Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2017

Die deutsche Konjunktur befindet sich lt. BMWi in einem dynamischen Aufschwung. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung (BIP) stark um preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,8 Prozent gestiegen. Die Konjunktur war bereits im ersten Halbjahr kräftiger als bisher statistisch ausgewiesen. Angesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zeichnet sich ein starkes Jahresergebnis ab.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2017

BMWi, Pressemitteilung vom 12.12.2017

  • Die Konjunktur bleibt zum Jahresende aufwärtsgerichtet. Für das Jahr 2017 zeichnet sich insgesamt ein starkes Ergebnis für das Bruttoinlandsprodukt ab.
  • Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren senden positive Signale für die Industrie. Nach schwächeren Ergebnissen im September und Oktober dürfte sich die Industrieproduktion lebhaft fortsetzen.
  • Die Anschaffungsneigung der Konsumenten und die Stimmung im Handel sind positiv.
  • Die Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft ist weiterhin sehr hoch. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung verringern sich in der Tendenz. Strukturelle Herausforderungen bleiben am Arbeitsmarkt dennoch bestehen.

Die deutsche Konjunktur befindet sich in einem dynamischen Aufschwung. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung (BIP) stark um preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,8 Prozent gestiegen. Die Konjunktur war bereits im ersten Halbjahr kräftiger als bisher statistisch ausgewiesen. Angesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zeichnet sich ein starkes Jahresergebnis ab. Im dritten Quartal lieferte insbesondere der positive Außenbeitrag in Höhe von 0,4 Prozentpunkten Impulse, weil die Exporte stärker expandierten als die Importe. Angesichts ausgelasteter Produktionskapazitäten und günstiger Finanzierungsbedingungen zogen die privaten Investitionen in Ausrüstungen an; sie stiegen im dritten Quartal um 2,8 Prozent. Zudem kam es zu einem Vorratsaufbau. Der private Konsum, wesentlicher Wachstumstreiber der letzten Jahre, stagnierte vorübergehend (-0,1 Prozent). Der Beschäftigungsaufwuchs setzte sich nahezu ungebremst fort und auch die Einkommen nahmen im abgelaufenen Quartal weiter zu. Insgesamt dürfte sich die gute wirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende fortsetzen. Der Anstieg der Industrieproduktion könnte allerdings im vierten Quartal geringer ausfallen. Die konjunkturelle Grundtendenz bleibt aber kräftig. Hierauf weisen auch die sehr positiven Stimmungsindikatoren hin.

Die Weltwirtschaft gewinnt auf Jahressicht weiter an Fahrt. Die weltweite Industrieproduktion nahm im September erneut zu und setzte damit ihre aufwärtsgerichtete Entwicklung fort. Im September lag sie um 3,9 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr. Die globalen Stimmungsindikatoren spiegeln einen zunehmenden Optimismus wider. In den Industriestaaten setzte sich der konjunkturelle Aufschwung im dritten Quartal fort. Im Euroraum nahm das BIP im dritten Vierteljahr um 0,6 Prozent in den Vereinigten Staaten um 0,8 Prozent und in Japan um 0,6 Prozent zu. Von den Schwellenländern verzeichnete China wieder eine gleichmäßigere wirtschaftliche Entwicklung und Russland und Brasilen haben ihre Rezession überwunden. Insgesamt wird daher das Wachstum der Weltwirtschaft höher ausfallen als im Vorjahr. Die OECD rechnet in ihrem Ausblick vom November nun mit einem globalen Wachstum von 3,6 Prozent.

Nach der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank erhöhten sich die Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen im Oktober 2017 in jeweiligen Preisen leicht um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich bleibt der Trend angesichts des globalen Aufschwungs aufwärtsgerichtet (+0,9 Prozent). Die Einfuhren erhöhten sich im Oktober um 1,9 Prozent. Im Dreimonatsvergleich nahmen sie etwas weniger stark als die Ausfuhren um 0,7 Prozent zu. Der kumulierte Leistungsbilanzüberschuss liegt im laufenden Jahr weiterhin unter dem des Vorjahreszeitraums. Die positiven Signale der nationalen Indikatoren zur Außenwirtschaft sowie die weltwirtschaftliche Belebung deuten trotz zwei schwacher Monate auf eine weitere Expansion der deutschen Exporte hin.

