Jährliche Inflation im Euroraum auf 1,2 % gesunken

Die jährliche Inflation im Euroraum im Februar 2018 wird auf 1,2 % geschätzt, gegenüber 1,3 % im Januar 2018. Dies geht aus einer von Eurostat veröffentlichten Schnellschätzung hervor.

Jährliche Inflation im Euroraum auf 1,2 % gesunken

Eurostat, Pressemitteilung vom 28.02.2018

Die jährliche Inflation im Euroraum im Februar 2018 wird auf 1,2 % geschätzt, gegenüber 1,3 % im Januar 2018. Dies geht aus einer von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Schnellschätzung hervor.

Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird erwartet, dass Energie im Februar die höchste jährliche Rate aufweist (2,1 %, gegenüber 2,2 % im Januar), gefolgt von Dienstleistungen (1,3 %, gegenüber 1,2 % im Januar), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (1,1 %, gegenüber 1,9 % im Januar) und Industriegütern ohne Energie (0,7 %, gegenüber 0,6 % im Januar).

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Neue interaktive Karte zeigt Unterstützung von KMUs durch EU-Investitionen

Dank der zahlreichen Finanzierungsprogramme der EU-Kommission und des EIF haben Hunderttausende von KMU ganz Europa den finanziellen Impuls erhalten, den sie für die Gründung, das Wachstum und die Vergrößerung ihrer Unternehmen benötigen. Auf einer neuen, interaktiven Karte lässt sich jetzt nachvollziehen, wohin die Fördermittel geflossen sind, aufgeteilt nach Bundesländern.

Neue interaktive Karte zeigt Unterstützung von KMUs durch EU-Investitionen

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 28.02.2018

Die Unterstützung kleiner Unternehmen bei der Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln ist für die EU von höchster Priorität. Dank der zahlreichen Finanzierungsprogramme der Europäischen Kommission und des Europäischen Investitionsfonds (EIF) haben Hunderttausende von KMU ganz Europa den finanziellen Impuls erhalten, den sie für die Gründung, das Wachstum und die Vergrößerung ihrer Unternehmen benötigen. In Deutschland haben seit 1991 über 100.000 KMUs eine Förderung durch die EU bekommen. Auf einer neuen, interaktiven Karte lässt sich jetzt nachvollziehen, wohin das Geld geflossen ist, aufgeteilt nach Bundesländern.

Zusätzlich zu der Region kann die Zahl der Arbeitsplätze eingesehen werden, die durch die Förderung entstanden sind. Sie können nach Finanzierungsprogrammen, nach Sektoren suchen oder einfach die Karte verschieben, um den Ort zu finden, der Sie am meisten interessiert.

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Deutsche Konjunktur zum Jahresauftakt weiter kräftig

Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Quartal dieses Jahres noch einmal Fahrt aufnehmen – und das, obwohl sie schon im vergangenen Jahr ein hohes Tempo vorgelegt hat. Das signalisiert das Konjunkturbarometer des DIW Berlin.

Deutsche Konjunktur zum Jahresauftakt weiter kräftig

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 28.02.2018

Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Quartal dieses Jahres noch einmal Fahrt aufnehmen – und das, obwohl sie schon im vergangenen Jahr ein hohes Tempo vorgelegt hat. Das signalisiert das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das mit 113 Punkten zwar etwas niedriger liegt als im Januar, aber immer noch weit über der 100-Punkte-Marke, die für ein durchschnittliches Wachstum in Höhe von 0,3 Prozent steht. Dementsprechend dürfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Vierteljahr um 0,7 Prozent höher ausfallen als im vorangegangenen Quartal, in dem es um 0,6 Prozent zugelegt hatte.

„Die deutsche Wirtschaft boomt“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Eine Überhitzung droht aber nicht: Die Zuwächse bei den Löhnen und auch bei der Wirtschaftsleistung werden in den kommenden Quartalen wohl nicht so stark ausfallen, dass man von einer Übertreibung sprechen könnte.“ Für ein zwar anhaltend hohes, wenngleich abnehmendes Tempo sprechen die Unternehmensumfragen, in denen die Firmen jüngst branchenübergreifend etwas verhaltener in die Zukunft blickten – allerdings ausgehend von hohen Niveaus.

