Sparquote der privaten Haushalte in Euroraum und EU27 gestiegen

Die Sparquoten stiegen im Euroraum um 12,6 %, in der EU27 um 13,9 %. Das real verfügbare Einkommen privater Haushalte stieg im Euroraum um 0,5 %. So berichtet Eurostat.

Deutscher Bundestag, Pressemitteilung vom 28.10.2011

 

Eurostat, Pressemitteilung vom 28.10.2011

Im zweiten Quartal 2011 stieg die Sparquote der privaten Haushalte gegenüber dem zweiten Quartal 2011 sowohl im Euroraum (ER17) als in der EU27, während die Investitionsquote der Haushalte fast stabil blieb. Im Euroraum nahm das real verfügbare Einkommen um 0,5 % zu, gegenüber einer Zunahme von 0,1 % im vorherigen Quartal.

Diese Daten stammen aus saisonbereinigten vierteljährlichen detaillierten Europäischen Sektorkonten, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, und der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht werden.

Sparquote der privaten Haushalte stieg in beiden Gebieten an

Im zweiten Quartal 2011 belief sich die Bruttosparquote der privaten Haushalte in der EU27 auf 12,6 %, gegenüber 11,9 % im ersten Quartal 2011. Im Euroraum betrug die Sparquote der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2011 13,9 %, gegenüber 13,6 % im vorherigen Quartal.

Anstieg des real verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte im Euroraum

Die höhere Sparquote der privaten Haushalte im Euroraum ist darauf zurückzuführen, dass das real verfügbare Einkommen (+0,5 %) mehr anstieg als die realen Konsumausgaben (+0,1 %). Das reale Einkommen nahm zu, da das nominale Einkommen einen höheren Anstieg verzeichnete (+1,1 %) als die Preise (+0,6 %).

Der Anstieg des nominal verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte (+1,1 %) ist hauptsächlich auf Arbeitnehmerentgelte (Löhne und Sozialabgaben) zurückzuführen, welche einen Beitrag von +0,6 Prozentpunkten (Pp.) hatten. Das Netto-Vermögenseinkommen und der Bruttobetriebsüberschuss/ das Selbstständigeneinkommen (der selbstständigen Unternehmer) und Steuern trugen jeweils +0,2 Pp. bei.

Investitionsquote der privaten Haushalte in beiden Gebieten nach wie vor auf geringem Niveau

Im zweiten Quartal 2011 blieb die Bruttoinvestitionsquote der privaten Haushalte in der EU27 unverändert bei 8,1 %. Im Euroraum betrug die Investitionsquote der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2011 8,7 %, gegenüber 8,8 % im vorherigen Quartal.

Der geringe Rückgang der Investitionsquote der privaten Haushalte im Euroraum ist darauf zurückzuführen, dass Investitionen (Bruttoanlageinvestitionen, größtenteils in Wohnungen) stabil blieben (0,0 %), während das nominal verfügbare Einkommen anstieg (+1,1 %).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Eurostat.

Quelle: Eurostat

 

Quelle: DATEV eG