Die dynamische Industriekonjunktur zeigt sich nahezu in allen Industriezweigen. Die Auftragseingänge, die bereits im dritten Quartal mit einer Rate von 3,7 Prozent sehr kräftig zunahmen, erhöhten sich nochmals im Oktober (+0,5 Prozent). Entsprechend hoch sind die Auftragsbestände. Das ausgezeichnete Geschäftsklima signalisiert eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Nicht zuletzt wegen der Lage der Sommerferien und aufgrund von Brückentagen war die Industrieproduktion im September und Oktober rückläufig. Damit deutet sich ein nicht ganz so wachstumsstarkes Jahresendquartal an. Die Bauproduktion verläuft seit dem dritten Quartal trotz günstiger Rahmenbedingungen und einer starken Nachfrage allenfalls seitwärts. Sie war aber dennoch auch im Oktober 2017 – arbeitstäglich bereinigt – um reichlich vier Prozent höher als vor einem Jahr. Ein entscheidender Grund für die schwächere Entwicklung dürfte sein, dass sich die Bauwirtschaft nahe ihrer Kapazitätsgrenzen bewegt und Arbeitskräfte rar werden.

Der private Konsum war, gestützt auf eine gute Entwicklung von Einkommen und Beschäftigung, während des langen Aufschwungs der verlässliche Träger der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Im dritten Quartal ging er saisonbereinigt erstmals seit dem vierten Quartal 2013 leicht um 0,1 Prozent zurück. Dies zeigte sich auch in dem nahezu stagnierenden Umsatz im Einzelhandel (+0,2 Prozent), dessen Start in das Jahresschlussquartal ebenfalls holprig war (-1,2 Prozent). Die Umsätze im Kfz-Handel, die bis September vorliegen, blieben demgegenüber im dritten Quartal aufwärtsgerichtet. Die Inflationsrate lag im November bei 1,8 Prozent. Da Einkommen und Beschäftigung weiter zunehmen, die Konsumlaune positiv ist und sich das ifo Geschäftsklima für den Einzelhandel unverändert auf hohem Niveau bewegt, dürften die privaten Konsumausgaben weiter zunehmen.

Die Lage und der Ausblick am Arbeitsmarkt bleiben positiv. Die Erwerbstätigkeit wächst seit dem zweiten Quartal etwas moderater als im letzten Winterhalbjahr, im Oktober saisonbereinigt um 41.000 Personen. Damit waren zuletzt 650.000 Personen mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Im September stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, bereinigt um die Saisoneinflüsse, um 35.000 Personen. Die einschlägigen Frühindikatoren von BA, ifo und IAB signalisieren eine anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung gingen im November saisonbereinigt um 18.000 bzw. 21.000 Personen zurück. Nach Ursprungszahlen sank die Arbeitslosigkeit auf 2,37 Mio. Personen, den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte sich fortsetzen; er könnte jedoch etwas schleppender verlaufen, weil Personen mit Migrationshintergrund nach dem Abschluss von Integrations- und Sprachkursen nicht sofort auf dem Arbeitsmarkt Erfolg haben. Zudem bleiben weitere Herausforderungen, wie der nach wie vor hohe Stand atypischer und in der Regel niedrig entlohnter Beschäftigung, die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und die höhere Arbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten, bestehen.

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Januar bis September 2017: 8,0 % weniger Unternehmensinsolvenzen als in den ersten 9 Monaten 2016

Von Januar bis September 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 15.169 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 8,0 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt.

