Fachkräftemangel jetzt auch im Handel deutlich bemerkbar

Der Fachkräftemangel macht sich nun auch im Handel deutlich bemerkbar. Das hat die Konjunktur-Umfrage des ifo Instituts ergeben.

Fachkräftemangel jetzt auch im Handel deutlich bemerkbar

ifo Institut, Pressemitteilung vom 09.05.2018

Der Fachkräftemangel macht sich nun auch im Handel deutlich bemerkbar. Das hat die Konjunktur-Umfrage des ifo Instituts ergeben. „Danach antworteten 23,9 Prozent der Unternehmen im Großhandel (ohne Autos), dass ihnen Fachkräfte fehlen. Vor einem Jahr waren es erst 18,2 Prozent. Beim Einzelhandel (ohne Autos) waren es sogar 25,7 Prozent, gegenüber nur 18,0 Prozent vor einem Jahr. Auch im Autohandel fehlen 25,4 Prozent der Betriebe Fachkräfte, nach bereits 22,5 Prozent vor einem Jahr.

„Der hohen Anzahl der Beschäftigten steht ein deutlich gestiegener Anteil an offenen Arbeitsstellen gegenüber, zunehmend schwieriger wird es für die Firmen diese offenen Stellen zu besetzen. Im Großhandel sind vor allem die Investitionsgüter betroffen, mit 28 Prozent der Firmen“, sagt ifo-Referentin Sabine Rumscheidt, die die Daten ausgewertet hat. In der Branche „Sonstige Maschinen und Ausrüstungsgegenstände“ lag der Anteil sogar bei einem Drittel. Die Ergebnisse in den baunahen Großhandelsbranchen, wie Holz, Baustoffe und Sanitärkeramik oder Möbel, Einrichtungsgegenstände und Bodenbeläge weisen ebenfalls auf Engpässe bei der Besetzung der Stellen hin.

Auch im Einzelhandel liegt der Anteil der Firmen mit Arbeitskräftemangel bei den Gebrauchsgütern (25 Prozent) höher als beispielsweise beim Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln (20 Prozent). In den baunahen Einzelhandelsbranchen, wie Möbeleinzelhandel (28 Prozent) oder Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf (26 Prozent) verhält sich das Ergebnis ähnlich wie im Großhandel. „Ein verstärkter Lohnanstieg ist innerhalb der Branche jedoch nicht festzustellen“, sagt Rumscheidt.

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ifo Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich

Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich verschlechtert. Der Indikator sank im zweiten Quartal von 26,0 auf 16,5 Punkte und befindet sich damit in etwa wieder auf dem Niveau des vierten Quartals 2017.

ifo Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich

ifo Institut, Pressemitteilung vom 08.05.2018

Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich verschlechtert. Der Indikator sank im zweiten Quartal von 26,0 auf 16,5 Punkte und befindet sich damit in etwa wieder auf dem Niveau des vierten Quartals 2017. Die Beurteilungen der Experten zur aktuellen Wirtschaftslage bleiben unverändert günstig. Ihre Erwartungen sind deutlich weniger optimistisch als noch im Quartal zuvor. Der Aufschwung der Weltkonjunktur bleibt weiter intakt, jedoch schwächt er sich ab.

Das Wirtschaftsklima verschlechtert sich nahezu in allen Regionen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen fallen in den USA deutlich. In der Europäischen Union, in Lateinamerika, in den GUS Staaten, im Nahen Osten und in Nordafrika kühlen sich die Erwartungen ebenfalls ab. Die Lage-Einschätzung verbessert sich dagegen abermals. Auch in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern trüben sich die Erwartungen ein. Die Lagebeurteilung bleibt hingegen in etwa unverändert.

Einhergehend mit steigenden Inflationserwartungen werden sich die kurz- und langfristigen Zinsen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den nächsten sechs Monaten erhöhen. Die Experten erwarten zudem ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, auch weil sie mit stärkeren Handelsbarrieren rechnen. Insgesamt rechnen die Experten mit einem Anstieg des Welt-Bruttoinlandsprodukts von 3,9 Prozent in diesem Jahr.

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Februar 2018: 2,8 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Februar 2017

Im Februar 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.624 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,8 % mehr als im Februar 2017.

Februar 2018: 2,8 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Februar 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.05.2018

Im Februar 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.624 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,8 % mehr als im Februar 2017.

