Großes Interesse an Künstlicher Intelligenz aus Deutschland

Künstliche Intelligenz made in Germany genießt großes Vertrauen – wenn man die deutschen Unternehmen fragt. Für 81 Prozent der Unternehmen, die KI-Anwendungen bereits einsetzen oder künftig einsetzen wollen, ist das Herkunftsland ihres KI-Anbieters wichtig und nur zwei Länder kommen lt. Bitkom für alle von ihnen (100 Prozent) in Frage: Deutschland und die USA.

Bitkom, Pressemitteilung vom 20.09.2023

  • Sitz des KI-Anbieters spielt für 8 von 10 Unternehmen eine Rolle
  • Hohes Vertrauen in Deutschland und die USA, neben Russland kommt auch China als Herkunftsland nicht in Frage
  • Auftakt des Big Data.AI Summits in Berlin

Künstliche Intelligenz made in Germany genießt großes Vertrauen – wenn man die deutschen Unternehmen fragt. Für 81 Prozent der Unternehmen, die KI-Anwendungen bereits einsetzen oder künftig einsetzen wollen, ist das Herkunftsland ihres KI-Anbieters wichtig und nur zwei Länder kommen für alle von ihnen (100 Prozent) in Frage: Deutschland und die USA. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 605 Unternehmen ab 20 Beschäftigten aller Branchen in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

„In der IT geben die USA oft den Takt vor, speziell in dem wichtigen Bereich der Künstlichen Intelligenz genießen aber auch deutsche Anbieter großes Vertrauen. Das müssen wir nutzen und die deutschen KI-Anbieter dabei unterstützen, diese gute Position im Heimatmarkt auch international auszubauen“, sagte Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst anlässlich des heutigen Big-Data.AI Summits des Bitkom in Berlin „Bei KI spielen neben Themen wie der Leistungsfähigkeit der Angebote und dem Preis auch Vertrauen, Sicherheit und Datenschutz eine wichtige Rolle. Unser Ziel muss sein, in all diesen Bereichen ganz vorne mit dabei zu sein.“

Neben Deutschland und den USA kommen auch die übrigen EU-Länder (74 Prozent) sowie Großbritannien (50 Prozent) für viele Unternehmen als Herkunftsland ihres KI-Anbieters in Frage. Japan folgt mit 43 Prozent, der Rest Europas mit 38 Prozent und Indien mit 26 Prozent. Einen KI-Anbieter aus China würden nur 5 Prozent in Erwägung ziehen, KI aus Russland kommt für niemanden in Frage (0 Prozent). Der Rest der Welt kommt auf 11 Prozent. Insgesamt nutzen aktuell 15 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Künstliche Intelligenz, weitere 28 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Weitere Ergebnisse zum Stand der KI-Nutzung in Deutschland hat Bitkom hier veröffentlicht. (…)

Quelle: Bitkom

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Randstad-ifo-Umfrage: Einer von fünf Betrieben bietet 2023/2024 keine neuen Ausbildungsstellen an

Jeder fünfte Betrieb (19 %) in Deutschland plant für das Ausbildungsjahr 2023/2024 keine neuen Ausbildungsplätze anzubieten. Das geht aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung hervor.

ifo Institut, Pressemitteilung vom 20.09.2023

Jeder fünfte Betrieb (19 %) in Deutschland plant für das Ausbildungsjahr 2023/2024 keine neuen Ausbildungsplätze anzubieten. Das geht aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung hervor. Zum Ausbildungsjahr 2021/2022 lag dieser Anteil nur bei 15 %. 14 % geben heute an, weniger Ausbildungsplätze im Vergleich zum Vorjahr anzubieten. 39 % wollen gleich viele Ausbildungsplätze besetzen, und 19 % mehr als im Vorjahr. 9 % der Ausbildungsbetriebe geben an, sich noch im Besetzungsprozess zu befinden.

Vor allem Handelsbetriebe werden 2023/2024 keine neuen Ausbildungsplätze anbieten. Der Anteil beträgt hier 35 %. Auch hinsichtlich des Umfangs berichten 15 % der Handelsbetriebe, dass sie weniger Ausbildungsstellen anbieten als im Vorjahr. „Grund hierfür dürfte der Bewerbermangel sein. Laut offizieller Statistik ist Kaufmann im Einzelhandel der am häufigsten angebotene Ausbildungsberuf. Gleichzeitig sehen jedoch weniger junge Menschen in diesem Ausbildungsberuf ihren Berufswunsch“, sagt ifo-Forscherin Johanna Garnitz.