Januar bis September 2017: 8,0 % weniger Unternehmensinsolvenzen als in den ersten 9 Monaten 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 12.12.2017

Von Januar bis September 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte 15.169 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 8,0 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Zeitraum Januar bis September 2017 mit 53.977 Fällen um 7,9 % niedriger als in den ersten neun Monaten 2016. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen betrug die Gesamtzahl der Insolvenzen 86.967 Fälle, das waren 6,5 % weniger als von Januar bis September 2016.

Im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) gab es von Januar bis September 2017 mit 2.741 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 2.484 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Im Wirtschaftsbereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 1.730 und im Gastgewerbe 1.577 Insolvenzanträge gemeldet.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für den Zeitraum Januar bis September 2017 auf rund 18,0 Milliarden Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatten sie bei rund 21,4 Milliarden Euro gelegen.

Im September 2017 wurden 1.626 Insolvenzen von Unternehmen (-14,2 % gegenüber September 2016) und 5.620 Insolvenzen von Verbrauchern (-13,6 %) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 9.152 Insolvenzen, das waren 12,0 % weniger als im September 2016.

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EU und Japan schließen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ab

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Japans Premierminister Shinzo Abe haben die Einigung über das seit 2013 verhandelte Wirtschaftsabkommen bekanntgegeben. Damit kann das größte jemals von der EU ausgehandelte bilaterale Freihandelsabkommen nach Zustimmung durch Europäischem Parlament und Mitgliedstaaten möglicherweise schon 2019 in Kraft treten.

EU und Japan schließen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ab

EU-Kommission, Pressemitteilung vom 08.12.2017

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Japans Premierminister Shinzo Abe haben am 08.12.2017 die Einigung über das seit 2013 verhandelte Wirtschaftsabkommen bekanntgegeben. Beim EU-Japan-Gipfeltreffen im vergangenen Juli hatten sich beide Seiten bereits auf eine gemeinsame politische Vereinbarung geeinigt. Nun haben sich Handelskommissarin Cecilia Malmström und der japanische Wirtschaftsminister über die letzten noch offenen Punkte verständigt. Damit kann das größte jemals von der EU ausgehandelte bilaterale Freihandelsabkommen nach Zustimmung durch Europäischem Parlament und Mitgliedstaaten möglicherweise schon 2019 in Kraft treten.

Juncker begrüßte die Einigung als starke Botschaft für gegen Protektionismus und für offenen Handel. „Das ist die EU von ihrer besten Seite. Die EU und Japan senden eine starke Botschaft zur Verteidigung eines offenen, fairen und regelbasierten Handels. Das Abkommen verankert gemeinsame Werte und Prinzipien und bringt spürbare Vorteile für beide Seiten, während es die jeweiligen Empfindlichkeiten berücksichtigt.“

„Genau zur rechten Zeit – wir halten unser Versprechen, das Win-Win-Abkommen noch in diesem Jahr abzuschließen. Die EU und Japan teilen eine gemeinsame Vision von einer offenen und regelbasierten Weltwirtschaft, die höchste Standards garantiert. Das Potenzial des Abkommens ist enorm und ich freue mich, dass die EU und Japan auf gutem Weg sind, das Abkommen nächstes Jahr zu unterzeichnen“, fügte Malmström hinzu.

Ausgeklammert aus dem Abkommen ist die Investitionsgerichtsbarkeit, da die EU-Kommission das veraltete System nicht anerkennt. Die Verhandlungen über diesem Bereich werden daher weiter fortgesetzt.

EU-Firmen exportieren jährlich Waren im Wert von über 58 Milliarden Euro und Dienstleistungen im Wert von mehr als 28 Milliarden Euro nach Japan. Europäische Unternehmen stehen jedoch beim Export nach Japan vor Handelshemmnissen, die ihnen den Wettbewerb erschweren.

