Deutsche Exporte im Mai 2018: -1,3 % zum Mai 2017

Im Mai 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 109,1 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 89,4 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Mai 2018 um 1,3 % niedriger und die Importe um 0,8 % höher als im Mai 2017.

Deutsche Exporte im Mai 2018: -1,3 % zum Mai 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.07.2018

Exporte, Mai 2018

  • 109,1 Milliarden Euro
  • +1,8 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -1,3 % zum Vorjahresmonat

Importe, Mai 2018

  • 89,4 Milliarden Euro
  • +0,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +0,8 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, Mai 2018:

  • 19,7 Milliarden Euro
  • 20,3 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz der Deutschen Bundesbank, Mai 2018

  • 12,6 Milliarden Euro

Im Mai 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 109,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 89,4 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Mai 2018 um 1,3 % niedriger und die Importe um 0,8 % höher als im Mai 2017. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber April 2018 um 1,8 % und die Importe um 0,7 % zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2018 mit einem Überschuss von 19,7 Milliarden Euro ab. Im Mai 2017 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +21,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Mai 2018 bei 20,3 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+21,5 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-1,6 Milliarden Euro), Primäreinkommen (-7,4 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (+0,1 Milliarden Euro) schloss -nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank -die Leistungsbilanz im Mai 2018 mit einem Überschuss von 12,6 Milliarden Euro ab. Im Mai 2017 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 15,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 65,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 51,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Mai 2017 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 2,4 % und die Importe aus diesen Ländern um 2,9 %. In die Länder der Eurozone wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 40,8 Milliarden Euro (+0,1 %) geliefert und Waren im Wert von 32,9 Milliarden Euro (+0,6 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 24,9 Milliarden Euro (+6,5 %) exportiert und Waren im Wert von 18,9 Milliarden Euro (+7,0 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Mai 2018 Waren im Wert von 43,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 37,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Mai 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 6,4 % ab, die Importe von dort sanken um 1,9 %.

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Heute Studi, morgen CEO – bei Startup-Gründern die Ausnahme

Während des Studiums eine tolle Idee und dann noch vor dem Abschluss das Startup auf die Beine stellen: Das Klischee einer Startup-Gründung ist in der Realität die absolute Ausnahme, wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups ergeben hat.

Heute Studi, morgen CEO – bei Startup-Gründern die Ausnahme

Bitkom, Pressemitteilung vom 06.07.2018

  • Nur eine Minderheit der Startups wird von Studierenden oder Schülern gegründet
  • Kaum jemand gründet sein Startup aus der Arbeitslosigkeit heraus
  • Breite Zustimmung für die Einführung einer Gründerzeit

Während des Studiums eine tolle Idee und dann noch vor dem Abschluss das Startup auf die Beine stellen: Das Klischee einer Startup-Gründung ist in der Realität die absolute Ausnahme, wie eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups ergeben hat. Lediglich 11 Prozent aller Startups wurden von den Gründern noch während des Studiums auf den Weg gebracht, nur in den seltensten Fällen gingen die Gründer noch zur Schule (1 Prozent). Und auch direkt im Anschluss an das Studium wurden nur 12 Prozent der Startups gegründet. Die große Mehrheit der Gründer wagt den Schritt zum Startup erst mit Berufserfahrung: 43 Prozent aus einem Anstellungsverhältnis heraus, 27 Prozent aus einer selbstständigen Tätigkeit. Und gerade einmal 4 Prozent der Gründer waren arbeitslos, als sie sich für ihr Startup entschieden haben. „Viele Gründer verfügen über eine gehörige Portion Erfahrung in jenem Bereich, in dem sie mit ihrem Startup tätig sind. Oft sind sie im alten Beruf an Grenzen gestoßen oder haben erkannt, was man mit digitalen Technologien besser machen kann – und setzen das dann um“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Eine Startup-Gründung ist für die allermeisten kein Notnagel, sondern eine bewusste unternehmerische Entscheidung.“

