Produktivität der Unternehmen steigt mit mehr Wissenskapital

In Deutschland werden jährlich rund 200 Mrd. Euro in wissensbasiertes Kapital investiert, wie etwa Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken, Marketing und Werbung oder technisches Design. Diese Investitionen erhöhen nicht nur die Produktivität von Unternehmen, sondern machen Investitionen in klassische Investitionsgüter wie Maschinen oder Gebäude effektiver. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin.

Produktivität der Unternehmen steigt mit mehr Wissenskapital

DIW Berlin, Pressemitteilung vom 24.01.2018

Erstmalige Untersuchung mit amtlichen Unternehmensdaten – Mehr Wissenskapital erhöht die Produktivität – Industrie investiert bereits heute mehr in Wissen als in Maschinen und Bauten – Wirtschaftspolitik muss bei Investitionen ganzheitlichen Ansatz verfolgen

In Deutschland werden jährlich rund 200 Milliarden Euro in wissensbasiertes Kapital investiert, wie etwa Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken, Marketing und Werbung oder technisches Design. Diese Investitionen erhöhen nicht nur die Produktivität von Unternehmen, sondern machen Investitionen in klassische Investitionsgüter wie Maschinen oder Gebäude effektiver. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf der Basis eines Datensatzes mit fast zwei Millionen amtlichen Unternehmensdaten. „Wir haben ähnlich starke produktivitätssteigernde Wirkungen festgestellt, egal ob in Forschung und Entwicklung, in Organisationslösungen oder Software investiert wurde“, sagt Alexander Schiersch, der das Projekt leitete.

Anders als etwa in den USA wird derzeit in Deutschland mit etwa 320 Milliarden Euro jährlich noch mehr in Sachkapital investiert. Aber auch in einigen wichtigen deutschen Wirtschaftszweigen wird mittlerweile mehr in wissensbasiertes Kapital investiert, so im verarbeitenden Gewerbe oder im Sektor Information und Kommunikation. Nominal sind die die Investitionen in wissensbasiertes Kapital in den letzten Jahren zwar gestiegen, dies aber in gleichem Maße wie die Produktion der Unternehmen. Die meisten Wirtschaftszweige sind also in den letzten Jahren nicht wissensintensiver geworden.

Insbesondere in bedeutenden Industriezweigen wie Automobilbau, Maschinenbau, aber auch in der Herstellung von Datenverarbeitungstechnik, Optik und Elektronik oder in der Pharmaindustrie wird besonders viel investiert. Die größten Summen fließen hier in Forschung und Entwicklung. Im Dienstleistungssektor wird hingegen stärker in Organisation und Software investiert.

Weiter wurde gezeigt, dass wissensbasiertes Kapital und Sachwerte einander ergänzen. „Für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen sind Investitionen in verschiedene Elemente des wissensbasierten Kapitals wichtig. Das heißt, dass die Wirtschaftspolitik bei der Gestaltung des Rahmens für Investitionen einen umfassenden Ansatz verfolgen und alle Kapitalelemente in den Blick nehmen sollte“, sagt Alexander Schiersch. Es kann also sinnvoll sein, nicht nur eine Maschine zu fördern, sondern zugleich auch die Softwarelösung und die Online-Vermarktung der Produkte oder Dienstleistungen.

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BMWi und BMI setzen Dialog mit der Wirtschaft zur Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung fort

Vertreter des BMWi und des BMI sowie von Wirtschaftsverbänden und Datenschutzaufsichtsbehörden treffen sich am 24. Januar 2018 im BMWi, um ihren Austausch zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes 2018 fortzusetzen. Die Gespräche sind im Sommer 2017 gestartet und haben das Ziel, insbesondere KMU dabei zu unterstützen, ihre Datenverarbeitung an die neuen Datenschutzstandards anzupassen.

BMWi und BMI setzen Dialog mit der Wirtschaft zur Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung fort

BMWi/BMI, Pressemitteilung vom 24.01.2018

Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums des Innern (BMI) sowie von Wirtschaftsverbänden und Datenschutzaufsichtsbehörden treffen sich am 24. Januar 2018 im BMWi, um ihren Austausch zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes 2018 fortzusetzen. Die Gespräche sind im Sommer 2017 gestartet und haben das Ziel, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, ihre Datenverarbeitung an die neuen Datenschutzstandards anzupassen.

