Öffentliche Auftragsvergabe: Zufriedenheitsumfrage zur Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung

Die EU-Kommission konsultiert bis zum 15.09.2019 zur Zufriedenheit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) und der genutzten EEE-Dienste.

Öffentliche Auftragsvergabe: Zufriedenheitsumfrage zur Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung

Die EU-Kommission konsultiert bis zum 15.09.2019 zur Zufriedenheit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) und der genutzten EEE-Dienste.

Das EEE wurde mit der Vergabe-Richtlinie 2014/24/EU eingeführt. Unternehmen können ihre vorläufige Eignung zur Ausführung des öffentlichen Auftrags und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen darüber nachweisen. Sie kann über einen elektronischen Dienst (EEE-Dienst) ausgefüllt werden.

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Exporte im Juli 2019: +3,8 % zum Juli 2018

Nach einem Rückgang der Exporte im Juni 2019 aufgrund der internationalen Handelsstreitigkeiten und politischen Krisen haben die deutschen Exporte wieder zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren die deutschen Exporte im Juli 2019 um 3,8 % höher als im Juli 2018. Gegenüber dem Vormonat Juni 2019 nahmen die Ausfuhren um 0,7 % zu.

Außenhandel

Exporte im Juli 2019: +3,8 % zum Juli 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 09.09.2019

Exporte, Juli 2019

  • 115,2 Milliarden Euro
  • +0,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +3,8 % zum Vorjahresmonat

Importe, Juli 2019

  • 93,7 Milliarden Euro
  • -1,5 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -0,9 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, Juli 2019

  • 21,4 Milliarden Euro
  • 20,2 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Juli 2019

  • 22,1 Milliarden Euro

Im Juli 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 115,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 93,7 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Juli 2019 um 3,8 % höher und die Importe um 0,9 % niedriger als im Juli 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat Juni 2019 um 0,7 % zu und die Importe um 1,5 % ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Juli 2019 mit einem Überschuss von 21,4 Milliarden Euro ab. Im Juli 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +16,4 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Juli 2019 bei 20,2 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+23,4 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-5,4 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+8,7 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,6 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Juli 2019 mit einem Überschuss von 22,1 Milliarden Euro ab. Im Juli 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 13,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 64,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 52,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juli 2018 sanken die Exporte in die EU-Länder um 0,5 % und die Importe aus diesen Ländern um 1,6 %. In die Länder der Eurozone wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 41,3 Milliarden Euro (-0,2 %) exportiert und Waren im Wert von 34,9 Milliarden Euro (-3,4 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 22,9 Milliarden Euro (-1,1 %) exportiert und Waren im Wert von 18,0 Milliarden Euro (+2,0 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juli 2019 Waren im Wert von 51,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 40,9 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juli 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 9,8 % zu, die Importe von dort sanken um 0,1 %.

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat Juli 2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 2,7 % zurückgegangen. Es gingen vor allem weniger Aufträge aus dem Nicht-Euroraum ein (-6,7 %). Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 0,5 % ab, wohingegen die Orders aus dem Euroraum auf niedrigem Niveau stabil blieben (+0,3 %). Das berichtet das BMWi.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat Juli 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 05.09.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 2,7 % zurückgegangen. Es gingen vor allem weniger Aufträge aus dem Nicht-Euroraum ein (-6,7 %). Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 0,5 % ab, wohingegen die Orders aus dem Euroraum auf niedrigem Niveau stabil blieben (+0,3 %). Nach den umfangreichen Großaufträgen im Vormonat war ihr Anteil im Juli wieder durchschnittlich. Ohne Großaufträge nahmen die Bestellungen daher um 0,5 % zu.Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai ergab sich ein leichter Orderzuwachs im Verarbeitenden Gewerbe von 0,3 %. Ohne Großaufträge wurde ein verlangsamter Rückgang um 1,3 % verzeichnet, nach -2,0 % im Mai/Juni.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe starteten insgesamt schwach ins dritte Quartal. Angesichts der weiter schwelenden internationalen Handelskonflikte und der zurückhaltenden Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe zeichnet sich für die kommenden Monate noch keine grundlegende Besserung der Industriekonjunktur ab.

