Gewöhnliche Lärmbelästigung in einem Großraumbüro kann keine Berufskrankheit "Lärmschwerhörigkeit" verursachen

Das LSG Baden-Württemberg entschied, dass die langjährige Arbeit in einem Großraumbüro auch dann keine Berufskrankheit „Lärmschwerhörigkeit“ verursacht, wenn sie mit Lärmeinwirkung durch Mitarbeiter, Klimaanlage, Kühlschrank und zeitweise Bauarbeiten verbunden ist (Az. L 6 U 4089/15).

 

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Feste Honorarsätze für Architekten und Ingenieure behindern Dienstleistungsfreiheit

Die EU-Kommission hat gegen Deutschland und drei weitere Länder Vertragsverletzungsverfahren verschärft, da diese Länder unverhältnismäßige und nicht gerechtfertigte Hindernisse bei freiberuflichen Dienstleistungen zulassen. In Deutschland geht es dabei um die Mindest- und Höchsthonorare für Architekten und Ingenieure.

 

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Kein Anspruch auf Leistungen aus der Pflegekasse bei fehlendem Grundpflegebedarf

Laut SG Düsseldorf besteht kein Anspruch auf Leistungen aus der Pflegekasse, wenn der gesetzlich geforderte Mindestzeitaufwand für die erforderlichen Hilfeleistungen in der Grundpflege von mehr als 45 Minuten und für solche der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung zusammen von mindestens 90 Minuten (Gesamtpflegebedarf) nicht erreicht wird (Az. S 5 P 39/15).

 

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Mitteilung über fehlende Kfz-Versicherung – Klage gegen Gebührenbescheid erfolglos

Laut VG Koblenz kann die Zulassungsstelle aufgrund einer irrtümlichen Mitteilung des Haftpflichtversicherers eine Stilllegungsverfügung erlassen und einen Gebührenbescheid gegen einen Fahrzeughalter festsetzen, da sie nicht zur Überprüfung der Richtigkeit der Mitteilung des Versicherers verpflichtet ist. Die Klägerin könne ihren Versicherer auf Schadenersatz in Anspruch nehmen (Az. 5 K 970/15.KO).

 

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Zugang zu Informationen der Nachrichtendienste beim Bundeskanzleramt

Laut BVerwG darf das Bundeskanzleramt als Fachaufsichtsbehörde über den Bundesnachrichtendienst en Antrag auf Zugang zu amtlichen Informationen mit der Begründung verweigern, dass die betreffenden Schriftstücke vom Bundesnachrichtendienst stammen. Entsprechendes gilt für Informationen des Bundesamts für Verfassungsschutz, die das Bundeskanzleramt im Rahmen seiner Koordinierungstätigkeit für die Nachrichtendienste erhalten hat (Az. 7 C 18.14).

 

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EuGH soll datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit für die beim Aufruf einer Facebook-Fanpage erhobenen Nutzerdaten klären

Das BVerwG hat in einem Verfahren, in dem es um die Beanstandung des Betriebs einer Facebook-Fanpage durch die Datenschutzaufsichtsbehörde geht, den EuGH angerufen. Geklärt werden soll die Auslegung der Richtlinie 95/46/EG zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (Az. 1 C 28.14).

 

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