Das Handelsabkommen mit Japan hat daher zum Ziel:

  • diese Hemmnisse zu beseitigen
  • zur Ausgestaltung globaler Handelsregeln beizutragen, die unseren hohen Standards und unseren gemeinsamen Werten gerecht werden
  • ein deutliches Signal dahingehend auszusenden, dass zwei der größten Volkswirtschaften der Welt Protektionismus ablehnen

2013 erteilten die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten der Europäischen Kommission den Auftrag, Verhandlungen mit Japan einzuleiten. Am 6. Juli 2017 haben die Europäische Union und Japan eine Grundsatzeinigung über die wichtigsten Elemente des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen der EU und Japan erzielt.

Parallel dazu verhandelt die EU auch über ein strategisches Partnerschaftsabkommen mit Japan.

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Konjunkturampel in der Eurozone bleibt auf Grün

KfW Research hebt seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr auf 2,3 % an (Vorprognose: 2,2 %). Damit steuert die Währungsunion auf das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr der letzten Dekade zu. 2018 bleibt die Konjunkturampel in der Eurozone auf Grün: Es wird ein realer Zuwachs von 2,4 % (Vorprognose: 2,0 %) erwartet.

Konjunkturampel in der Eurozone bleibt auf Grün

KfW, Pressemitteilung vom 07.12.2017

  • KfW Research erhöht Konjunkturprognosen für 2017 auf 2,3 % (vorher: 2,2 %) und für 2018 auf 2,4 % (2,0 %)
  • Binnennachfrage bleibt solide
  • Exportsektor sorgt für zusätzlichen Schub
  • Aufhellung in Weltwirtschaft kompensiert bisher Eurostärke

Die Wirtschaft in der Eurozone setzt ihren Aufschwung fort und geht mit Rückenwind ins neue Jahr. KfW Research hebt seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr auf 2,3 % an (Vorprognose: 2,2 %). Damit steuert die Währungsunion auf das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr der letzten Dekade zu. Das gilt sowohl für die reine Wachstumsdynamik als auch für die Qualität des Aufschwungs, der inzwischen sowohl regional als auch nachfrageseitig auf breiter Basis ruht. 2018 bleibt die Konjunkturampel in der Eurozone auf Grün: KfW Research erwartet einen realen Zuwachs von 2,4 % (Vorprognose: 2,0 %).

Die wichtigste Säule der wirtschaftlichen Erholung im Währungsraum bleibt die solide binnenwirtschaftliche Entwicklung. Der private Konsum profitiert von den Verbesserungen am Arbeitsmarkt und den damit einhergehenden Einkommenszuwächsen. Die Arbeitslosenquote sinkt kontinuierlich, die Erwerbstätigenzahl steigt weiter: Im Sommer dieses Jahres waren in der Eurozone erstmals mehr Menschen erwerbstätig als vor der Krise und im dritten Quartal wurde ein neues Rekordhoch markiert. Die gute wirtschaftliche Lage sorgt für die dringliche Belebung der langen schwachen Investitionstätigkeit in vielen Ländern des Euroraums. Allerdings bleibt hier angesichts des großen Aufholbedarfs Luft nach oben.

Der Tempogewinn beim europäischen Wachstum geht allerdings bereits seit Ende 2016 vollständig auf das Konto des Außenhandels. Das ist umso bemerkenswerter, als der Euro zeitgleich spürbar aufgewertet hat. Dadurch werden europäische Waren und Dienstleistungen preislich weniger attraktiv. Bislang hat sich die Stärke der Gemeinschaftswährung jedoch nicht merklich dämpfend auf die Exportnachfrage ausgewirkt.

Bei regionaler Betrachtung sind weiterhin Deutschland und Spanien die verlässlichen Stützen des Wachstums der Eurozone. Die stärkere Dynamik ist nun aber auch in Frankreich und Italien angekommen, beide Länder können mehr und mehr aufholen. Die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums ist gerade für Italien eine gute Nachricht, da dadurch eine Vielzahl der wirtschaftlichen Probleme wie die hohen Staatsschulden und große Bestände an notleidenden Krediten einfacher zu bewältigen sind.

