Deutlicher Anstieg des Warenhandels zwischen EU27 und östlichen Partnern

Zwischen 2000 und 2010 hat sich der Warenverkehr der EU27 mit den sechs Östlichen Partnerländern (Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Moldawien, Ukraine) lt. Eurostat trotz eines ausgeprägten Rückgangs im Jahr 2009 deutlich erhöht.

Eurostat, Pressemitteilung vom
28.09.2011

EU27 Handelsbilanzdefizit von 1,3 Mrd.
Euro in der ersten Hälfte 2011

Zwischen 2000 und 2010 hat sich der
Warenverkehr der EU27 mit den sechs Östlichen Partnerländern (Armenien,
Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Moldawien und der Ukraine) deutlich
erhöht, trotz einem ausgeprägten Rückgang im Jahr 2009. Von 2000 bis 2008 wuchs
der Wert der Ausfuhren von 8,8 Milliarden Euro auf einen Höchstwert von 37,1
Mrd. Nach einem Rückgang auf 23,2 Mrd. im Jahr 2009 zeigten die Ausfuhren eine
teilweise Erholung im Jahr 2010 und erreichten einen Wert von 29,5 Mrd. Die
Einfuhren folgten demselben Muster wie die Ausfuhren. Sie stiegen von 7,8 Mrd.
im Jahr 2000 auf 31,6 Mrd. in 2008, fielen dann auf 19,0 Mrd. in 2009 und
erhöhten sich auf 25,2 Mrd. im Jahr 2010. Infolgedessen wuchs der
Außenhandelsüberschuss der EU27 mit den Östlichen Partnerländern von 1,0 Mrd. im
Jahr 2000 auf 4,4 Mrd. in 2010.

Verglichen mit der ersten Jahreshälfte
2010 setzte der Warenhandel der EU27 mit den Östlichen Partnerländern in der
ersten Hälfte 2011 sein Wachstum fort. Die Ausfuhren stiegen von 12,8 Mrd. in
den ersten sechs Monaten 2010 auf 16,5 Mrd. in der ersten Hälfte 2011 und
Einfuhren wuchsen von 11,7 Mrd. auf 17,7 Mrd. Die EU27 Außenhandelsbilanz beim
Warenverkehr mit den Östlichen Partnerländern veränderte sich von einem
Überschuss von 1,2 Mrd. in der ersten Hälfte 2010 in ein erstmaliges Defizit von
1,3 Mrd. im selben Zeitraum 2011.

Der Anteil der Östlichen Partnerländer
am gesamten EU27 Außenhandel hat sich über zehn Jahre hinweg mehr als
verdoppelt: Während die Ausfuhren im Jahr 2010 1,0 % ausmachten, wuchs ihr
Anteil auf 2,2 % in der ersten Jahreshälfte 2011 und die Einfuhren stiegen von
0,8 % auf 2,1 %.

Anlässlich des Gipfeltreffens der Östlichen
Partnerschaft, das am 29. und 30. September 2011 in Polen stattfinden wird,
veröffentlicht Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, Daten über
den Warenverkehr zwischen den 27 Mitgliedstaaten der EU und den 6 Östlichen
Partnerländern.

Deutschland, Italien und Polen machten
die Hälfte des Handels mit den Östlichen Partnerländern aus…

Von den EU27 Mitgliedstaaten waren
Deutschland, Italien und Polen in der ersten Jahreshälfte 2011 die wichtigsten
Handelspartner der Östlichen Partnerländer. Deutschland (4,3 Mrd. Euro bzw. 26 %
der Ausfuhren) war der größte Exporteur, gefolgt von Polen (2,3 Mrd. bzw. 14 %)
und Italien (1,3 Mrd. bzw. 8 %). Italien (6,3 Mrd. bzw. 35 % der Einfuhren) war
der größte Importeur, gefolgt von Deutschland (1,9 Mrd. bzw. 11 %), Frankreich
(1,8 Mrd. bzw. 10 %) und Polen (1,4 Mrd. bzw. 8 %). Den größten Überschuss in
der ersten Hälfte 2011 verzeichnete Deutschland (+2,4 Mrd.) und die größten
Defizite Italien (-5,0 Mrd.) und Frankreich (-1,1 Mrd.).

Nahezu 40 %
aller EU27 Ausfuhren in die Östlichen Partnerländer in der ersten Jahreshälfte
2011 waren Maschinen und Fahrzeuge, während Andere Erzeugnisse ungefähr ein
Viertel ausmachten. Energie machte die Hälfte der Einfuhren aus und Andere
Erzeugnisse nahezu ein Viertel.

…und die Ukraine machte die Hälfte
des Handels der Östlichen Partnerländer mit der EU aus

Von den Östlichen Partnerländern war
die Ukraine (9,6 Mrd. Euro bzw. 58 % der Ausfuhren) das führende Bestimmungsland
von EU27 Ausfuhren in der ersten Jahreshälfte 2011, gefolgt von Weißrussland
(4,0 Mrd. bzw. 24 %). Das führende Herkunftsland der EU27 Einfuhren von den
Östlichen Partnerländern war ebenfalls die Ukraine (7,8 Mrd. bzw. 44 % der
Einfuhren), gefolgt von Aserbaidschan (7,2 Mrd. bzw. 40 %). Die größten EU27
Überschüsse im Handel mit den Östlichen Partnerländern in der ersten
Jahreshälfte 2011 wurden mit Weißrussland (+2,1 Mrd.) und der Ukraine (1,8 Mrd.)
verzeichnet und das höchste Defizit mit Aserbaidschan (-6,0 Mrd.)

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von
Eurostat.

Quelle: Eurostat

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Quelle: DATEV eG