Matthias Machnig, Staatssekretär im BMWi: „Unser Ziel ist es, dass die Datenschutz-Grundverordnung auch in der Praxis ein Erfolg wird. Dafür ist es wichtig, dass Wirtschaft und Datenschutzbehörden während der Umstellung auf die neuen Vorgaben im Austausch bleiben und Theorie und Praxis abgleichen. Im Zuge unserer Gespräche erhalten die Aufsichtsbehörden einen unmittelbaren Eindruck von den praktischen Schwierigkeiten, vor denen gerade KMU bei der Umsetzung stehen. Die Vertreter der Wirtschaft werden über die Rechtsauffassung der Datenschutzaufsichtsbehörden informiert und können hierauf im direkten Diskurs reagieren.“

Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im BMI: „Viele Unternehmen sind zurzeit noch unsicher, welche Maßnahmen sie zur Anpassung ihrer Datenschutzprozesse an das neue Datenschutzrecht treffen müssen. Neben dem „Was“ steht vor allem das praktische „Wie“ der Umsetzung im Vordergrund. Hierauf wollen wir in der Veranstaltungsreihe konkrete Antworten finden, um die Wirtschaft bei der Implementierung des neuen Datenschutzrechts weiterhin zu unterstützen.“

Beim dem Treffen am 24. Januar 2018 werden Fragen der Auftragsverarbeitung, die zukünftige Rolle betrieblicher Datenschutzbeauftragter sowie die Möglichkeit branchenspezifischer „Codes of Conduct“ diskutiert.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung wird am 25. Mai 2018 nach einer Übergangsphase von zwei Jahren wirksam. Sie bildet dann den datenschutzrechtlichen Rahmen innerhalb der Europäischen Union. Unternehmen sind gefordert, ihre Geschäftsabläufe bis zum 25. Mai 2018 an die neue Rechtslage anzupassen.

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Optimistischer Ausblick auf das neue Jahr

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im Januar 2018 um 3,0 Punkte gestiegen. Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen für Deutschland einen optimistischen Ausblick auf das erste Halbjahr 2018. Die Lagebeurteilung ist mit 95,2 von 100 möglichen Punkten sogar die beste seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991.

Optimistischer Ausblick auf das neue Jahr

ZEW, Pressemitteilung vom 23.01.2018

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im Januar 2018 um 3,0 Punkte gestiegen. Der Indikator beträgt somit aktuell 20,4 Punkte. Der langfristige Durchschnitt von 23,7 Punkten wird weiterhin leicht unterschritten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist um 5,9 Punkte auf einen neuen Indexwert von 95,2 Punkten gestiegen.

„Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen für Deutschland einen optimistischen Ausblick auf das erste Halbjahr 2018. Die Lagebeurteilung ist mit 95,2 von 100 möglichen Punkten sogar die beste seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991. Der wichtigste Wachstumstreiber des vergangenen Jahres, der private Konsum, dürfte nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer/-innen auch in den nächsten sechs Monaten das Wachstum beflügeln. Auch das weltwirtschaftliche Umfeld in Europa und den USA wird deutlich besser beurteilt als noch Ende 2017″, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen um 2,8 Punkte. Der Erwartungsindikator für die Eurozone beträgt damit aktuell 31,8 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum steigt ebenfalls weiter an. Er liegt im Januar bei 56,4 Punkten, 5,7 Punkte höher als im Dezember. Die Aussichten für die Konjunktur des Eurogebiets werden damit recht positiv beurteilt. Die gute Wirtschaftsentwicklung schlägt sich auch in steigenden Inflationserwartungen nieder. Der Indikator für die Inflation im Euroraum springt im Januar um 11,3 Punkte auf einen Wert von 57,5 Punkten.

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Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt Fahrt auf

Der Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt kräftig Fahrt auf. Aktuell sind rund 40 % der Inhaber mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre. Für sie stellt sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit auch die nach dem Fortbestand ihres Unternehmens. Eine aktuelle Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt u. a.: Allein in den kommenden zwei Jahren planen die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben.

Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt Fahrt auf

KfW, Pressemitteilung vom 23.01.2018

  • 236.000 Firmen suchen bis Ende 2019 einen Nachfolger, bis 2022 noch einmal 275.000
  • Weitere 331.000 Inhaber planen binnen 5 Jahren die Stilllegung
  • Regionale Unterschiede bei Nachfolgeplanungen im Bundesgebiet
  • Geklärte Nachfolge stimuliert Investitionen

Der Generationenwechsel im deutschen Mittelstand nimmt kräftig Fahrt auf. Aktuell sind rund 40 % der Inhaber mittelständischer Betriebe älter als 55 Jahre, für sie stellt sich in absehbarer Zeit die Frage nach dem Renteneintritt und damit auch die nach dem Fortbestand ihres Unternehmens. Eine aktuelle Sonderauswertung von KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels zeigt: Allein in den kommenden zwei Jahren planen die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unternehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Für 100.000 von ihnen wird die Zeit knapp, da der Nachfolger entweder noch nicht gefunden wurde – oder der Inhaber noch gar nicht mit der Suche begonnen hat. Die Bedeutung dieser Unternehmen ist beachtlich, hängen doch die Arbeitsplätze von rd. 2 Millionen Erwerbstätigen und etwa 89.000 Auszubildenden vom Gelingen der Nachfolge ab.