Im Baugewerbe gab es im Februar 2018 mit 306 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 276 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Im Gastgewerbe wurden 195 Insolvenzanträge gemeldet.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Februar 2018 auf rund 3,6 Milliarden Euro. Im Februar 2017 hatten sie bei 1,2 Milliarden Euro gelegen.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.211 übrige Schuldner im Februar 2018 Insolvenz an (-5,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.450 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.425 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

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Wiederbeschäftigungschancen älterer Arbeitsloser

Laut einer Studie der IAB in der Vermittlungsfachkräfte von Arbeitsagenturen befragt wurden, sind gesundheitliche Einschränkungen, zu geringe oder veraltete EDV-Kenntnisse und Vorbehalte von Arbeitgebern die häufigsten Hürden für die Rückkehr älterer Menschen in Beschäftigung.

Wiederbeschäftigungschancen älterer Arbeitsloser

Ältere Arbeitslose: die häufigsten Hürden sind laut Vermittlern gesundheitliche Probleme, fehlende EDV-Kenntnisse und Vorbehalte von Arbeitgebern

IAB, Pressemitteilung vom 08.05.2018

Rund eine halbe Million Arbeitslose sind 55 Jahre und älter. Laut Experteninterviews mit 61 Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagenturen sind gesundheitliche Einschränkungen, zu geringe oder veraltete EDV-Kenntnisse und Vorbehalte von Arbeitgebern die häufigsten Hürden für die Rückkehr Älterer in Beschäftigung. Die Befragten befürworten eine intensivere Betreuung, spezielle Beratungs- und Förderangebote für Ältere und mehr Marketingkampagnen und Messen mit dem Schwerpunkt Ältere. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Arbeitslose ab 55 haben es deutlich schwerer als jüngere Arbeitslose, wieder eine Stelle zu finden. Betrachtet man Personen, die vor der Arbeitslosigkeit mindestens zwei Jahre durchgehend beschäftigt waren, zeigt sich: Bei den 47- bis 49-Jährigen haben nach zwei Jahren 80 Prozent zumindest zeitweise wieder sozialversicherungspflichtig gearbeitet. Bei den 55- bis 57-Jährigen sind es rund 60 Prozent, bei den 58- bis 60-Jährigen rund 35 Prozent und bei den 61- und 62-Jährigen weniger als 15 Prozent.

Den Vermittlungsfachkräften stehen derzeit nur wenige Angebote speziell für ältere Arbeitslose zur Verfügung. So gibt es beispielsweise eine längere Fördermöglichkeit Älterer mit Eingliederungszuschüssen (EGZ) an Unternehmen. Fast neun von zehn der befragten Vermittlungsfachkräfte wünschen sich mehr Ressourcen und arbeitsmarktpolitische Instrumente, um Ältere zurück in Beschäftigung zu bringen.

Laut der Befragung wäre etwa mehr Zeit für die Arbeit mit älteren Arbeitslosen hilfreich. Zudem sollten spezielle Beratungsangebote entwickelt werden. Diese könnten ähnlich wie die Angebote für Wiedereinsteigerinnen in den Arbeitsmarkt gestaltet werden. So werden beispielsweise im Programm „Perspektive Wiedereinstieg“ Berufsrückkehrerinnen bei der Arbeitsuche mithilfe von Aktivierungs-, Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie einem begleitenden Coaching unterstützt.

„Um einem der schwerwiegendsten Vermittlungshemmnisse Älterer entgegenzuwirken – nämlich den Vorbehalten der Unternehmen gegen ältere Arbeitskräfte – würden sich knapp zwei Drittel der Vermittlungsfachkräfte mehr überregionale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketingkampagnen oder Messen mit dem Schwerpunkt Ältere wünschen“, erklärt die IAB-Forscherin Pia Homrighausen. Beinahe ebenso viele Vermittlungsfachkräfte empfehlen zusätzliche finanzielle Anreize durch Förderinstrumente speziell für Ältere. Hier wurde von den Befragten oftmals als ein Beispiel der frühere Lohnzuschuss „Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmer“ genannt. Er verringerte für zwei Jahre die Einkommensverluste bei der Aufnahme einer Beschäftigung mit geringerem Verdienst im Vergleich zur letzten Stelle vor der Arbeitslosigkeit. Anders als die Eingliederungszuschüsse wurde er direkt an die Arbeitnehmer statt an die Arbeitgeber bezahlt. Der Lohnzuschuss konnte bis Ende 2011 beantragt werden, wurde allerdings vergleichsweise selten in Anspruch genommen: Es gab nur rund 10.000 bis 20.000 neu Geförderte pro Jahr.