Gleichwohl strotzt die deutsche Industrie derzeit vor Kraft, vor allem, weil sie in besonderem Maße von dem investitionsgetriebenen Aufschwung der Weltwirtschaft profitiert. „Die hervorragende Auftragslage spricht dafür, dass dem Aufschwung hierzulande die Puste so bald nicht ausgehen wird“, sagt Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland. „Wir erwarten aber, dass der Impuls der Auslandsnachfrage im späteren Jahresverlauf nachlassen wird.“ Der Aufschwung in den USA dürfte allmählich enden, die chinesische Wirtschaft auf ein langfristig geringeres Wachstum einschwenken, und der Euroraum wird nicht an die zuletzt hohen Wachstumsraten anknüpfen können – schon allein aufgrund der recht deutlichen Aufwertung des Euro, die europäische Güter und Dienstleistungen aus Sicht der Abnehmerländer außerhalb des Euroraums verteuert. Hinzu kommt eine global zunehmend restriktivere Geldpolitik.

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Konsumeuphorie leicht gebremst

Nach dem glänzenden Start im Vormonat erleidet die Verbraucherstimmung in Deutschland lt. GfK einen ersten Rückschlag. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. GfK prognostiziert für März dieses Jahres einen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,2 Zähler auf 10,8 Punkte.

Konsumeuphorie leicht gebremst

GfK, Pressemitteilung vom 28.02.2018

Nach dem glänzenden Start im Vormonat erleidet die Verbraucherstimmung in Deutschland einen ersten Rückschlag. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. GfK prognostiziert für März dieses Jahres einen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,2 Zähler auf 10,8 Punkte.

Die politischen Turbulenzen um die Bildung einer stabilen und tragfähigen Regierung in Berlin haben die Konsumenten möglicherweise etwas verunsichert, sodass die Stimmung im Februar ihre Zugewinne aus dem Vormonat wieder abgeben musste. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen wie auch die Anschaffungsneigung sind damit wieder auf das Niveau von Ende 2017 gesunken. Trotz dieses Dämpfers bleibt der Konsumoptimismus der Bundesbürger hoch.

Konjunkturerwartung verliert Zuwächse des Vormonats

Der starke Aufwärtstrend der Konjunkturerwartung muss im Februar einen Rückschlag hinnehmen. Der Indikator sinkt nach einem Minus von 8,8 Zählern auf 45,6 Punkte. Er verliert damit nahezu vollständig die deutlichen Gewinne des Januars. Im Vergleich zum Vorjahr schlägt jedoch immer noch ein deutliches Plus von knapp 36 Zählern zu Buche.

Trotz des Rückgangs in diesem Monat schätzen die Verbraucher die wirtschaftlichen Aussichten weiter optimistisch ein. Der deutsche Konjunkturmotor läuft im Moment auf Hochtouren und die Konsumenten gehen davon aus, dass sich dies auch in den kommenden Monaten so fortsetzen wird. Dafür sprechen auch der exzellente Arbeitsmarkt, sinkende Arbeitslosenzahlen sowie eine hohe Anzahl an offenen Stellen.

Bestätigung findet der große Konjunkturoptimismus in den Zahlen der amtlichen Statistik. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wuchs die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent und damit zum achten Mal in Folge. Für dieses Jahr erwarten die Experten eine ähnlich positive Entwicklung.

Einkommenserwartung mit moderaten Einbußen

Nach zwei Anstiegen in Folge muss auch die Einkommenserwartung einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Mit einem Minus von drei Zählern fällt er jedoch vergleichsweise moderat aus. Aktuell weist der Indikator 53,8 Punkte auf. Im Vorjahresvergleich schlägt derzeit ein Plus von knapp sechs Zählern zu Buche. Das Niveau des Einkommensindikators ist nach wie vor überaus hoch.

Vor dem Hintergrund der exzellenten Beschäftigungslage bleiben die Konsumenten auch hinsichtlich ihrer Einkommensaussichten überaus optimistisch. So zeigen die ersten Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie, die in der Regel Signalwirkung für die gesamte Wirtschaft haben, dass die große Mehrheit der Beschäftigten 2018 erneut mit realen Einkommenszuwächsen rechnen kann. Davon werden auch die Rentner profitieren können, da sich die Erhöhung der Altersbezüge an der Lohn- und Gehaltsentwicklung orientiert.