Die ganze Breite des bevorstehenden Generationenwechsels wird offensichtlich, wenn man ein paar Jahre weiter in die Zukunft blickt: Bis 2022 wollen noch einmal 275.000 Seniorchefs ihren Betrieb übergeben. Bevorzugt wird quer durch alle Branchen- und Größenklassen die Übergabe innerhalb der Familie (54 %). Einen externen Käufer können sich 42 % vorstellen, ein Mitarbeiter oder bisheriger Miteigentümer wird deutlich seltener als Nachfolger in Betracht gezogen (25 % bzw. 27 %).

Nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsgedanken hat indes vor, seinen Betrieb überhaupt fortführen zu lassen, sondern will ihn stilllegen. Aktuell planen die Inhaber von 331.000 noch aktiven Mittelständlern binnen fünf Jahren die Geschäftsaufgabe. Bei diesen Firmen sind 1,63 Mio. Menschen beschäftigt. Bei der Frage „Nachfolge oder Stilllegung“ zeigt sich eine klare Größenabhängigkeit. Für größere Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern scheint eine Geschäftsaufgabe kaum eine Option zu sein, nur 5 % ziehen dies in Betracht. Bei den Kleinstbetrieben mit weniger als 5 Beschäftigten liegt der Wert um das Achtfache höher bei 41 %. Inhaber aus dem Handel, dem Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor liegen mit ihren Planungen recht nah beieinander: Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen dieser Wirtschaftssegmente soll in die Hände eines Nachfolgers übergehen. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Wert mit drei Vierteln noch höher.

Nicht überall in Deutschland ist der Generationenwechsel im Mittelstand ein gleich drängendes Problem – es bestehen überraschend große regionale Unterschiede. In Schleswig-Holstein ist bereits fast die Hälfte (46 %) aller Mittelstandschefs 55 Jahre und älter, auch in Thüringen (44 %) und Baden-Württemberg (41 %) sind die Anteile überdurchschnittlich hoch. In diesen Bundesländern werden auch am häufigsten Nachfolger gesucht. Anders sieht die Lage etwa in Hamburg, Rheinland-Pfalz/Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern aus: Hier gibt es mit jeweils rd. 30 % deutlich weniger ältere Mittelstandschefs und es stehen kurzfristig weit weniger Nachfolgen an.

Wie die Analyse von KfW Research zeigt, beeinflusst ein zeitnah anstehender Generationenwechsel in der Inhaberschaft, gepaart mit einem hohen Alter des Unternehmers, erheblich die Investitionsbereitschaft. Ist die Nachfolge unklar, dann bleiben vermehrt Investitionen aus. Umgekehrt stärkt eine geklärte Nachfolge die Investitionsbereitschaft auch bei hohem Inhaberalter. Am stärksten ausgeprägt ist die Wirkung bei kurzfristig anstehenden Nachfolgen binnen zwei Jahren: Wenn die Nachfolge gesichert ist, dann löst dies ein durchschnittliches Investitionsplus von 40 % im Unternehmen aus.

„Der deutsche Mittelstand steht infolge des demografischen Wandels vor erheblichen Strukturveränderungen. In den nächsten fünf Jahren ziehen sich die Chefs von 842.000 Betrieben in den Ruhestand zurück – mit oder ohne Nachfolger. Jedes fünfte mittelständische Unternehmen ist betroffen“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, zusammen. Negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit seien angesichts dieser großen Dimension nicht ausgeschlossen – vor allem, wenn die Unternehmer sich zu spät oder gar nicht mit der Frage nach dem Fortbestand ihres Betriebes befassten. „Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen nicht weiterentwickelt werden, ihr Wert sinkt und damit auch die Chance, sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Der Generationenwechsel muss daher eines der Top-Themen sowohl in den Chefetagen des Mittelstands als auch in der wirtschaftspolitischen Agenda hierzulande sein“, so Zeuner. Eine geordnete Übergabe beanspruche in der Regel mehrere Jahre Planung – vor allem, wenn der Nachfolger nicht aus der Familie stamme. „Bei externen Nachfolgern sehen wir seit Jahren allerdings einen größer werdenden Engpass durch sinkende Gründerzahlen. Es fehlt dadurch nicht nur an ausreichend Unternehmernachwuchs in Deutschland, insbesondere übernahmewillige Gründer werden seltener. Zuletzt lag diese Zahl gerade bei 62.000 im Jahr 2016. Gesunken ist parallel auch die Zahl derer, die sich zumindest an einem bestehenden Unternehmen finanziell und aktiv beteiligen. Das sind letztlich deutlich zu wenige, um den Bedarf an qualifizierten Nachfolgern zur Weiterführung bestehender Unternehmen zu decken“, sagt Zeuner. „Es ist daher eine zentrale Herausforderung, die Attraktivität des Unternehmertums wieder zu steigern. Eine stärkere Vermittlung von ökonomischer Bildung und Unternehmerkompetenzen im Bildungssystem wäre ein wesentlicher Baustein hierfür.“

