Deutsche Industrie hat 2018 gelitten

Die deutsche Konjunktur hat sich 2018 lt. ifo Institut deutlich abgekühlt. Die Wirtschaftsleistung nahm preisbereinigt um 1,5 Prozent zu, nachdem der Anstieg im Boomjahr 2017 noch bei 2,2 Prozent lag. In der zweiten Jahreshälfte 2018 hat sie im Vergleich zum ersten Halbjahr nur noch stagniert.

Deutsche Industrie hat 2018 gelitten

ifo Institut, Pressemitteilung vom 15.01.2019

Die deutsche Konjunktur hat sich 2018 deutlich abgekühlt. Die Wirtschaftsleistung nahm preisbereinigt um 1,5 Prozent zu, nachdem der Anstieg im Boomjahr 2017 noch bei 2,2 Prozent lag. In der zweiten Jahreshälfte 2018 hat sie im Vergleich zum ersten Halbjahr nur noch stagniert. „Maßgeblich für die Abkühlung war der schwache Anstieg der Wertschöpfung in der deutschen Industrie, die unter den weltweiten wirtschaftspolitischen Turbulenzen des vergangenen Jahres litt“, sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturforschung und -prognose.

„Die Unwägbarkeiten bei der Wiedereinführung von Zöllen, beim Ausgang der Brexit-Verhandlungen und bei den Haushaltsplänen der neuen italienischen Regierung haben tiefe Spuren auf den wichtigsten deutschen Absatzmärkten hinterlassen. Aber auch hausgemachte Probleme insbesondere in der deutschen Automobilindustrie, die im Zusammenhang mit neuen Abgasstandards standen, dämpften die Konjunktur.“ Damit haben sich die Triebkräfte verabschiedet, die die deutsche Wirtschaft im Jahr 2017 in die Hochkonjunktur gebracht haben. Exporte von Waren und Dienstleistungen legten mit 2,4 Prozent nur noch schwach zu.

In diesem Jahr dürfte die Konjunktur im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2018 wieder etwas kräftiger zulegen. Die binnenwirtschaftlichen Antriebskräfte sind weiterhin intakt. Die Beschäftigung wird wohl ihren Rekordwert vom Vorjahr übertreffen, gleichzeitig dürften Lohnsteigerungen, Steuer- und Abgabenentlastungen sowie eine Ausweitung der Transferleistungen für ein dickes Einkommensplus bei den Haushalten sorgen. Dies stützt den privaten Konsum und die Baukonjunktur, die auch aufgrund der weiterhin niedrigen Zinsen lebhaft bleiben dürfte. Insgesamt aber dürfte das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr niedriger ausfallen als im Vorjahr. Damit befindet sich die deutsche Wirtschaft im Abschwung.

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Verbraucherpreise 2018: +1,9 % gegenüber dem Vorjahr

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2018 um 1,9 % gegenüber 2017. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate 2018 damit etwas höher als im Vorjahr (2017: +1,8 %). Im Dezember 2018 hat sich die Inflationsrate gegenüber den Vormonaten deutlich abgeschwächt und erreichte einen Wert von 1,7 %.

Verbraucherpreise 2018: +1,9 % gegenüber dem Vorjahr

Im Dezember 2018 schwächte sich die Inflationsrate deutlich ab

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 16.01.2019

Verbraucherpreisindex, Dezember 2018

  • +1,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Dezember 2018

  • +1,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,3 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2018 um 1,9 % gegenüber 2017. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate 2018 damit etwas höher als im Vorjahr (2017: +1,8 %). Im Dezember 2018 hat sich die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – gegenüber den Vormonaten deutlich abgeschwächt und erreichte einen Wert von 1,7 %.

Für den Anstieg der Jahresteuerungsrate 2018 waren maßgeblich die Energiepreise verantwortlich: Energieprodukte verteuerten sich 2018 gegenüber 2017 um 4,9 % und damit stärker als ein Jahr zuvor (2017: +3,1 % gegenüber 2016). Am stärksten erhöhten sich 2018 die Preise für leichtes Heizöl (+21,7 %), auch Kraftstoffe verteuerten sich spürbar (+7,8 %). Den starken Preiserhöhungen bei Mineralölprodukten standen moderate Preisentwicklungen bei anderen Energieprodukten gegenüber. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2018 bei +1,6 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2018 mit +2,5 % gegenüber 2017 deutlich, aber schwächer als die Energiepreise. Die Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln 2018 betrafen alle Gütergruppen, insbesondere verteuerten sich Speisefette und Speiseöle (+7,4 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+5,3 %).

