Digitalisierung braucht Digital Designer

Der Digitalverband Bitkom setzt sich für ein eigenständiges Berufsbild „Digital Designer“ ein und hat dazu das Digital-Design-Manifest veröffentlicht.

Digitalisierung braucht Digital Designer

Bitkom, Pressemitteilung vom 18.09.2018

  • Informatik-Ausbildung muss mehr als technische Fähigkeiten vermitteln
  • Bitkom veröffentlicht Digital-Design-Manifest
  • Konferenz „IT needs Design“ am 5. November in Dortmund

Wer ein Haus bauen will, der schickt nicht einfach die besten Maurer und Zimmerleute auf eine Baustelle und lässt sie loslegen, sondern engagiert zunächst einmal einen erfahrenen Architekten, der für die Gestaltung des Gebäudes verantwortlich ist. Bei der Gestaltung von Digitalisierungsvorhaben fehlt es bislang in aller Regel an einem solchen Berufsbild. Daher setzt sich der Digitalverband Bitkom für ein eigenständiges Berufsbild „Digital Designer“ ein und hat am 18.09.2018 dazu das Digital-Design-Manifest veröffentlicht. „Software ist der Kern der Digitalisierung und hat immer größeren Einfluss auf unser Leben und die Wirtschaft. Software-Entwicklung ist heute nicht einfach mehr nur das Schreiben von Programmen, es ist zum Gestalten komplexer Systeme geworden – in aller Regel aber ohne dafür gezielt ausgebildetes Personal“, sagt Dr. Frank Termer.

Das Digital-Design-Manifest will einen Veränderungsprozess in Gang setzen: Technologische Exzellenz in der IT ist notwendig, aber nicht hinreichend für eine erfolgreiche Digitalisierung. „Wenn wir in Deutschland das volle Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen wollen, dann müssen wir eine Gestaltungsprofession für die Digitalisierung etablieren. Dazu muss besonders in der Ausbildung ein Umdenken einsetzen und über die reine Vermittlung technischer Fähigkeiten hinausgegangen werden“, so Termer. So legen aktuell 95 Prozent der Informatik-Studiengänge den Fokus allein auf die technologische Kompetenz der Nachwuchskräfte und kommen ohne Gestaltungsanteil aus. Nur bei 5 Prozent der Studiengänge spielen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Design, Multimedia oder Usability eine Rolle im Lehrplan. „Wir brauchen eine eigenständige und selbstbewusste Gestaltungsprofession für die Digitalisierung, mit einem klaren Berufsbild, definierten Verantwortlichkeiten und einer akademischen Kultur. Diese Gestaltungsprofession soll Digital Design genannt werden“, heißt es in dem Manifest, das mehr als 30 Erstunterzeichner aus Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen zählt. Unter www.digital-design-manifest.de kann jeder, der die Forderung teilt, den Aufruf unterzeichnen. „Die Initiative rund um das Manifest adressiert einen blinden Fleck in der bisherigen Diskussion über Digitalisierung. Sie will damit einen Beitrag leisten, damit Deutschland seine digitale Zukunft aktiv gestalten kann“, so Termer.

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Kfz-Unternehmen: Die Zukunft fährt digital

Die Kfz-Branche bleibt Deutschlands innovativer Motor, belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln). Keine andere Branche meldet hierzulande so viele Patente an. Dabei zeigt sich: Die Unternehmen stellen sich der digitalen Herausforderung – und die Zulieferer spielen eine entscheidende Rolle.

Kfz-Unternehmen: Die Zukunft fährt digital

IW Köln, Pressemitteilung vom 18.09.2018

Die Kfz-Branche bleibt Deutschlands innovativer Motor, belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Keine andere Branche meldet hierzulande so viele Patente an. Dabei zeigt sich: Die Unternehmen stellen sich der digitalen Herausforderung – und die Zulieferer spielen eine entscheidende Rolle.Elektromobilität und autonomes Fahren: Diese beiden Megatrends stellen die Fahrzeugbauer seit einigen Jahren vor große Herausforderungen. Die deutschen Kfz-Unternehmen bereiten sich vor allem durch Forschung auf den Strukturwandel vor, rund 40 Prozent aller Patentanmeldungen hierzulande kommen von der Automobilindustrie. Im Bereich Digitalisierung sind es sogar 43 Prozent. „Die Kfz-Unternehmen haben eine Vorreiterrolle beim Thema Digitalisierung“, betont IW-Infrastrukturexperte Thomas Puls.Zulieferer in der Automobilbranche sind besonders wichtig für den Innovationsstandort Deutschland, zeigt die IW-Studie. Auf sie entfallen rund zwei Drittel der Patentanmeldungen im Bereich Kfz. Im Jahr 2015 meldeten die zehn forschungsstärksten Unternehmen der Kfz-Branche insgesamt rund 12.500 Kfz-Patente an, allein Bosch kam auf 3.200. Auf die Schaeffler-Gruppe entfielen 1.800 Anmeldungen. Bei den Autobauern ist die Daimler AG mit rund 1.500 Patenten besonders innovativ, noch vor VW und BMW.