Entsprechend befürwortet eine große Mehrheit der Startups die Einführung der im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellten Gründerzeit. In der Gründerzeit sollen Arbeitnehmer ihre wöchentliche Arbeitszeit ohne größeren Verdienstausfall reduzieren können, um sich so finanziell abgesichert ihrem Startup widmen zu können. Vorbild dabei ist die Familienpflegezeit. Zwei Drittel der Gründer (64 Prozent) sagen, eine solche Gründerzeit wäre für ihr eigenes Startup hilfreich. „Ein wichtiger Baustein, um die Gründungskultur zu fördern, ist es, den Übergang von einer Beschäftigung in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Die Große Koalition hat mit einer Gründerzeit ein Modell dafür vorgeschlagen. Jetzt gilt es, diese Idee rasch in die Praxis umzusetzen“, so Berg.

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai 2018

Wie das BMWi mitteilt, hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai im Vergleich zum Vormonat um 2,6 % zugenommen. Sowohl in der Industrie als auch im Baugewerbe zog die Produktion kräftig an (+2,7 % bzw. +3,1 %).

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 06.07.2018

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai im Vergleich zum Vormonat um 2,6 % zugenommen. Sowohl in der Industrie als auch im Baugewerbe zog die Produktion kräftig an (+2,7 % bzw. +3,1 %). Innerhalb der Industrie verzeichneten die Produzenten von Investitionsgütern einen Zuwachs von 0,9 %. Weitaus deutlichere Steigerungen wurden aus den Bereichen Vorleistungsgüter (+3,0 %) und Konsumgüter (+6,5 %) gemeldet.Im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März ergab sich ein Anstieg der Produktion im Produzierenden Gewerbe von 0,7 %. Während die Industrieproduktion um 0,5 % ausgeweitet wurde, gab es im Baugewerbe eine stärkere Zunahme um 3,3 %.

Durch die Konstellation der Feier- und Brückentage wurden die Ergebnisse im April etwas unter- und im Mai etwas überzeichnet. Im Mittel der Monate April/Mai liegt der Ausstoß des Produzierenden Gewerbes um 0,4 % und der Industrie um 0,2 % oberhalb der durchschnittlichen Monatsergebnisse des ersten Quartals. Die hohen Auftragsbestände und die umfangreichen Auftragseingänge im Mai sprechen dafür, dass die Konjunktur im Produzierenden Gewerbe moderat aufwärtsgerichtet bleibt.

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Mindestlohn nützt der Gesamtwirtschaft: Höherer Konsum, stärkeres Wachstum, mehr Staatseinnahmen

Der Mindestlohn nützt nicht nur Geringverdienern, sondern auch der Gesamtwirtschaft: Er stärkt den Konsum und sorgt so für stabiles Wachstum, von dem auch die Staatskasse profitiert. Das wird in Zukunft so bleiben, vor allem, wenn der Staat die zusätzlichen Einnahmen auch zeitnah wieder ausgibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung.

Mindestlohn nützt der Gesamtwirtschaft: Höherer Konsum, stärkeres Wachstum, mehr Staatseinnahmen

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 03.07.2018

Der Mindestlohn nützt nicht nur Geringverdienern, sondern auch der Gesamtwirtschaft: Er stärkt den Konsum und sorgt so für stabiles Wachstum, von dem auch die Staatskasse profitiert. Das wird in Zukunft so bleiben, vor allem, wenn der Staat die zusätzlichen Einnahmen auch zeitnah wieder ausgibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Erfahrungen mit der gesetzlichen Lohnuntergrenze sind nach rund dreieinhalb Jahren gut: Löhne im Niedriglohnsektor sind deutlich gestiegen, vor der Einführung verbreitete Warnungen, der Mindestlohn werde massenhaft Beschäftigung kosten, haben sich nicht bewahrheitet. Wie sind die Aussichten für die Zukunft? Das untersucht ein Report, den Dr. Alexander Herzog-Stein, Patrick Nüß, Dr. Ulrike Stein und Dr. Rudolf Zwiener vom IMK gemeinsam mit Prof. Dr. Camille Logeay von der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Technik erstellt haben. Er basiert auf einer breiter angelegten Studie, die das IMK und das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung im Auftrag der Mindestlohnkommission erstellt haben. Die Ökonomen haben für einen Zeitraum von zehn Jahren Szenarien mit und ohne Mindestlohn durchgerechnet und verglichen. So lässt sich noch genauer abschätzen, was der Mindestlohn bislang bewirkt hat – und welche weiteren langfristigen gesamtwirtschaftlichen Effekte zu erwarten sind.