Anschaffungsneigung sinkt minimal

Auch die Anschaffungsneigung muss die Gewinne aus dem Januar aktuell wieder abgeben. Nach einem Minus von 4,1 Zählern sinkt der Indikator auf 56,3 Punkte. Dennoch weist er weiterhin ein überaus hohes Niveau auf: Im Jahresvergleich verzeichnet die Konsumneigung noch immer ein Plus von knapp fünf Zählern.

Offenbar steht der Indikator unter dem Eindruck der ebenfalls gesunkenen Konjunktur- und Einkommenserwartungen. Dennoch bleibt die Konsumlaune unter den Verbrauchern hoch. Dies dürfte den Einzelhandel hoffen lassen, dass sich die Umsätze nach einem überaus erfolgreichen Jahr 2017 weiterhin positiv entwickeln. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Einzelhandelsumsätze im vergangenen Jahr nominal um 4,2 Prozent (real: 2,3 Prozent).

Konsumklima geht leicht zurück

Nach 11,0 Zählern im Februar prognostiziert GfK für März 2018 einen Wert von 10,8 Punkten. Damit wird exakt der Stand von Beginn dieses Jahres erreicht. Trotz dieses leichten Rückganges bleiben die Aussichten für den Konsum in diesem Jahr günstig. So geht GfK in seiner kürzlich veröffentlichten Prognose davon aus, dass der reale private Konsum 2018 um etwa zwei Prozent steigen wird, und damit in etwa so stark wie im vergangenen Jahr (2017: 2,1 Prozent). Wichtige Grundlage für ein gutes Konsumjahr 2018 ist der sich weiter exzellent entwickelnde Arbeitsmarkt.

Es bleiben dennoch mögliche Risiken, die das Konsumklima belasten könnten. Dies betrifft in erster Linie die US-Handelspolitik mit stärkeren protektionistischen Tendenzen sowie der zähe Verlauf der Brexit-Verhandlungen. Zudem würde die Bildung einer stabilen Bundesregierung das Konsumklima zusätzlich stützen.

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Verbraucherpreise im Februar 2018 voraussichtlich um 1,4 % höher als im Februar 2017

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Februar 2018 voraussichtlich 1,4 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Januar 2018 voraussichtlich um 0,5 %.

Verbraucherpreise im Februar 2018 voraussichtlich um 1,4 % höher als im Februar 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27.02.2018

Verbraucherpreisindex, Februar 2018:

  • +1,4 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,5 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Februar 2018:

  • +1,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
  • +0,5 % zum Vormonat (vorläufig)

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – wird im Februar 2018 voraussichtlich 1,4 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Januar 2018 voraussichtlich um 0,5 %.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Februar 2018 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 1,2 % erhöht, gegenüber Januar 2018 steigt er voraussichtlich um 0,5 %.

Die endgültigen Ergebnisse für Februar 2018 werden am 14. März 2018 veröffentlicht.

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Unternehmen konstant auf Mitarbeitersuche

Die deutschen Unternehmen sind weiterhin auf der Suche nach neuem Personal. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Februar nur leicht auf 113,6 Punkte, nach 113,8 Punkten im Januar. Der deutsche Arbeitsmarkt brummt weiter.

Unternehmen konstant auf Mitarbeitersuche

ifo Institut, Pressemitteilung vom 27.02.2018

Die deutschen Unternehmen sind weiterhin auf der Suche nach neuem Personal. Das ifo Beschäftigungsbarometer sank im Februar nur leicht auf 113,6 Punkte, nach 113,8 Punkten im Januar. Der deutsche Arbeitsmarkt brummt weiter.

Nur im Dienstleistungssektor ist das Barometer in diesem Monat gestiegen. Es setzt damit seine grundlegende Aufwärtstendenz der vergangenen Monate fort. Die Dienstleister sind weiterhin der größte Treiber des Beschäftigungswachstums in Deutschland. In der Industrie nimmt hingegen die Einstellungseuphorie etwas ab. Jedoch sind weiterhin viele Industriefirmen auf Mitarbeitersuche. Auch im Handel und im Bauhauptgewerbe bleibt die Beschäftigungsdynamik expansiv, jedoch etwas schwächer als im Vormonat.