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Leicht sinkende Arbeitszeit der Beschäftigten puffert nachlassende Konjunktur ab

Die Arbeitszeit der Beschäftigten sinkt etwas. So puffert sie die Konjunkturwirkung auf den Arbeitsmarkt ab. Entsprechend nimmt die Zahl der Erwerbstätigen mitten im Abschwung noch immer leicht zu. Das geht aus Prognosen und gesamtwirtschaftlichen Analysen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Leicht sinkende Arbeitszeit der Beschäftigten puffert nachlassende Konjunktur ab

IAB, Pressemitteilung vom 03.09.2019

„Die Arbeitszeit der Beschäftigten sinkt etwas. So puffert sie die Konjunkturwirkung auf den Arbeitsmarkt ab. Entsprechend nimmt die Zahl der Erwerbstätigen mitten im Abschwung noch immer leicht zu“, erklärte Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), am 03.09.2019 in Nürnberg.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im zweiten Quartal 2019 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag somit bei knapp 45,2 Millionen. Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im zweiten Quartal 2019 14,8 Milliarden Stunden. Das entspricht dem Wert im zweiten Quartal 2018.

Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem lag im zweiten Quartal 2019 bei 328,3 Stunden und sank damit um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier wirkt sich allerdings auch ein Kalendereffekt aus: Im zweiten Quartal 2019 stand aufgrund der Lage der Feiertage ein Arbeitstag weniger zur Verfügung. Gegenüber dem Vorquartal ist die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gesunken. Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten betrug 38,3 und die der Teilzeitbeschäftigten 17,6 Stunden.

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten um 1,2 Prozent. Die Teilzeitquote lag mit 38,7 Prozent minimal über dem Stand des Vorjahres (+0,04 Prozentpunkte).

Die Beschäftigten machten im zweiten Quartal 2019 im Durchschnitt 5,7 bezahlte Überstunden und 6,0 unbezahlte Überstunden. Das sind 0,4 bezahlte Überstunden Stunden weniger und 0,1 unbezahlte Überstunden mehr als im zweiten Quartal 2018.

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Bundeswirtschaftsminister startet Initiative zur Unternehmensnachfolge

Laut dem Nachfolgemonitoring der KfW stehen innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 500.000 kleine und mittlere Betriebe zur Übergabe an. Um geeignete Nachfolger in der eigenen Belegschaft oder außerhalb des Unternehmens zu finden hat das BMWi eine neue Initiative gestartet. Bis 15.10.2019 können sich wirtschaftsnahe Einrichtungen für ein Modellprojekt bewerben.

Bundeswirtschaftsminister startet Initiative zur Unternehmensnachfolge

BMWi, Pressemitteilung vom 30.08.2019

Im Rahmen seiner Mittelstandsreise gab Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am 30.08.2019 den Startschuss für die Initative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die Initiative ist eine Maßnahme der Gründungsoffensive „GO!“, die das BMWi gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden ins Leben gerufen hat.

Bundesminister Altmaier: „Im deutschen Mittelstand vollzieht sich ein Generationswechsel. Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer suchen eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. In Zeiten, in denen Fachkräfte oft stark umworben werden, ist das keine leichte Aufgabe. Angesichts der großen Bedeutung, die viele kleine und mittlere Unternehmen für ihre Region und alle gemeinsam für die deutsche Wirstchaft haben, können wir uns ungeklärte Nachfolgesituationen aber nicht leisten. Deshalb starte ich heute unsere neue Initiative zur Unternehmensnachfolge, mit der wir Unternehmer und potenzielle Nachfolger frühzeitig sensibilisieren und sie bei der Unternehmensübergabe begleiten und unterstützen wollen. So tragen wir dazu bei, die Zukunft vor allem mittelständischer Unternehmen zu sichern und Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Know-How in Deutschland zu erhalten.“

Laut dem Nachfolgemonitoring der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stehen innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 500.000 kleine und mittlere Betriebe zur Übergabe an. Ungefähr die Hälfte der Unternehmen plant dabei eine Nachfolge innerhalb der Familie. Für die anderen Unternehmerinnen und Unternehmer gilt es, geeignete und interessierte Nachfolgerinnen und Nachfolger in der eigenen Belegschaft oder außerhalb des Unternehmens zu identifizieren. Hier sollen die Modellprojekte der neuen Initiative ansetzen. Die Modellprojekte können sich dabei auch auf die kostenlose Nachfolgebörse stützen, die das BMWi bereits gemeinsam mit der KfW und über 700 engagierten Regionalpartnern betreibt.

Bis 15. Oktober 2019 können sich wirtschaftsnahe Einrichtungen mit einer Ideenskizze für ein Modellprojekt bewerben.

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Eckpunkte einer Mittelstandsstrategie – Wertschätzung, Stärkung, Entlastung

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat die Eckpunkte seiner Mittelstandsstrategie vorgestellt. Darüber hinaus seien zahlreiche Maßnahmen geplant, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und den Mittelstand bei Digitalisierung und Innovationen zu unterstützen und für mehr Flexibilität bei arbeitsrechtlichen Regelungen zu sorgen.