„Auch wenn 2017 noch nicht ganz zu Ende ist, zeichnet sich ein Fazit bereits ab: Die Eurozone ist in diesem Jahr die positive Überraschung unter den bedeutenden Volkswirtschaften!“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Für das kommende Jahr bleibt die Konjunkturampel auf Grün. Bei anhaltend stabiler Binnennachfrage wird die Währungsunion weiterhin von der breit angelegten Erholung der Weltwirtschaft profitieren und noch eine Schippe drauflegen. Ich erwarte für 2018 ein Plus des Realwachstums von 2,4 %.“

Risiken für die Konjunktur im Euroraum bestehen vor allem im politischen Bereich, wenn sie auch derzeit etwas in den Hintergrund gerückt sind. Zentral bleibt die Frage nach dem Ausgang der laufenden Brexit-Verhandlungen. Zudem könnten ein ungünstiger Wahlausgang in Italien und eine Verschleppung der notwendigen Weiterentwicklung der Eurozone durch die schwierige Regierungsbildung in Deutschland das Vertrauen in die gemeinsame Währung erneut schwächen. Auch eine unerwartete Verlangsamung des Wachstums in den USA, ausgelöst durch eine zu schnelle Straffung der Geldpolitik oder protektionistische wirtschaftspolitische Maßnahmen, könnte potenziell die wirtschaftliche Dynamik in Europa spürbar bremsen.

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Fast jedes vierte Unternehmen betrieb 2016 E-Commerce

Nahezu jedes vierte Unternehmen (23 %) in Deutschland verkaufte im Jahr 2016 seine Waren oder Dienstleistungen über eine Website, App oder elektronischen Datenaustausch über Standleitungen (EDI). Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, betrieben 19 % der Unternehmen E-Commerce über eine Website oder App, während lediglich 5 % EDI nutzten.

Fast jedes vierte Unternehmen betrieb 2016 E-Commerce

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.12.2017

Nahezu jedes vierte Unternehmen (23 %) in Deutschland verkaufte im Jahr 2016 seine Waren oder Dienstleistungen über eine Website, App oder elektronischen Datenaustausch über Standleitungen (EDI). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, betrieben 19 % der Unternehmen E-Commerce über eine Website oder App, während lediglich 5 % EDI nutzten (Mehrfachnennungen möglich).

Unternehmen, die im Online-Handel über eine Website oder App aktiv waren, erzielten 19 % ihres gesamten Umsatzes aus Verkäufen über diese Vertriebskanäle. Mit steigender Unternehmensgröße sank dieser Anteil: Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten erlösten 26 % ihres gesamten Umsatzes über Websites oder Apps. Der Anteil bei Kleinunternehmen (10 – 49 Beschäftigte) betrug noch 23 %, bei mittelgroßen (50 – 249 Beschäftigte) und Großunternehmen (250 und mehr Beschäftigte) jeweils 18 %.

Den Großteil ihres Umsatzes über Websites oder Apps (82 %) erwirtschafteten die dort tätigen Unternehmen aus Verkäufen über unternehmenseigene Websites oder Apps, 18 % aus Verkäufen über Online-Marktplätze. Online-Marktplätze sind von mehreren Unternehmen genutzte Websites oder Apps zum Handel von Waren oder Dienstleistungen (zum Beispiel Booking, eBay oder Amazon).

Im Online-Handel über Websites oder Apps machten Verkäufe an Kunden im Inland 81 % des Umsatzes aus. Der Umsatzanteil aus Verkäufen an Kunden in anderen EU-Staaten betrug 14 % und an Kunden in Nicht-EU-Staaten 5 %.

Dies sind Ergebnisse der im Jahr 2017 durchgeführten Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen. Neben den Zahlen zu E-Commerce bietet die Erhebung Informationen zu Verbreitung sowie Nutzung fester und mobiler Internetverbindungen, elektronischer Rechnungsstellung, Social Media und E-Business-Systemen in Unternehmen. Diese Daten können dem Tabellenband „Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen“ entnommen werden.