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Wachstumsdynamik 2018 auf Höhepunkt, moderater Rückgang 2019

Die deutsche Wirtschaft hat im Schlussquartal 2017 trotz ungewöhnlich vieler Feier- und Brückentage weiter ein hohes Wachstumstempo an den Tag gelegt. Ihren Schwung dürfte sie mit ins Jahr 2018 nehmen. KfW Research hält daher an seiner Konjunkturprognose von 2,5 % für das laufende Jahr fest, nach 2,2 % im Jahr 2017. Damit dürfte die Wachstumsdynamik in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen, bevor sie 2019 moderat zurückgeht.

Wachstumsdynamik 2018 auf Höhepunkt, moderater Rückgang 2019

KfW, Pressemitteilung vom 23.02.2018

  • KfW Research bestätigt Konjunkturprognose von 2,5 % für das laufende Jahr, für das kommende Jahr Verlangsamung auf 1,9 % erwartet
  • Konsum, Investitionen und Exporte treiben Wachstum
  • Engerer Arbeitsmarkt und Zinswende bremsen 2019

Die deutsche Wirtschaft hat im Schlussquartal 2017 trotz ungewöhnlich vieler Feier- und Brückentage weiter ein hohes Wachstumstempo an den Tag gelegt. Ihren Schwung dürfte sie mit ins Jahr 2018 nehmen. KfW Research hält daher an seiner Konjunkturprognose von 2,5 % für das laufende Jahr fest, nach 2,2 % im Jahr 2017 (alle Raten nicht kalenderbereinigt). Damit dürfte die Wachstumsdynamik in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreichen, bevor sie 2019 moderat zurückgeht. KfW Research erwartet für das kommende Jahr ein solides Konjunkturplus von 1,9 %. Zunehmend enge gesamtwirtschaftliche Kapazitäten aufgrund der langen Dauer des Aufschwungs, insbesondere am Arbeitsmarkt, sowie die Zinswende dürften die Treiber des Rückgangs sein.

Die derzeitige Stärke der deutschen Wirtschaft spiegelt nicht nur das historisch hohe Stimmungsniveau in den Firmen wieder, sondern manifestiert sich auch in harten Daten wie den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe. Eine deutliche Ausweitung der Produktionstätigkeit zeichnet sich ab. Der Konsum profitiert von dem anhaltenden Wachstum der Erwerbstätigenzahl (2017: +1,5 % ggü. Vorjahr) und weiter steigenden Reallöhnen (2017: +0,8 % ggü. Vorjahr); ein Ende dieser beiden Entwicklungen ist bislang nicht absehbar. Die Aussichten für den Wohnungsbau sind angesichts des unverändert hohen Bedarfs in attraktiven Ballungsgebieten ebenfalls positiv. Zugleich dürften die Unternehmensinvestitionen angesichts der starken Auslastung der Industriekapazitäten sowie der auch international kräftiger anziehenden Nachfrage spürbar aufwärts gerichtet bleiben. Die globale Konjunkturerholung sollte dafür sorgen, dass die deutschen Exporte ungeachtet des zuletzt gestiegenen Eurokurses an Fahrt gewinnen.

2019 dürfte das Wachstum zwar nachlassen, mit 1,9 % jedoch weiter solide ausfallen. Neben knapperen Arbeitskräften wird die eingeleitete globale Zinswende voraussichtlich etwas bremsen, da Firmen längerfristig geplante Investitionsprojekte in der Erwartung steigender Finanzierungskosten häufig schon 2018 realisieren dürften. Gegen eine erhebliche Wachstumsverlangsamung 2019 spricht jedoch die sich abzeichnende Fiskalpolitik der nächsten deutschen Regierung. So sind von einer neuen großen Koalition für 2018 bis 2021 zusätzliche Ausgaben und Mindereinnahmen von knapp 46 Mrd. EUR geplant, was umgelegt auf einzelne Jahre einer Größenordnung von durchschnittlich gut 0,3 % des BIP entspricht.

Zu den bereits länger vorhandenen Risiken für die deutsche Konjunktur – den holprigen Brexit-Verhandlungen und den protektionistischen Tendenzen der US-Politik – gesellen sich inzwischen nach Einschätzung von KfW Research auch die erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten sowie mögliche Belastungen durch einen unerwartet starken Euro. Letzterer sei denkbar, falls die USA überschätzt würden und infolge von Steuerreform und Mehrausgaben zwar das Staatsdefizit, nicht aber das Wachstum kräftig anstiege.

