Prognose für Unternehmensnachfolgen

In etwa 150.000 Unternehmen stehen zwischen 2018 und 2022 Firmennachfolgen an. Dies berichtet die Bundesregierung in der Antwort (19/10453) auf eine Kleine Anfrage (19/9879) der FDP-Fraktion und beruft sich dabei auf das Institut für Mittelstandsforschung Bonn.

Prognose für Unternehmensnachfolgen

Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 11.06.2019

In etwa 150.000 Unternehmen stehen zwischen 2018 und 2022 Firmennachfolgen an. Dies berichtet die Bundesregierung in der Antwort ( 19/10453 ) auf eine Kleine Anfrage ( 19/9879 ) der FDP-Fraktion und beruft sich dabei auf das Institut für Mittelstandsforschung Bonn. Durchschnittlich würden je 1.000 Unternehmen in diesem Zeitraum 43 Unternehmen eine Übergabe vorbereiten, in Ostdeutschland seien es etwa 40. Die Zahl nehme im Vergleich zu früheren Analysen zu, heißt es weiter. Es sei zwar mit keiner Nachfolgelücke zu rechnen, jedoch seien regionale und branchenspezifische Engpässe nicht auszuschließen. Die Abgeordneten der FDP hatten insbesondere nach der Situation im Hotel- und Gaststättengewerbe gefragt; detaillierte Auswertungen hierzu lägen nicht vor, erklärt die Bundesregierung. In der Antwort skizziert sie weiter Unterstützungsinstrumente besonders für Kleine und Mittlere Unternehmen.

Powered by WPeMatico

Arbeiten von zu Hause aus oder von unterwegs: Jeder vierte Betrieb ermöglicht mobiles Arbeiten

26 Prozent aller Betriebe bieten zumindest einem Teil ihrer Beschäftigten die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, also von zu Hause aus oder von unterwegs. 12 Prozent der Beschäftigten nutzen dies. Detaillierte Aussagen können auf Grundlage der Betriebs- und Beschäftigtenbefragung „Linked Personnel Panel (LPP)“ für privatwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern getroffen werden. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des ZEW – Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung hervor.

Arbeiten von zu Hause aus oder von unterwegs: Jeder vierte Betrieb ermöglicht mobiles Arbeiten

IAB, Pressemitteilung vom 11.06.2019

26 Prozent aller Betriebe bieten zumindest einem Teil ihrer Beschäftigten die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, also von zu Hause aus oder von unterwegs. Zwölf Prozent der Beschäftigten nutzen dies. Detaillierte Aussagen können auf Grundlage der Betriebs- und Beschäftigtenbefragung „Linked Personnel Panel (LPP)“ für privatwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern getroffen werden. Hier beträgt der Anteil der Betriebe, die Arbeiten von zu Hause aus möglich machen, 37 Prozent. Ein regelmäßiges Homeoffice von mindestens einem Tag in der Woche ermöglichen 16 Prozent der privatwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des ZEW – Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung hervor.

Im Jahr 2017 arbeiteten 22 Prozent der Beschäftigten in Betrieben der Privatwirtschaft mit mindestens 50 Beschäftigten wenigstens gelegentlich mobil. Das bedeutet einen Anstieg von drei Prozentpunkten innerhalb von vier Jahren.

Die erhöhte Flexibilität zeigt sich als zweischneidiges Schwert: Während die Hälfte der Beschäftigten, die von zu Hause aus arbeiten, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Vorteil sieht, berichten beinahe ebenso viele von Problemen bei der Trennung von Beruf und Privatleben.

Beschäftigte nutzen das Angebot eher stunden- als tageweise: 63 Prozent der Beschäftigten, die Homeoffice nutzen, sind nur stundenweise von zu Hause aus tätig. 22 Prozent gaben an, ausschließlich ganztägig von zu Hause aus zu arbeiten, während 16 Prozent eine Mischung aus beidem ausüben.