Der Analyse zufolge ist die Lohnuntergrenze ein Wachstumsverstärker. Das Bruttoinlandsprodukt fällt in dem Szenario mit Mindestlohn durchgehend 0,25 Prozent höher aus. Der Grund: Nicht nur die Löhne der unmittelbar betroffenen Beschäftigten steigen deutlich – im Schnitt um 18 Prozent. Es gibt auch „Spillover-Effekte“ auf die angrenzenden Gehaltsgruppen. Die gesamtwirtschaftliche Lohnsumme erhöht sich dadurch nach zwei Jahren um gut ein Prozent, nach zehn Jahren um zwei Prozent. Da die Konsumquote im unteren Bereich der Lohnverteilung, wo die Steigerungen anfallen, vergleichsweise hoch ist, legt der private Verbrauch um 0,5 bis 0,7 Prozent zu – was sich in einer höheren Wirtschaftsleistung niederschlägt.

Die Wachstumseffekte fallen auch deshalb so positiv aus, weil die Beschäftigung weitestgehend stabil bleibt. Der Studie zufolge dürften zwar Minijobs weggefallen sein. Sie wurden aber zu einem erheblichen Teil umgewandelt in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, sodass sich am Arbeitsvolumen insgesamt nichts änderte. Leichte Änderungen gibt es dagegen beim Preisniveau, das anfänglich 0,2 Prozent, nach zehn Jahren 0,5 Prozent höher liegt. Angesichts der immer noch bestehenden Unterschreitung der Zielinflationsrate der EZB sei dieser Effekt aber zu begrüßen, so die Forscher. Auch der Fiskus profitiert: Die steigenden Steuereinnahmen lassen die Defizitquote sinken.

In einem weiteren Szenario haben die Wissenschaftler zusätzlich untersucht, was passiert, wenn der Staat die entstehenden Mehreinnahmen für höhere Ausgaben nutzt, wie es in der Realität seit 2015 der Fall war. Wächst der Staatsverbrauch so um ein Prozent zusätzlich, fällt der Wachstumseffekt sogar doppelt so hoch aus. Auch die Beschäftigung liegt dann merklich über dem Szenario ohne Mindestlohn.

Laut Studie war der gesetzliche Mindestlohn notwendig zur Absicherung einer „makroökonomisch orientierten Lohnpolitik“. Eine solche Lohnpolitik schöpft den Verteilungsspielraum aus, der sich aus dem trendmäßigen Produktivitätswachstum und der Zielinflationsrate ergibt. Dass entsprechende Lohnsteigerungen lange nicht erreicht wurden, dürfte nach Einschätzung der Ökonomen mit dem Rückgang der Tarifbindung und der Arbeitsmarktpolitik im letzten Jahrzehnt in Deutschland zusammenhängen. Der Mindestlohn verhindert jetzt aber ein Ausfransen der Lohnverteilung nach unten und stabilisiert so das Tarifsystem. Wenn es auf dieser Basis gelingen sollte, eine makroökonomisch orientierte Lohnpolitik durchzusetzen, steigt der private Konsum innerhalb von 10 Jahren um zusätzlich 4,8 Prozent. Die Lohnquote würde gegenüber der Entwicklung in der Vergangenheit steigen, das Staatsdefizit weiter sinken.