Von den an der Personalleiter-Befragung teilnehmenden Betrieben gaben 80 % an, Ausbildungsbetrieb zu sein. Mit einem Anteil von 71 % wird in den befragten Dienstleistungsbetrieben am wenigsten ausgebildet. 80 % der teilnehmenden Handels- und 92 % der Industrieunternehmen bilden nach eigener Angabe aus.

Quelle: ifo Institut

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Unternehmen in Deutschland stellen sich auf die Folgen der Extremwetterereignisse ein

Besonders die Auswirkungen von Hitzeperioden und Starkniederschlägen nehmen sowohl die Führungskräfte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als auch von Großunternehmen laut einer Befragung des IfM Bonn als gefährdend wahr.

IfM Bonn, Pressemitteilung vom 20.09.2023

In den vergangenen 5 Jahren haben viele Unternehmerinnen und Unternehmer Erfahrungen mit den Folgen des Klimawandels gemacht: Extremwettereignisse haben sich bereits auf ihre unternehmerische Geschäftstätigkeit ausgewirkt. Besonders betroffen waren Unternehmen aus der Landwirtschaft, der Energie- und Wasserversorgung sowie des Gastgewerbes.

Besonders die Auswirkungen von Hitzeperioden und Starkniederschlägen nehmen sowohl die Führungskräfte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als auch von Großunternehmen laut einer Befragung des IfM Bonn als gefährdend wahr. Der Grad der Beschäftigung mit dem Thema „Klimarisiken“ hängt stark von den persönlichen Überzeugungen der Unternehmensinhaberinnen und -inhabern, der Geschäftsführungsebene und der Beschäftigten ab. Die mediale Berichterstattung sowie Aufklärungsarbeit und Informationen seitens der Politik oder Verbänden spielen hingegen eine geringere Rolle.

Unternehmen sehen Risiken in ihren Wertschöpfungsketten

Unabhängig von einer eigenen Betroffenheit können die Unternehmen in Deutschland auch durch klimatische Auswirkungen in den Regionen ihrer Lieferanten oder Kunden betroffen sein. Wenngleich die Unternehmen das Risiko einer Geschäftsbeeinträchtigung insbesondere durch eine Unterbrechung der Lieferkette als nicht gering einschätzen, beschäftigt sich dennoch nur eine Minderheit intensiv mit möglichen Auswirkungen von Klimarisiken auf ihre Lieferanten oder Kunden. Konkrete Maßnahmen zur Risikoreduktion werden vor allem im Bereich der Energieversorgung und in der Diversifizierung der Kundschaft umgesetzt. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Handlungsspielraum gerade der kleinen und mittleren Unternehmen in Bezug auf ihre Lieferkettenrisiken aufgrund ihrer geringeren Einkaufsmengen und Ressourcen deutlich begrenzter ist als der Spielraum der Großunternehmen.

Quelle: IfM Bonn

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Erzeugerpreise August 2023: -12,6 % gegenüber August 2022

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im August 2023 um 12,6 % niedriger als im August 2022. Das war der stärkste Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Die Entwicklung ist lt. Statistischem Bundesamt insbesondere auf einen Basiseffekt aufgrund des sehr hohen Preisniveaus im Vorjahr zurückzuführen.

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 20.09.2023

Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz), August 2023
-12,6 % zum Vorjahresmonat
+0,3 % zum Vormonat

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im August 2023 um 12,6 % niedriger als im August 2022. Das war der stärkste Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Die Entwicklung ist insbesondere auf einen Basiseffekt aufgrund des sehr hohen Preisniveaus im Vorjahr zurückzuführen. So waren die Erzeugerpreise im August 2022 infolge des Kriegs in der Ukraine so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebung (+45,8 % gegenüber August 2021). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat im Juli 2023 noch bei -6,0 % gelegen. Gegenüber dem Juli 2023 stiegen die Erzeugerpreise im August 2023 um 0,3 %.