Waren insgesamt verteuerten sich 2018 gegenüber 2017 um 2,2 %. Neben den Preisanstiegen bei Energie und Nahrungsmitteln erhöhten sich auch die Preise für Tabakwaren (+3,8 %) und für alkoholische Getränke (+2,7 %) deutlich. Im Vergleich zu den Waren entwickelten sich die Preise für Dienstleistungen insgesamt mit +1,5 % etwas schwächer. Bedeutsam für die Preiserhöhung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+1,6 %). Weiteren Preiserhöhungen, unter anderem bei der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,0 %) sowie Verpflegungsdienstleistungen in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+2,1 %) standen einige Preisrückgänge beispielsweise bei Flugtickets (-2,5 %) und Telekommunikationsdienstleistungen (-0,7 %) gegenüber.

Veränderung im Dezember 2018 gegenüber Dezember 2017

Die Verbraucherpreise insgesamt lagen im Dezember 2018 um 1,7 % höher als im Dezember 2017. Damit hat sich die Inflationsrate am Ende des Jahres deutlich abgeschwächt (November 2018: +2,3 %).

Maßgeblich verantwortlich für die im Vergleich zu den Vormonaten geringere Inflationsrate war die Preisentwicklung bei Energieprodukten. Die Energiepreise lagen im Dezember 2018 um 4,8 % höher als im Dezember 2017 (November 2018: +9,3 % gegenüber November 2017). Insbesondere der Preisanstieg bei leichtem Heizöl (+16,1 %) und bei Kraftstoffen (+8,6 %) hat sich im Vergleich zum Vormonat deutlich verlangsamt (November 2018: +40,7 % bei leichtem Heizöl, +15,0 % bei Kraftstoffen). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Dezember 2018 bei 1,4 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Dezember 2017 bis Dezember 2018 um 1,0 %. Erheblich teurer binnen Jahresfrist war Gemüse (+8,1 %). Hingegen gingen im gleichen Zeitraum die Preise für Obst deutlich zurück (-5,1 %).

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,0 %, maßgeblich bestimmt durch den Preisanstieg bei Energie. Auch andere Waren verteuerten sich binnen Jahresfrist deutlich (zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften: +4,3 %; Bier: +3,1 %). Einige Waren wurden hingegen günstiger beispielsweise Geräte der Unterhaltungselektronik (-5,8 %). Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 1,5 %. Neben der Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,5 %) verteuerte sich zum Beispiel die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+2,6 %) noch etwas stärker. Hingegen waren insbesondere Bildungsdienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-12,0 %) günstiger, bedingt durch den Wegfall der Kinderbetreuungskosten in einigen Bundesländern.

Veränderung im Dezember 2018 gegenüber dem Vormonat November 2018

Im Vergleich zum November 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im Dezember 2018 um 0,1 %. Die Preise für die Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Dezember 2018 um 1,3 % gegenüber dem Vormonat. Unter anderem zogen die Preise für Bahnreisen zum Jahresende 2018 in Folge der jährlichen Tarifpreisänderungen an (+1,4 %, davon Nahverkehr: +3,1 %, Fernverkehr: +0,8 %). Für den Preisrückgang bei Waren (-1,1 %) ist die Preisentwicklung der Energie verantwortlich (-4,2 %, darunter leichtes Heizöl: -16,7 %; Kraftstoffe: -6,4 %). Erfreulich für die Verbraucherinnen und Verbraucher waren am Jahresende zudem Preisnachlässe für Bekleidung und Schuhe (-2,0 %).

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich im Jahresvergleich 2018 gegenüber 2017 um 1,9 % erhöht. Im Dezember 2018 lag der HVPI um 1,7 % über dem Stand von Dezember 2017. Im Vergleich zum November 2018 stieg der Index im Dezember 2018 um 0,3 %.

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Rezessionswahrscheinlichkeit steigt leicht auf 25 Prozent

Der moderate Aufschwung der deutschen Wirtschaft hält dem wachsenden Gegenwind vorerst stand. Das signalisieren die neuesten Werte für das erste Quartal 2019, die der IMK-Konjunkturindikator der Hans-Böckler-Stiftung liefert.