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D21-Digital-Index belegt zunehmende Digitalisierung – ein gutes Signal für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands

Im Rahmen des Fachkongresses „Digitale Gesellschaft“ werden am 23.01.2018 im BMWi die Ergebnisse des D21-Digital-Index 2017/18 vorgestellt. Sie zeigen: Die deutsche Gesellschaft schreitet digital voran, vor allem die mobile Internetnutzung nimmt zu.

D21-Digital-Index belegt zunehmende Digitalisierung – ein gutes Signal für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands

BMWi, Pressemitteilung vom 23.01.2018

Im Rahmen des Fachkongresses „Digitale Gesellschaft“ werden am 23.01.2018 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Ergebnisse des D21-Digital-Index 2017/18 vorgestellt. Sie zeigen: Die deutsche Gesellschaft schreitet digital voran, vor allem die mobile Internetnutzung nimmt zu.

Staatssekretär Machnig: „Es ist ein gutes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands, dass die Bürgerinnen und Bürger das Internet immer vielfältiger nutzen und gegenüber digitalen Anwendungen mehrheitlich aufgeschlossen sind. Die Digitalisierung erleichtert unseren Alltag und birgt Chancen für Unternehmen. Gleichzeitig erfordern innovative und komplexe digitale Technologien aber auch zunehmend neue Fähigkeiten des Einzelnen – sei es in der Wirtschafts- und Arbeitswelt oder im Privatleben. Um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen, müssen wir daher mehr in die Vermittlung digitaler Kompetenzen investieren – das ist eine zentrale Aufgabe für Politik und Wirtschaft in den kommenden Jahren.“

Laut dem aktuellen Index nutzen mittlerweile vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern das Internet. Der Digitalisierungsgrad der Gesellschaft ist um zwei Punkte auf 53 von 100 Punkten gestiegen. Immer mehr Menschen sind dabei mobil online: Das Smartphone gehört für 70 Prozent bereits zum Alltag.

Erstmals hat der Index auch die Entwicklung intelligenter Geräte und künstlicher Intelligenz in den Blick genommen. Denn mit digitalen Sprachassistenten oder intelligenten Stromzählern ziehen immer mehr smarte Geräte in die Haushalte ein. Ihre Nutzung liegt zwar noch auf einem relativ niedrigen Niveau und die Deutschen begegnen diesen neuen Technologien noch recht skeptisch. Insgesamt zeigt sich die Gesellschaft der Digitalisierung gegenüber aber aufgeschlossener und kompetenter. Mit Standardanwendungen kann ein Großteil von ihr umgehen. Viel Luft nach oben gibt es hingegen bei komplexeren Fähigkeiten: So verfügen nur 13 Prozent der Bevölkerung über Programmierkenntnisse. Vor allem auf schulischer und beruflicher Ebene müssen deshalb digitale Fähigkeiten systematisch vermittelt werden.

Der Index zeigt auch: Jeder fünfte Mensch in Deutschland ist offline. Hauptgründe hierfür liegen insbesondere im mangelnden Interesse an dem Medium Internet, der technischen Komplexität sowie Sicherheitsbedenken. Nach wie vor ist die ältere Generation deutlich seltener online als die jüngere, auch eine Schere zwischen den Bildungsgraden ist erkennbar.

Mit dem Digital-Index misst die Initiative D21 e.V. mit Unterstützung von Kantar TNS und einer Reihe von Partnern jährlich den Digitalisierungsgrad der deutschen Bevölkerung – anhand des Zugangs, der Kompetenz, der Offenheit sowie der Nutzungsvielfalt. Erstmalig wurden hierfür neben telefonischen auch persönliche Befragungen durchgeführt.

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EU-Mittelstandsmonitor schafft Transparenz über EU-Regelungsvorhaben für den Mittelstand

Der aktuelle Mittelstandsmonitor für EU-Vorhaben zeigt: 40 von insgesamt 109 Vorhaben aus dem aktuellen Arbeitsprogramm der EU-Kommission wirken sich besonders auf den Mittelstand aus. Das BMWi erstellt gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden den EU-Mittelstandsmonitor, um den Unternehmen dabei zu helfen, einen Überblick über aktuelle EU-Vorhaben zu behalten.