Hauptursächlich für den Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat waren die Preisrückgänge bei Energie, aber auch bei den Vorleistungsgütern. Die Preisanstiege bei den Konsum- und Investitionsgütern schwächten sich weiter ab.

Rückgang der Energiepreise gegenüber Vorjahresmonat vor allem bedingt durch die Preisrückgänge für Strom

Energie war im August 2023 um 31,9 % billiger als im Vorjahresmonat. Gegenüber Juli 2023 stiegen die Energiepreise jedoch um 1,6 %. Sie waren nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 stark gestiegen und erreichten im September 2022 ihren historischen Höchststand. Im August 2023 hatten die Preisrückgänge für Strom den höchsten Einfluss auf die Vorjahresveränderungsrate bei Energie. Die Preise für Strom fielen über alle Abnehmergruppen betrachtet gegenüber August 2022 um 43,2 %, während sie gegenüber Juli 2023 um 2,6 % stiegen.

Erdgas in der Verteilung kostete im August 2023 über alle Abnehmergruppen hinweg 32,4 % weniger als im August 2022. Gegenüber Juli 2023 stiegen die Erdgaspreise jedoch um 0,6 %.

Mineralölerzeugnisse waren im August 2023 um 8,7 % billiger als im August 2022, gegenüber Juli 2023 stiegen diese Preise allerdings um 5,9 %. Leichtes Heizöl kostete 24,0 % weniger als ein Jahr zuvor (+16,5 % gegenüber Juli 2023). Die Preise für Kraftstoffe sanken um 3,0 % (+5,9 % gegenüber Juli 2023).

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise im August 2023 um 1,2 % höher als im August 2022 und um 0,4 % niedriger als im Juli 2023.

Preisrückgänge bei Vorleistungsgütern vor allem durch Preissenkungen bei Metallen

Die Preise für Vorleistungsgüter waren im August 2023 um 4,1 % niedriger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat sanken sie um 0,7 %.

Der Preisrückgang im Vorjahresvergleich wurde vor allem durch die Preisentwicklung für Metalle verursacht. Diese waren 10,8 % billiger als im August 2022. Gegenüber dem Vormonat sanken die Metallpreise um 1,3 %. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten 16,1 % weniger als im August 2022. Die Preise für Betonstahl in Stäben sanken im Vorjahresvergleich um 35,5 %.

Besonders stark sanken die Preise gegenüber August 2022 für Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-40,8 %). Verpackungsmittel aus Holz waren 27,2 % billiger als im August 2022, Holz 23,4 % und Sekundärrohstoffe 20,4 %.

Hohe Preissteigerungen gegenüber August 2022 gab es dagegen bei Kalk und gebranntem Gips (+34,1 %), Transportbeton (+26,7 %), Zement (+26,3 %) und Hohlglas (+24,9 %). Baukies und natürliche Sande kosteten 16,8 % mehr.

Deutlicher Preisanstieg bei Verbrauchsgütern vor allem durch höhere Preise für Nahrungsmittel

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im August 2023 um 6,9 % höher als im August 2022 und sanken gegenüber Juli 2023 um 0,3 %. Nahrungsmittel waren 7,6 % teurer als im Vorjahr. Besonders stark stiegen die Preise für Zucker (+87,2 % gegenüber August 2022). Verarbeitete Kartoffeln kosteten 32,3 % mehr als im August 2022, Schweinefleisch 24,7 %. Obst- und Gemüseerzeugnisse waren 17,8 % teurer als ein Jahr zuvor. Nur wenige Produkte waren im August 2023 billiger als im Vorjahresmonat. So kosteten nicht behandelte pflanzliche Öle 39,7 % weniger, die Preise für Butter sanken um 32,4 %. Flüssige Milch war 5,4 % billiger als im August 2022, Kaffee 5,3 %.

Gebrauchsgüter waren im August 2023 um 5,2 % teurer als ein Jahr zuvor, insbesondere bedingt durch die Preisentwicklung bei Möbeln (+5,5 % gegenüber August 2022) und Haushaltsgeräten (+5,7 % gegenüber August 2022). Gegenüber Juli 2023 blieben die Preise für Gebrauchsgüter unverändert.