Das Fazit der Wissenschaftler: Der Mindestlohn sei ein Gewinn für die Volkswirtschaft. Vorteilhafte Auswirkungen seien bereits jetzt nachweisbar: „Er hat mit dazu beigetragen, dass Deutschland auf einen stabileren Wachstumskurs eingeschwenkt ist, der nicht nur auf Exporterfolgen, sondern auch auf einem stabilen Wachstum der Binnennachfrage beruht.“

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2018

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,6 % gestiegen. Dies ging vor allem auf Bestellungen von Investitions- und Konsumgütern zurück, die mit 4,7 % und 4,9 % kräftig zulegten.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 05.07.2018

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,6 % gestiegen. Dies ging vor allem auf Bestellungen von Investitions- und Konsumgütern zurück, die mit 4,7 % und 4,9 % kräftig zulegten. Während die Bestellungen aus dem Inland mit 4,3 % und aus dem Euroraum mit 6,7 % ein deutliches Plus verzeichneten, kam es zu einem leichten Rückgang bei den Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum um 1,3 %. Der Anteil an Großaufträgen war für einen Mai unterdurchschnittlich.

Im Zweimonatsvergleich Februar/März gegenüber April/Mai ergab sich ein Auftragsminus von 0,8 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Nicht-Euroraum um 3,6 % erhöhte, gingen die Bestellungen aus dem Inland um 1,5 % und die aus dem Euroraum um 6,0 % zurück.

Das kräftige Auftragsplus im Mai beendete eine viermonatige Negativserie. Diese ist vor dem Hintergrund des außergewöhnlichen Aufwuchs im zweiten Halbjahr 2017 zu sehen (+4,8 % ggü. 1. Halbjahr). Die Schwäche der globalen Wirtschaft im ersten Quartal und die Verunsicherung durch die Handelspolitik haben ebenfalls beitragen. Der Auftragsbestand ist weiterhin sehr hoch und das Geschäftsklima trotz Eintrübung deutlich besser als im langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher in den kommenden Monaten moderat aufwärtsgerichtet bleiben.

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Aufschwung im Euroraum intakt, aber Risiken wachsen

Der Aufschwung im Euroraum dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen, wenn auch mit geringerem Tempo als noch 2017. Die Risiken für die Konjunktur haben zugenommen. Das geht aus der Prognose der drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat hervor. Sie erwarten ein Wachstum des BIP von 0,4 Prozent im zweiten und dritten Vierteljahr und eine Beschleunigung auf 0,5 Prozent im vierten.

Aufschwung im Euroraum intakt, aber Risiken wachsen

ifo Institut, Pressemitteilung vom 03.07.2018

Der Aufschwung im Euroraum dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen, wenn auch mit geringerem Tempo als noch 2017. Die Risiken für die Konjunktur haben zugenommen. Das geht aus der Prognose der drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat aus München, Zürich und Rom hervor. Sie erwarten ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent im zweiten und dritten Vierteljahr und eine Beschleunigung auf 0,5 Prozent im vierten. Das ergäbe 2018 eine Jahresrate von 2,1 Prozent.

Der Haupttreiber sind die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten, die vor dem Hintergrund niedriger Zinsen um je 0,5 Prozent im zweiten und dritten Quartal steigen werden und um 0,6 Prozent im vierten. Der Verbrauch der privaten Haushalte wird um jeweils 0,3 Prozent in jedem Quartal wachsen. Die Inflation wird infolge Energiepreisanstiegs zunächst zulegen, von 1,7 Prozent im zweiten Vierteljahr auf 2,0 Prozent im dritten. Gegen Jahresende schwächt sie sich dann wieder auf 1,7 Prozent ab. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Preisanstieg von 1,7 Prozent.

Derzeit dominieren die konjunkturellen Abwärtsrisiken. Die politischen Spannungen im Euroraum und der sich ausbreitende Protektionismus könnten eine Fortsetzung des Aufschwungs gefährden. Die Prognose wurde getroffen unter der Annahme von 75 Dollar pro Fass Nordsee-Öl und 1,17 Dollar pro Euro.