EU-Mittelstandsmonitor schafft Transparenz über EU-Regelungsvorhaben für den Mittelstand

BMWi, Pressemitteilung vom 22.01.2018

Der aktuelle Mittelstandsmonitor für EU-Vorhaben zeigt: 40 von insgesamt 109 Vorhaben aus dem aktuellen Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission wirken sich besonders auf den Mittelstand aus. Das BMWi erstellt gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden den EU-Mittelstandsmonitor, um den Unternehmen dabei zu helfen, einen Überblick über aktuelle EU-Vorhaben zu behalten.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Auf EU-Ebene werden zahlreiche Vorhaben von großer Tragweite für den Mittelstand beschlossen. Deshalb ist es wichtig, dass sich auch kleine und mittlere Unternehmen frühzeitig über aktuelle EU-Regelungsvorhaben und deren Auswirkungen informieren. Dafür gibt es den online verfügbaren EU-Mittelstandsmonitor . Der Monitor informiert über aktuelle Vorhaben und gibt Hinweise, wie sich Interessierte im Rahmen der Gesetzgebungsprozesse einbringen können. Unternehmen können so dazu beitragen, dass Regelungen möglichst praxisnah und unbürokratisch gestaltet werden.“

Wichtig für den Mittelstand sind aktuell insbesondere Regelungen zur Vollendung des digitalen Binnenmarktes, etwa zu fairen Beziehungen zwischen Unternehmen und Internetplattformen. Auch die geplanten Anforderungen an Barrierefreiheit für Produkte und Dienstleistungen sowie die Dienstleistungskarte oder Regelungen zur verbesserten Durchsetzung von Verbraucherrechten sind von großer Bedeutung. Nach dem „Ampelprinzip“ werden beim Monitor die Vorhaben sowie ihre möglichen Auswirkungen beschrieben (Rot steht für hohe Mittelstandsrelevanz, gelb für eventuell und grün für eher nicht mittelstandsrelevant) sowie Hinweise gegeben, wie sich Interessierte aktiv etwa in Konsultationsverfahren einbringen können.

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Open Data bringt Mehrwert für Unternehmen

Die Wirtschaft profitiert davon, wenn Daten offen, kostenfrei und digital für alle zur Verfügung stehen. Dazu hat der Digitalverband Bitkom einen Leitfaden zu Open Data mit erweitertem Fokus veröffentlicht.

Open Data bringt Mehrwert für Unternehmen

Bitkom, Pressemitteilung vom 21.01.2018

  • Wirtschaft profitiert davon, wenn Daten offen, kostenfrei und digital für alle zur Verfügung stehen
  • Bitkom veröffentlicht Leitfaden zu Open Data mit erweitertem Fokus

Ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn stellt Daten bereit, an welchen Aufzügen aktuell gerade Wartungsarbeiten stattfinden – und ein Dritter bietet basierend auf diesen Angaben ein Webangebot an, mit dem etwa Rollstuhlfahrer nachschauen können, ob sie an einer bestimmten Station ein- oder aussteigen können. Oder ein Verkehrsunternehmen erlaubt den Online-Zugriff auf die aktuellen Fahrplandaten und Standorte der Fahrzeuge, wodurch eine Routenplanungs-App auf dem Smartphone immer die aktuell beste Fahrstrecke anzeigen kann. Wenn Daten offen sowie kosten- und zweckfrei bereitgestellt werden, profitieren alle davon. „Daten werden immer wertvoller – und sie können einen großen Nutzen stiften“, sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom. „Die Daten bilden eine wichtige Säule für die Digitalisierung der Gesamtgesellschaft, deshalb muss die Ausbreitung und Nutzung von Open Data auch mit Blick auf die Unternehmen weiter gefördert werden. Das Thema muss über Behörden und Open Government Data hinaus größer gedacht werden.“

Unter Open Data versteht man ungefilterte und maschinenlesbare elektronische Daten, die jedem öffentlich, zweckfrei und unverbindlich zur Verfügung gestellt werden. Die auf der Datengrundlage entstehenden Innovationen, etwa, wenn Startups neue Lösungen für etablierte Unternehmen entwickeln, können dann übergreifende Effekte erzielen und dafür sorgen, dass Gesellschaft und Wirtschaft die Herausforderungen der Digitalisierung meistern. Open Data kann aber auch dafür sorgen, dass Entscheidungen transparent gemacht werden und so Verständnis und Vertrauen wachsen.

