Bei den Unternehmen der Informationswirtschaft in Deutschland herrscht im 2. Quartal 2016 eine gute konjunkturelle Stimmung. Während die Unternehmen ähnlich optimistisch in die Zukunft blicken wie im Vorquartal, hat sich die aktuelle Geschäftslage lt. ZEW noch einmal deutlich verbessert.
Unternehmen optimistisch – bis auf Mediendienstleister
ZEW, Pressemitteilung vom 26.07.2016
Nachdem im Vorquartal eine eingetrübte Bewertung der Geschäftslage für einen kleinen Dämpfer gesorgt hatte, hat sich die konjunkturelle Stimmung in der Informationswirtschaft im zweiten Quartal 2016 wieder aufgehellt. Der entsprechende Teilindikator für die Geschäftslage steht aktuell bei 64,7 Punkten, was einem Anstieg um 6,2 Punkte im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Der Teilindikator übersteigt damit die wichtige Marke von 50-Punkten, welche signalisiert, dass sich die Geschäfte für die Mehrheit der Unternehmen positiv entwickelt haben. Der Teilindikator für die Geschäftserwartungen hat sich im Vergleich zum Vorquartal nicht geändert und schließt mit einem Stand von 66,3 Punkten ab.
IKT-Branche rechnet mit günstiger Lage
Der Wirtschaftszweig Informationswirtschaft setzt sich aus den Teilbranchen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister zusammen. Die Unternehmen der IKT-Branche schätzen ihre wirtschaftliche Situation mit deutlicher Mehrheit positiv ein. Im Vergleich zum Vorquartal nimmt der Stimmungsindikator wieder Fahrt auf und legt um beachtliche 7,9 Punkte zu. Dadurch erreicht er mit einem aktuellen Stand von 74,5 Punkten ein Langzeithoch. Der Teilindikator für die Geschäftslage steigt um elf Punkte und erreicht einen Stand von 72,6 Punkten. Auch mit Blick auf die Entwicklung der Wirtschaftslage im dritten Quartal 2016 zeigen sich die IKT-Unternehmen optimistisch. Der entsprechende Teilindikator für die Geschäftsentwicklung legt im Vergleich zum Vorquartal noch einmal um 4,4 Punkte zu und erreicht einen Wert von 76,5 Punkten.
Medienbranche leidet unter Umsatzeinbußen
Zum dritten Mal in Folge schließt der Stimmungsindikator für die Medienbranche unterhalb der wichtigen 50-Punkte-Marke ab. Der aktuelle Stand des Indikators signalisiert mit nur 44,2 Punkten, dass die Mehrzahl der Mediendienstleister die konjunkturelle Stimmung negativ bewertet. Im Vergleich zum Vorquartal verliert der Teilindikator für die Geschäftslage 7,6 Punkte und erreicht den niedrigen Stand von 38,1 Punkten. Etwa die Hälfte der Unternehmen gibt an, einen geringeren Umsatz erzielt zu haben als noch im ersten Quartal 2016. Von einem Umsatzplus kann hingegen nur rund ein Viertel der Unternehmen berichten. Die Geschäftserwartungen haben sich im Vergleich zum Vorquartal allerdings merklich verbessert. Der entsprechende Teilindikator steigt auf einen Stand von 51,3 Punkten.
Die wissensintensiven Dienstleister sind mit Blick auf die konjunkturelle Lage nach wie vor guter Dinge. Der Stimmungsindikator erreicht einen Stand von 63,6 Punkten. Die positive Entwicklung des Indikators geht auf eine verbesserte Einschätzung der Geschäftslage zurück. Der entsprechende Teilindikator steigt im Vergleich zum Vorquartal um 6,3 Punkte auf nunmehr 64,9 Punkte. Die Einschätzung der künftigen Konjunkturentwicklung hat sich hingegen etwas verschlechtert. Der Teilindikator für die Geschäftsentwicklung muss 4,1 Punkte abgeben und sinkt auf einen Stand von 62,2 Punkten.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des ZEW.
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Quelle: DATEV eG