Seit 2005 steigen die Investitionen der Unternehmen unter anderem in Forschung und Entwicklung merklich an. Ein Trend, der sich noch verstärken wird: „Ein neuer Schwerpunkt entsteht bei Batterietechnologien sowie der Entwicklung von Hybridfahrzeugen“, erklärt Puls.

Darüber hinaus werden viele Patente für Sensoren angemeldet, die autonomes Fahren ermöglichen sollen: Insgesamt meldet die Kfz-Branche bereits mehr als jedes vierte Patent in den Bereichen Digitalisierung, Elektronik und Sensorik an, zeigt die IW-Studie. „Die deutschen Kraftfahrzeugunternehmen verschlafen den Wandel nicht, sie gestalten ihn mit“, sagt IW-Wissenschaftler Puls.

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Arbeit hat Zukunft, wenn die Chancen der Digitalisierung clever genutzt werden

Die Erschütterungen des digitalen Strukturwandels werden auch die Arbeitsmärkte treffen. Aber: Neue Technologien stellen lt. ZEW in erster Linie keine Bedrohung für Branchen, Arbeitsplätze und den gesellschaftlichen Wohlstand dar, sondern eine Chance.

Arbeit hat Zukunft, wenn die Chancen der Digitalisierung clever genutzt werden

ZEW, Pressemitteilung vom 17.09.2018

Die Erschütterungen des digitalen Strukturwandels werden auch die Arbeitsmärkte treffen. Aber: Neue Technologien stellen in erster Linie keine Bedrohung für Branchen, Arbeitsplätze und den gesellschaftlichen Wohlstand dar, sondern eine Chance. Zwar geht der Trend zur Polarisierung: Qualifikation und Fachkompetenz werden im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger, während zugleich die Löhne auseinanderdriften und sich Arbeitsformen auch dahingehend verändern, dass sie weniger sozialer Absicherung bieten. Begegnen lässt sich dem mit einer vorausschauenden Bildungs- und Sozialpolitik, gepaart mit einer Intensivierung der Förderung von Forschung und Entwicklung bei Unternehmen.Mit anderen Worten: Wird der Wandel aktiv gestaltet, lassen sich auch Probleme der Globalisierung und demografischer Wandel in den Griff bekommen. Prof. Achim Wambach, Ph. D., Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, sowie Vorsitzender der Monopolkommission, und Hans Christian Müller, Redakteur beim Handelsblatt, zeigen in ihrem neuen im Campus-Verlag erschienenen Buch „Digitaler Wohlstand für alle – Ein Update der Sozialen Marktwirtschaft ist möglich“, dass die Arbeitsmärkte vor gravierenden Umwälzungen stehen – was aber keinesfalls bedeutet, dass der Menschheit bald Massenarbeitslosigkeit droht.

Neue Technologieschübe machen manche menschliche Tätigkeiten zwar überflüssig, steigern zugleich aber auch die Produktivität. Das spart Geld, das sich wieder investieren lässt, weitere Neuerungen und Produkte entstehen, für die es Arbeitskräfte braucht – willkommen im Wachstum! Neue Technologien lassen also auch neue Jobs entstehen, und zwar mehr als vernichtet werden, argumentieren die Autoren. Somit wird es künftig eher Kooperation als Konkurrenzkampf mit Robotern geben.

Der Staat muss Strukturanpassungspolitik betreiben

Zweifellos wird es – wie bei jedem technologischen Fortschritt – jedoch auch Verlierer neben Gewinnern geben. Die Digitalisierung bringt es mit sich, dass gut ausgebildete Fachkräfte mit hoher Qualifikation zunehmend gefragter und somit auch besser bezahlt sind im Vergleich zu Mittel- und Geringqualifizierten. Während sich so einerseits der Druck auf die Arbeitenden im Konkurrenzkampf untereinander erhöht, wandeln sich zugleich die Formen der Arbeit. Click- oder Crowdworker als „Tagelöhner des digitalen Zeitalters“, so die Autoren, erledigen Klein- und Kleinstaufgaben, die Unternehmen auf Internet-Plattformen ausschreiben. Gravierend dabei ist, dass die Individualität in der digitalen Arbeitswelt immer weiterwächst, klassische Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnisse in Frage gestellt werden und sozialversicherungspflichtige Angestelltenjobs künftig nicht zwingend der Standard sein müssen. Die Vorteile des Wandels gibt es also nur im Paket mit den Nachteilen, meinen die Autoren.