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Auftragseingänge in der deutschen Industrie steigen wieder

Das ifo Institut hat vor einem überzogenen Konjunktur-Pessimismus in Deutschland gewarnt. Seit Mai steigen die Auftragseingänge in der Industrie wieder, wie aus den aktuellen Befragungen des ifo Instituts hervorgeht.

Auftragseingänge in der deutschen Industrie steigen wieder

ifo Institut, Pressemitteilung vom 02.07.2018

Das ifo Institut hat vor einem überzogenen Konjunktur-Pessimismus in Deutschland gewarnt. „Seit Mai steigen die Auftragseingänge in der Industrie wieder, wie aus den aktuellen Befragungen des ifo Instituts hervorgeht. Damit konnte der starke Rückgang, der seit Jahresbeginn zu beobachten war, gestoppt werden. Die wieder anziehende Nachfrage nach deutschen Produkten deutet darauf hin, dass die Industrie-Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen dürfte“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturforschung und -prognosen.

Die bei den monatlichen ifo Konjunktur-Umfragen erfasste Veränderung des Auftragsbestandes, die aus über 3 000 Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes berechnet wird, weist einen sehr engen Zusammenhang mit dem monatlichen Auftragseingangsindex des Statistischen Bundesamtes auf. Der Vorteil der amtlichen Statistik ist, dass sie als Voll-Erhebung bei Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten den tatsächlichen Wert aller monatlichen Bestellungen erfasst. Der große Vorteil der ifo Konjunkturumfragen ist ihre zeitnahe Verfügbarkeit, sodass frühzeitig konjunkturelle Entwicklungen abschätzbar sind. Während die Auswertung der ifo Unternehmensmeldungen aus der ersten Monatshälfte bereits gegen Ende desselben Monats vorliegt, erfolgt die Veröffentlichung des Bundesamtes in der Regel erst zu Beginn des übernächsten Monats.

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Aufschwung geht leicht gebremst weiter

Trotz gestiegener Risiken durch die Handelskonflikte der USA und die neue populistische Regierung in Italien prognostiziert das IMK der Hans-Böckler-Stiftung, dass sich der solide Aufschwung der deutschen Konjunktur nur leicht gebremst fortsetzt. Für 2018 und 2019 erwarten die Konjunkturforscher eine Zunahme des BIP um jeweils 2,1 Prozent im Jahresdurchschnitt.

Aufschwung geht leicht gebremst weiter

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 29.06.2018

  • IMK prognostiziert jeweils 2,1 Prozent BIP-Wachstum für 2018 und 2019
  • Verschuldung sinkt unter Maastricht-Grenze, Zeit für Investitionen

Trotz gestiegener Risiken durch die Handelskonflikte der USA und die neue populistische Regierung in Italien prognostiziert das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, dass sich der solide Aufschwung der deutschen Konjunktur nur leicht gebremst fortsetzt. Für 2018 und 2019 erwarten die Konjunkturforscher eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um jeweils 2,1 Prozent im Jahresdurchschnitt. Gegenüber der Vorhersage vom März senkt das IMK seine Prognose für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte und für 2019 um lediglich 0,1 Prozentpunkt. Stärkste Säule des Aufschwungs bleibt bei spürbaren Reallohnzuwächsen der private Konsum, doch auch die Investitionen entwickeln sich kräftig. Der Trend auf dem Arbeitsmarkt ist weiter positiv: Obwohl das Arbeitskräfteangebot durch Zuwanderung gewachsen ist, geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück: auf 5,3 Prozent im Jahresmittel 2018 und 5,1 Prozent 2019. Da auch die öffentliche Hand vom Aufschwung profitiert, dürfte die gesamtstaatliche Verschuldung bereits Ende 2018 zum ersten Mal seit 2002 wieder unter der Maastricht-Grenze von 60 Prozent des BIP liegen.