Mittelstand

Eckpunkte einer Mittelstandsstrategie – Wertschätzung, Stärkung, Entlastung

BMWi, Pressemitteilung vom29.08.2019

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat am 29.08.2019 auf seiner ersten Station seiner dreitägigen Mittelstandsreise in Hannover die Eckpunkte seiner Mittelstandsstrategie vorgestellt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hierzu:

„Deutschland ist Mittelstand: 99,5 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie erwirtschaften rund 35 Prozent des gesamten Umsatzes, stellen knapp 60 Prozent aller Arbeitsplätze und über 80 Prozent aller Ausbildungsplätze.

Wir sind daher wie kaum eine andere Volkswirtschaft von einem starken und wertorientierten Mittelstand geprägt. Ich möchte mit den Eckpunkten meiner Mittelstandsstrategie die starke Stellung des Mittelstands im nationalen und internationalen Wettbewerb auch in Zukunft sicherstellen. 3 Punkte stehen dabei im Vordergrund: Wertschätzung, Stärkung und Entlastung.

Kernstück meiner Mittelstandsstrategie ist die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wir müssen die steuerlichen Belastungen des Mittelstands reduzieren, indem wir den Soli schrittweise vollständig abschaffen und die Unternehmensbesteuerung auf eingehaltene Unternehmensgewinne auf 25 Prozent begrenzen, etwa durch eine bessere Berücksichtigung von reinvestierten Gewinnen. Daneben fordere ich einen „Steuerdeckel“, der die Steuerbelastung von Personenunternehmen bei maximal 45 Prozent festschreibt. Die Sozialabgaben wollen wir langfristig unter 40 Prozent halten und die hohen Rücklagen in der Arbeitslosenversicherung für eine Beitragssenkung nutzen.

Wir werden zügig ein Bürokratieentlastungsgesetz III auf den Weg bringen, das kleine und mittlere Betriebe um mehr als eine Milliarde Euro entlastet. Weitere Maßnahmen zum Bürokratieabbau etwa bei der Datenschutzgrundverordnung und der sogenannten A1-Bescheinigung werden wir entschlossen angehen.“

Darüber hinaus enthalten die Eckpunkte zahlreiche Maßnahmen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und den Mittelstand bei Digitalisierung und Innovationen zu unterstützen und für mehr Flexibilität bei arbeitsrechtlichen Regelungen zu sorgen. Um dem Querschnittscharakter der Mittelstandspolitik gerecht zu werden, wird der konzertierte Einsatz der gesamten Bundesregierung für den Mittelstand gefordert. Deshalb soll ein „Staatssekretärsausschuss Mittelstand“ eingerichtet werden, der Vorhaben aller Ressorts auf ihre Mittelstandsverträglichkeit überprüft.

Die Mittelstandsreise führt Minister Altmaier vom 29. bis zum 31. August 2019 durch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Dort macht er sich bei kleinen und großen mittelständischen Unternehmen verschiedenster Branchen ein Bild von den aktuellen Herausforderungen für den Mittelstand in Deutschland. Außerdem besucht Minister Altmaier das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Hannover, das die Digitalisierung in den praktischen Alltag der Betriebe tragen soll. Mit der Founders Foundation in Bielefeld sowie dem Spitzencluster „it’s OWL“ – „Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe“ – in Bielefeld stehen zwei Netzwerke auf dem Programm, die Forschung, etablierten Mittelstand und Newcomer zusammenbringen. Ziel sind mehr innovative Gründungen und die stärkere Anwendung von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz in mittelständischen Unternehmen.

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Tarifverdienste im 2. Quartal 2019: +3,8 % zum Vorjahresquartal

Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 2. Quartal 2019 durchschnittlich 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im 2. Quartal 2019 im Vorjahresvergleich bei 2,9 %.

Statistik

Tarifverdienste im 2. Quartal 2019: +3,8 % zum Vorjahresquartal

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 29.08.2019

Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 2. Quartal 2019 durchschnittlich 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im 2. Quartal 2019 im Vorjahresvergleich bei 2,9 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 1,6 %.

Bei der Entwicklung der Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Am stärksten stiegen die Tarifverdienste im 2. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (+6,5 %), bei der Wasserversorgung und Entsorgung (+6,4 %), bei der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (+5,5 %) sowie in der Öffentlichen Verwaltung (+5,3 %).