Um dem zu begegnen, ist der Staat gefragt, die Nachteile abzufedern und gleichzeitig Entwicklungspotenzial zu schaffen, „also Strukturanpassungspolitik“, heißt es in dem Buch. Abgesehen von der Wettbewerbspolitik, kommt es dabei auf wesentliche Impulse in der Sozial- und Bildungspolitik an. So müssten etwa Mindestbeiträge für Selbständige in der Kranken- und Pflegeversicherung abgeschafft werden. Und während die Weiterbildung von Beschäftigten in puncto digitale Kompetenzen zwar zunächst Sache der Unternehmen ist, braucht es ebenfalls eine staatliche Bildungsoffensive: Mehr Geld für Erstausbildung und Verlagerung eines Teils der Weiterbildung an Universitäten, Berufs- und Fachhochschulen, fordern die Autoren. Kombiniert mit einem Steuerrabatt für forschende Unternehmen wäre das ein wichtiger Beitrag, um die Zukunft der Arbeit zu sichern.

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Jedes dritte Unternehmen digitalisiert seine Post

Immer mehr Unternehmen wollen auf Briefpost verzichten und setzen zunehmend auf digitale Kommunikation. So haben 30 Prozent ihre Briefpost bereits digital ersetzt. Vor zwei Jahren waren es 25 Prozent. Bei weiteren 44 Prozent trifft dies in Teilen bereits zu. Das zeigt der Digital Office Index 2018 des Digitalverbands Bitkom.

Jedes dritte Unternehmen digitalisiert seine Post

Bitkom, Pressemitteilung vom 17.09.2018

  • Besonders digital in Sachen Kommunikation sind die Großunternehmen

Immer mehr Unternehmen wollen auf Briefpost verzichten und setzen zunehmend auf digitale Kommunikation. So haben 30 Prozent ihre Briefpost bereits digital ersetzt. Vor zwei Jahren waren es 25 Prozent. Bei weiteren 44 Prozent trifft dies in Teilen bereits zu. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom. „Unternehmen, die Dokumente digitalisieren, arbeiten nachweislich effizienter“, sagt Nils Britze, Bitkom-Experte für Digitale Geschäftsprozesse. „Klassische Briefpost erzeugt höhere Kosten und belastet die Umwelt. Viele Prozesse innerhalb eines Unternehmens lassen sich dank digitaler Technologien und der richtigen Software ganz ohne Papier abwickeln. Das fängt bei einer simplen E-Mail an und hört bei Systemen zur Digitalisierung der Eingangspost und dem systematischen Enterprise Content Management nicht auf.“

Nur für 14 Prozent wollen Briefpost nicht digital abwickeln

Besonders digital aufgestellt in Sachen Kommunikation sind die Großunternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr. Dort sagen bereits 52 Prozent, dass es in ihrem Unternehmen gelingt, Briefpost durch digitale Kommunikation zu ersetzen (2016: 29 Prozent). Bei den kleinen Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern gelingt dies bereits 30 Prozent (2016: 26 Prozent). Bei den Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern haben 24 Prozent (2016: 23 Prozent) schon umgestellt. Nur in 14 Prozent der Unternehmen wird die Umstellung von analoger Briefpost auf digitale Kommunikation aktuell nicht diskutiert.

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Unternehmen in Deutschland investieren verstärkt in Digitalisierung

Die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen nimmt lt. KfW Fahrt auf: In der Unternehmensbefragung 2018 planen mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsmaßnahmen durchzuführen. In der Vorjahresbefragung lag dieser Anteil noch bei 42 %.

Unternehmen in Deutschland investieren verstärkt in Digitalisierung

KfW, Pressemitteilung vom 13.09.2018

  • Unternehmensbefragung: Mehr als die Hälfte aller Unternehmen haben Digitalisierungsvorhaben fest eingeplant
  • Große Unternehmen sind Vorreiter, Verarbeitendes Gewerbe sowie Groß- und Außenhandel besonders aktiv
  • Triebfeder für Investitionen ist Effizienzsteigerung
  • Zugang zu Krediten für Digitalisierungsprojekte schwieriger als für andere Investitionen

Die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen nimmt Fahrt auf: In der Unternehmensbefragung 2018, die die KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat, planen mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) in den kommenden zwei Jahren Digitalisierungsmaßnahmen durchzuführen. In der Vorjahresbefragung lag dieser Anteil noch bei 42 %. Der Anteil der Unternehmen, die Digitalisierungsvorhaben ausschließen, ist um 9 Prozentpunkte auf 25 % gesunken.