Der neue Bitkom-Leitfaden „Open Data – Neue Konzepte erfolgreich umsetzen“ beschreibt die Vorteile gerade mit Blick auf die Bereitstellung und Nutzung solcher Daten durch Unternehmen. Der Leitfaden richtet sich zum einen an Datenbesitzer in Behörden und Unternehmen und zum anderen an die Datennutzer und die breite Öffentlichkeit. Im ersten Teil wird der Status Quo skizziert. Neben der Begriffsdefinition werden auch Ausprägungen von Open Data und Erfolgsgeschichten betrachtet. Im zweiten Teil des Leitfadens geht es um verschiedene Modelle für Open Data. Dabei werden ein Phasenmodell und ein Open Data Maturity Modell sowie dessen technische Umsetzung beleuchtet. „Wir brauchen eine konstruktive Diskussion zu Open Data“, so Termer. „Dabei geht es auch darum, den Menschen Ängste zu nehmen, die aus einem falschen Verständnis des Open-Data-Begriffs entstehen. Denn mit offenen Daten sind nicht alle Daten gemeint. Sensible Daten wie zum Beispiel personenbezogene Daten oder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse bleiben weiterhin besonders geschützt.“

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Leichter Anstieg der Rohstoffpreise im Dezember 2017

Zum Jahresende stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex den sechsten Monat in Folge. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Rohstoffpreise betrug im Dezember +1,7 % (in Euro: +0,9 %) gegenüber dem Vormonat. Der Gesamtindex notierte damit bei 118,5 Punkten (in Euro: 111,1 Punkte).

Leichter Anstieg der Rohstoffpreise im Dezember 2017

HWWI, Pressemitteilung vom 17.01.2018

  • HWWI-Gesamtindex wächst um 1,7 % (US-Dollarbasis)
  • Weltweit leicht steigende Rohölpreise
  • Fallende Preise für Nahrungs- und Genussmittel

Zum Jahresende stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex den sechsten Monat in Folge. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Rohstoffpreise betrug im Dezember +1,7 % (in Euro: +0,9 %) gegenüber dem Vormonat. Der Gesamtindex notierte damit bei 118,5 Punkten (in Euro: 111,1 Punkte). Die Preise der Energierohstoffe stiegen erneut, jedoch weniger kräftig als im Vormonat. Im Gegensatz dazu stiegen die Industrierohstoffpreise im Dezember deutlicher als im November. Nachdem die Preise für Nahrungs- und Genussmittel zuletzt stagnierten, fielen sie im Dezember. Der Index ohne Energie stieg lediglich um 0,8 % (in Euro: ±0,0 %) auf 111,4 Punkte (in Euro: 104,5 Punkte). Folglich waren die Preissteigerungen bei den Energie- und Industrierohstoffen für den Anstieg des Gesamtindex verantwortlich.

Index für Energierohstoffe: +1,9 % (in Euro: +1,0 %)

Im Dezember stiegen die durchschnittlichen Preise der drei führenden Rohölsorten um 1,5 % (in Euro: +0.7 %) auf 61,02 US-Dollar (51,55 Euro) pro Barrel. Anfang Dezember wurde bekannt gegeben, dass die Förderbeschränkungen der OPEC und Russland für weitere neun Monate bis zum Ende des Jahres 2018 bestehen bleiben sollen. Rohöl aus dem Nahen Osten verteuerte sich um 0,8 % (in Euro: ±0,0 %). Leicht höher fiel der Preisanstieg für die europäische Rohölsorte Brent mit 1,8 % (in Euro: +1,0 %) aus. Technische Probleme an einer schottischen Pipeline behinderten unter anderem die Erdöllieferungen in Europa. Der Referenzpreis für die US-amerikanische Rohölsorte, West Texas Intermediate (WTI), stieg um 1,9 % (in Euro: +1,1 %) und ist damit die Rohölsorte mit dem stärksten Preisanstieg aller drei im Index vertretenen Rohölreferenzsorten im Dezember. Meldungen über stärker als erwartet gefallene US-Rohölbestände waren unter anderem für diese Preissteigerungen verantwortlich.

Der durchschnittliche Preis für Erdgas stieg im Dezember um 3,5 % (in Euro: +2,6 %) gegenüber dem Vormonat. Dabei betrug der erneut kräftige Preisanstieg für europäisches Erdgas 13,6 % (in Euro: +12,6 %). Ursachen hierfür sind zum einen die gestiegene Nachfrage aufgrund der kalten Witterung und zum anderen ein reduziertes Angebot aufgrund technischer Probleme in Schottland und Österreich. In den USA fiel der durchschnittliche Preis für Erdgas um 6,0 % (in Euro: -6,8 %), nachdem er im November gestiegen war. Der durchschnittliche Preis für Kohle stieg im Dezember um 2,1 % (in Euro: +1,2 %). Im Dezember stieg der Index für Energierohstoffe insgesamt um 1,9 % (in Euro: +1,0 %) auf 119,6 Punkte (in Euro: 112,1 Punkte).