Ursache für die überdurchschnittlichen Tarifsteigerungen in diesen Branchen war vor allem ein Doppeleffekt aus dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD). Zusätzlich zu der im April 2019 in Kraft getretenen zweiten Stufenerhöhung in Höhe von 3,09 % wirkte sich hier noch die erste Stufenerhöhung von durchschnittlich 3,19 % (siehe hierzu Pressemitteilung Nr. 465/18 vom 29.11.2018) auf den Vorjahresvergleich aus, die im 3. Quartal 2018 ausgezahlt wurde. Daneben machten sich in diesen Wirtschaftszweigen die Nachzahlungen aus dem Tarifabschluss für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bereich der Länder (TV-L) bemerkbar. Dieser wurde rückwirkend zum Januar 2019 abgeschlossen, wurde aber erst im 2. Quartal 2019 ausgezahlt.

Überdurchschnittlich erhöhten sich die Tarifverdienste auch im Baugewerbe (+4,6 %). Hier erhielten die Tarifbeschäftigen unter anderem eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro, die im Juni 2019 ausgezahlt wurde. Deutlich geringer stiegen die Tarifverdienste im Verarbeitenden Gewerbe (+1,7 %) sowie im Handel (+1,3 %).

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Konsumklima trotzt Konjunkturschwäche – Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für August 2019

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im August ein gemischtes Bild. Während die Anschaffungsneigung zunimmt, verliert die Einkommenserwartung leicht. Die Konjunkturerwartung erleidet dagegen deutlichere Einbußen. Für September prognostiziert GfK für das Konsumklima einen gegenüber dem Vormonat unveränderten Wert von 9,7 Punkten.

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2,8 % mehr Frauen mit Normalarbeitsverhältnis in 2018

Die Zahl der in einem Normalarbeitsverhältnis arbeitenden Frauen ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um rund 300.000 (+2,8 %) gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Frauen in atypischer Beschäftigung um ca. 160.000 (-3,1 %) gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war diese Veränderung bei den Männern nicht so stark ausgeprägt.

Statistik

2,8 % mehr Frauen mit Normalarbeitsverhältnis in 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28.08.2019

Die Zahl der in einem Normalarbeitsverhältnis arbeitenden Frauen ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um rund 300.000 (+2,8 %) gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Frauen in atypischer Beschäftigung um ca. 160.000 (-3,1 %) gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war diese Veränderung bei den Männern nicht so stark ausgeprägt. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der normalbeschäftigten Männer um 150.000 (+1,0 %) gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber waren 45.000 (-1,9 %) weniger Männer atypisch beschäftigt.

Zu den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern zählen abhängig Beschäftigte, die in ihrer Haupttätigkeit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, die eine wöchentliche Arbeitszeit von über 20 Stunden umfasst und direkt für den Arbeitgeber ausgeführt wird. Zu den atypisch Beschäftigten zählen entsprechend Personen, die in ihrer Haupttätigkeit eine geringfügige oder befristete Beschäftigung ausüben, in Teilzeit mit bis zu 20 Wochenstunden oder in Zeitarbeit arbeiten.

Insgesamt betrachtet, vergrößerte sich der Anteil der Normalbeschäftigten an den Kernerwerbstätigen von 69,3 % im Jahr 2017 auf 70,3 % in 2018. Der Anteil atypisch Beschäftigter ging entsprechend von 20,8 % auf 20,1 % zurück. Diese Veränderungen zeigen sich vor einem insgesamt moderaten Anstieg der Zahl der Kernerwerbstätigen um 123.000 (+0,3 %) im Vergleich zu 2017. Kernerwerbstätige sind Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden. Enthalten sind dabei neben den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern auch atypisch Beschäftigte und Selbstständige.

2018 befanden sich 26,2 Millionen Kernerwerbstätige in einem Normalarbeitsverhältnis und 7,5 Millionen waren atypisch beschäftigt. In allen einzelnen Formen atypischer Beschäftigung sinken die Erwerbstätigenzahlen.

Die wachsende Zahl von Frauen in einem Normalarbeitsverhältnis geht einher mit einem Rückgang der Teilzeitbeschäftigung mit bis zu 20 Wochenstunden und der geringfügigen Beschäftigung. Gleichzeitig gibt es auch eine größere Zahl an Frauen, die Teilzeit, aber mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Diese sogenannte substanzielle Teilzeit wird den Normalarbeitsverhältnissen zugeordnet. Diese Zunahme macht immerhin rund 50 % der Zunahme der Normalarbeitsverhältnisse bei den Frauen aus. Der Anteil der Frauen in Teilzeitbeschäftigung bis 20 Stunden an allen Kernerwerbstätigen hat sich moderat verändert und ist von 23,5 % in 2017 auf 22,6 % in 2018 zurückgegangen.

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