Rezessionswahrscheinlichkeit steigt leicht auf 25 Prozent

Konjunkturampel signalisiert aber weiterhin moderaten Aufschwung

Hans-Böckler-Stiftung, Pressemitteilung vom 15.01.2019

Der moderate Aufschwung der deutschen Wirtschaft hält dem wachsenden Gegenwind vorerst stand. Das signalisieren die neuesten Werte für das erste Quartal 2019, die der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung liefert. Für den Zeitraum von Januar bis Ende März ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät, zwar erneut gestiegen – auf jetzt 25 Prozent. Gegenüber dem Dezemberwert (23,4 Prozent) fiel die Zunahme des Rezessionsrisikos im IMK-Wachstumsradar aber nur leicht aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland im nächsten Quartal in einen Wirtschaftsboom eintritt, ging dementsprechend zurück auf nun noch knapp 9 Prozent. Im Dezember hatte der Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, noch eine Boomwahrscheinlichkeit von knapp 13 Prozent für die folgenden drei Monate ausgewiesen.

Trotz der Eintrübung zeigt der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator noch „grün-gelb“. Das steht für eine Phase mit durchschnittlichem Wachstum. „Das konjunkturelle Klima hat sich markant verschlechtert. Wie stark, sieht man, wenn man den aktuellen Indikatorwert mit dem vom Januar 2018 vergleicht. Vor einem Jahr betrug das Rezessionsrisiko gerade einmal 1,4 Prozent“, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. Trotzdem sind die Düsseldorfer Forscher auf Basis der aktuellen Daten optimistisch, dass es in diesem Jahr bei einem Aufschwung bleibt – „wir sehen zwar ein spürbar verlangsamtes konjunkturelles Tempo, aber keine Rezession“, so Horn. „Die Konjunktur ist hart im Nehmen, solange die solide Binnennachfrage sie stützt.“ Die weiterhin gute Beschäftigungsentwicklung und spürbar steigende Löhne seien wichtige Faktoren für diese Stabilität.

Die Verschlechterung des Indikatorwerts beruht nach Analyse des IMK vor allem auf den schwächeren Daten von den Finanzmärkten. Die volatile Entwicklung der Börsenkurse schlägt sich in einem etwas höheren Wert beim „Finanzmarktstress“ nieder, den der IMK-Indikator ebenfalls misst. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex, der zuletzt erneut gesunken ist, trägt zur Eintrübung bei. Dagegen kommen von den zuletzt leicht ansteigenden Auftragseingängen aus dem Ausland positive Impulse. „Der Trend bei den Aufträgen hat einen stärkeren Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit verhindert“, erklärt IMK-Konjunkturexperte Peter Hohlfeld.

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Deutsche Wirtschaft kämpft mit angespannter Situation bei Fachkräften

Für die Unternehmen in Deutschland ist die Fachkräftesituation lt. ZEW weiterhin angespannt. Im Jahr 2017 blieben in den innovationsrelevanten Sektoren der Wirtschaft rund 200.000 Stellen unbesetzt. Das sind 18 Prozent aller offenen Stellen insgesamt.

ZEW-Innovationserhebung 2018

Deutsche Wirtschaft kämpft mit angespannter Situation bei Fachkräften

ZEW, Pressemitteilung vom 15.01.2019

Für die Unternehmen in Deutschland ist die Fachkräftesituation weiterhin angespannt. Im Jahr 2017 blieben in den innovationsrelevanten Sektoren der Wirtschaft rund 200.000 Stellen unbesetzt. Das sind 18 Prozent aller offenen Stellen insgesamt. Nur verspätet oder nicht mit dem gewünschten Personal besetzt werden konnten etwa 360.000 Stellen oder 33 Prozent aller offenen Stellen. Der Fachkräfteengpass betrifft dabei nicht nur akademische, sondern auch berufliche Qualifikationen. Gut 535.000 Stellen konnten Deutschlands Unternehmen hingegen wie geplant besetzen. Bei den Innovationsausgaben hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2017 um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Der Umsatz mit neuen Produkten konnte gar um 14,5 Prozent gesteigert werden.

Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt die aktuelle Erhebung des ZEW – Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim zum Innovationsverhalten der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Erhebung wird seit 1993 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Sozialwissenschaft (infas) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) durchgeführt.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagt anlässlich der Veröffentlichung der Innovationserhebung: „Deutsche Unternehmen sind bei Forschung, Entwicklung und Innovation ganz vorne mit dabei. Sie haben 2017 deutlich mehr in diese Bereiche investiert als in den Vorjahren. Das ist wichtig, denn so sichern wir den Wohlstand in unserer Gesellschaft. Und wir sorgen dafür, dass wir die Beschäftigten und besonders kleine und mittlere Unternehmen mitnehmen. Mit der nationalen Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung bereiten wir dafür den Weg. Wir unterstützen Erwerbstätige dabei, ihre Kompetenzen aktuell zu halten, sie anzupassen und fortzuentwickeln. Denn neben Investitionen in Forschung und Innovationen ist die Weiterbildung von Fachkräften der Schlüssel zum Erfolg.“

Im Jahr 2017 hatten 62 Prozent der Unternehmen in Deutschland offene Stellen ausgeschrieben. In der Gruppe der sog. Innovatoren – also der Unternehmen, die Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt haben – ist dieser Anteil mit 70 Prozent sogar noch deutlich höher. „Die Innovatoren in Deutschland haben allerdings auch weniger Probleme, offene Stellen neu zu besetzen“, erklärt Dr. Christian Rammer, stellvertretender Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“ sowie Projektleiter der ZEW-Innovationserhebung.

Ausgaben für Innovationen erneut gestiegen

Innovatoren, die im Jahr 2017 offene Stellen zu besetzen hatten, haben häufiger nach akademisch qualifiziertem Personal gesucht als Unternehmen, die keine Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt haben. Zugleich waren Innovatoren bei der Personalsuche aber auch stärker auf berufliche als auf akademische Qualifikationen aus. 16 Prozent der Innovatoren hatten offene Stellen im Bereich Informatik, Mathematik und Statistik ausgewiesen, 28 Prozent im Bereich anderer Ingenieur- und Naturwissenschaften und 19 Prozent im Bereich anderer akademischer Abschlüsse.

Die Innovatorenquote unter den Unternehmen der deutschen Wirtschaft lag 2017 bei 36 Prozent und damit fast exakt auf dem Niveau des Vorjahreswerts. Insgesamt zählten knapp 107.000 Unternehmen zur Gruppe der Innovatoren.

Die Ausgaben für Innovationen in der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2017 auf 166,9 Milliarden Euro gestiegen und haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr (2016: 159,4 Milliarden Euro) erneut erhöht. „Der Zuwachs hat die Planzahlen deutlich übertroffen und deutet auf ein verbessertes Innovationsklima im Jahr 2017 hin“, sagt Christian Rammer. Für Frühjahr und Sommer 2018 hatten die Unternehmen in Deutschland einen weiteren merklichen Anstieg der Innovationsausgaben um 3,4 Prozent auf dann 172,5 Milliarden Euro geplant. Für 2019 ist ein moderater Zuwachs um zwei Prozent auf 175,9 Milliarden Euro vorgesehen.

Mit Blick auf die einzelnen Branchen sind die Innovationsausgaben im Fahrzeugbau mit 52,4 Milliarden Euro insgesamt am höchsten und auch höher als in den beiden nächstfolgenden Branchengruppen zusammen (Elektroindustrie: 21,4 Milliarden Euro, Chemie- und Pharmaindustrie: 19 Milliarden Euro). Erstmals seit vielen Jahren sind die Innovationsausgaben im Fahrzeugbau 2017 aber nicht weiter gestiegen.

Mehr Umsatz mit Marktneuheiten

Im Vergleich haben kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Innovationsausgaben im Jahr 2017 mit 6,4 Prozent überdurchschnittlich stark erhöht, während Großunternehmen ihre Innovationsausgaben „nur“ um 4,3 Prozent nach oben geschraubt haben. „Für die Jahre 2018 und 2019 wird sich die positive Entwicklung bei den KMU nicht fortsetzen. In beiden Jahren sollen die Ausgaben um jeweils zwei Prozent gesenkt werden“, sagt Christian Rammer.

Der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz der deutschen Wirtschaft, die sogenannte „Innovationsintensität“, hat im Jahr 2017 mit 3,1 Prozent einen neuen Spitzenwert erreicht. Mit 4,0 Prozent weisen Großunternehmen dabei einen erheblich höheren Wert auf als KMU mit 1,5 Prozent. Am innovationsintensivsten ist die Elektroindustrie (10,6 Prozent), gefolgt vom Fahrzeugbau (9,3 Prozent), der Chemie- und Pharmaindustrie (8,9 Prozent) sowie den technischen Dienstleistungen (8,0 Prozent).