Angesichts von sprudelnden Steuereinnahmen empfiehlt das IMK, die öffentlichen Investitionen deutlich anzuheben und sich dabei den Bereichen Bildung und Begrenzung des Klimawandels höchste Priorität zu geben. „Der aktuelle Aufschwung bietet die Gelegenheit, Aufgeschobenes anzupacken“, erklären die Düsseldorfer Forscher. Wenn Deutschland die Binnennachfrage durch mehr öffentliche Investitionen längerfristig weiter stärke, „würde sich das nicht nur in einer höheren inländischen Produktion, einer höheren Lebensqualität und verbesserten Investitionsbedingungen niederschlagen, sondern auch in höheren Importen.“ Dadurch trügen Investitionen dazu bei, den gefährlich hohen deutschen Leistungsbilanzüberschuss zu reduzieren, der von vielen Ökonomen und internationalen Organisationen wie der OECD kritisiert wird.

„Unsere Prognose fällt spürbar optimistischer als die der meisten anderen Konjunkturforscher“, sagt Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. „Wir sehen natürlich auch, dass die Risiken durch Donald Trumps Protektionismus-Poker gewachsen sind. Wir sind aber überzeugt, gute Argumente für unseren Optimismus zu haben. Denn erstens wirken in der Weltwirtschaft auch weiterhin positive Faktoren. Die internationale Konjunktur ist lebhaft und die großen Zentralbanken, insbesondere die EZB, betreiben eine wachstumsfördernde Politik mit Augenmaß. Es gibt bislang keine Einbrüche beim Export, sondern nur etwas weniger Zunahme. Zweitens ist die deutsche Wirtschaft schlicht deutlich robuster als im vergangenen Jahrzehnt: Das Wachstum stützt sich wesentlich auch auf die Binnennachfrage. Deshalb schlägt eine erhöhte Unsicherheit im Außenhandel viel weniger durch. Das haben wir in den vergangenen Jahren deutlich gesehen.“

Kerndaten der Prognose für 2018 und 2019

Arbeitsmarkt

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland nimmt weiter kräftig zu – um mehr als 570.000 Personen oder 1,3 Prozent im Jahresdurchschnitt 2018 und weitere 1,2 Prozent im Jahresmittel 2019. Die Arbeitslosigkeit sinkt: Für 2018 prognostizieren die Forscher einen Rückgang um etwa 160.000 Personen, sodass im Jahresdurchschnitt rund 2,37 Millionen Menschen ohne Job sein werden. Für 2019 erwartet das IMK, dass die Arbeitslosenzahl um jahresdurchschnittlich knapp 70.000 auf etwa 2,3 Millionen Personen sinkt.

Außenhandel

Auch der Euroraum befindet sich im Aufschwung: 2018 und 2019 wächst das BIP in der Währungsunion um je 2,2 Prozent. Die Konjunktur in den USA, China und anderen Schwellenländern bleibt ebenfalls insgesamt dynamisch, die deutschen Exporteure verfügen über eine hohe preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Daher geht das IMK davon aus, dass die deutschen Ausfuhren nach einer Wachstumsdelle in diesem Jahr (Zunahme um durchschnittlich 2,8 Prozent) 2019 wieder deutlich anziehen und um 4,2 Prozent im Jahresmittel zulegen werden. Die Importe wachsen in diesem Jahr um durchschnittlich 2,9 Prozent, 2019 dann um 5,3 Prozent. Der hohe deutsche Leistungsbilanzüberschuss wird in diesem Jahr noch einmal etwas steigen und 2019 nahezu unverändert sein.

Investitionen

Bei hoher Auslastung und weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen investieren die Unternehmen kräftig: 2018 steigen die Ausrüstungsinvestitionen um durchschnittlich 5,8 Prozent, 2019 sind es 6,7 Prozent im Jahresdurchschnitt. Auch bei den Bauinvestitionen bleibt die Dynamik kräftig. Sie nehmen 2018 um 3,2 Prozent und 2019 um 2,8 Prozent zu. Dabei kommt es zu einer Verlagerung: Die Investitionen in den Wohnbau schwächen sich angesichts hoher und weiter steigender Immobilienpreise ab, während der Wirtschaftsbau einhergehend mit der dynamischen Ausweitung der Ausrüstungen stärker zulegt.