Wie stark Unternehmen in die Digitalisierung investieren, hängt von ihrer Größe ab. Vorreiter sind große Unternehmen mit über 50 Mio. Euro Jahresumsatz, von denen 87 % Investitionen in die Digitalisierung fest eingeplant haben. Der entsprechende Anteil der kleinen Unternehmen bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz liegt bei 32 %. Nach Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselt, sind Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und des Groß- und Außenhandels mit 69 bzw. 68 % besonders aktiv. Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes digitalisieren vor allem ihre Produktionsanlagen. Im Groß- und Außenhandel steht dagegen die Vernetzung mit anderen Unternehmen im Mittelpunkt.

Die Triebfeder für geplante Digitalisierungsinvestitionen ist für die Unternehmen die Steigerung der Effizienz, etwa durch die Verknüpfung der IT-Systeme zwischen den Geschäftsbereichen (56 %) oder in der Produktion (55 %). Die Nutzung von Chancen bei der Erschließung neuer Märkte mit Hilfe neuer digitaler Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ist nur für 34 % ein Motiv für Investitionen in die Digitalisierung.

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, zu den Ergebnissen: „Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, Wachstum und Produktivität zu steigern, und hilft dabei, auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sicherzustellen. Deshalb ist es erst einmal eine gute Nachricht, dass die Unternehmen stärker in die Digitalisierung investieren. Es reicht aber nicht, damit lediglich die Effizienz des Bestehenden zu verbessern. Vielmehr gilt es, den Blick noch viel stärker auf die Chancen der Digitalisierung für veränderte oder neue Geschäftsmodelle und Märkte zu richten. Hier liegt die eigentliche Herausforderung, um künftig im Wettbewerb zu bestehen.“

Nur wenig Unternehmen finanzieren ihre Digitalisierungsprojekte über Kredite. Lediglich 9 % der Unternehmen, die Kreditverhandlungen führen, wollen damit Digitalisierungsvorhaben finanzieren. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass Unternehmen bislang eher kleine Volumina für ihre Digitalisierungsprojekte ausgeben und die dafür erforderlichen Mittel aus internen Quellen decken können. Mit zunehmender Größe führen Unternehmen häufiger Kreditverhandlungen über Digitalisierungsvorhaben.

Generell ist es für Unternehmen schwieriger, Kredite für Investitionen in die Digitalisierung zu erhalten als für andere Investitionen, z. B. für Maschinen und Anlagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen den Kreditzugang als „schwierig“ oder „sehr schwierig“ bezeichnen, beträgt bei Unternehmen, die für Digitalisierungsvorhaben nach einem Kredit suchen, 13,7 %. Diese Wahrscheinlichkeit liegt somit gut zwei Drittel höher als bei Krediten für andere Investitionen.

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Verbraucherpreise August 2018: +2,0 % gegenüber August 2017

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Verbraucherpreise in Deutschland im August 2018 um 2,0 % höher als im August 2017. Damit erreichte die Inflationsrate den vierten Monat in Folge die Zwei-Prozent-Marke. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im August 2018 um 0,1 %.

Verbraucherpreise August 2018: +2,0 % gegenüber August 2017

Preisanstiege bei Energie halten Inflationsrate bei zwei Prozent

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13.09.2018

Verbraucherpreisindex, August 2018

  • +2,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • +0,1 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, August 2018

  • +1,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
  • 0,0 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im August 2018 um 2,0 % höher als im August 2017. Damit erreichte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – den vierten Monat in Folge die Zwei-Prozent-Marke. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im August 2018 um 0,1 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. August 2018.