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Deutsche Exporte im Oktober 2017: +6,8 % zum Oktober 2016

Im Oktober 2017 wurden von Deutschland Waren im Wert von 108,0 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 89,1 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Oktober 2017 um 6,8 % und die Importe um 8,3 % höher als im Oktober 2016.

Deutsche Exporte im Oktober 2017: +6,8 % zum Oktober 2016

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 08.12.2017

Im Oktober 2017 wurden von Deutschland Waren im Wert von 108,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 89,1 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Oktober 2017 um 6,8 % und die Importe um 8,3 % höher als im Oktober 2016. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat September 2017 um 0,4 % ab, die Importe stiegen um 1,8 %.Die Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2017 mit einem Überschuss von 18,9 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2016 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +18,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Oktober 2017 bei 19,9 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+20,4 Milliarden Euro), Dienstleistungen (-3,6 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+5,5 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,2 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Oktober 2017 mit einem Überschuss von 18,1 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2016 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 18,4 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2017 Waren im Wert von 64,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 59,6 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Oktober 2016 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 8,7 % und die Importe aus diesen Ländern um 10,1 %. In die Länder der Eurozone wurden im Oktober 2017 Waren im Wert von 40,4 Milliarden Euro (+8,6 %) geliefert und Waren im Wert von 39,8 Milliarden Euro (+9,3 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Oktober 2017 Waren im Wert von 24,1 Milliarden Euro (+9,1 %) exportiert und Waren im Wert von 19,8 Milliarden Euro (+11,9 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Oktober 2017 Waren im Wert von 43,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 29,4 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Oktober 2016 nahmen die Exporte in die Drittländer um 4,1 % zu, die Importe von dort stiegen um 4,8 %.

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Stimmung im Mittelstand steigt und steigt

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland setzt lt. KfW seine Rekordjagd fort. Im November verschieben die Mittelständler die Messlatte für das Allzeithoch bereits das sechste Mal in diesem Jahr nach oben: Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt um 0,7 Zähler auf jetzt 31,4 Saldenpunkte.

Stimmung im Mittelstand steigt und steigt

KfW, Pressemitteilung vom 06.12.2017

  • Sechstes Allzeithoch beim Geschäftsklima in diesem Jahr
  • Geschäftslage besser, Erwartungen stabil auf hohem Niveau
  • Aufschwung setzt sich im neuen Jahr fort, schwierige Regierungsbildung noch keine Konjunkturbremse

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland setzt seine Rekordjagd fort. Im November verschieben die Mittelständler die Messlatte für das Allzeithoch bereits das sechste Mal in diesem Jahr nach oben: Der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers steigt um 0,7 Zähler auf jetzt 31,4 Saldenpunkte. Ausschlaggebend hierfür ist diesmal eine Verbesserung der Geschäftslage (+1,6 Zähler auf 44,5 Saldenpunkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate bleiben stabil auf hohem Niveau (-0,1 Zähler auf 18,6 Saldenpunkte).

Auch die Großunternehmen übertreffen ihren bisherigen Spitzenwert aus dem Vormonat nochmals um +1,2 Zähler auf aktuell 31,3 Saldenpunkte. Sie melden einen deutlichen Zuwachs der Geschäftserwartungen (+3,0 Zähler auf 19,8 Saldenpunkte) bei einer unwesentlich veränderten Lage (-0,7 Zähler auf 43,0 Saldenpunkte).

Die Stimmung ist in allen Branchen sowohl bei den Mittelständlern als auch bei den Großunternehmen weiterhin auf einem historisch guten Niveau. Branchen-Spitzenreiter bleibt die Bauwirtschaft trotz eines deutlichen Rücksetzers im November in beiden Größenklassen. Die Industrieunternehmen setzen ihren Aufwärtstrend fort und nähern sich allmählich der Baubranche an.