Investitionsgüter waren 5,1 % teurer als im Vorjahresmonat, insbesondere verursacht durch die Preissteigerungen bei Maschinen (+6,4 % gegenüber August 2022) sowie bei Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+4,1 % gegenüber August 2022). Gegenüber Juli 2023 blieben die Preise für Investitionsgüter unverändert.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Leasing im Mittelstand – kein Allrounder, aber ein Instrument mit Potenzial

Leasing ist ein im Mittelstand etabliertes Beschaffung­sinstrument. Dies zeigen erstmalig repräsentative Zahlen des KfW-Mittelstandspanels zur Leasing­nutzung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

KfW Research, Mitteilung vom 18.09.2023

Leasing ist ein im Mittelstand etabliertes Beschaffung­sinstrument. Dies zeigen erstmalig repräsentative Zahlen des KfW-Mittelstandspanels zur Leasing­nutzung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zuletzt hat mehr als jeder fünfte Mittelständler in Deutschland Leasing zur Anschaffung von Anlagegütern in Anspruch genommen.

Die Nutzung von Leasing im Mittelstand wird aber vor allem vom Pkw-Leasing dominiert. Rund 80 % der KMU, die in den Jahren 2021 oder 2022 Leasing­verträge abgeschlossen haben, taten dies, um Pkw anzuschaffen.

Auch ein direkter Vergleich zur klassischen Investition (Kauf) verdeutlicht die weiterhin nachrangige Bedeutung von Leasing bei der Beschaffung von Anlage­gütern. Nichtsdestotrotz hat Leasing das Potenzial einen wichtigen Beitrag bei der dualen Trans­formation der Wirtschaft zu leisten. Denn für Investitions­projekte in den Bereichen Digitalisierung und Klima­neutralität bietet sich Leasing als geeignete (Finanzierungs-)Alternative an.

Quelle: KfW

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Wie Unternehmen das Metaverse für sich nutzen können

Den Störfall bei der Produktion unter realen Bedingungen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchspielen, die Umrüstung einer Maschine an ihrem digitalen Abbild vorab simulieren oder virtuelle Produkttests durchführen – all das sind Möglichkeiten, die das Metaverse für Unternehmen künftig bieten soll. Aus Sicht des Digitalverbands Bitkom ist dieses Industrial Metaverse ein zentraler Hebel, um wirtschaftlich in der Industrie führend zu bleiben, gesellschaftliche Probleme zu lösen und ökologisch und sozial nachhaltiger zu werden.

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KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Durststrecke hält an

Die schlechte Stimmung unter den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland hält an, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt.

KfW/KfW Research, Pressemitteilung vom 19.09.2023

  • Vierte Geschäftsklimaeintrübung in Folge
  • Lageurteile mit kräftigem Minus, Erwartungen sinken nur noch leicht
  • Deutlichere Stimmungsverschlechterung in den Großunternehmen

Die schlechte Stimmung unter den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland hält an, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt: Ihr Geschäftsklima sinkt im August auf -18,7 Saldenpunkte (-2,9 Zähler) und damit auf den niedrigsten Wert seit den akuten Energiesorgen im Oktober letzten Jahres. Wie bereits im Juli geben die Geschäftslageurteile des Mittelstands stärker nach als die Geschäftserwartungen.

Die Lagebewertungen fallen deutlich um 4,5 Zähler auf -10,6 Saldenpunkte. Die Realwirtschaft spürt wohl zunehmend die geldpolitische Straffung, während der durch die Inflation ausgelöste Kosten- und Preisdruck langsam zurückgeht. Die Geschäftserwartungen sinken um 1,5 Zähler auf -26,3 Saldenpunkte.

Im August sind die Mittelständler aller Hauptwirtschaftsbereiche schlechter gestimmt als im Vormonat. Mit -0,3 Zählern am geringsten ist die Eintrübung des Geschäftsklimas im Einzelhandel, es steht nun bei -17,3 Saldenpunkten. Das Dienstleistungsklima verliert 6,4 Zähler auf -12,1 Saldenpunkte. Deutlich frostiger zeigt sich das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe (-3,4 Zähler auf -24,8 Saldenpunkte), im Bau (-3,0 Zähler auf -24,6 Saldenpunkte) und im Großhandel (-1,3 Zähler auf -30,1 Saldenpunkte).