Bemerkenswert ist, dass die Unternehmen der deutschen Wirtschaft im Jahr 2017 mit Produktinnovationen einen Umsatz von insgesamt 822 Milliarden Euro erzielten – ein kräftiges Plus um 14,5 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr. Mit Marktneuheiten beziehungsweise Produktinnovationen, die zuvor noch von keinem anderen Unternehmen im jeweiligen Absatzmarkt angeboten wurden, setzten die Unternehmen 168 Milliarden Euro um und damit 9,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Industrie stemmte mit 550 Milliarden Euro den Löwenanteil des gesamten Neuproduktumsatzes im Jahr 2017. Getragen wurde der Neuproduktumsatz zu 85 Prozent von Großunternehmen. Rund ein Drittel des gesamten Umsatzes mit Produktinnovationen entfällt auf den Fahrzeugbau (269 Milliarden Euro).

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland des letzten Jahres: Solides Wachstum in 2018 – Wachstumskräfte für 2019 stärken

Wie das BMWi mitteilt, ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,5 % gewachsen. Dies ist eine Abschwächung gegenüber den ursprünglichen Erwartungen, aber ein solides Ergebnis, das zeigt, dass die deutsche Wirtschaft nach wie vor wächst.

Wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland des letzten Jahres: Solides Wachstum in 2018 – Wachstumskräfte für 2019 stärken

BMWi, Pressemitteilung vom 15.01.2019

  • Das Statistische Bundesamt hat am 15.01.2019 bekannt gegeben, dass die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr um 1,5 % gewachsen ist. Dies ist eine Abschwächung gegenüber den ursprünglichen Erwartungen, aber ein solides Ergebnis, das zeigt, dass die deutsche Wirtschaft nach wie vor wächst.
  • Gründe für das geringere Wachstum liegen in einer global abgeschwächten Konjunktur, im Niedrigwasser durch die anhaltende Dürreperiode, in den Absatzproblemen der Automobilindustrie aufgrund der WLTP-Problematik und in dämpfenden Sondereffekten wie der Grippewelle oder Streiks. Die Binnenwirtschaft lieferte rechnerisch die entscheidenden Impulse.
  • Der Sondereffekt WLTP läuft aber allmählich aus und ab dem Jahreswechsel ergeben sich zusätzliche Impulse durch die Umsetzung des Koalitionsvertrages, z. B. durch die Senkung von Steuern und Abgaben oder das Baukindergeld. Das Wachstum setzt sich daher im laufenden Jahr fort.
  • Trotz einer leichten Abschwächung der Auftragseingänge ist der Auftragsbestand weiterhin sehr hoch. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.
  • Die Einkommen steigen und ebenso die Konsumnachfrage der privaten Haushalte.
  • Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu und Rückgang der Arbeitslosigkeit setzt sich fort.
  • Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 15.01.2019 der 85. Konjunkturrat für die öffentliche Hand getagt. Schwerpunkte der Sitzung sind traditionell die konjunkturelle Lage in Deutschland und der Ausblick auf die wirtschaftspolitische Strategie der Bundesregierung. Dieses Jahr wurde ferner ausführlich über die Auswirkungen protektionistischer Handelspolitik auf Wachstum und Konjunktur diskutiert.

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr preisbereinigt in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld und trotz der Produktions- und Absatzstörungen bei den Pkw-Herstellern solide um 1,5 % gewachsen, nach +2,2 % im Boomjahr 2017. Die Impulse kamen rechnerisch ausschließlich von der Binnenwirtschaft. Die Ausfuhren nahmen angesichts der geringeren Dynamik der Weltwirtschaft langsamer zu als im Vorjahr und auch weniger als die von der starken Binnenwirtschaft nachgefragten Einfuhren. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wurden spürbar ausgeweitet, aber weniger deutlich als im Vorjahr. Stärker als im Vorjahr entwickelten sich die Bruttoinvestitionen, wozu neben Investitionen in Ausrüstungen und Bauten auch ein Vorratsaufbau aufgrund des Staus bei den Pkw-Typenzulassungen beitrug. Der Lagerbestand dämpfte auch noch im Jahresendquartal die Erzeugung. Dennoch dürfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal nach dem Rückgang im dritten wieder zugelegt haben. Die Auftragseingänge in der Industrie zeigen eine Bodenbildung und stärken die Erwartung eines Ausklingens der WLTP-Problematik. Unterstützung erhält die Binnenkonjunktur Anfang des Jahres durch die spürbare Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern bei Steuern und Abgaben sowie die Erhöhung der monetären Sozialleistungen. Die Konjunktur dürfte daher auch zu Jahresbeginn aufwärtsgerichtet bleiben.