Ein Experiment im Jahr 2011 zeigte jedoch, dass alleine schon der Versand einer Informationsbroschüre an die potenziell Förderberechtigten den Bekanntheitsgrad und die Inanspruchnahme des Instruments erhöhen kann. Auf die Wiederbeschäftigungsrate wirkte sich der Versand der Broschüre aber nur bei den 55- bis 59-Jährigen aus: In dieser Altersgruppe stieg die Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 23 Prozent. 27 Prozent von ihnen waren ein gutes Jahr später in Beschäftigung. In einer Kontrollgruppe, die die Broschüre nicht zugesendet bekam, waren es dagegen nur 22 Prozent.

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im März 2018

Wie das BMWi mitteilt, hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % zugelegt.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im März 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 08.05.2018

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im März im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % zugelegt. Die Erzeugung in der Industrie stieg um 1,1 % und die des Baugewerbes um 0,6 %. Innerhalb der Industrie stachen die Investitionsgüterproduzenten mit einem Plus von 2,6 % hervor. Die Produktion von Vorleistungsgütern wurde um 0,6 % zurückgenommen, die von Konsumgütern um 1,1 % erhöht.

Im gesamten ersten Quartal stieg die Produktion sowohl in der Industrie als auch im Baugewerbe mit jeweils +0,1 % geringfügig über das Vorquartalsniveau. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Konsum- und Investitionsgüterproduzenten Zuwächse um 2,0 % bzw. 0,2 %, während 0,9 % weniger Vorleistungen erzeugt wurden.

Nach dem starken Aufwuchs im Jahresverlauf 2017 hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im ersten Quartal eine Verschnaufpause eingelegt. In der Industrie schwächten sich die Auftragseingänge und die Geschäftserwartungen ebenfalls etwas ab. Der Aufschwung bleibt intakt, zumal im ersten Quartal Sondereffekte wie vermehrte Streiks, die Grippewelle sowie die Lage der Osterfeiertage die Produktion gedämpft haben dürften. Das außenwirtschaftliche Umfeld ist insgesamt positiv, der Auftragsbestand auf Rekordniveau und das Geschäftsklima überdurchschnittlich gut. Auch vom Bauhauptgewerbe kommen eher positive Nachrichten. Nach einer ruhigeren Phase wird die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe daher im weiteren Jahresverlauf wieder Fahrt aufnehmen.

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Deutsche Exporte im März 2018: -1,8 % zum März 2017

Im März 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 116,1 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 90,9 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im März 2018 um 1,8 % und die Importe um 2,3 % niedriger als im März 2017.

Deutsche Exporte im März 2018: -1,8 % zum März 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.05.2018

Exporte, März 2018

  • 116,1 Milliarden Euro
  • +1,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -1,8 % zum Vorjahresmonat

Importe, März 2018

  • 90,9 Milliarden Euro
  • -0,9 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -2,3 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, März 2018

  • 25,2 Milliarden Euro
  • 22,0 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz der Deutschen Bundesbank, März 2018

  • 29,1 Milliarden Euro

Im März 2018 wurden von Deutschland Waren im Wert von 116,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 90,9 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im März 2018 um 1,8 % und die Importe um 2,3 % niedriger als im März 2017. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat Februar 2018 um 1,7 % zu, die Importe sanken um 0,9 %.

Die Außenhandelsbilanz schloss im März 2018 mit einem Überschuss von 25,2 Milliarden Euro ab. Im März 2017 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +25,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im März 2018 bei 22,0 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+26,8 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-0,9 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+6,9 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,8 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im März 2018 mit einem Überschuss von 29,1 Milliarden Euro ab. Im März 2017 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 32,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im März 2018 Waren im Wert von 68,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,3 Milliarden Euro von dort importiert. Somit stiegen gegenüber März 2017 die Exporte in die EU-Länder um 1,3 % und die Importe aus diesen Ländern um 0,4 %. In die Länder der Eurozone wurden im März 2018 Waren im Wert von 44,2 Milliarden Euro (+4,4 %) geliefert und Waren im Wert von 35,0 Milliarden Euro (+1,7 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im März 2018 Waren im Wert von 24,5 Milliarden Euro (-3,9 %) exportiert und Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro (-2,0 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im März 2018 Waren im Wert von 47,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 37,5 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber März 2017 nahmen die Exporte in die Drittländer um 5,9 % ab, die Importe von dort sanken ebenfalls um 5,9 %.