Auch beim Thema Beschäftigung bleiben die deutschen Unternehmen auf Expansionskurs: Die Beschäftigungserwartungen der mittelständischen Unternehmen liegen im November über dem Rekordwert vom Vormonat (+2,4 Zähler auf 21,4 Saldenpunkte). Bei den Großunternehmen verharrt der Beschäftigungsindikator auf fast unverändert hohem Niveau (+0,1 Zähler auf 22,7 Saldenpunkte).

„Alles in allem unterstreichen die neuerlichen Rekordwerte des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers die hervorragende konjunkturelle Lage in Deutschland“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Die robuste Binnennachfrage und das anziehende Tempo der Weltwirtschaft lassen die Unternehmen mit großer Zuversicht ins neue Jahr blicken. Aus meiner Sicht zu Recht – wir erwarten für 2018 ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % nach 2,3 % im laufenden Jahr.“ Die schwierige Regierungsbildung nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen hierzulande dürfe sich kurzfristig kaum auf die Konjunktur auswirken. „Für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg stehen jedoch Weichenstellungen an, für die Deutschland eine handlungsfähige Regierung benötigt. So gilt es beispielsweise die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron angestoßenen Reformen der EU mitzugestalten, solange das Zeitfenster noch offensteht“, so Zeuner.

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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Oktober 2017

Wie das BMWi mitteilt, fiel die Produktion im Produzierenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent geringer aus.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Oktober 2017

BMWi, Pressemitteilung vom 07.12.2017

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes fiel die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent geringer aus. Die Industrieproduktion nahm um 2,0 Prozent ab und die Bauproduktion um 1,3 Prozent. Innerhalb der Industrie ging die Erzeugung von Investitions- und Konsumgütern stark zurück (-2,7 Prozent bzw. -2,6 Prozent). Die Vorleistungsgüterproduktion verringerte sich um 1,0 Prozent.

Damit ergab sich im Zweimonatsvergleich September/Oktober gegenüber Juli/August ein Rückgang der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,4 Prozent. Die Industrieproduktion nahm um 0,7 Prozent ab. Die Bauproduktion ging um 0,4 Prozent zurück.

Während die Fertigung im Produzierenden Gewerbe in der ersten Jahreshälfte spürbar ausgeweitet worden war, kam es in den beiden letzten Monaten zu Rückgängen. Im Oktober dürften hierzu Brückentage wesentlich beigetragen haben. Die günstige Auftragslage und vor allem die optimistischeren Geschäftserwartungen sprechen jedoch für eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur.

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Finanzkrisen drosseln Innovationsaktivitäten von Unternehmen

Geraten Banken in Schieflage, hat das auch Konsequenzen für die Innovationsaktivitäten ihrer Firmenkunden: Bei Spannungen an den internationalen Finanzmärkten werden Unternehmen höchstwahrscheinlich ihre Innovationsaktivitäten zurückfahren, wenn „ihre“ Banken besonders stark von Verwerfungen am Interbankenmarkt betroffen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des ZEW.

Finanzkrisen drosseln Innovationsaktivitäten von Unternehmen

ZEW, Pressemitteilung vom 06.12.2017

Was Firmenkunden von Banken für Innovationen ausgeben, hängt maßgeblich von den Finanzierungsmöglichkeiten ab, die die Kreditinstitute ihren Firmenkunden bieten können. Geraten Banken aufgrund makroökonomischer Schocks in Schieflage, hat das allerdings Konsequenzen für die Innovationsaktivitäten ihrer Firmenkunden: Bei Spannungen an den internationalen Finanzmärkten werden Unternehmen höchstwahrscheinlich ihre Innovationsaktivitäten zurückfahren, wenn „ihre“ Banken besonders stark von Verwerfungen am Interbankenmarkt betroffen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

Die Untersuchung zeigt, dass es Zusammenhänge zwischen dem angeschlagenen Bankensystem und unternehmerischen Innovationsaktivitäten während der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2007/2008 gegeben hat. Mit dem Kollaps der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers 2008 verschlechterten sich die Bedingungen am Interbankenmarkt dramatisch. Das Handelsvolumen zwischen den Kreditinstituten brach ein, wodurch wiederum die Bankkreditvergabe an Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Studie stellt nun anhand einer Querschnittsanalyse dar, dass die Firmenkunden derjenigen Banken, die auf dem Interbankenmarkt äußerst aktiv waren, ihre Innovationsaktivitäten während der Finanzkrise deutlicher verringert haben als andere Unternehmen.