Index für Industrierohstoffe: 2.5 % (in Euro: 1,6 %)

Die durchschnittlichen Preise für agrarische Rohstoffe stiegen im Dezember um 0,7 % (in Euro: -0,1 %). Die Schnittholzpreise fielen um 4,3 % (in Euro: -5,0 %), nachdem sie in den letzten Monaten aufgrund der hohen US-amerikanischen Nachfrage deutlich gestiegen waren. Der durchschnittliche Preis für Baumwolle stieg um 7,6 % (in Euro: 6,7 %). Erwartet werden Ernteausfälle in Indien durch die Rosarote Baumwollkapselraupe, einem Schädling der Baumwollpflanze. Indien ist vor China und den USA der weltweit größte Produzent von Baumwolle. Ob dieser Preisanstieg anhalten wird, ist jedoch unklar, da gute Ernte in China und die Möglichkeiten der Substitution der Baumwolle diese Ernteausfälle kompensieren könnten. Die durchschnittlichen Preise von NE-Metallen sind im Dezember erneut leicht gefallen gegenüber dem Vormonat. Die Preise aller im Index vertretenen NE-Metalle fielen, mit Ausnahme des Preises von Blei. Der Bleipreis stieg um 1,9 % (in Euro: +1,1 %), nachdem er im November noch gefallen war. Dagegen fiel der Preis für Aluminium um 1,5 % (in Euro: -2,4 %). Der Kupferpreis fiel um 0,3 % (in Euro: -1,1 %). Der Preis für Zink sank um 1,3 % (in Euro: -2,1 %) und der Zinnpreis fiel um 0,7 % (in Euro: -1,5 %). Der Preis für Nickel fiel um 4,9 % (in Euro: -5,8 %), nachdem er im November deutlich gestiegen war. Insgesamt fielen die durchschnittlichen Preise für NE-Metalle um 1,2 % (in Euro: -2,0 %). Deutlich stieg im Dezember der Eisenerzpreis. Eisenerz verteuerte sich um 12,3 % (in Euro: +11,4 %) gegenüber dem Vormonat. Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe im Dezember um 2,5 % (in Euro: +1,6 %) auf 123,0 Punkte (in Euro: 115,4 Punkte).

Index für Nahrungs- und Genussmittel: -2,1 % (in Euro: -2,9 %)

Im Dezember fielen die durchschnittlichen Preise für Nahrungs- und Genussmittel, nachdem sie im November und Oktober nahezu stagnierten. Der Preis für Kakao sank um 9,8 % (in Euro: -10,5 %). Gute Ernten in der Elfenbeinküste, dem weltweit größten Kakaoanbaugebiet, erhöhten das Angebot an Kakao. Der Preis für Kokosöl fiel um 6,2 % (in Euro: -7,0 %). Der Palmölpreis fiel ebenfalls und verbilligte sich um 6,7 % (in Euro: -7,5 %) gegenüber dem Vormonat. Meldungen über hohe Lagerbestände in Malaysia und eine geringe Nachfrage nach Palmöl ließen die Preise für Palmöl sinken. Insgesamt fiel der Index für Nahrungs- und Genussmittel im Dezember auf 94,6 Punkte (in Euro: 88,7 Punkte).

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Erzeugerpreise im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,6 % höher als 2016

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,6 % höher als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind die Preise im Jahresdurchschnitt erstmalig seit 2012 wieder gestiegen (+1,6 % gegenüber 2011).

Erzeugerpreise im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,6 % höher als 2016

Erzeugerpreise Dezember 2017: +2,3 % gegenüber Dezember 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.01.2018

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,6 % höher als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sind die Preise im Jahresdurchschnitt erstmalig seit 2012 wieder gestiegen (+1,6 % gegenüber 2011).

Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate der Erzeugerpreise hatte die Preisentwicklung der Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden). Die Preise lagen im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,5 % über denen des Vorjahres. Hier wirkten sich die Preissteigerungen für Metalle mit +10,0 % am stärksten aus (2016 gegenüber 2015: +4,7 %). Chemische Grundstoffe waren im Jahresdurchschnitt um 5,1 % teurer als 2016 (2016 gegenüber 2015: +3,5 %). Nur wenige Vorleistungsgüter waren billiger als im Vorjahr. Dazu gehörte Getreidemehl mit einem Minus von 2,4 %.

Energie war 2017 um 3,4 % teurer als 2016. Mineralölerzeugnisse kosteten 9,0 % mehr, elektrischer Strom durchschnittlich 6,2 %. Die Preise für Erdgas in der Verteilung gingen dagegen um 5,7 % zurück.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 % (2016 gegenüber 2015: +0,3 %).