„Die deutsche Wirtschaft zeigt sich weiter in starker Form. Seit 2014 wächst sie schneller als im langfristigen Trend. Auch im laufenden und im kommenden Jahr setzt sich der kräftige Aufschwung fort“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Mit einer baldigen gefährlichen Überhitzung auf Ebene der Gesamtwirtschaft sei dennoch nicht zu rechnen. „Zum einen war die anfängliche Unterauslastung durch die globale Finanzkrise 2009 und dann nochmals durch die Eurokrise 2012/13 enorm, zum anderen müssten dafür vor allem Preise und Löhne viel drastischer anziehen als allgemein erwartet.“

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Hidden Champions droht die Luft auszugehen

Größere mittelständische Unternehmen tragen mit ihrer Forschung und ihren Innovationen wesentlich zum hiesigen Exporterfolg bei. Doch der ist in Gefahr, wie eine Studie des IW Köln zeigt: Zwar steigt die Zahl der Mittelständler seit Jahren stark an, doch die Firmen verlieren an Innovationskraft – die Politik muss gegensteuern.

Hidden Champions droht die Luft auszugehen

IW Köln, Pressemitteilung vom 23.02.2018

Größere mittelständische Unternehmen tragen mit ihrer Forschung und ihren Innovationen wesentlich zum hiesigen Exporterfolg bei. Doch der ist in Gefahr, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt: Zwar steigt die Zahl der Mittelständler seit Jahren stark an, doch die Firmen verlieren an Innovationskraft – die Politik muss gegensteuern.

Das Land des Mittelstands – diesen Ruf verdankt Deutschland vor allem der wirtschaftlichen Stärke größerer Mittelständler jenseits der Grenzen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU): Die Firmen mit 250 bis 3.000 Mitarbeitern beschäftigen rund 8,5 Millionen Menschen – ein Plus von 36 Prozent seit 2003. Im Verarbeitenden Gewerbe stellen sie rund 43 Prozent aller Arbeitsplätze. Ein Grund dafür: Die Zahl dieser Mid Caps ist in den vergangenen 15 Jahren um mehr als ein Drittel auf inzwischen fast 13.700 gestiegen. Viele von ihnen sind als „Hidden Champions“ Marktführer in ihrer Sparte; sie bilden das Bindeglied zwischen den KMU mit weniger als 250 Beschäftigten und Großunternehmen wie Daimler oder Siemens.

Doch die Innovationskraft dieser oft hoch spezialisierten Firmen nimmt seit Jahren ab, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit gerät in Gefahr. Und nun droht auch noch ein sich verschärfender Fachkräftemangel. „Es gibt deutliche Warnsignale“, sagt IW-Wissenschaftler Klaus-Heiner Röhl. Denn die Wirtschaftspolitik der EU und des Bundes wird den Firmen nicht gerecht. Größere Mittelständler werden zumeist pauschal den Großunternehmen zugerechnet und der gleichen Regulierung unterworfen – etwa beim 2017 eingeführten Auskunftsanspruch zur Entgeltgleichheit. Dabei ähneln sie mit ihren Strukturen und finanziellen Möglichkeiten oft eher KMU. „Die Politik schnürt ihnen damit langsam die Luft ab“, sagt Röhl.

Die Zahl der innovativen Mittelständler sinkt seit einigen Jahren. So zeigen Studien, dass 2015 nur noch rund zwei Drittel der Mid Caps mit bis zu 1.000 Mitarbeitern regelmäßig neue Prozesse und Produkte einführen. Fünf Jahre zuvor waren es noch rund 75 Prozent. Bei kleineren Unternehmen liegt der Wert inzwischen sogar nur noch bei 62 Prozent, zuvor waren es 72 Prozent.

Um die Unternehmen zu fördern, sollte die Politik die Verwaltung digitaler aufstellen, um Genehmigungsverfahren – z. B. für neue Fabrikgebäude – schneller abwickeln zu können. Zudem sollte bei neuen Gesetzen verpflichtend geprüft werden, welche Folgen diese für Mid Caps und KMU haben. „Entscheidend ist aber vor allem die steuerliche Forschungsförderung, die die zukünftige Bundesregierung zügig umsetzen sollte. Sie muss auch für die Mid Caps eingeführt werden und darf nicht allein auf KMU fokussiert sein“, erklärt Röhl. Nur so können diese die notwendigen Investitionen für die digitalisierte Industrie 4.0 stemmen.