Maßgeblich beeinflusst wurde die Inflationsrate – wie in den Vormonaten – durch den Preisanstieg bei Energieprodukten. Die Preise für Energie lagen im August 2018 um 6,9 % höher als im August 2017 (Juli 2018: +6,6 %). Insbesondere waren leichtes Heizöl (+29,7 %) und Kraftstoffe (+12,4 %) teurer als ein Jahr zuvor. Den starken Preisanstiegen bei Mineralölprodukten standen vergleichsweise moderate Preisentwicklungen bei anderen Energieprodukten gegenüber (zum Beispiel Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme: +2,0 %; Strom: +1,0 %; Gas: -1,5 %). Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate im August 2018 bei +1,5 % gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen von August 2017 bis August 2018 um 2,5 %. Im Vergleich zur Energie erhöhte sich die Gesamtteuerung dadurch nur leicht. Die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln im August 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat betrafen alle Gütergruppen. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Obst (+4,7 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+4,0 %). Auch für Gemüse (+3,5 %) sowie für Speisefette und Speiseöle (+3,0 %) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Jahresfrist deutlich mehr bezahlen. Ohne Berücksichtigung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hätte die Inflationsrate im August 2018 bei +1,3 % gelegen.

Gemessen an der Gesamtteuerung erhöhten sich die Preise für Waren insgesamt im August 2018 gegenüber dem Vorjahr mit +2,7 % überdurchschnittlich, maßgeblich bestimmt durch die Preisanstiege bei Energie (+6,9 %) und bei Nahrungsmitteln (+2,5 %). Auch andere Waren verteuerten sich binnen Jahresfrist deutlich, zum Beispiel Bier (+5,1 %), Zeitungen und Zeitschriften (+4,5 %) sowie Tabakwaren (+3,2 %). Günstiger für die Verbraucherinnen und Verbraucher wurden vor allem Geräte der Unterhaltungselektronik (-4,8 %).

Im Vergleich zu den Preisen für Waren erhöhten sich im August 2018 die Preise für Dienstleistungen insgesamt mit +1,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich schwächer. Die Preisentwicklung für Dienstleistungen wirkte somit dämpfend auf die Inflationsrate. Bedeutsam für die Preiserhöhung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+1,6 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Etwas stärker verteuerten sich zum Beispiel Sport- und Erholungsdienstleistungen (+2,9 %) sowie Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+2,8 %). Günstiger waren hingegen Bildungsdienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-13,0 %), insbesondere durch den Wegfall der Kinderbetreuungskosten in einigen Bundesländern. Nennenswerte Preisrückgänge gegenüber August 2017 gab es auch bei Flugtickets (-6,2 %).

Veränderung im August 2018 gegenüber dem Vormonat Juli 2018

Im Vergleich zum Juli 2018 stieg der Verbraucherpreisindex im August 2018 nur leicht um 0,1 %. Die Preise für Energie insgesamt erhöhten sich binnen Monatsfrist um 0,7 %. Preisanstiege gab es hier sowohl bei leichtem Heizöl (+2,8 %) als auch bei Kraftstoffen (+1,2 %). Deutlicher waren die Preiserhöhungen bei Bekleidungsartikeln (+3,9 %), hier vor allem aufgrund der beginnenden Umstellung auf die Herbst-/Winterkollektion.

Auffällig war hingegen wie im Jahresvergleich der Preisrückgang bei den Bildungsdienstleistungen des Elementar- und Primarbereichs (-18,2 %) gegenüber dem Vormonat. Deutliche Preisrückgänge binnen Monatsfrist gab es auch bei Pauschalreisen (-3,5 %). Etwas günstiger aus Verbrauchersicht entwickelten sich zudem die Preise für Nahrungsmittel insgesamt (-0,3 %). Hier verbilligten sich vor allem Gemüse (-1,9 %) sowie Speisefette und Speiseöle (-1,3 %).

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im August 2018 um 1,9 % über dem Stand von August 2017. Im Vergleich zum Juli 2018 blieb der HVPI im August 2018 unverändert. Die vorläufigen Ergebnisse für den HVPI vom 30. August 2018 wurden damit bestätigt.

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Jedes vierte Unternehmen hat noch keine einzige Akte digitalisiert

Weniger aufwändiges Suchen in Hängeregistern, weniger Doppelablagen, weniger Briefpost-Versand: Immer mehr Unternehmen in Deutschland verzichten auf Papier. Lediglich jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) hat lt. Bitkom noch keine einzige Papierakte eingescannt.