Verbrauchsgüter waren im Jahresdurchschnitt um 3,0 % teurer als 2016. Nahrungsmittel kosteten 4,3 % mehr. Besonders stark stiegen die Preise für Butter (+59,6 %) und Milch (+18,0 %). Aber auch Fleisch ohne Geflügel (+6,8 %), Zucker und Kaffee (jeweils +5,1 %) waren erheblich teurer als im Vorjahr.

Die Preise für Investitionsgüter waren im Jahresdurchschnitt 2017 um 1,0 % höher als 2016, Gebrauchsgüter um 1,1 %.

Veränderungen im Dezember 2017

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Dezember 2017 um 2,3 % höher als im Dezember 2016. Im November 2017 hatte die Jahresveränderungsrate bei +2,5 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat November stiegen die Erzeugerpreise im Dezember geringfügig um 0,2 %.

Vorleistungsgüter waren im Dezember 2017 um 3,1 % teurer als im Dezember 2016. Gegenüber dem Vormonat November stiegen diese Preise um 0,2 %. Metalle kosteten 6,9 % mehr als im Dezember 2016 (+0,3 % gegenüber November 2017). Dabei war Walzstahl im Vorjahresvergleich um 10,4 % teurer (+0,7 % gegenüber November 2017). Nicht-Eisenmetalle und deren Halbzeug verteuerten sich um 3,6 % (+0,2 % gegenüber November 2017). Chemische Grundstoffe kosteten 5,1 % mehr als ein Jahr zuvor.

Energie war im Dezember 2017 um 3,1 % teurer als im Dezember 2016. Gegenüber November 2017 stiegen die Energiepreise um 0,6 %. Während elektrischer Strom 5,3 % mehr kostete als ein Jahr zuvor und Mineralölerzeugnisse um 3,3 % teurer waren, war Erdgas in der Verteilung um 4,1 % billiger.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 2,1 % höher als im Dezember des Vorjahres. Gegenüber November 2017 stiegen sie leicht um 0,1 %.

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Entwicklung am deutschen Unternehmenskreditmarkt bleibt schwungvoll

Das von der KfW für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 % gestiegen. Damit lässt die Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal (4,8 %) zwar leicht nach, bleibt mit Blick auf die Zeit nach der Finanzkrise aber klar überdurchschnittlich.

Entwicklung am deutschen Unternehmenskreditmarkt bleibt schwungvoll

KfW, Pressemitteilung vom 16.01.2018

  • Das Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen steigt im dritten Quartal 2017 um 3,9 % gegenüber dem Vorjahr
  • Wachstum des Neugeschäfts gibt leicht nach, bleibt aber kräftig
  • Perspektiven weiter gut

Das von der KfW für Deutschland geschätzte Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbständigen (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 % gestiegen. Damit lässt die Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal (4,8 %) zwar leicht nach, bleibt mit Blick auf die Zeit nach der Finanzkrise aber klar überdurchschnittlich. KfW Research rechnet damit, dass das Kreditneugeschäft im letzten Quartal 2017 ähnlich stark oder etwas stärker wachsen wird als zuletzt, erwartet zugleich aber, dass nach der kräftigen Entwicklung des Jahres 2017 die Wachstumsrate zu Beginn des Jahres 2018 etwas nachlässt.

Insgesamt signalisieren mehrere Faktoren eine anhaltende positive Entwicklung. Auf der Kreditangebotsseite sind die Bedingungen weiterhin sehr gut. Trotz der vorsichtigen Zinswende am Kapitalmarkt seit Herbst 2016 halten sich die Kreditkosten der Unternehmen insgesamt auf rekordniedrigen Niveaus. Gleichzeitig deutet der Bank Lending Survey darauf hin, dass angesichts eines hohen Wettbewerbs die Kreditinstitute ihre Konditionen tendenziell weiter lockern.

Auf der Nachfrageseite sprechen mehrere Gründe für eine anhaltend hohe Dynamik beim Kreditneugeschäft: Die Konjunktur ist stark, das ifo-Geschäftsklima eilt von Rekord zu Rekord. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,6 % so tief wie noch nie seit der Wiedervereinigung und die Kapazitätsauslastung über ihrem langfristigen Durchschnitt. In einer solchen Konstellation entstehen Anreize für Investitionen und damit mittelbar für ein weiter dynamisches Kreditgeschäft.

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, sagt: „Mit den abermals erfreulichen Zahlen des dritten Quartals wächst unsere Zuversicht, dass sich der Unternehmenskreditmarkt nach jahrelanger Schwäche nun nachhaltig stabilisiert hat. Auch wenn diese Einschätzung weiterhin mit einiger Unsicherheit behaftet bleibt, so können wir aber mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit sagen: Zumindest in der nächsten Zeit bleibt das Neugeschäft mit Unternehmenskrediten schwungvoll.“

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