Nach eigenen Angaben hat jeder neunte Beschäftigte aus privatwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten trotz geeigneter Tätigkeit einen unerfüllten Homeoffice-Wunsch. „In der öffentlichen Diskussion wird häufig unterstellt, dass ein Großteil der Beschäftigten zumindest ab und an gerne von zu Hause arbeiten würde. Dabei wird regelmäßig übersehen, dass dies gar nicht zutrifft“, erklären die Autoren der Studie.

Etwa zwei Drittel der Beschäftigten, die nicht von zu Hause aus arbeiten, lehnen diese Möglichkeit grundsätzlich ab. Die wichtigsten Gründe hierfür sind die fehlende Eignung der Tätigkeit, der Wunsch des Vorgesetzten nach Anwesenheit des Beschäftigten und der Wunsch des Beschäftigten nach einer Trennung von Beruf und Privatem.

Powered by WPeMatico

G 20-Minister verständigen sich auf Erklärung zu Handel und Digitalwirtschaft

Am 8./9. Juni 2019 fand das G20 Handels- und Digitalministertreffen in Tsukuba, Japan statt. Deutschland war durch den Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, vertreten. Den Politischen Schwerpunkt der Diskussionen bildeten die internationale Zusammenarbeit bei der Gestaltung des digitalen Ordnungsrahmens, die aktuellen Handelsspannungen, die Zukunft des multilateralen Handelssystems sowie die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen.

G 20-Minister verständigen sich auf Erklärung zu Handel und Digitalwirtschaft

BMWi, Pressemitteilung vom 10.06.2019

Am 8./9. Juni 2019 fand das G20 Handels- und Digitalministertreffen in Tsukuba, Japan statt. Deutschland war durch den Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, vertreten. Den Politischen Schwerpunkt der Diskussionen bildeten die internationale Zusammenarbeit bei der Gestaltung des digitalen Ordnungsrahmens, die aktuellen Handelsspannungen, die Zukunft des multilateralen Handelssystems sowie die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen.Peter Altmaier: „Es waren zwei sehr intensive Tage, es ist uns gelungen, als Bundesrepublik Deutschland mit dazu beizutragen, dass Ergebnisse erzielt wurden. Beim Digitalministertreffen hat sich gezeigt, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland, die wir im letzten Jahr noch einmal unterstrichen haben, Früchte trägt und wir sind entschlossen, dies gemeinsam mit unseren japanischen Freunden fortzusetzen beim International Governance Forum Ende dieses Jahres in Berlin.“

Die Handels- und Digitalminister haben in ihrer Abschlusserklärung ihre Sorge über die aktuellen Handelsspannungen und die damit verbundenen Risiken für das globale Wachstum geäußert und sich auf verstärkte gemeinsame Anstrengungen zum Abbau von Risiken für den internationalen Handel geeinigt. Zudem haben die Handelsminister sich zum Kampf gegen Marktverzerrungen bekannt. Die große Mehrheit hat sich für eine Verlängerung des Mandats der Arbeiten des Global Forum on Steel Excess Capacities über 2019 hinaus ausgesprochen. Sie haben auch vereinbart, die Arbeiten zur WTO-Reform fortzusetzen, um das multilaterale Regelwerk für den Handel zu aktualisieren. In diesem Zusammenhang wurde auch die Bedeutung des WTO-Arbeitsprogramms zu E-commerce auf WTO-Ebene herausgestellt, um Handelshemmnisse im digitalen Bereich abzubauen.

Darüber hinaus unterstrichen die Digitalminister in ihrer Erklärung die Bedeutung grenzüberschreitender Datenflüsse und bekannten sich zu neuen Technologien, wie z.B. zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Sie wollen aber, dass die Digitalisierung in sozial verantwortbarer Weise fortschreitet. Hierzu sind z. B. die Gewährleistung eines hohen Datenschutzniveaus und Prinzipien der Künstlichen Intelligenz erforderlich, auf die sich die Minister einvernehmlich verständigt haben.