Einkommen und Konsum

Die verfügbaren Einkommen wachsen 2018 und 2019 real um durchschnittlich 1,8 Prozent. Bei nahezu konstanter Sparquote nehmen die realen privaten Konsumausgaben um 1,7 und 1,8 Prozent zu. Damit trägt der private Konsum in diesem Jahr 0,9 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum von 2,1 Prozent bei. Im kommenden Jahr ist es ein Prozentpunkt von 2,1 Prozent.

Inflation und öffentliche Finanzen

Die allgemeine Preisentwicklung in Deutschland nähert sich bei deutlich steigendem Ölpreis dem EZB-Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent an, erreicht es aber erneut nicht: 2018 steigen die Verbraucherpreise um 1,7 und 2019 um 1,6 Prozent.

Der von der Binnennachfrage getragene Aufschwung sorgt weiterhin für starke Steuereinnahmen und Einnahmeüberschüsse bei Gebietskörperschaften und Sozialkassen: In beiden Jahren beträgt der gesamtstaatliche Finanzierungssaldo jeweils knapp 50 Milliarden Euro.

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Green Bonds: Klare Kriterien für einen echten Markt

Die EU will den grünen Finanzmarkt durch eine Aufweichung der Eigenkapitalvorschriften für grüne Anleihen, sog. Green Bonds, stärker fördern. Das könnte zu einer Blase führen, zeigt das IW Köln in einer Studie. Anstatt auf ein schnelles Wachstum zu drängen, sollte die EU erst einmal auf die geplanten einheitlichen Standards für grüne Anleihen setzen.

Green Bonds: Klare Kriterien für einen echten Markt

IW Köln, Pressemitteilung 28.06.2018

Die Europäische Kommission will den grünen Finanzmarkt durch eine Aufweichung der Eigenkapitalvorschriften für grüne Anleihen, sog. Green Bonds, stärker fördern. Das könnte zu einer Blase führen, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Studie. Anstatt auf ein schnelles Wachstum zu drängen, sollte die EU erst einmal auf die geplanten einheitlichen Standards für grüne Anleihen setzen.

Erneuerbare Energien ausbauen, saubere Mobilität fördern oder Gebäude sanieren: Umweltschutz kostet viel Geld. Öffentliche Mittel allein reichen nicht aus, um die festgelegten Klimaschutzziele zu erreichen. Die EU setzt deshalb bei der Finanzierung von Umweltprojekten verstärkt auf Green Bonds. Allerdings wurde im vergangenen Jahr weltweit lediglich ein Volumen von 157 Milliarden US-Dollar an grünen Anleihen ausgegeben. Zum Vergleich: Das gesamte Umlaufvolumen von Anleihen betrug 2017 mehr als 23 Billionen US-Dollar. Um die angestrebten klimaverträglichen Gesamtinvestitionen von bis zu 7 Billionen US-Dollar pro Jahr zu finanzieren, müssten sich die Anleiheemissionen also um das 45-Fache erhöhen. Alleine zur Deckung von zusätzlich notwendigen Investitionen zur Einhaltung der Klimaziele müssten jährlich 4,5-mal mehr Green Bonds ausgegeben werden.

Um den Markt für grüne Investitionen weiter zu stärken, plant die Europäische Kommission deshalb, die Eigenkapitalvorschriften für Banken durch einen grünen Unterstützungsfaktor für grüne Investitionen aufzuweichen: Bislang müssen die Banken, wenn sie beispielsweise Green Bonds erwerben, genauso viel Eigenkapital für unerwartete Verluste bereithalten, wie für herkömmliche Anleihen, künftig sollen geringere Eigenkapitalanforderungen gelten.