Die Analyse fußt auf Daten des Mannheimer Innovationspanels (MIP), der seit 1993 jährlich durchgeführten Innovationserhebung des ZEW, das Informationen zu mehr als 20.000 Unternehmen umfasst, einschließlich der Haus- beziehungsweise Hauptbank jedes einzelnen Unternehmens. Für die Studie wurden die MIP-Daten mit Informationen zu den Refinanzierungsstrukturen sowie zum Firmenkundengeschäft der jeweiligen Kreditinstitute zusammengeführt, verglichen und ausgewertet.

Die Finanzierung für Banken muss auch in Stresssituationen sicher sein

„Die Gesamtaufwendungen von Unternehmen für Innovationen sinken tendenziell während einer Finanzkrise, je stärker die Bank eines Unternehmens mit dem Interbankenmarkt verflochten ist“, sagt Prof. Dr. Kornelius Kraft, ZEW-Forschungsprofessor, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftspolitik an der Technischen Universität Dortmund und zusammen mit Marek Giebel Autor der Studie. „Auf Unternehmensseite sind davon stärker die Investitionen in geplante Innovationen betroffen als die laufenden Kosten für Innovationsaktivitäten“, so Kraft. Die Querschnittsanalyse zeigt zudem, dass die Ausgaben von weniger hochtechnisierten Unternehmensbereichen, wie etwa im Marketing, entsprechend weniger von dem Phänomen betroffen sind.

„Unsere empirischen Resultate zeigen, dass externe finanzielle Restriktionen von Unternehmen vor allem in Krisenzeiten Folgen für Innovationen haben und sich hierüber auch negative Implikationen für das gesamte Wirtschaftswachstum ergeben“, fasst Kornelius Kraft zusammen. Zwei zentrale Handlungsempfehlungen für die Politik lassen sich daraus ableiten: „Erstens müssten die Finanzierungsmöglichkeiten für Banken in Stresssituationen sichergestellt werden, gerade um die Kreditversorgung im Firmenkundengeschäft trotz Krisenfall aufrechterhalten zu können. Zweitens sollte die Politik Programme auflegen, die Innovationsaktivitäten für Unternehmen auch in Krisenzeiten attraktiv machen, wenn die angestammten Geldquellen versiegen“, sagt Kraft.

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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2017

Wie das BMWi mitteilt, sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,5 % gestiegen. Der Anteil an Großaufträgen war für einen Oktober unterdurchschnittlich.

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2017

BMWi, Pressemitteilung vom 06.12.2017

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,5 % gestiegen. Der Anteil an Großaufträgen war für einen Oktober unterdurchschnittlich. Während die Neubestellungen bei Investitions- und Konsumgütern etwas zulegten (+0,9 % bzw. +0,6 %), gaben die Bestellungen von Vorleistungsgütern etwas nach (-0,4 %). Die Nachfrage aus dem In- und Ausland entwickelte sich in etwa gleich (+0,4 % bzw. +0,5 %). Dabei gingen die Impulse aus dem Ausland auf Orders außerhalb der Eurozone zurück.In der Tendenz sind die Auftragseingänge kräftig aufwärtsgerichtet. Im Durchschnitt der Monate September und Oktober lag das Bestellvolumen um 3,4 % über dem Niveau der beiden Vormonate.

Die Bestelltätigkeit ist im Oktober den dritten Monat in Folge gestiegen und insgesamt sehr rege. Gleichzeitig stieg das Geschäftsklima im November auf ein neues Rekordniveau. Die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dürfte daher kräftig aufwärtsgerichtet bleiben.

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