Peter Altmaier: „Wir haben mit den Handelsministern hart gerungen um eine gemeinsame Position angesichts der Spannungen und der Konflikte, die es im Welthandel gibt. Diese Konflikte haben die Debatten begleitet und überlagert. Es ist gleichwohl gelungen, einen Bruch zu vermeiden und sich auf eine gemeinsame Abschlusserklärung zu verständigen. In dieser Abschlusserklärung ist es gelungen, dass wir noch einmal den freien, fairen, diskriminierungsfreien, transparenten, vorhersehbaren und stabilen Welthandel unterstrichen haben. Außerdem, dass wir unsere Märkte offen halten wollen. Das ist noch keine Lösung für die ungeklärten Handelsfragen zwischen China und den USA, zwischen Europa und den USA, aber es ist angesichts wachsenden Protektionismus ein wichtiges Statement, das wir gemeinsam erreicht haben.“

Powered by WPeMatico

Reformempfehlungen an Deutschland

Die EU-Kommission hat im Rahmen des Europäischen Semesters am 05.06.2019 die länderspezifischen Empfehlungen 2019 veröffentlicht, mit denen sie den EU-Mitgliedstaaten jeweils wirtschaftspolitische Maßnahmen empfiehlt.

Reformempfehlungen an Deutschland

Die EU-Kommission hat im Rahmen des Europäischen Semesters am 05.06.2019 die länderspezifischen Empfehlungen 2019 veröffentlicht, mit denen sie den EU-Mitgliedstaaten jeweils wirtschaftspolitische Maßnahmen empfiehlt. Sie stellt fest, dass die europäische Wirtschaft das siebte Jahr in Folge wächst und auch 2020 weiter wachsen wird.In das „Pflichtenheft“ 2019/20 für Deutschland schreibt die EU-Kommission u. a.

  • mehr Digitalisierung und Breitbandnetze mit sehr hoher Kapazität;
  • steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit und Verlagerung der Besteuerung auf Quellen;
  • mehr Wettbewerb bei Unternehmensdienstleistungen und reglementierten Berufen (Im Gegensatz zum letzten Jahr wird dieses Jahr die Steuerberatung nicht explizit genannt).

Aus dem Text:

  • „Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft kommt nur schleppend voran, und kleine und mittlere Unternehmen stellen nach wie vor nur langsam auf digitale Technologien um. […] Bei den digitalen öffentlichen Diensten und bei elektronischen Gesundheitsdiensten liegt Deutschland weit unter dem EU-Durchschnitt. Nur 43 % der deutschen Internetnutzer machten 2018 von elektronischen Behördendiensten Gebrauch (gegenüber einem EU-Durchschnitt von 64 %).“
  • „Deutschland hat von der Integration in den Binnenmarkt besonders profitiert und spielt für dessen Weiterentwicklung eine wichtige Rolle. Bei den Unternehmensdienstleistungen sind die Wettbewerbsschranken in Deutschland allerdings im EU-Vergleich nach wie vor hoch. Dies betrifft mehrere Bereiche, die auch die reglementierten Berufe einschließen, wie Architektur, Ingenieurwesen und juristische Dienstleistungen, in denen rechtliche Beschränkungen wie Exklusivitätsrechte und Preis- und Gebührenordnungen den Wettbewerb behindern. […] Auf erhöhten Wettbewerb gerichtete Änderungen bei der Regulierung der Unternehmensdienstleistungen würden die Effizienz und Wirksamkeit von Investitionen und Wirtschaftstätigkeit steigern.“
  • „Nach einigen Verbesserungen in den vergangenen Jahren hat es im zurückliegenden Jahr nur wenige Fortschritte im Hinblick darauf gegeben, durch Steuerreformen die inländischen Privatinvestitionen und das Wachstum anzukurbeln. Das Steuersystem ist nach wie vor komplex, verzerrt den Entscheidungsprozess (beispielsweise bei Erwerbsbeteiligung, Investitionen und Finanzierung) und könnte wirkungsvollere Investitions- und Konsumanreize bieten. […]“

Die länderspezifischen Empfehlungen werden nun vom Rat erörtert, bevor sie dann von den Staats- und Regierungschefs bestätigt werden. Die Empfehlungen sind dann von den EU-Mitgliedstaaten in der nationalen Wirtschafts- und Haushaltspolitik umzusetzen.

