finanzierungsüberschuss von rund 48,1 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.671,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 2,9 %.

Staat erzielt im 1. Halbjahr 2018 Überschuss von 48,1 Milliarden Euro

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 24.04.2018

Der Staat erzielte im ersten Halbjahr 2018 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Finanzierungsüberschuss von rund 48,1 Milliarden Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.671,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 2,9 %. Hierbei handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung konnten damit weiter von einer günstigen Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer moderaten Ausgabenpolitik profitieren. Von den Ergebnissen für das erste Halbjahr lassen sich nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen.

Der Finanzierungsüberschuss ergibt sich aus der Differenz zwischen Einnahmen (761,8 Milliarden Euro) und Ausgaben (713,7 Milliarden Euro) des Staates. Im ersten Halbjahr 2018 trugen alle staatlichen Ebenen zum positiven Budgetsaldo bei: Der Bund hatte mit rund 19,5 Milliarden Euro den größten Finanzierungsüberschuss. Die Länder erzielten ein Plus von 13,1 Milliarden Euro, die Sozialversicherungen von 9,0 Milliarden und die Kommunen von 6,6 Milliarden Euro.

Die Einnahmen des Staates erhöhten sich im ersten Halbjahr 2018 um 36,5 Milliarden Euro (+5,0 %) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die wichtigste Einnahmequelle des Staates sind Steuern, die mit 403,5 Milliarden Euro gut die Hälfte der gesamten Einnahmen ausmachten. Der Zuwachs bei den Steuereinnahmen blieb mit +5,2 % im ersten Halbjahr 2018 weiter hoch, wobei der Anstieg bei den Einkommen- und Vermögensteuern (+7,2 %) deutlich höher ausgefallen ist als bei den Produktions- und Importabgaben (+2,7 %). Die gute Beschäftigungsentwicklung sorgte für eine weiterhin dynamische Entwicklung bei den Sozialbeiträgen (+4,2 %). Auch die Einnahmen des Staates aus Zinsen und empfangenen Ausschüttungen (+29,3 %) stiegen, insbesondere weil sich der in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen gebuchte Bundesbankgewinn von einem niedrigen Niveau im Vorjahr deutlich erhöhte.

Die Ausgaben des Staates stiegen im ersten Halbjahr 2018 nur mäßig (+1,2 %). Der Bund gab auch aufgrund der Auswirkungen der bis Mitte Juli geltenden vorläufigen Haushaltsführung weniger aus als im Vorjahr. Zudem sind die staatlichen Zinsausgaben wegen des weiterhin sehr niedrigen Zinsniveaus und eines gesunkenen Schuldenstandes erneut zurückgegangen (-8,7 %). Die Investitionsausgaben des Staates entwickelten sich im ersten Halbjahr dagegen überdurchschnittlich (+12,3 %). Ein deutlicher Ausgabenzuwachs zeigte sich auch beim Arbeitnehmerentgelt (+4,0 %). Hier wirkten sich zusätzliches Personal und höhere Entgelte aus.

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Vorschläge für Plastiksteuer und andere neue EU-Finanzierungsquellen sind kaum überzeugend

Eine höhere Transparenz bei der Finanzierung des Haushalts der EU im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2021 bis 2027 ist wünschenswert. Die von der EU-Kommission ins Spiel gebrachten neuen Finanzierungsquellen können aber genau diese höhere Transparenz nicht erbringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse ZEW.

Vorschläge für Plastiksteuer und andere neue EU-Finanzierungsquellen sind kaum überzeugend

ZEW, Pressemitteilung vom 22.08.2018

Eine höhere Transparenz bei der Finanzierung des Haushalts der Europäischen Union im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2021 bis 2027 ist wünschenswert. Die von der Europäischen Kommission ins Spiel gebrachten neuen Finanzierungsquellen können aber genau diese höhere Transparenz nicht erbringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

Die Analyse bewertet und ordnet die Vorschläge der EU-Kommission für neue Einnahmequellen im EU-Haushalt ein. Diese Vorschläge umfassen eine Plastiksteuer, Einnahmen aus dem europäischen Handel mit CO2-Emissionsrechten und eine EU-Steuer auf eine künftige gemeinsame Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass aus Sicht der EU-Steuerzahler weder Abgaben auf Plastikabfälle, Erlöse aus dem CO2-Zertifikatehandel noch eine EU-Unternehmenssteuer fühlbar sind. Auch wird sich die Hoffnung nicht erfüllen, dass die neuen Steuern das Interesse der EU-Mitgliedsstaaten an möglichst hohen Rückflüssen aus dem EU-Haushalt verringern werden. Das zeigt sich aktuell deutlich daran, dass die Empfängerländer auf der bisherigen europäischen Agrar- und Kohäsionspolitik beharren, obwohl sich die Finanzierungsseite des EU-Haushalts verändern soll.