Bei den Großunternehmen kühlt die Stimmung, nachdem sie sich im Vormonat stabil gezeigt hatte, stark ab. Ihr Geschäftsklima verliert im August 3,5 Zähler und notiert jetzt bei – 29,1 Saldenpunkten, deutlich niedriger als im Mittelstand. Während die Lageurteile der Großunternehmen genauso stark nachgeben wie im Mittelstand (- 4,5 Zähler auf – 22,4 Saldenpunkte), fällt die Abwärtskorrektur der Erwartungen im August kräftiger aus (- 2,7 Zähler auf – 35,3 Saldenpunkte).

„Deutschland tritt nach der leichten technischen Rezession im zurückliegenden Winterhalbjahr und der Stagnation im Frühling konjunkturell nun schon seit geraumer Zeit auf der Stelle und auch die Durststrecke beim Geschäftsklima verlängert sich um einen weiteren Monat – dem vierten in Folge“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

„Aber es gibt Grund zu vorsichtiger Hoffnung: Die merklich steigenden Löhne, die angesichts des Fachkräftemangels wohl nahezu stabile Beschäftigung und die rückläufige Inflationsrate dürften künftig dem Konsum neue Anreize liefern und gleichzeitig die Bremseffekte gestiegener Finanzierungskosten dämpfen. Für die Industrie bleibt die Situation dagegen weiter schwierig, obwohl dort noch immer ein kräftiges Auftragspolster vorhanden ist. Alles in allem wird sich die Wirtschaft wohl nur in Tippelschritten aus dem breiten Konjunkturtal herausarbeiten können. Nach dem ungünstigen Jahresstart gehe ich davon aus, dass das deutsche BIP trotz der für die kommenden Monate erwarteten konsumgetriebenen Stabilisierung im Gesamtjahr 2023 um 0,4 % sinken wird. Erst 2024 dürfte es wieder wachsen, der neuen Sommerprognose von KfW Research zufolge um moderate 0,8 %.“

Quelle: KfW

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Rezessionswahrscheinlichkeit hoch und noch leicht gestiegen

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession durchläuft, ist in den letzten Wochen von einem bereits hohen Niveau aus noch leicht angestiegen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung.

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 19.09.2023

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession durchläuft, ist in den letzten Wochen von einem bereits hohen Niveau aus noch leicht angestiegen. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von September bis Ende November weist der Indikator, der die neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen bündelt, eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 74,0 Prozent aus. Anfang August betrug sie für die folgenden drei Monate 71,5 Prozent. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator zeigt wie in den Vormonaten „rot“, was eine akute Rezessionsgefahr markiert.

„Der deutschen Konjunktur fehlt es weiter an Wachstumsimpulsen, aus fast allen Richtungen kommen nach wie vor Gegenwinde“, sagt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld über die aktuellen Ergebnisse.

Dass die Rezessionswahrscheinlichkeit bisher nicht zurückgeht, deute einerseits darauf hin, dass sich die erwartete konsumgestützte Erholung der Konjunktur verzögert und wahrscheinlich erst zum Jahresende beginnt. Hintergrund: Zwar konnten die Nominallohnzuwächse im zweiten Quartal 2023 erstmals seit über einem Jahr die Verbraucherpreisinflation ausgleichen. Da die Inflation aber nur langsam zurückgeht, bleibe der Reallohnzuwachs verhalten und eine durchgreifende Erholung des privaten Verbrauchs komme noch nicht in Gang. Dementsprechend wies die Produktion im Dienstleistungssektor nach einer stetigen Aufwärtsentwicklung seit Jahresanfang zuletzt einen leichten Knick auf.

Gleichzeitig leidet die Produktion in den energieintensiven Industrien unter anhaltend hohen Energiepreisen, woran sich ohne eine wirksame wirtschaftspolitische Initiative zur Stabilisierung nichts ändern werde, analysiert Hohlfeld. Die Lage im Baugewerbe dürfte sich nach der weiteren Erhöhung des EZB-Leitzinses und zunehmender Finanzierungskosten der Bauträger weiter verschärfen. Die deutsche Exportwirtschaft ist mit einer lahmenden Auslandsnachfrage konfrontiert, insbesondere aus China und den USA. Unter diesen Umständen ist für die Produktion der Industrie insgesamt derzeit bestenfalls eine Stagnation absehbar.