Powered by WPeMatico

Konjunktur unter Druck

Die Weltwirtschaft wächst nur langsam, und im globalen Handel werden immer mehr Hürden aufgebaut. Für die exportorientierten deutschen Unternehmen wird das zunehmend spürbar. Nach Auffassung des DIHK ist es wichtig, jetzt die Welthandelsorganisation WTO zu modernisieren und zu stärken und gleichzeitig neue, ehrgeizige EU-Handelsabkommen abzuschließen. Nicht zuletzt sollte aber auch der Standort Deutschland so gestaltet werden, dass die Betriebe mit wirtschaftspolitischem Rückenwind die internationalen Herausforderungen angehen können.

Konjunktur unter Druck

DIHK, Mitteilung vom 06.06.2019

Die Weltwirtschaft wächst nur langsam, und das spüren die deutschen Unternehmen immer stärker. Die deutsche Wirtschaft ist wie kaum eine andere auf einen reibungslosen globalen Handel und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der Welt angewiesen. Schließlich hängt jeder vierte Arbeitsplatz hierzulande vom Außenhandel ab. Derzeit schwächelt der weltweite Handel von Gütern und Dienstleistungen jedoch.

Exporterwartungen gehen zurück

Die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage zeigt für die Exportaussichten in der deutschen Industrie einen deutlichen Rückschlag. Die Ausfuhrerwartungen der Unternehmen erreichen den niedrigsten Stand seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise vor zehn Jahren. Das liegt an der schwachen Entwicklung vieler Volkswirtschaften in einzelnen Weltregionen und den zunehmenden Hindernissen im internationalen Geschäft. Das Vertrauen der Unternehmen, dass sich die Weltwirtschaft auf kurze Frist erholt, ist gering. 43 Prozent der exportierenden Industrieunternehmen sehen die Auslandsnachfrage als Risiko für die eigenen Geschäfte. Vor allem der Mittelstand ist betroffen: Bei den Betrieben bis zu 1.000 Mitarbeitern brechen die Erwartungen an den Export besonders deutlich ein.

Welthandel zunehmend mit Hürden

Die international aktiven deutschen Unternehmen spüren bei ihren Geschäften den wachsenden Protektionismus und zunehmende Handelskonflikte. US-Strafzölle, Wirtschaftssanktionen oder der Brexit treffen die Betriebe konkret bei Aufträgen, Margen und Lieferketten. Handelsschranken wie zum Beispiel unnötige und zusätzliche Zertifizierungsanforderungen, ein erschwerter Zugang zu öffentlichen Aufträgen oder Zölle erschweren die Geschäfte durch höhere Kosten und längere Lieferzeiten oder verhindern sie sogar komplett. Die Handelskonflikte haben damit das Potenzial, die bestehenden Lieferstrukturen deutscher Unternehmen infrage zu stellen, und bremsen damit auch das weltweite Investitionsklima.

WTO stärken und neue EU-Handelsabkommen abschließen

Die ideale Lösung, um aus den Handelskonflikten herauszukommen und Märkte zu öffnen, ist weiterhin die Welthandelsorganisation WTO. Sie garantiert grundlegende und weltweit einheitliche Regeln für den Handel, senkt die Bürokratiekosten und erleichtert damit die Geschäfte der Betriebe. Die WTO sollte allerdings modernisiert und gestärkt werden, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Bis dahin sind neue, ehrgeizige EU-Handelsabkommen der richtige Weg, um den deutschen Unternehmen in der globalen Wirtschaft langfristig Zuverlässigkeit zu verschaffen.

Standort Deutschland verlässlicher und attraktiver gestalten

Dabei sollte die EU dafür sorgen, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die komplexen Handelsabkommen einfacher nutzen können. Der Blick muss aber auch auf Deutschland liegen. Nur mit wirtschaftspolitischem Rückenwind hierzulande können die deutschen Unternehmen auch die internationalen Herausforderungen angehen. Sie brauchen den Ausbau unserer Infrastruktur, Investitionen in Forschung und Bildung und eine bezahlbare und sichere Energie- und Rohstoffversorgung. Nicht zuletzt kann eine Unternehmensteuerreform die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft unterstützen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, um auch in weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten gut aufgestellt zu sein.