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ifo Geschäftsklimaindex sinkt

Die sehr gute Stimmung in den deutschen Chefetagen hat einen deutlichen Dämpfer erhalten. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 115,4 Punkte gesunken, nach 117,6 im Januar.

ifo Geschäftsklimaindex sinkt

ifo Institut, Pressemitteilung vom 22.02.2018

Die sehr gute Stimmung in den deutschen Chefetagen hat einen deutlichen Dämpfer erhalten. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 115,4 Punkte gesunken, nach 117,6 im Januar. Die Unternehmer waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage, dennoch war der Wert der zweithöchste seit 1991. Dies deutet auf ein Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 0,7 Prozent. Aber die Unternehmer nahmen den optimistischen Ausblick auf die kommenden Monate merklich zurück. Die deutsche Wirtschaft tritt auf die Euphoriebremse.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index nach dem Rekord im Vormonat deutlich gesunken. Die Unternehmer beurteilten die aktuelle Lage auf sehr hohem Niveau etwas weniger gut. Sie korrigierten auch die Erwartungen nach unten. Die Nachfrage verlor etwas an Schwung. Die Industriefirmen beurteilten auch den Auftragsbestand etwas weniger gut.

Sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Einschätzungen zur Lage und die Erwartungen wurden in beiden Handelssparten zurückgenommen. Im Einzelhandel fiel der Rückgang stärker aus als im Großhandel.

Auch im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Dies war auf deutlich niedrigere Erwartungen zurückzuführen. Die Lage der Baufirmen hat sich hingegen auf ein neues Rekordhoch verbessert.

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Wieder weniger Gründer in Deutschland: Zahl sinkt unerwartet stark

Der Rückgang der Gründungstätigkeit in Deutschland setzt sich lt. KfW überraschend stark fort: Lediglich 557.000 Gründer haben sich im Jahr 2017 selbständig gemacht. Das ist ein Minus von 115.000 Gründern oder 14 % im Vergleich zum Jahr 2016.

Wieder weniger Gründer in Deutschland: Zahl sinkt unerwartet stark

KfW, Pressemitteilung vom 21.02.2018

  • 557.000 Gründer machten sich 2017 in Deutschland selbständig
  • Gründungsaktivität in Deutschland sinkt somit weiter um 14 %
  • Aber: mehr Chancengründer, mehr innovative Gründer

Der Rückgang der Gründungstätigkeit in Deutschland setzt sich überraschend stark fort: Lediglich 557.000 Gründer haben sich im Jahr 2017 selbständig gemacht. Das ist ein Minus von 115.000 Gründern oder 14 % im Vergleich zum Jahr 2016. Nachdem in den vergangenen Jahren gegen die Sogwirkung des sehr guten Arbeitsmarkts nicht anzukommen war, zog 2017 der Wachstumseffekt deutlich an. „Die sehr gute Konjunktur lud eigentlich zum Gründen ein. Stattdessen ist insbesondere die Gründungstätigkeit im Nebenerwerb weiter stark eingebrochen“, sagt KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner. „Die Rekordsituation auf dem Arbeitsmarkt sprengt offenbar den gewohnten Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Wachstum mit der Gründungstätigkeit. Eine abhängige Beschäftigung auch für den Hinzuverdienst zu finden, ist derzeit so einfach wie nie. Und die, die bereits eine abhängige Beschäftigung haben, kommen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht dazu, sich im Nebenerwerb selbständig zu machen.“ Die Zahl der Nebenerwerbsgründer brach um 101.000 oder 24 % auf 323.000 ein; die der Vollerwerbsgründer hingegen lediglich um 14.000 oder 6 % auf 234.000 Personen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Vorabauswertung des KfW Gründungsmonitors, der jährlichen repräsentativen Befragung zum Gründergeschehen in Deutschland.

Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist. Mit 334.000 Gründern, die aufgrund einer bestimmten Geschäftsidee starteten, gibt es 8 % mehr Chancengründer als im Vorjahr. 76.000 Gründer führen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel technologischer Innovationen durch. Die Zahl innovativer Gründer legt somit um 31 % zu und erholt sich nach dem Absturz im Vorjahr teilweise. „Deutschland braucht Innovation. Deutschland braucht Menschen, die aus ihren Ideen Unternehmen kreieren. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen – insbesondere angesichts der sehr guten Lage auf dem Arbeitsmarkt – diese bei ihrem mutigen Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen.“

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