Zusätzlich zu diesen Negativ-Signalen aus der Realwirtschaft wirken sich im Konjunkturindikator auch noch die weitere Eintrübung der Stimmung im ifo-Geschäftsklimaindex sowie ein nochmaliger Anstieg der Geldmarktzinsen nachteilig aus. Die zuletzt gewachsenen Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes aus dem Ausland beeinflussen die Rezessionsprognose dagegen aktuell kaum, weil sie bislang durch Großaufträge geprägt sind, die oftmals einmalige Bestellungen widerspiegeln und somit nur eingeschränkt aussagekräftig für die konjunkturelle Grunddynamik sind.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

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Jedes zweite Startup setzt auf Englisch als Unternehmenssprache

Startups orientieren sich angesichts des Mangels an Fachkräften stark auf internationale Bewerber. In 6 von 10 deutschen Startups brauchen Fachkräfte keine Deutschkenntnisse. In rund der Hälfte der Startups ist lt. Bitkom sogar die offizielle Unternehmenssprache Englisch. Und 7 von 10 Startups sagen, dass sie von einem vereinfachten Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte aus dem außereuropäischen Ausland ganz konkret profitieren würden.

Bitkom, Pressemitteilung vom 18.09.2023

  • In 6 von 10 Startups benötigen Fachkräfte keine Deutschkenntnisse
  • Bitkom veröffentlicht Startup-Report 2023: Fakten zu wirtschaftlicher Lage, Kooperationen, Technologie-Einsatz und mehr

Startups orientieren sich angesichts des Mangels an Fachkräften stark auf internationale Bewerberinnen und Bewerber. In 6 von 10 deutschen Startups (59 Prozent) brauchen Fachkräfte keine Deutschkenntnisse. In rund der Hälfte der Startups (54 Prozent) ist sogar die offizielle Unternehmenssprache Englisch. Und 7 von 10 Startups (71 Prozent) sagen, dass sie von einem vereinfachten Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte aus dem außereuropäischen Ausland ganz konkret profitieren würden. Das sind Ergebnisse aus einer Befragung von 203 Tech-Startups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die heute im „Startup-Report 2023“ veröffentlicht wurden. „Die deutsche Startup-Szene ist global ausgerichtet und Anziehungspunkt für internationale Talente. Bestehende Hürden für die Gewinnung von Spezialistinnen und Spezialisten im Ausland müssen deshalb schnellstmöglich und vollständig abgebaut werden“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Aber nicht nur der Fachkräftemangel stellt die deutschen Startups vor Herausforderungen. Die aktuellen Entwicklungen, von Inflation und Zinspolitik bis zum eingetrübten Wachstum, setzen vielen Gründerinnen und Gründern zu. Wichtig ist, dass die Versprechen zur Startup-Förderung gerade auch in schwierigeren Zeiten gelten und es uns gelingt, das in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaute Startup-Ökosystem in Deutschland nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu stärken.“

Der „Startup-Report 2023“ gibt einen Überblick über die Einschätzung der deutschen Startup-Szene zur wirtschaftlichen Lage, Entwicklung der Beschäftigung und Finanzierungsbedingungen, aber auch zum Einsatz innovativer Technologien und zur Bewertung der Startup-Politik. Weitere Ergebnisse in Zahlen:

  • 80 Prozent der Startups wollen im laufenden Jahr die Beschäftigtenzahl steigern – im Schnitt um 6 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • 4 von 10 (38 Prozent) beteiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmen, und weitere 48 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen.
  • Die große Mehrheit (83 Prozent) kooperiert mit etablierten Unternehmen.
  • Jedes zweite Startup (49 Prozent) in Deutschland nutzt Künstliche Intelligenz, weitere 39 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz.
  • 30 Prozent sagen, die Lage für Startups in Deutschland habe sich in den vergangenen zwei Jahren verbessert, 29 Prozent sehen eine Verschlechterung.
  • Die Startup-Politik der Bundesregierung bekommt nur die Schulnote „ausreichend“ (3,7).

Quelle: Bitkom

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