Powered by WPeMatico

Deutsche Exporte im April 2019: -0,5 % zum April 2018

Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren die deutschen Exporte im April 2019 um 0,5 % niedriger und die Importe um 2,1 % höher als im April 2018. Die Exporte nahmen gegenüber dem Vormonat März 2019 um 3,7 % und die Importe um 1,3 % ab.

Deutsche Exporte im April 2019: -0,5 % zum April 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.06.2019

Exporte, April 2019

  • 109,7 Milliarden Euro
  • -3,7 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • -0,5 % zum Vorjahresmonat

Importe, April 2019

  • 91,7 Milliarden Euro
  • -1,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
  • +2,1 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, April 2019

  • 17,9 Milliarden Euro
  • 17,0 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, April 2019

  • 22,6 Milliarden Euro

Im April 2019 wurden von Deutschland Waren im Wert von 109,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 91,7 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im April 2019 um 0,5 % niedriger und die Importe um 2,1 % höher als im April 2018. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat März 2019 um 3,7 % und die Importe um 1,3 % ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2019 mit einem Überschuss von 17,9 Milliarden Euro ab. Im April 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +20,4 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im April 2019 bei 17,0 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+19,2 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-0,7 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+7,6 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,6 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im April 2019 mit einem Überschuss von 22,6 Milliarden Euro ab. Im April 2018 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 22,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2019 Waren im Wert von 63,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 53,1 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber April 2018 sanken die Exporte in die EU-Länder um 3,5 %, die Importe aus diesen Ländern stiegen um 1,9 %. In die Länder der Eurozone wurden im April 2019 Waren im Wert von 41,6 Milliarden Euro (-0,5 %) exportiert und Waren im Wert von 34,8 Milliarden Euro (+2,5 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im April 2019 Waren im Wert von 22,3 Milliarden Euro (-8,7 %) exportiert und Waren im Wert von 18,2 Milliarden Euro (+0,7 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im April 2019 Waren im Wert von 45,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 38,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber April 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 4,0 % zu, die Importe von dort stiegen um 2,4 %.

Powered by WPeMatico

3,2 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2018

Im 1. Quartal 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 4.861 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,2 % weniger als im 1. Quartal 2018. Damit setzte sich der Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen fort.

3,2 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.06.2019

Im 1. Quartal 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 4.861 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,2 % weniger als im 1. Quartal 2018. Damit setzte sich der Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen fort. Zuletzt hatte es im 1. Quartal 2010 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben (+6,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2009). Seitdem war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stets niedriger als in den entsprechenden Vorjahresquartalen.

Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es im 1. Quartal 2019 mit 868 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 803 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Gastgewerbe wurden 590 und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 516 Insolvenzanträge gemeldet.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich nach Angaben der Amtsgerichte im 1. Quartal 2019 auf rund 4,7 Milliarden Euro. Im 1. Quartal 2018 hatten sie bei 7,8 Milliarden Euro gelegen.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 22.118 übrige Schuldner im 1. Quartal 2019 Insolvenz an (-4,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal). Darunter waren 16.600 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern und 4.513 Insolvenzanträge von ehemals selbständig Tätigen, die ein Regel- bzw. ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

Powered by WPeMatico

Arbeitskosten im 1. Quartal 2019 um 2,5 % höher als im 1. Quartal 2018

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom 1. Quartal 2018 zum 1. Quartal 2019 um 2,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal um 1,1 %.

Arbeitskosten im 1. Quartal 2019 um 2,5 % höher als im 1. Quartal 2018

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 07.06.2019

Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde, 1. Quartal 2019

  • +1,1 % zum Vorquartal (saison- und kalenderbereinigt)
  • +2,5 % zum Vorjahresquartal (kalenderbereinigt)

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom 1. Quartal 2018 zum 1. Quartal 2019 kalenderbereinigt um 2,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 1,1 %.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im 1. Quartal 2019 im Vergleich zum 1. Quartal 2018 kalenderbereinigt um 2,5 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,4 %.

