Zur aktuellen Steuerschätzung appelliert der BdSt an die Politik, den Soli abzuschaffen und mehr Spielraum für die Altersvorsorge zu schaffen.
BdSt, Pressemitteilung vom 03.05.2016
Konkret: Ein Berufseinsteiger mit einem monatlichen Bruttogehalt von 2.500 Euro könnte beispielsweise gut 200 Euro im Jahr in die private Rente investieren, wenn er keinen Soli mehr zahlen müsste. Sogar 600 Euro würden bei einer Familie mit einem Kind frei, bei der die Partner monatlich jeweils 4.000 Euro bzw. 2.200 Euro Bruttoeinkommen beisteuern. „Schluss mit dem Soli!“, fasst Holznagel zusammen. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um die zu hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland zu senken – denn derzeit muss im Durchschnitt mehr als die Hälfte des erwirtschafteten Einkommens an den Staat abgeführt werden.
Um die steuerliche Belastung der Bürger endlich zu begrenzen, hat das Deutsche Steuerzahlerinstitut (DSi) des Bundes der Steuerzahler das Konzept einer „Steuerbremse“ entworfen. Die gleichnamige DSi-Schrift 3 enthält zehn konkrete Maßnahmen vom Abbau einzelner Steuerarten bis hin zur Stärkung des Steuerwettbewerbs.
Hintergrund
Der Arbeitskreis „Steuerschätzungen“ tagt vom 2. bis 4. Mai 2016 in Essen. Aufgrund erster Prognosen wird mit steigenden Einnahmen gerechnet. Für das Jahr 2020 könnten sogar Steuereinnahmen von 800 Milliarden Euro erzielt werden.
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Quelle: DATEV eG