Für die Weltkonjunktur zeichnet sich eine Verlangsamung ihrer Dynamik ab. So startete die industrielle Erzeugung nur schwach ins vierte Quartal 2018. Der Welthandel entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gedämpft. Der IHS Markit PMI für die globale Industrie lag im Dezember 2018 auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Auch der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima gab für das vierte Quartal 2018 eine verhaltene Stimmung wieder. Angesichts der Indikatoren und der derzeitigen Ballung globaler Risiken hat die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die globale Konjunktur zuletzt nach unten korrigiert. Insgesamt gehen die internationalen Organisationen in ihren letzten Prognosen von einer weniger dynamischen, aber weiterhin merklich aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

Dies zeigt sich auch in den Zahlen zu den deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen. So nahmen die Exporte im November saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,6 % ab. Im Zweimonatsvergleich Oktober/November gegenüber August/September sind die Ausfuhren nominal leicht gestiegen (+0,9 %). Preisbereinigt dürfte diese Steigerung jedoch geringer ausfallen. Die ifo Exporterwartungen fielen auf ein Zwei-Jahres-Tief. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im November saisonbereinigt um 1,0 % zurück. Im Zweimonatsvergleich ergab sich ein Plus von 1,3 %. Bei steigenden Importpreisen dürfte sich preisbereinigt aber auch hier ein schwächerer Anstieg ergeben. Insgesamt deuten die Indikatoren auf eine verhaltene Entwicklung der Ausfuhren in den kommenden Monaten hin.

Bei der Produktion im Produzierenden Gewerbe ist es im November zu einer weiteren Abschwächung gekommen, wozu auch Brückentage mit beigetragen haben. Die Erzeugung in der Industrie ging im November um 1,8 % und im Zweimonatsvergleich um 1,5 % zurück. Die Produktion im Baugewerbe wurde im November ebenfalls eingeschränkt (-1,7 %). Im Zweimonatsvergleich ergab sich hier ein Minus von 0,9 %. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe verringerten sich im November um 1,0 % und im Zweimonatsvergleich um 0,3 %. Damit lagen sie gleichwohl in den letzten beiden Monaten rd. ½ Prozentpunkt über ihrem durchschnittlichen Niveau im dritten Quartal. Dies spricht zusammen mit dem hohen Auftragspolster mit einer Reichweite von 5,5 Monaten dafür, dass die Industriekonjunktur wieder etwas an Schwung gewinnt. Der gewichtige Wirtschaftsbereich Kfz/Kfz-Teile konnte zudem im Oktober und November deutlich mehr Bestellungen verbuchen (+4,1 % bzw. +4,5 %).

Angesichts der guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Jahr 2018 zwar spürbar um 1,0 %, aber doch deutlich weniger stark als ihre real verfügbaren Einkommen, die um 1,8 % zulegten. Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist die Sparquote der privaten Haushalte im Jahr 2018 um 0,4 Prozentpunkte angestiegen, was im Gegenzug die Konsumausgaben dämpfte. Nach der negativen Entwicklung im 3. Quartal nahmen aber die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) im Oktober und November wieder deutlich zu (+0,1 % bzw. +1,4 %). Vor dem Hintergrund der WLTP-Problematik waren die Neuzulassungen von Pkw bei privaten Haltergruppen auch im vierten Quartal insgesamt niedriger als in den Vorquartalen. Hier ist aber eine Trendwende eingetreten. Seit Oktober nehmen die Zulassungszahlen monatlich wieder spürbar zu. Für eine positive Entwicklung des privaten Konsums in den kommenden Monaten spricht außerdem der weitere Anstieg der verfügbaren Einkommen, der zum Jahreswechsel durch die Entlastungen bei Steuern und Abgaben zusätzlichen Schub erhielt.