Dem internationalen Vergleich mit den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) liegt der Bereich des Produzierenden Gewerbes und der wirtschaftlichen Dienstleistungen zugrunde. Hierbei sind unter anderem die Teilbereiche öffentlicher Dienst und Gesundheitswesen nicht enthalten. Deutschland lag innerhalb der EU im Jahr 2018 mit Arbeitskosten von 35,00 Euro pro geleistete Stunde auf dem 6. Rang. Gemessen am EU-Durchschnitt von 26,60 Euro zahlten deutsche Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und wirtschaftlicher Dienstleistungen 32 % mehr für eine Stunde Arbeit.

Im Vergleich zum Vorjahr verteuerte sich in Deutschland im Jahr 2018 eine Stunde Arbeit kalenderbereinigt um 2,4 %. In der gesamten EU betrug der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum 2,8 %. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Lettland (+12,1 %), Rumänien (+10,5 %) und Litauen (+10,0 %) auf. In Malta (+0,1 %) und Finnland (+1,4 %) war der Anstieg der Arbeitskosten am geringsten. Im Nachbarland Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit +2,8 % etwas höher aus als in Deutschland.

Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt.

Powered by WPeMatico

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im April 2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im April im Vergleich zum Vormonat um 1,9 % gesunken. Die Industrieproduktion nahm um 2,5 % ab. Die Produktion im Baugewerbe wurde um 0,2 % ausgeweitet. Das teilt das BMWi mit.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im April 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 07.06.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im April im Vergleich zum Vormonat um 1,9 % gesunken. Die Industrieproduktion nahm um 2,5 % ab. Die Produktion im Baugewerbe wurde um 0,2 % ausgeweitet.

Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar ergab sich eine Einschränkung der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,3 %. Das Baugewerbe verzeichnete hierbei einen deutlichen Zuwachs (+1,9 %) und die Industrie eine Abnahme (-0,6 %). Die Kfz-Industrie meldete einen Produktionsrückgang um 1,9 %.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich seit dem Jahreswechsel abgeschwächt und das Geschäftsklima trübte sich weiter ein. Daher ist weiterhin von einer gedämpften Industriekonjunktur in den kommenden Monaten beim aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich auszugehen. Das Baugewerbe hingegen meldet seit Jahresbeginn kräftige Produktionszuwächse und befindet sich weiter in der Hochkonjunktur.

Powered by WPeMatico

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April 2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April gegenüber dem Vormonat um 0,3 %, nachdem sie sich im März um 0,8 % erhöht hatten. Das teilt das BMWi mit.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April 2019

BMWi, Pressemitteilung vom 06.06.2019

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April gegenüber dem Vormonat um 0,3 %, nachdem sie sich im März um 0,8 % erhöht hatten. Die Inlandsaufträge nahmen im April um 0,8 % ab. Die Bestellungen aus dem Euroraum verringerten sich um 5,8 %, während sich die Orders aus dem Nicht-Euroraum um 5,7 % erhöhten. Der Anteil an Großaufträgen war für einen April unterdurchschnittlich. Bereinigt um Großaufträge wurden 2,1 % mehr Aufträge gemeldet.

Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar ergab sich ein Rückgang der Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe um 1,1 %. Dem Plus von 4,3 % bei Konsumgütern standen Abnahmen um 2,1 % bzw. 1,2 % bei Vorleistungs- und Investitionsgütern gegenüber. Die Bestellungen aus dem Inland gingen um 5,7 % zurück. Aus dem Euroraum und dem Nicht-Euroraum waren Orderzuwächse um 1,4 % bzw. 2,9 % zu verzeichnen.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich in den letzten beiden Monaten bei anziehender Auslandsnachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im April lagen sie etwa 5 % unter ihrem durchschnittlichen Monatswert im Jahr 2018. Die Industriekonjunktur dürfte im zweiten Quartal gedämpft bleiben.

Powered by WPeMatico