Warum die EU-Kommission die neuen Finanzierungsquellen dennoch forciert, erklärt Friedrich Heinemann wie folgt: „Unsere Analyse bestätigt den Verdacht, dass es bei den neuen Eigenmitteln nicht primär um mehr Transparenz, sondern um die Beseitigung von nationalen Widerständen gegen eine Ausweitung des EU-Haushalts geht. Die Vorschläge für eine Plastiksteuer und andere neue EU-Finanzierungsquellen sind daher kaum überzeugend.“

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KMU rüsten sich für den Fachkräfte-Wettstreit

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zeigen sich lt. IfM-Studie im Hinblick auf den demografischen Wandel deutlich sensibilisierter als noch vor 10 Jahren: So rechnen 6 von 10 KMU mit einem Fach- und Führungskräftemangel. Infolgedessen haben unternehmensinterne Aktivitäten zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit an Bedeutung gewonnen.

KMU rüsten sich für den Fachkräfte-Wettstreit

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 23.08.2018

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zeigen sich im Hinblick auf den demografischen Wandel deutlich sensibilisierter als noch vor 10 Jahren: So rechnen 6 von 10 KMU mit einem Fach- und Führungskräftemangel. Infolgedessen haben unternehmensinterne Aktivitäten zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit an Bedeutung gewonnen. Unter anderem bietet jedes dritte Unternehmen inzwischen Qualifizierungsmaßnahmen für ältere Mitarbeiter an. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2007. Aber auch gesundheitsfördernde Maßnahmen und eine Arbeitszeitgestaltung, die die Arbeitnehmerinteressen stärker berücksichtigt (z. B. Homeoffice, Arbeitszeitkonten, Freistellungen zur Pflege), finden sich heute in weitaus stärkerem Maße als noch vor 10 Jahren in den KMU.Gleichwohl stehen die kleinen und mittleren Unternehmen angesichts der Schätzungen des Statistischen Bundesamtes, denen zufolge der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter bis 2030 um 4 Millionen auf 46 Millionen sinken wird, vor weiteren Herausforderungen: KMU in strukturschwachen Regionen werden vom Rückgang des Fachkräfteangebots deutlich stärker betroffen sein als Unternehmen in wachstumsstarken Regionen. In den wirtschaftlich stärkeren Gebieten stehen die KMU dagegen vor der Aufgabe, im Wettstreit um die verfügbaren Fach- und Führungskräfte erfolgreich gegenüber den Großunternehmen zu bestehen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sie sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren und diejenigen Vorteile kommunizieren, die eine Tätigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen mit sich bringt. Dass die KMU hierbei bereits einiges zu bieten haben, zeigt der 10-Jahres-Vergleich der IfM-Studie „Der Umgang kleiner und mittlerer Unternehmen mit den demografischen Herausforderungen – eine Trendstudie“.“Um die potenzielle Arbeitskräftelücke zu reduzieren, wird die Zuwanderung von Fachkräften zukünftig eine noch bedeutsamere Rolle spielen“, berichtet Dr. Rosemarie Kay. Gemeinsam mit ihrem Projektteam hat sie die Online-Antworten von über 800 kleinen und mittleren Unternehmen ab 5 Mitarbeiter ausgewertet. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Bedenken hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit Zugewanderten sinken, wenn die Unternehmen eigene Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben. Allerdings stellen eine mangelnde sprachliche oder fachliche Qualifikation der Bewerber häufig eine Herausforderung dar. Fehlende sprachliche Kompetenzen auf Seiten der Unternehmen erschweren zugleich auch die gezielte Suche nach Bewerbern im (europäischen) Ausland“, so die stellvertretende Geschäftsführerin des IfM Bonn.

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Rezessionsrisiko gesunken – robuster Aufschwung geht weiter

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft geht weiter. Keine Hochkonjunktur, aber stabiles Wachstum signalisiert der Konjunkturindikator des IMK der Hans-Böckler-Stiftung.