Vom Arbeitsmarkt kamen zum Jahresende 2018 weiterhin positive Nachrichten. Die Erwerbstätigkeit wurde im November auf über 45,2 Mio. Personen ausgeweitet. Saisonbereinigt lag der Zuwachs zum Vormonat mit 34.000 Personen im Mittel der letzten Monate. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm nach einem schwachen Vormonat kräftig zu. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bleibt in vielen Sektoren sehr hoch, es gibt aber Anzeichen, so aus der Arbeitnehmerüberlassung und dem Baugewerbe, für eine etwas ruhigere Gangart. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Dezember saisonbereinigt um 14.000 Personen ab; in Ursprungszahlen stieg sie weniger stark als jahreszeitlich üblich auf knapp über 2,2 Mio. Personen. Damit erhöhte sich auch die Arbeitslosenquote leicht auf 4,9 %. Die Langzeitarbeitslosigkeit geht kontinuierlich zurück, der Vorjahresstand wurde um mehr als 11 % unterschritten. Die Stärkung der Wirtschaftskraft strukturschwacher Regionen bleibt eine Herausforderung.

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Großhandelspreise im Jahr 2018: +2,7 % gegenüber 2017

Die Großhandelsverkaufspreise waren im Jahresdurchschnitt 2018 um 2,7 % höher als 2017. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatten insbesondere die gestiegenen Preise im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen (+11,6 %) einen entscheidenden Einfluss auf die Veränderung gegenüber dem Vorjahr.

Großhandelspreise im Jahr 2018: +2,7 % gegenüber 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14.01.2019

Großhandelsverkaufspreise, Dezember 2018

  • -1,2 % zum Vormonat
  • +2,5 % zum Vorjahresmonat

Die Großhandelsverkaufspreise waren im Jahresdurchschnitt 2018 um 2,7 % höher als 2017. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatten insbesondere die gestiegenen Preise im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen (+11,6 %) einen entscheidenden Einfluss auf die Veränderung gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Preissteigerungen im Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln (+7,7 %), mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (+7,7 %) sowie mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (+4,7 %) haben erheblich zum Anstieg der Großhandelspreise insgesamt im Jahr 2018 beigetragen.

Niedriger als im Jahresdurchschnitt 2017 waren im Jahr 2018 dagegen die Großhandelspreise für lebende Tiere (-10,8 %), für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze (-5,1 %) sowie für Altmaterialien und Reststoffe (-4,5 %).

Im Dezember 2018 waren die Verkaufspreise im Großhandel um 2,5 % höher als im Dezember 2017. Im November 2018 hatte der Anstieg im Vorjahresvergleich bei 3,5 % und im Oktober 2018 bei 4,0 % gelegen. Im Vormonatsvergleich sanken die Preise für die auf Großhandelsebene verkauften Waren im Dezember 2018 um 1,2 %.

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte im Dezember 2018 mit +10,9 % die Preissteigerung im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen. Gegenüber November 2018 fielen diese Preise um 8,8 %, nachdem sie seit April 2018 im Vormonatsvergleich kontinuierlich angestiegen waren.

Ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen sind im Dezember 2018 verglichen mit dem Vorjahr die Preise im Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln mit +17,6 % (-0,6 % gegenüber November 2018). Auch im Großhandel mit chemischen Erzeugnissen (+5,2 %) sowie mit Obst, Gemüse und Kartoffeln (+4,6 %) verteuerten sich die Waren gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich.

Dagegen waren die Preise für lebende Tiere (-7,5 %) sowie für Altmaterialien und Reststoffe (-6,2 %) auf Großhandelsebene deutlich niedriger als im Dezember 2017. Im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten kosteten die gehandelten Produkte im Durchschnitt ebenfalls weniger als ein Jahr zuvor (-3,6 %).

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Investitionsquote der Unternehmen im Euroraum auf 23,3 % gestiegen

Im dritten Quartal 2018 lag die Investitionsquote der Unternehmen im Euroraum lt. Eurostat bei 23,3 %, gegenüber 23,0 % im Vorquartal und die Gewinnquote der Unternehmen 40,3 %, gegenüber 40,6 % im zweiten Quartal 2018.

Investitionsquote der Unternehmen im Euroraum auf 23,3 % gestiegen

Gewinnquote der Unternehmen auf 40,3 % gesunken

Eurostat, Pressemitteilung vom 11.01.2019

Im dritten Quartal 2018 lag die Investitionsquote der Unternehmen im Euroraum bei 23,3 %, gegenüber 23,0 % im Vorquartal.

Die Gewinnquote der Unternehmen im Euroraum betrug im dritten Quartal 2018 40,3 %, gegenüber 40,6 % im zweiten Quartal 2018.

Diese Daten stammen aus einer ersten Veröffentlichung von saisonbereinigten vierteljährlichen europäischen Sektorkonten durch Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, und die Europäische Zentralbank (EZB).

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Oktober 2018: 3,5 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Oktober 2017

Im Oktober 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.694 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,5 % mehr als im Oktober 2017.