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Regierung will Investitionen stärken

Die Bundesregierung will die öffentlichen Investitionen auf allen Ebenen stärken. Dies sichert sie in ihrem „Nationalen Reformprogramm“ zu.

Regierung will Investitionen stärken

Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 07.05.2018

Die Bundesregierung will die öffentlichen Investitionen auf allen Ebenen stärken. Dies sichert die Regierung in ihrem als Unterrichtung ( 19/1870 ) vorgelegtem „Nationalen Reformprogramm“ zu. Darin heißt es, Investitionen seien der wesentliche Schlüssel dafür, um Wachstums- und Beschäftigungspotenziale der deutschen Wirtschaft langfristig zu sichern. „Um die Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumskräfte in Deutschland zu stärken, müssen insbesondere Investitionen in die Infrastruktur, in Schlüsseltechnologien und in Innovationen oben auf der Agenda stehen“, heißt es in der Unterrichtung, in der darauf hingewiesen wird, dass in diesem Jahr investive Ausgaben in Höhe von 36,4 Milliarden Euro geplant seien. Bedarfsorientierte, effizient umgesetzte öffentliche Investitionen könnten die Wirtschaftsleistung dauerhaft stärken und damit auch zur Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte beitragen. Außerdem sollen die privaten Investitionen gestärkt werden. „Von höheren Investitionen in Deutschland kann auch die Wirtschaft des Euroraums profitieren“, schreibt die Regierung.

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März 2018

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gesunken. Dies geht vor allem auf weniger Bestellungen von Investitionsgütern zurück (-1,8 Prozent).

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 07.05.2018

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gesunken. Dies geht vor allem auf weniger Bestellungen von Investitionsgütern zurück (-1,8 Prozent). Während die Aufträge aus dem Ausland um 2,6 Prozent abnahmen, gingen aus dem Inland 1,5 Prozent mehr Aufträge ein. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war die Entwicklung insgesamt im März günstiger (-0,1 Prozent).

In der Tendenz war die Entwicklung der Aufträge ebenfalls rückläufig. Im ersten Quartal 2018 gingen die Ordereingänge um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück. Insbesondere die Bestelltätigkeit aus Ländern außerhalb des Euroraums verringerte sich deutlich.

Nach einem dynamischen Aufwuchs der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe insbesondere im zweiten Halbjahr 2017 kam es im ersten Vierteljahr 2018 zu einer absehbar ruhigeren Entwicklung. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind aber weiterhin sehr gut gefüllt. Im Februar lag die Reichweite des Orderbestands bei 5,6 Monaten, dem höchsten Wert seit Beginn der Erhebung der Statistik im Jahr 2015. Trotz des leichten Dämpfers bei den Aufträgen im ersten Quartal dürfte die Industriekonjunktur aufwärtsgerichtet bleiben.

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58,6 % der deutschen Exporte gingen im Jahr 2017 in die Europäische Union

Die EU ist Deutschlands wichtigster Handelsmarkt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2017 Waren im Wert von 749,7 Mrd. Euro in die anderen 27 EU-Mitgliedstaaten exportiert. Das waren 58,6 % der gesamten Exporte.

58,6 % der deutschen Exporte gingen im Jahr 2017 in die Europäische Union

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.05.2018

Die Europäische Union (EU) ist Deutschlands wichtigster Handelsmarkt. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Europatages am 9. Mai mitteilt, wurden im Jahr 2017 Waren im Wert von 749,7 Milliarden Euro in die anderen 27 EU-Mitgliedstaaten exportiert. Das waren 58,6 % der gesamten Exporte. Aus der Europäischen Union importiert wurden Waren im Wert von 590,5 Milliarden Euro oder 57,1 % aller Importe. Unter den zehn wichtigsten Handelspartnern Deutschlands waren im Jahr 2017 sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen sieben EU-Mitgliedstaaten.Frankreich war mit 105,3 Milliarden wichtigstes Exportland innerhalb der EU und lag damit hinter den USA auf Gesamtplatz 2. In die Niederlande wurden 2017 Waren im Wert von 85,8 Milliarden Euro exportiert (Gesamtplatz 4), ins Vereinigte Königreich gingen Exporte in Höhe von 84,4 Milliarden Euro (Gesamtplatz 5). Importseitig waren die Niederlande mit 91,3 Milliarden Euro wichtigster EU-Handelspartner (Gesamtplatz 2 hinter China), vor Frankreich mit 64,1 Milliarden Euro (Gesamtplatz 3) und Italien mit 55,9 Milliarden Euro (Gesamtplatz 5).