Jedes vierte Unternehmen hat noch keine einzige Akte digitalisiert

Bitkom, Pressemitteilung vom 12.09.2018

  • Ein Drittel druckt heute weniger als noch vor einem Jahr
  • Sieben von zehn Unternehmen haben ihre Akten schon teilweise digitalisiert

Weniger aufwändiges Suchen in Hängeregistern, weniger Doppelablagen, weniger Briefpost-Versand: Immer mehr Unternehmen in Deutschland verzichten auf Papier. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom. Ein Drittel der Unternehmen (34 Prozent) gibt demnach an, die eigenen Papierakten mittlerweile zumindest teilweise digitalisiert zu haben. Weitere 39 Prozent haben zumindest schon neuere Papierakten digitalisiert. Lediglich jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) hat noch keine einzige Papierakte eingescannt. Allerdings ist dieser Anteil rückläufig: 2016 sagten noch 31 Prozent, dass bis zu diesem Zeitpunkt in ihrem Unternehmen noch keine einzige Papierakte digitalisiert worden war. „Wir sehen eine langsame Kehrtwende in den deutschen Büros“, sagt Nils Britze, Bitkom-Referent Digitale Geschäftsprozesse. „Der Umstieg von Papier auf digitale Dokumente birgt zentrale Vorteile für Unternehmen, etwa die schnellere und effizientere Gestaltung von Geschäftsprozessen, Kosteneinsparungen sowie die Schonung der Umwelt.“

Nicht immer braucht es einen Ausdruck

In jedem dritten Unternehmen (33 Prozent) wird heute zudem auch weniger ausgedruckt als noch vor einem Jahr. Bei den Großkonzernen ist es sogar bereits knapp die Hälfte (49 Prozent), die zusehends auf Ausdrucke verzichtet. 46 Prozent der Unternehmen geben an, gleich viel auszudrucken als noch vor einem Jahr, bei 19 Prozent sind es sogar mehr ausgedruckte Dokumente. „Digitale Dokumente sparen nicht nur Druck- und Versandkosten in Unternehmen. Sie erleichtern oft auch die Zusammenarbeit mehrerer Mitarbeiter am selben Dokument und ermöglichen den Zugriff von unterwegs, per Smartphone, Tablet oder Laptop“, so Britze.

Lediglich 6 Prozent aller Unternehmen (2016: 11 Prozent) geben an, dass 100 Prozent ihrer Büro- und Verwaltungsprozesse noch papierbasiert ablaufen. 19 Prozent meinen, dass sie zu circa 75 Prozent papierbasiert arbeiten. Vier von zehn Unternehmen (43 Prozent) schätzen, dass die Hälfte der Prozesse papierbasiert ablaufen. In knapp drei von zehn Unternehmen (28 Prozent) wird noch maximal zu 25 Prozent papierbasiert gearbeitet. Bei den großen Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern sind es sogar rund vier von zehn Unternehmen (38 Prozent), die zu nur noch maximal zu 25 Prozent mit Papier arbeiten.

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2018

Die deutsche Konjunktur zeigt sich lt. BMWi solide, trotz eines schwachen Welthandels und außenwirtschaftlicher Unwägbarkeiten. Vor allem die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte tragen gegenwärtig den Aufschwung.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2018

BMWi, Pressemitteilung vom 12.09.2018

  • Die deutsche Konjunktur zeigt sich solide, trotz eines schwachen Welthandels und außenwirtschaftlicher Unwägbarkeiten. Vor allem die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte tragen gegenwärtig den Aufschwung.
  • Die Erzeugung des Produzierenden Gewerbes ist zu Beginn des zweiten Quartals gedämpft, wobei auch Sondereffekte eine Rolle spielen. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind ebenfalls rückläufig, aber der Auftragsbestand ist weiterhin sehr hoch. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur.
  • Die Entwicklung von Beschäftigung, Einkommen und Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt aufwärtsgerichtet. Auch die Stimmung im Handel ist gut.
  • Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu und die Arbeitslosigkeit ab. Allerdings bestehen strukturelle Herausforderungen, z. B. die Verringerung von Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Reaktion auf strukturelle Veränderungen.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung, trotz protektionistischer Tendenzen in der Weltwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2018 erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,9 % gegenüber der Vorperiode. Zuvor war das BIP im ersten Halbjahr 2017 um 1,6 % und im zweiten Halbjahr 2017 um 1,1 % gestiegen. Verwendungsseitig kamen die Impulse im ersten Halbjahr ausschließlich von der Binnenwirtschaft, insbesondere von den privaten Konsumausgaben und den Bruttoinvestitionen. Der Aufschwung wird sich im zweiten Halbjahr trotz der Unsicherheiten aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld fortsetzen. Die Konjunkturindikatoren senden gegenwärtig allerdings auch gemischte Signale. In der Industrie steht ein deutlich aufgehelltes Geschäftsklima rückläufigen industriellen Auftragseingängen und einer zögerlichen Produktion gegenüber. Dies beruht aber teilweise auf Sondereffekten und ist nicht allein auf die aktuelle Welthandelsflaute zurückzuführen. Die Industrie sollte daher ihre aktuelle Verschnaufpause im weiteren Jahresverlauf wieder überwinden. Wichtige binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte entfalten unverändert ihre Wirkung: Die Beschäftigung und Einkommen erhöhen sich weiter kräftig. Insbesondere in den Dienstleistungsbereichen nimmt die Wertschöpfung weiter zu und die Bauwirtschaft boomt.

Aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld kommen gegenwärtig geringere Impulse. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern rührt die etwas verlangsamte Dynamik der industriellen Erzeugung vor allem aus den entwickelten Volkswirtschaften. Der gegenwärtig schwache Welthandel geht demgegenüber auf geringere Handelsströme der Schwellenländer insbesondere in Asien zurück. Der IHS Markit Global Composite PMI gab im August den zweiten Monat in Folge nach und der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima verschlechterte sich für das dritte Quartal 2018 erneut. Daher gehen nationale sowie internationale Organisationen in ihren jüngsten Prognosen weiter von einer zwar abgeschwächten, aber positiven Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

Unter dem schwierigeren außenwirtschaftlichen Umfeld leiden grundsätzlich auch die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen. Im Juli gingen die Exporte saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen leicht um 0,6 % zurück. Dieser Rückgang dürfte real durch den Anstieg der Ausfuhrpreise im gleichen Zeitraum etwas stärker ausfallen. Im stabileren Dreimonatsvergleich erhöhten sich die Ausfuhren nominal deutlich um 1,7 %, preisbereinigt dürfte dieses Wachstum jedoch ebenfalls etwas geringer ausfallen. Die ifo Exporterwartungen sind weiterhin abwartend niedrig und deuten noch nicht auf eine deutliche Belebung der Ausfuhren hin. Die nominalen Importe von Waren und Dienstleistungen sind demgegenüber seit März dieses Jahres aufwärtsgerichtet. Im Juli nahmen sie saisonbereinigt um 2,9 % zu. Im Dreimonatsvergleich beträgt der Anstieg der Importe beachtliche 3,8 %. Da die Einfuhrpreise im selben Zeitraum weniger stark zugelegt haben, dürften sich die Importe auch preisbereinigt deutlich positiv entwickelt haben.

Im Produzierenden Gewerbe zeigt sich eine gedämpfte Entwicklung, wobei auch Sondereffekte eine Rolle spielten. Die Erzeugung in der Industrie nahm im Juli um 1,9 % ab, im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai verringerte sie sich um 0,6 %. Die Produktion im Baugewerbe wurde indes im Zweimonatsvergleich um 0,7 % ausgeweitet. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nahmen nach einem kräftigen Minus im Juni von 3,9 % im Juli nochmals um 0,9 % ab. Damit ergab sich im Zweimonatsvergleich ein deutlicher Rückgang der Orders um 3,1 %. Während sich die Bestelltätigkeit aus dem Inland um 0,7 % erhöhte, gingen die Aufträge aus dem Euroraum um 2,0 % und aus dem Nicht-Euroraum kräftig um 8,0 % zurück. Neben der Verunsicherung durch die Handelskonflikte dürfte dies auch mit Engpässen bei der Zulassung von Pkw nach dem neuen Fahrzyklus WLTP zusammenhängen. Nach wie vor verfügt das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland jedoch über ein sehr gutes Auftragspolster; im Juni lag die Reichweite unverändert bei 5,6 Monaten. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbes hat sich laut ifo Konjunkturtest zuletzt sogar wieder verbessert und befindet sich deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher, sobald sich der Zulassungsstau auflöst, ihren Aufschwung fortsetzen. Die Indikatoren für das Baugewerbe sprechen dafür, dass sich dort der Boom fortsetzt.