Rezessionsrisiko gesunken – robuster Aufschwung geht weiter

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 21.08.2018

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft geht weiter. Keine Hochkonjunktur, aber stabiles Wachstum signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Dementsprechend ist das Risiko konjunktureller Turbulenzen in den nächsten drei Monaten gering und zuletzt noch leicht gesunken. Für den Zeitraum von August bis Ende Oktober weist das IMK-Frühwarninstrument, das die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 14,2 Prozent aus. Im Juli hatte das Rezessionsrisiko 18,3 Prozent betragen. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator liegt damit sicher im „grünen Bereich“ (Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent).

Den leichten Rückgang bei der Rezessionswahrscheinlichkeit erklären die IMK-Ökonomen mit dem weiterhin sehr günstigen Finanzierungsumfeld für deutsche Unternehmen. Hinzu kommt die leichte Erholung an den Börsen. Eine noch stärkere Aufhellung habe der ifo-Geschäftsklimaindex verhindert, der seit Jahresbeginn langsam aber stetig gesunken ist.

„Die aktuellen Ergebnisse des Indikators untermauern unsere Konjunkturprognose. Wir gehen von einem anhaltenden moderaten Aufschwung aus, der im Kern von der Binnenwirtschaft getragen wird“, erklärt IMK-Experte Peter Hohlfeld. Für 2018 und 2019 rechnet das Düsseldorfer Institut jeweils mit 2,1 Prozent Wirtschaftswachstum. Die weiterhin gute Beschäftigungsentwicklung und spürbar steigende Löhne sind wichtige Faktoren dafür, so das IMK.

In den IMK-Konjunkturindikator fließen zahlreiche Daten aus der Real- und der Finanzwirtschaft ein. Darüber hinaus berücksichtigt das Instrument Stimmungsindikatoren. Das IMK nutzt dabei die Industrieproduktion als Referenzwert für eine Rezession, weil diese rascher auf einen Nachfrageeinbruch reagiert als das Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Der IMK-Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

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Chefinnen im Mittelstand: Anteil der von Frauen geführten Unternehmen sinkt

Der Frauenanteil war zuletzt wiederholt auch unter den Gründern zurückgegangen. Nur 270.000 Frauen wagten im Jahr 2016 den Schritt in die Selbständigkeit, ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber 2015. Vor allem bei Vollerwerbsgründungen sank lt. KfW ihre Beteiligung.

Chefinnen im Mittelstand: Anteil der von Frauen geführten Unternehmen sinkt

KfW, Pressemitteilung vom 21.08.2018

  • Nur noch 16,4 Prozent der deutschen Mittelständler unter weiblicher Führung
  • Günstige Lage am Arbeitsmarkt ein Grund für den Rückgang
  • KfW Chefvolkswirt Jörg Zeuner: „Deutsche Wirtschaft braucht gut ausgebildete Frauen“

Der Frauenanteil war zuletzt wiederholt auch unter den Gründern zurückgegangen. Nur 270.000 Frauen wagten im Jahr 2016 den Schritt in die Selbstständigkeit, ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber 2015. Vor allem bei Vollerwerbsgründungen sank ihre Beteiligung. Ein Grund für den Schwund dürfte die gute Lage am deutschen Arbeitsmarkt sein, von der insbesondere Frauen profitiert haben. Karriereentscheidungen fallen daher immer häufiger gegen die Selbstständigkeit aus. Mit Verzögerung bremst das den Anstieg der frauengeführten Mittelstandsunternehmen in den nächsten Jahren.

Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung frauengeführter Unternehmen im Mittelstand ist nach wie vor unterproportional, wie die Analyse von KfW Research weiter verdeutlicht. Eine Ursache dafür ist die Größen- und Branchenstruktur frauengeführter Mittelständler: über drei Viertel der kleinen und mittleren Firmen unter weiblicher Leitung sind Dienstleistungsunternehmen mit weniger als fünf Angestellten.

„Die zuletzt rückläufigen Zahlen frauengeführter Mittelständler sind bedenklich“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Dabei bräuchte die deutsche Wirtschaft die gut ausgebildeten Frauen immer dringender, gerade auch in den Führungsetagen von Unternehmen. Die schrumpfende Erwerbsbevölkerung, der zunehmende Fachkräftemangel sowie die bei vielen Mittelständlern in den kommenden Jahren anstehende Nachfolgersuche hinterlassen zukünftig nicht nur leere Chefsessel“.

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