Eine Sonderbehandlung der Green Bonds kann jedoch zu einer Schieflage am Finanzmarkt und einer spekulativen Blase führen, warnt das IW in einer Studie. Zerplatzt diese Blase, wäre das nicht nur schädlich für den Finanzsektor – auch die Klimaziele wären schwerer erreichbar, da viele Anleger kein Geld in Umweltprojekte investieren, wenn sie dabei zuvor Geld verloren haben.

Anstatt auf ein schnelles Wachstum des Green-Bond-Marktes zu setzen, sollte die EU lieber ein organisches Wachstum anstreben und auf die Kräfte des Marktes vertrauen. Sie sollte deshalb nicht die Eigenkapitalvorschriften aufweichen und sich stattdessen darauf beschränken, gleiche Standards für Green Bonds festzulegen. „Nur wenn einheitlich geregelt ist, was sich hinter Green Bonds verbirgt, kann mit den grünen Anleihen auch international gehandelt werden“, erklärt IW-Finanzexperte Markus Demary. Hierfür muss die EU-Kommission eindeutige Kriterien festlegen, was ein Green Bond ist und in welche Projekte die eingesammelten Gelder investiert werden dürfen. „Neben erneuerbaren Energien und sauberen Mobilitätsprojekten können das Investitionen in Biodiversität oder nachhaltiges Abfallmanagement sein“, so IW-Umweltökonomin Adriana Neligan.

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Startups sorgen für Innovationen im Gesundheitswesen

Wichtig ist für Health-Startups, dass sie lt. Bitkom mit ihren digitalen Angeboten Zugang zu geeigneten Vergütungsstrukturen haben. Zurzeit erreichen nur einige wenige Startups eine Vergütung durch Selektivverträge mit einzelnen Krankenkassen. Damit Digital-Health-Lösungen bei Patienten in der Breite ankommen, braucht es aber definierte Wege in die Regelversorgung.

Startups sorgen für Innovationen im Gesundheitswesen

Bitkom, Pressemitteilung vom 28.06.2018

  • Berg: „Organisationen im Gesundheitswesen sollten sich gegenüber innovativen Ansätzen öffnen“
  • Health-Startups brauchen Wege in die Regelversorgung

Zum Treffen am 28.06.2018 von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Health-Startups in Berlin erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Wir begrüßen sehr, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die große Innovationskraft von Startups im Gesundheitswesen erkannt hat und nutzen will. Der digitale Stillstand im deutschen Gesundheitswesen muss überwunden werden. Dazu braucht es geeignete Fördermaßnahmen. Wichtig ist für Health-Startups, dass sie mit ihren digitalen Angeboten Zugang zu geeigneten Vergütungsstrukturen haben. Zurzeit erreichen nur einige wenige Startups eine Vergütung durch Selektivverträge mit einzelnen Krankenkassen. Damit Digital-Health-Lösungen bei Patienten in der Breite ankommen, braucht es aber definierte Wege in die Regelversorgung. Selektivverträge sind dafür nicht ausreichend.

Viele Health-Startups stehen außerdem vor der finanziellen Herausforderung, durch Studien den Nachweis über den Nutzen ihrer digitalen Anwendungen zu bringen. Dass Gesundheitslösungen ihren Nutzen durch Studien unter Beweis stellen müssen, ist wichtig. Damit wir aber mehr digitale Lösungen in die Versorgung bekommen und sich somit der Nutzen auch bei den Patienten entfalten kann, sollten Erprobungsmöglichkeiten weiterentwickelt werden, die auch für Startups funktionieren. So müssten etwa Umfang und Formalitäten von Anträgen angepasst werden. Denkbar wären hier beispielsweise Stufenverfahren, die mehr Flexibilität ermöglichen und von einer räumlich und zeitlich begrenzten Erprobung schrittweise ausgeweitet werden.

Startups sind oft die Treiber von innovativen Entwicklungen, und die Organisationen im Gesundheitswesen sollten sich gegenüber innovativen Ansätzen stärker öffnen. Startups haben oft Schwierigkeiten, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte macht vor, wie es funktionieren kann und hat ein Innovationsbüro eingerichtet.“

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