Wichtigste deutsche Exportgüter in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union waren im Jahr 2017 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile im Wert von 126,2 Milliarden Euro, gefolgt von Maschinen für 90,1 Milliarden Euro. Aus den 27 EU-Mitgliedstaaten importiert wurden hauptsächlich ebenfalls Kraftfahrzeuge (89,0 Milliarden Euro). Auf Rang zwei der wichtigsten Importgüter lagen chemische Erzeugnisse mit einem Wert von 52,2 Milliarden Euro.

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Datenschutz-Grundverordnung stellt viele Startups vor Probleme

Nur noch drei Wochen Zeit – dann müssen alle Unternehmen die Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung umgesetzt haben. Ebenso wie viele große und mittelständische Unternehmen sind auch die meisten Startups davon aber noch ein gutes Stück entfernt, wie eine aktuelle Umfrage von Bitkom Research unter mehr als 300 Startups zeigt.

Datenschutz-Grundverordnung stellt viele Startups vor Probleme

Bitkom, Pressemitteilung vom 04.05.2018

  • Jedes Zweite setzt die DS-GVO bereits um, jedes Dritte fängt derzeit an, sich damit zu beschäftigen

Nur noch drei Wochen Zeit – dann müssen alle Unternehmen die Vorgaben der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) umgesetzt haben. Ebenso wie viele große und mittelständische Unternehmen sind auch die meisten Startups davon aber noch ein gutes Stück entfernt, wie eine aktuelle Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups zeigt. Demnach gibt jedes Elfte (9 Prozent) an, die Umsetzung bereits abgeschlossen zu haben. Weitere 41 Prozent haben zumindest bereits erste Maßnahmen begonnen oder umgesetzt. In jedem dritten Startup (32 Prozent) ist man bislang aber gerade erst dabei, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ohne Maßnahmen eingeleitet zu haben. Und rund jedes Siebte (15 Prozent) hat noch großen Nachholbedarf: 11 Prozent haben zwar von der DS-GVO gehört, aber noch nichts unternommen, 3 Prozent wissen gar nichts von den neuen Regeln und 1 Prozent ist informiert, hat sich aber bewusst entschieden, sich nicht weiter damit zu beschäftigen. „Es ist erfreulich, dass für die große Mehrheit aller Startups die neuen Datenschutzregeln ein Thema sind. Viele werden es aber nicht schaffen, die Vorgaben bis zum Stichtag vollständig zu erfüllen, auch weil in den jungen Unternehmen häufig nur wenige Mitarbeiter und geringe Ressourcen zur Verfügung stehen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wichtig ist auf jeden Fall, die Umsetzung konsequent voranzutreiben und nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. Es ist allemal besser vorweisen zu können, dass man mitten in der Umsetzung ist, als einer Aufsichtsbehörde mit leeren Händen gegenüberzustehen. Zugleich sollten die Behörden mit Augenmaß vorgehen, damit auch mit dem neuen Datenschutz innovative Geschäftsmodelle möglich sind und Gründern das Leben hierzulande nicht unnötig erschwert wird.“

Ab 25. Mai 2018 droht Unternehmen, die die Vorgaben der DS-GVO nach einer zweijährigen Umsetzungsfrist nicht einhalten, ein Bußgeld in Höhe von bis zu 4 Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes. Viele Unternehmen müssen dazu erst einmal ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten erstellen, das sie eigentlich schon nach alter Rechtslage hätten haben müssen. Außerdem müssen sie Prozesse in der Produktentwicklung anpassen, um dem neuen Grundsatz des Privacy by Design gerecht zu werden. Darüber hinaus müssen sie zusätzliche Informationspflichten gegenüber Kunden berücksichtigen.

Für den Einstieg in die DS-GVO hat Bitkom „Fragen und Antworten“ (FAQ) veröffentlicht, die einen ersten Überblick über die Veränderungen zur heutigen Rechtslage geben. Außerdem hat Bitkom vier Praxisleitfäden erstellt, wie verschiedene Verpflichtungen aus der Verordnung im Unternehmen umgesetzt werden können: „Datenübermittlung in Drittstaaten“, „Verarbeitungsverzeichnis“, „Risk Assessment und Datenschutzfolgenschutzabschätzung“ sowie die „Mustervertragsanlage zur Auftragsverarbeitung“.

Am 17. Mai wird Bitkom im Rahmen einer telefonischen Pressekonferenz eine Studie über den Umsetzungsstand der DS-GVO in der deutschen Wirtschaft vorstellen.

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