Oktober 2018: 3,5 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Oktober 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 11.01.2019

Im Oktober 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.694 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,5 % mehr als im Oktober 2017.

Im Baugewerbe gab es im Oktober 2018 mit 280 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 274 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Im Gastgewerbe wurden 191 Insolvenzanträge gemeldet.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Oktober 2018 auf rund 1,1 Milliarden Euro. Im Oktober 2017 hatten sie bei knapp 1,7 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Oktober 2017 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registriert hatten als im Oktober 2018.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.532 übrige Schuldner im Oktober 2018 Insolvenz an (-2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.594 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.547 Insolvenzanträge von ehemals selbständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

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Orientierungshilfe zum Datenschutz von Gesundheitsdaten jetzt online

Das BMWi hat auf seiner Internetseite eine Orientierungshilfe zum Datenschutz von Gesundheitsdaten veröffentlicht. Ziel der Orientierungshilfe ist es, Unternehmen einen schnellen und fundierten Überblick über die rechtlichen Anforderungen bei der Verarbeitung von Gesundheitsdaten zu geben.
Gesundheitsdaten jetzt online

Unternehmen erhalten Überblick über rechtliche Anforderungen

BMWi, Pressemitteilung vom 08.01.2019

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) veröffentlicht auf seiner Internetseite eine Orientierungshilfe zum Datenschutz von Gesundheitsdaten. Ziel der Orientierungshilfe ist es, Unternehmen einen schnellen und fundierten Überblick über die rechtlichen Anforderungen bei der Verarbeitung von Gesundheitsdaten zu geben.

Die Orientierungshilfe soll Unternehmen helfen, die datenschutzrechtlichen Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) frühzeitig zu beachten und dadurch das erforderliche Schutzniveau bei der Verarbeitung der besonders sensiblen Gesundheitsdaten zu gewährleisten. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass der Datenschutz als Innovationshemmnis für die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft wahrgenommen wird.

Die Orientierungshilfe stellt sowohl die allgemeinen datenschutzrechtlichen Anforderungen als auch die Bestimmungen für besondere Bereiche, wie z. B. die automatisierte Entscheidungsfindung, Big-Data-Anwendungen und die Entwicklung von Apps, dar. Um die erforderliche Praxisnähe zu gewährleisten, ist sie in Abstimmung mit Unternehmen aus der Digitalwirtschaft und Datenschutzexperten entstanden. Zur Vertiefung wird auf frei erhältliche Darstellungen, Checklisten und Musterformulare von Behörden und Verbänden verwiesen.

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Konjunktur im Euro-Gebiet schwächt sich ab

Die Konjunktur im Euro-Gebiet schwächt sich ab. In den ersten beiden Vierteljahren des Jahres 2019 wird die Wirtschaft nur noch um jeweils 0,3 Prozent wachsen, ebenso im vierten Quartal 2018. Das sagen die drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat aus München, Zürich und Rom voraus.

Konjunktur im Euro-Gebiet schwächt sich ab

ifo Institut, Pressemitteilung vom 08.01.2019

Die Konjunktur im Euro-Gebiet schwächt sich ab. In den ersten beiden Vierteljahren des Jahres 2019 wird die Wirtschaft nur noch um jeweils 0,3 Prozent wachsen, ebenso im vierten Quartal 2018. Das sagen die drei Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat aus München, Zürich und Rom voraus.

Die Binnen-Nachfrage wird dabei der Haupttreiber der Entwicklung sein. Für das Gesamtjahr 2018 ergibt sich eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent. Zuletzt lasteten im dritten Quartal 2018 die Produktionsausfälle der deutschen Auto-Hersteller auf dem Euro-Gebiet. Die Industrie-Produktion des Euro-Gebietes dürfte im vierten Vierteljahr unverändert bleiben und dann zweimal nur um jeweils 0,2 Prozent gegen das Vorquartal wachsen.

Die Inflationsrate wird im vierten Quartal knapp dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent entsprechen. Dann sinkt die Rate wieder ab auf 1,9 Prozent und 1,8 Prozent in den beiden ersten Quartalen 2019. Die Risiken nehmen zu. Dazu gehören der Brexit, die Handelskriege, die Verwundbarkeit der Schwellenländer und die Unsicherheiten auf den Finanzmärkten. Auch sind die Auswirkungen der Normalisierung der Geldpolitik der US-Notenbank schwer abzuschätzen.

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