In den letzten Monaten war ein ordentliches Wachstum von Löhnen und Einkommen zu beobachten. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte lagen im zweiten Quartal um 4,9 % höher als ein Jahr zuvor. Mit der anhaltend guten Beschäftigungsentwicklung bei stabilen Preisen blieben daher die privaten Konsumausgaben im zweiten Quartal eine Stütze der Konjunktur, wenngleich sie nicht mehr so stark wie im Vorquartal expandierten. Weitere Indikatoren für den privaten Konsum senden überwiegend positive Signale. Die Umsätze im Einzelhandel starteten mit -0,4 % schwach ins dritte Quartal, nachdem sie sich im zweiten Quartal um 0,9 % erhöht hatten. Das Geschäftsklima im Handel war laut ifo Geschäftsklimaindex im August stabil zuversichtlich. Das Konsumklima schwächte sich zwar leicht ab, lag aber weiterhin auf hohem Niveau.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Im Juli nahm die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 46.000 Personen zu; auf Jahressicht betrug der Anstieg 1,3 %. Im Juni lag der Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit 55.000 Personen etwas über dem durchschnittlichen Niveau der letzten fünf Monate. Die Frühindikatoren signalisieren eine anhaltend starke Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften und einen weiteren moderaten Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen sank im August saisonbereinigt geringfügig um 8.000 Personen; sie stieg nach den Ursprungszahlen ferienbedingt leicht auf 2,35 Mio. Personen. Die schrittweise Verringerung der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen. Die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Stärkung der Wirtschaftskraft strukturschwacher Gebiete bleiben langfristig Herausforderungen.

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Konjunkturerwartungen: Ausblick verbessert sich leicht

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im September 2018 um 3,1 Punkte auf einen neuen Wert von minus 10,6 Punkten gestiegen. Der Indikator hat damit nach seinem Tiefpunkt im Juli 2018 innerhalb von zwei Monaten wieder um 14,1 Punkte zugelegt. Trotzdem befindet er sich noch deutlich im negativen Bereich.

Ergebnisse des Finanzmarkttests September 2018

Konjunkturerwartungen: Ausblick verbessert sich leicht

ZEW, Pressemitteilung vom 11.09.2018

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im September 2018 um 3,1 Punkte auf einen neuen Wert von minus 10,6 Punkten gestiegen. Der Indikator hat damit nach seinem Tiefpunkt im Juli 2018 innerhalb von zwei Monaten wieder um 14,1 Punkte zugelegt. Trotzdem befindet er sich noch deutlich im negativen Bereich und unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 22,9 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich um 3,4 Punkte auf 76,0 Punkte verbessert.„Während der Umfrageperiode verstärkten sich die Währungskrisen in der Türkei sowie in Argentinien, außerdem waren die deutsche Industrieproduktion und die Auftragseingänge im Juli überraschend schwach. Trotz dieser ungünstigen Einflüsse hat sich der Ausblick für Deutschland leicht verbessert. Die erheblichen Befürchtungen der Teilnehmer/innen hinsichtlich der Konjunkturentwicklung haben sich somit wieder etwas beruhigt, was auch auf das neue Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko zurückzuführen sein dürfte“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten/-innen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone erholen sich ebenfalls. Der Erwartungsindikator für die Eurozone steigt um 3,9 Punkte auf einen neuen Wert von minus 7,2 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum geht um 1,7 Punkte leicht nach oben auf einen neuen Wert von 31,7 Punkten. Die Inflationserwartungen für die Eurozone sinken deutlich um 8,7 Punkte. Der neue Wert des Inflationsindikators beträgt nun 24,0 Punkte.

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4,3 % weniger Gründungen größerer Betriebe im ersten Halbjahr 2018 als im ersten Halbjahr 2017

Im ersten Halbjahr 2018 wurden nach Auswertung der Gewerbemeldungen rund 63.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 4,3 % weniger als im ersten Halbjahr 2017.

Gewerbemeldungen

4,3 % weniger Gründungen größerer Betriebe im ersten Halbjahr 2018 als im ersten Halbjahr 2017

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.09.2018

Im ersten Halbjahr 2018 wurden nach Auswertung der Gewerbemeldungen rund 63.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das 4,3 % weniger als im ersten Halbjahr 2017.Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen lag im ersten Halbjahr 2018 mit knapp 89.900 um 2,5 % unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben stieg im ersten Halbjahr 2018 um 0,5 % auf rund 130.700. Insgesamt verringerte sich die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen im ersten Halbjahr 2018 auf rund 349.200, das waren 1,8 % weniger als im ersten Halbjahr 2017. Gewerbeanmeldungen müssen nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Betriebsübernahme, Umwandlung oder Zuzug.

Knapp 52.800 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im ersten Halbjahr 2018 ihr Gewerbe auf. Das entsprach einem Rückgang von 1,5 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Die Zahl der im ersten Halbjahr 2018 abgemeldeten Kleinunternehmen lag mit knapp 109.200 um 2,4 % niedriger als im ersten Halbjahr 2017. Rund 93.200 Nebenerwerbsbetriebe meldeten ihr Gewerbe ab, das war ein Plus von 5,3 %. Insgesamt lag die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern mit rund 318.000 auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2017 (-0,2 %). Dabei handelt es sich nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen oder Fortzüge.

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